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Japan will keine Ausländer: 7 Gründe, warum das eine Sackgasse ist – und wir es anders machen sollten

Das stolze Japan kapselt sich seit langem ab, Ausländern gegenüber ist man skeptisch. 2015 hat das Land mit gut 126 Millionen Einwohnern gerade mal 27 Flüchtlinge anerkannt. Das wird kaum gut gehen. Der Inselstaat droht zu sterben, die Folgen sind dramatisch.



2015 musste Japan die Rekordzahl von 7586 Asylgesuchen bearbeiten. 27 davon wurden schliesslich angenommen – 27 Personen als Flüchtlinge anerkannt. Im Jahr zuvor waren es noch weniger: ganze 11. 

Der Ausländer-Anteil in Japan liegt bei weniger als 2 Prozent und ist damit der kleinste aller Industrienationen. Zum Vergleich: In der Schweiz beträgt er 24,3 Prozent. Japan verschliesst sich, will keine Zuwanderung. Der Tenor heisst: Kulturfremde Menschen bringen hohe Kosten und wenig Nutzen.

Die Wurzeln der Abneigung gegenüber Nicht-Japanern gehen zurück auf die Edo-Zeit zwischen 1603 und 1867, während der sich das Land vollständig von der Welt abkapselte und überhaupt keine Ausländer duldete. Die Skepsis gegenüber allem Fremden ist bis heute geblieben.

Dies schadet dem asiatischen Staat aus mehreren Gründen: 

Die Bevölkerung altert

Japan

bild: shutterstock

Japans Bevölkerung altert rasant. Bereits jetzt ist jeder vierte Japaner über 65 Jahre alt. Und schon jetzt gibt es mehr Menschen, die über 64 Jahre alt sind, als solche unter 15 Jahren. 

Die Bevölkerung schrumpft

In this Jan. 27, 2016 photo, a kindergarten staff take children near Hanako the elephant at Inokashira Park Zoo on the outskirts of Tokyo. An online petition drive wants the 69-year-old Hanako, or

Bild: Eugene Hoshiko/AP/KEYSTONE

Seit Jahren werden zu wenig Japaner geboren, um die Population stabil zu halten. In den nächsten 50 Jahren wird die Bevölkerung um 30 Prozent abnehmen. Von den 126 Millionen Japanern bleiben noch etwa 87 Millionen übrig. Um dies zu verhindern, müsste nicht nur die Geburtenrate steigen, Japan müsste auch Einwanderer ins Land lassen. Und zwar viele. Nur schon um nicht unter 100 Millionen zu fallen, wären 200'000 Einwanderer pro Jahr nötig. 

Die demographische Entwicklung führt dazu, dass es mehr Menschen gibt, die pensioniert sind als solche, die arbeiten. 

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Es fehlen die Arbeiter  

A worker leans on the scaffolding at a construction site in Tokyo, Japan, February 17, 2016. Japan's core machinery orders rose at a slower-than-expected pace in December but companies expect orders to accelerate in January-March, an encouraging sign that industry is ready to increase spending. REUTERS/Thomas Peter

Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Weil Japans Bevölkerung altert und schrumpft, fehlen die Arbeitskräfte. Alleine die Bauindustrie hat in den nächsten Jahren 150'000 Arbeiter zu wenig.

In der Gesundheitsbranche ist es noch schlimmer. Laut der Tageszeitung Yomiuri Shimbun benötigt das Gesundheitswesen bis im Jahr 2025 1 Million Personal mehr. 

Weil junge Menschen in die Städte ziehen, sterben zudem der Landwirtschaft die Bauern weg. 60 Prozent derer, die sich auf den Feldern und in den Ställen abrackern, sind über 65 Jahre alt. 

Schlechteres Kaufverhalten

epa05144106 Visitors look at Toyota vehicles on display at the company's showroom in Tokyo, Japan, 05 February 2016.  Strong US sales and cost-cutting pushed carmaker Toyota Motor Corp's net profit up by 4.7 per cent to 628 billion yen (5.37 billion dollars) in the last quarter, the company said. The world's top carmaker also booked an operating profit of 722.3 billion yen in the October-to-December quarter, down 5.3 per cent from the same period a year before. Sales grew 2.4 per cent to 7.34 trillion yen.  EPA/CHRISTOPHER JUE

Bild: CHRISTOPHER JUE/EPA/KEYSTONE

Die Überalterung führt zu einem schlechteren Kaufverhalten. Japan schwächelt nicht, weil die Menschen sparen – alte Menschen geben schlicht weniger aus. Dies spüren sogar starke Marken wie Toyota. 

Psychische Probleme 

epaselect epa05188074 A businessman waits for the train to arrive at a station in Tokyo, Japan, 01 March 2016. Japan's unemployment rate declined to 3.2 percent in December for the first fall in three months, the government said 01 March. Manufacturers saw an increase of 380,000 jobs to employ a total of 10.78 million people and the hotel and food service industries added 200,000 jobs to reach 3.97 million, the Ministry of Internal Affairs and Communications said. The availability of jobs - measured as the ratio of job offers per job seeker - climbed to 1.28 in January, the Ministry of Health, Labour and Welfare said.  EPA/CHRISTOPHER JUE

Bild: CHRISTOPHER JUE/EPA/KEYSTONE

Schrumpft eine Gesellschaft stetig, schlägt ihr dies zwangsläufig auf die Psyche, schrieb die «Neue Zürcher Zeitung» 2008. Viele Japaner sehen entsprechend pessimistisch in die Zukunft. Laut einer Studie glauben Kinder, sie würden als Erwachsene finanziell schlechter dastehen als ihre Eltern. Dies führt dazu, dass viele nicht mehr heiraten und Kinder bekommen. Ein teuflischer Kreislauf. 

Sozialsysteme unter Druck

Japanese Prime Minister Shinzo Abe scratches his head while talking with lawmakers at the lower house of parliament in Tokyo, Monday, Feb. 29, 2016. Japan's industrial production rose in January from the month before, beating forecasts, while retail sales fell, suggesting the recovery of the world's third-largest economy is still on the ropes. Data released Monday showed Japan's manufacturing index was at 99.8 in January compared with a base of 100 in 2010. Abe has sought to rekindle growth with a three-pronged approach of monetary stimulus, government spending and reforms. (AP Photo/Koji Sasahara)

Premierminister Shinzō Abe.
Bild: Koji Sasahara/AP/KEYSTONE

Das Schrumpfen und Altern der Gesellschaft spüren die Japaner schon heute am eigenen Portemonnaie. Lag die Mehrwertsteuer 2012 noch bei 5 Prozent, ist sie mittlerweile bei 8 Prozent angelangt. Und sie wird weiter steigen. Premierminister Shinzō Abe hat angekündigt, sie 2017 auf 10 hochzuschrauben.  

Wirtschaft kämpft allgemein  

epa05181336 A man walks wearing a mask in Yokohama, near Tokyo, Japan, 26 February 2016. According to the government, Japan's population has dropped 0.7 per cent in five years to 127.1 million, marking the first fall since the first census in 1920. Japan is facing a huge demographic burden after decades of rapid ageing of the population and declining birth rates. People aged 65 or older are expected to constitute 40 per cent of Japan's population by 2060, according to the National Institute of Population and Social Security Research.  EPA/FRANCK ROBICHON

Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Nach Kaufkraftparität steht das Bruttoinlandprodukt (BIP) Japans immer noch an dritter Stelle nach den USA und China. Die Wirtschaft kämpft jedoch – wie viele andere auch – mit Problemen. Dies alleine mit den fehlenden Einwanderern zu erklären, wäre zu einfach. Allerdings ist es so, dass Japan die Verschuldung seit längerem zu schaffen macht. 2006 machte die Staatsschuld 193 Prozent des BIP aus. Der Staat versuchte allerlei, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Doch das Hauptproblem bleibt: Japans Bevölkerung schrumpft und altert schneller als andere Gesellschaften. Und sie will auch weiterhin keine Zuwanderung. Die demographische Entwicklung zieht immer mehr Ausgaben für die sozialen Sicherungssysteme nach sich. Bis 2025 sollen 23 Prozent der Haushaltsausgaben ins Sozialsystem fliessen. Unter anderem will die Regierung das Rentenalter schrittweise anheben. 

Werden es Roboter richten? 

epa05128401 Humanoid robot Pepper is seen on display at the 'Pepper World 2016' in Tokyo, Japan, 27 January 2016. Organized by telecommunications and mobile phone carrier SoftBank Corp., the event displays the robot Pepper in different business applications such as retailing, health care and education.  EPA/FRANCK ROBICHON

Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Premierminister Shinzō Abe setzt statt auf Einwanderung auf Entwicklung. Und zwar auf Entwicklung von Roboter-Systemen. Solche sollen auf dem Bau, der Landwirtschaft, im Pflegebereich oder in den Fabriken eingesetzt werden. Roboter, die bettlägerige Patienten umbetten, gibt es schon seit längerem. Menschlichen Nachwuchs können diese jedoch nicht wettmachen.  

Oder doch eher ein Umdenken?

Tadashi Yanai, chief executive of Fast Retailing Co Ltd, poses before hitting a gong during the debut of his company at the Hong Kong Stock Exchange March 5, 2014. Fast Retailing Co Ltd, operator of Japan's Uniqlo clothing outlets, is set to rise 4.5 percent in its Hong Kong trading debut on Wednesday when Asia's biggest clothier by market value lists in the city.  REUTERS/Bobby Yip  (CHINA - Tags: BUSINESS PROFILE)

Tadashi Yanai.
Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Wenn sie auch klein sind, es gibt Anzeichen für ein Umdenken. Tadashi Yanai, der Besitzer der Kleiderkette Uniqlo und einer der reichsten Männer Japans, hat 2011 ein Selbständigkeitsprogramm ins Leben gerufen und beschäftigte zunächst 13 Flüchtlinge in Uniqlo-Läden. Die tiefe Zahl liegt an der der restriktiven Aufnahmepraxis Japans.

Gerne würde Tadashi Yanai mehr Flüchtlinge einstellen. An einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) sagt er, es sei an der Zeit, dass sich auch der Privatsektor und Privatpersonen an der Lösung des Flüchtlingsproblems beteiligten. Man könne nicht einfach auf Regierungen und die UNO warten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Emperor 09.03.2016 18:37
    Highlight Highlight Ich staune, wenn ich hier all diese völkisch, rassistisch angehauchten Kommentare hier lese... dachte wir sind bei Watson und nicht beim Blick oder 20 Minuten...
  • So en Ueli 07.03.2016 12:53
    Highlight Highlight Ok Watson, Japan hat zu wenig Einwohner = Problem für Japan. Lösung = mehr Asylanten ins Land lassen. Well played. Sorry aber dieser Beitrag kann doch nicht wirklich euer Ernst sein?
    • Emperor 09.03.2016 18:31
      Highlight Highlight Dein Kommentar kann doch nicht dein ernst sein?
  • decsis 07.03.2016 10:05
    Highlight Highlight Bei allem Respekt - dies ist mit Abstand der am wenig fundierteste und bescheuertste Beitrag den ich je in einer Zeitung gelesen habe. Das fehlende Bevölkerungswachstum und der hohe Altersdurchschnitt im wohl fortgeschrittenste Land der Welt auf fehlende Asylanten zurückzuführen, während dem der Schreiber scheinbar noch nicht einmal im Land war, ist sowas von dreist und manipulativ. Wahnsinn.
    • Felix Burch 07.03.2016 10:18
      Highlight Highlight Ich war eine ganze Weile dort.
    • Human 07.03.2016 15:38
      Highlight Highlight @decsis decsis..er sagt doch nicht das Japan Probleme hat weil sie keine Asylbewerber haben sondern er zeigt nur auf das Japan gut daran täte welche aufzunehmen aber gut was will man erwarten von jemandem der erstmal Unterstellungen annimmt...
    • Human 08.03.2016 08:25
      Highlight Highlight Er zählt auf welche Probleme Japan mit einer lockerung dieser strikten Regeln bekämpfen könnte... aber ich lese im ersten Absatz nicht raus das Japan Probleme hat WEIL es keine Ausländer aufnimmt
  • Alnothur 06.03.2016 21:39
    Highlight Highlight Die Tatsache, dass all diese Probleme durch eine zu tiefe Geburtenrate verursacht wird, darauf umzubiegen, dass zu wenige Ausländer aufgenommen werden, ist irgendwie lächerlich.

    Noch dazu, habt ihr euch schon mal überlegt, was in den Herkunftsländern geschieht, wenn Industrienationen ihre zu tiefe Geburtenrate mit, bevorzugt intelligenten und gutausgebildeten, Ausländern kompensieren?
  • Brehynfak 06.03.2016 19:50
    Highlight Highlight Die Japaner wollen nicht irgendwie viele sein. Sie sie wollen wahrhaftige Japaner sein und bleiben. Japan zolle ich dafür meinen höchsten Respekt.
    Wachstum um den Preis seine Heimat zu verlieren, obwohl man sie nie verlassen hat, lohnt sich nicht.
    Immerwährendes Wachstum kann es nicht geben. Fortwährend immer noch billigere Arbeitssklaven zu importieren kann den unausweichlichen Kollaps nur hinauszögern, aber nicht verhindern. Besser wie Japan durch den erforderlichen Strukturwandel langsam schreiten, als den plötzlichen Systemkollaps mit Revolutionen, Kriegen und Millionen Toten riskieren.
    • Brehynfak 07.03.2016 08:25
      Highlight Highlight @Rhabarber: Die Entstehung eines Staatenbundes wie der der Schweiz oder der USA ist hat nichts zu tun mit dem Bevölkerungswachstum per Einwanderung, statt per geschlechtlicher Fortpflanzung. Selbstverständlich kann jeder Staat Handel treiben, ganz unabhängig von seiner Migrationspolitik. Das ist gut so, und Courant Normal seit Jahrtsd. Jeder Staat vertritt zunächst seine eigenen Interessen zum Wohle seiner Bürger. Das verächtlich als Rosinenpickerei abzustempeln ist falsch, denn das ist die Kernaufgabe jeden Staates.
      Zum Schluss: Was soll falsch sein an der Abkehr von der Wachstumsmaxime?
    • Nick Name 07.03.2016 10:04
      Highlight Highlight Zum Einstandspost: Skepsis gegenüber Wachstum, wie er weitherum verstanden wird (sog. "Wirtschaftswachstum"), find ich absolut richtig. Was aber IMMER sein wird, unabänderlich:
      Wandel ...

      Daher finde ich auch Ausdrücke höchst bedenklich wie "wahrhaftige #" (setze beliebige Nationenbezeichnung ein). Und völlig fragwürdig Ängste vor "Heimat verlieren", wenn es um die Frage geht, ob eventuell ein paar mehr als 0.0002 Promille (!) Flüchtlinge (auf die Einwohnerzahl bezogen) ins Land kommen könnten.
      Zumal auch "Heimat" ein individuell höchst vielgestaltiges Konstrukt ist.
    • Brehynfak 07.03.2016 11:25
      Highlight Highlight @Rhabarber, Nick: Der Wandel ist nicht zwingend eine unbeeinflussbare äussere Einwirkung. Wandel wird im Wesentlichen gestaltet, und zwar von jedem der an morgen denkt. Japan ist nicht notwendigerweise angewiesen auf Einwanderung und Japan hat keinen Anlass Flüchtlinge einzuladen. So gut wie kein Flüchtling will nach Japan. Darum ertrinken die Flüchtlinge vor Lampedusa und nicht vor Japan. Also warum sollte Japan sich als Wunschdestination für Asylanten hervortun und nicht Länder wie Marookko, Kasachstan, Grönland, Saudiarabien oder sonst eine Gegend mit kleiner Bevölkerungsdichte?
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 06.03.2016 19:24
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist es doch so, dass der erste Grund die Ursache für die meisten folgenden sind. Die Japaner, aber auch die Europäer, haben zu wenig Kinder. Wenn wir irgendetwas anpacken wollen, dann fängt es damit an, dass wir wieder mehr Nachwuchs zeigen und damit meine ich mehr als 2 Kinder pro Person.
    • _kokolorix 07.03.2016 07:15
      Highlight Highlight wir sollten eher versuchen den kapitalismus dahingehend zu verbiegen, dass ein schrumpfen nicht dazu führt das eine oligarchie entsteht. das bedeutet Erbschaften und vermögen mindestens so stark zu besteuern wie die löhne
    • Commodore 07.03.2016 15:15
      Highlight Highlight Rhabarber, woher kommt dieser Impuls, Einheimische ums Verrecken mit Ausländern ersetzen zu wollen? Hassen Sie unser Volk so sehr? Wünschen Sie sich diesen kulturellen Einheitsbrei derart vehement?
      Wenn es zu viele Menschen gibt, wieso sollen denn genau wir weniger werden?

      Mich interessiert ernsthaft, was in Ihrem Kopf vorgeht. Vielleicht verfassen Sie mal ein Manifest oder so als Artikel...
      Dieser pathologische Selbsthass kommt doch nicht von ungefähr?
  • koks 06.03.2016 18:45
    Highlight Highlight wäre noch interessant zu wissen, wie gut der autor japan und die japanische gesellschaft überhaupt kennt, um sich ein urteil zu bilden. mir kommts ein bisschen vor wie der klassische imperialisten-blick: was anders ist als ich es mir gewohnt bin, kann nicht gut sein.
    • Alex_Steiner 07.03.2016 16:06
      Highlight Highlight Wenn man viele alte Leute die nicht arbeiten und wenig junge die arbeiten hat. Was für Probleme könnte das geben? Muss man dafür etwas über Japan wissen? Solange sie den Kapitalsimus nicht überwunden haben ist das wohl ein Problem.

  • fandustic 06.03.2016 16:37
    Highlight Highlight Und es gibt wohl 1000 Gründe es genau nicht so zu tun. Einer davon ist, dass man nicht wie bei uns, einfach mal alles ins Land lässt, sondern ganz einfach selektioniert. Wenn man Leute reinlässt, dann solche mit einer ähnlichen Kultur....das hilft schon mal. Die Zuwanderung ist leider kein Heilmittel, vor allem bei jenen nicht, welche über den Seeweg kommen.
    • fandustic 06.03.2016 20:30
      Highlight Highlight @Rhabarber
      Ein angenehmes Zusammenleben jedoch schon....
    • andersen 07.03.2016 08:08
      Highlight Highlight Ja, genau, Inzucht gab genug in der Schweiz, es gab sogar Leute, die nie aus der eigene Dorf ging.Darum gab es ein Hochburg von geistig Behinderte.
      Der grösste Errungenschaft ist, wenn die Menschen und die Welt in Bewegung bleibt.
      Der Kindersterblichkeit ist auch zurückgegangen.
      Die Masern ist auch fast ausgerottet.

      Die Japaner sehen seinen Welt aus eine Perspektive, wie ein Fisch in der in der gleiche alte Wasser immer schwimmt und kein frischem Wasser kriegt.
      Nicht umsonst gibt der Spruch:
      Führen uns zum frischen Wasser:-)

  • Big ol'joe 06.03.2016 15:48
    Highlight Highlight Eine rein neoliberale Wirtschaftsargumentation.

    Warum weiter bauen, wenn Bevölkerung um 30% schrumpft?
    Warum immer mehr konsumieren und die Natur zerstören?
    Was heisst schon verschuldung in 200% BIP? Wenn Grosskapitalisten Milliarden anheufen und keine Steuern zahlen ist man schnell bei solchen Zahlen.

    Wirtschaft ankurbeln haha das ich nicht lache.

    Wachstum, Konsum, Wohlstand gemessen in BIP gehört der Vergangenheit an. Neue Ideen, Werte, Systeme gesellschaftlichen Zusammenlebens sind gesucht...
    • poesie_vivante 06.03.2016 18:29
      Highlight Highlight @Hayek1902: Alle Einwanderer werden ja eines Tages auch alt sein und von den Sozialwerken profitieren können. Das heisst, dann braucht es ja wieder Einwanderer, um die Sozialwerke zu stemmen und so fort bis ans Ende aller Tage. Ein Schneeballeffekt sondergleichen.
    • _kokolorix 07.03.2016 19:27
      Highlight Highlight das wachstum kaschiert nur die tatsache, dass eine dünne oberschicht sich auf kosten der anderen bereichert. je kleiner die wachstumsrate desto deutlicher tritt die ungleichheit zu tage. das müssen wir ändern, sonst kann der kreislauf von hype, krise, katastrophe nicht verlassen werden und die Bereinigungen werden früher oder später gewaltsam vorgenommen
  • Saul_Goodman 06.03.2016 15:43
    Highlight Highlight naja die nächsten 10/20 jahre wird japan probleme haben mit zu viel alten und zu wenig jungen leuten. dafür wird die spirale des endlosen wachstums durchbrochen. eigentlich auch nicht so schlecht?!
  • Philipp Burri 06.03.2016 15:42
    Highlight Highlight Die Probleme dieser Welt sind langfristig nicht über ewiges Bevölkerungswachstum zu lösen.. hört mal auf damit. Ja die Industrienationen sind überaltert und die Bevölkerungen schrumpfen und das ist gut so...
  • Kookaburra 06.03.2016 15:15
    Highlight Highlight Der Ausländeranteil in der Schweiz betrug laut offiziellen Zahlen von admin.ch schon Ende 2014 - 24,3% !

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/07/blank/key/01/01.html
    • Kookaburra 06.03.2016 16:42
      Highlight Highlight Der Wahnsinn ist vor allem auch, dass die Meisten nicht wissen, wie es tatsächlich steht.

      Ende 2012 haben 8 036 900 Menschen in der Schweiz gelebt. (Laut admin)

      Am (30. September 2015 laut Wikipedia) 8'306'200 (Wenn man dazu noch die Zuwanderung von 23'000 (laut Watson erstes Quartal 2015) nimmt und die Flüchtlingssituation und den Geb. Überschuss miteinberechnet,

      Kommt man auf ein (kümstliches) Bev. Wachstum der Schweiz von mind. 1,25% . (pro Jahr)

      Zum Vergleich (2014) Indien 1,5%; China 0,5%, USA 0,4; Deutschland -0,2%.

      80'000 sind ein Prozent von 8'000'000.
    • Kookaburra 06.03.2016 17:10
      Highlight Highlight Und da die Schweiz ja ohne Zuwanderung abnähme, ist der Ausländerzuwachs (durch Geburten von Ausländern) grösser wie das Bev. Wachstums. ( Ja, das ist möglich.)

      Also noch weit deutlicher über 1,25% pro Jahr.

      Und kommuniziert wird meistens etwas anderes. (Z.b. 23,4% Ausländeranteil. Anstelle der viel genaueren über 25%) Und ich glaube einfach langsam nicht mehr, dass dies nicht absichtlich gemacht wird.
    • Lumpirr01 06.03.2016 18:18
      Highlight Highlight Ist ja leider auch die einzige Partei, die dieses Problem thematisiert und dafür in die braune Ecke gestellt wird. Aber bezüglich den anderen Psarteien ist es doch wie bei den Kartoffeln: Da gehen auch erst die Augen auf, wenn man im Dreck steckt.........
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amanaparts 06.03.2016 13:58
    Highlight Highlight Japan ist ein Wirtschaftswunder, dass keines sein sollte. Analysten werden von Japan schon seit Jahren überrascht und das einzige wo sich alle einig sind ist, dass keiner weiss wie sich die Wirtschaft in Japan verhält. Nicht mal die japanische Regierung kann verlässliche Prognosen machen. In Japan sind alle Beifahrer, keiner weiss wer fährt noch wo die Reise hingeht.
  • The Destiny // Team Telegram 06.03.2016 13:48
    Highlight Highlight Wir machen es doch bereits schon anders.


    Tadashi Yanai *Hat billigere Arbeitskräfte entdeckt*
  • Aristoteles 06.03.2016 13:47
    Highlight Highlight Uns mit Japan zu vergleichen und dann zum Schluss zu kommen, man solle es doch anderst handhaben, ist völlig sinnlos. Während Japan sich abschottet und sich so zumindest wirtschaftlich schwächt, stehen wir mit unserer "Politik der offenen Grenzen" auch vor keiner besseren Zukunft. Ein solcher Vergleich wäre sinnvoll, wenn wir zwischen Abschottung und Öffnung schwanken würden, und diese Öffnung realistisch betreiben. So werden beide Extreme wirtschaftlich geschwächt, mit dem Unterschied, dass uns noch ganze andere Herausforderungen erwarten.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 06.03.2016 14:15
      Highlight Highlight es ist schon tragisch genug uns überhaupt mit japan zu vergleichen.. japan ist ein komplett anderes Land
    • Aristoteles 06.03.2016 14:20
      Highlight Highlight Nein, ich beziehe mich auf das Fazit, also den Titel.
    • 7immi 06.03.2016 14:30
      Highlight Highlight das hat was. es ist ja nicht so, dass unsere vorfahren dumm waren. die zölle waren dazu da, um unterschiede auszugleichen und den personenfluss zu steuern. derzeit wirbt die schweiz ärzte aus deutschland ab. die folge davon ist dann, dass deutschland zu wenig ärzte hat, usw. offene grenzen lösen keine probleme, sie verschieben sie. nicht umsonst heisst es "never change a running system". mit change ist austauschen gemeint und nicht ändern. änderungen können innovationen hervorbringen. ein austausch bringt in den meisten fällen das system ins wanken. sowohl technisch wie auch politisch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 06.03.2016 13:21
    Highlight Highlight Ganz nüchtern betracht würde auch eine andere Flüchtlingspolitik Japans das Problem nicht lösen sondern neue schaffen weil diese Menschen leider keine Ausbildung haben um sofort zu Arbeiten es würde dadurch hinauslaufen das die Sozialsysteme mehr belastet werden. Zudem ist die Kultur des Landes extrem Anspruchsvoll so das ich nicht glaube das eine Integration von Flüchtlingen in Japan funktionieren wird. Zudem ist es gut das die Bevölkerung etwas zurückgeht. Es ist Naturschonender.
    • Brehynfak 06.03.2016 19:58
      Highlight Highlight @Hayek: Aha! Mensch = Ware
  • wasabitom 06.03.2016 13:19
    Highlight Highlight Für die anstehende digitale Revolution, ist eine schrumpfende Bevölkerung nicht nur schlecht. Für die nächste Generation gibt es die meisten heutigen Jobs leider nicht mehr. Und auch wenn man es nicht gerne hört, Japans unglaublich tiefe Kriminalität hat auch mit der restriktiven Aufnahme von Ausländern zu tun.
  • atomschlaf 06.03.2016 13:19
    Highlight Highlight Weshalb wird am Anfang des Artikels Japans Überalterungsproblem mit der Flüchtlingsthematik vermischt?
    Einwanderung in den Arbeitsmarkt ist gut für ein Land, wenn Anzahl und Qualifikation sinnvoll gesteuert werden. Einwanderung in die Sozialsysteme ist schlecht. Eine gute Einwanderungspolitik muss daher selektiv sein.
    • NWO Schwanzus Longus 06.03.2016 13:28
      Highlight Highlight Am besten wie Australien und Kanada. Sich nur die Leute aussuchen die auch die Fähigkeit besitzen sich in Japan durchzusetzen im Arbeitsmarkt.
    • Alex_Steiner 07.03.2016 16:16
      Highlight Highlight @atomschlaf: Japan hat kein "Sozialsystem". Also keine Angst...
  • Angelo C. 06.03.2016 13:16
    Highlight Highlight Ich stimme den Erwägungen des Autors insofern zu, als dass eine Totalabschottung nirgendswo eine Option sein kann. Zu wenige Geburten, Überalterung der Gesellschaft etc. sind letztlich zu gewichtig, um Zuwanderung dauerhaft abzulehnen. Diese Erkenntnis gilt für die meisten hochentwickelten, wohlhabenden Industriestaaten.

    ABER : Mit wirtschaftlich stimmiger Zuwanderung gilt es sinn- und massvoll umzugehen, sich u.a. ein Beispiel an Kanada und Australien zu nehmen, die erfolgreich vorbestimmen, wer ihnen wirtschaftlich und gesellschaftlich Nutzen bringt. Ein Beispiel für Japan wie die Schweiz!
  • Luca Brasi 06.03.2016 13:13
    Highlight Highlight Ach Japan...früher war es ihre Stärke fremde Kulturen aufzunehmen und ihnen einen eigenen japanischen Touch zu verpassen (siehe chinesische Schriftzeichen, Buddhismus aus Korea importiert oder westliche Unternehmenskultur und Technologisierung zur Meiji-Ära). Durch ihren Imperialismus zwangen sie gar Koreaner (noch heute eine grosse Minderheit in Japan) und Chinesen für sie zu arbeiten. Und heute? Ich kenne junge Japaner, die ihr Glück im Ausland suchen, da sie in Japan wenig Perspektive sehen.
    • NWO Schwanzus Longus 06.03.2016 13:26
      Highlight Highlight Diese Kulturen sind sich sehr ähnlich, da ist es einfacher diesen einen Japan Touch zu verpassen als einer Islamischen oder Europäischen Kultur.
    • Luca Brasi 06.03.2016 14:10
      Highlight Highlight Naja, aber auch beim Import von westl. Wissen im 19. Jahrhundert konnte man die westl. Firmenstrukturen übernehmen und sie in den Zaibatsus weiterentwickeln.
      Aber ein Selbstläufer ist Integration fremder Kulturen natürlich nicht. Und effektiv Arbeitskräfte zu integrieren ist eine immense Herausforderung, besonders für ein Land wie Japan, das in dieser Beziehung wenig Erfahrung hat. Die Frage ist einfach, ob das jetzige Modell nicht zu rigide ist, wenn man sieht, daß in gewissen Bereichen wie der Landwirtschaft die Arbeitskräfte fehlen. Ob Flüchtlinge die Lösung sind, sei mal dahingestellt.
  • Ylene 06.03.2016 12:52
    Highlight Highlight Die Japaner verkörpern halt das andere Extrem. Persönlich finde ich es aber völlig stumpfsinnig, in einem begrenzten System mit begrenzten Ressourcen (also Planet Erde) stetiger Wachstum (Wirtschaft, Bevölkerung, etc.) als das einzig Wahre zu propagieren. Wie soll das langfristig funktionieren? Die weltweite Bevölkerung sollte sich endlich mal stabilisieren oder besser noch leicht abnehmen. Gucken wir mal, was die Japaner für eine Lösung finden - und das werden sie garantiert.
    • Ylene 06.03.2016 13:32
      Highlight Highlight Die Zuwanderung besonders gut Ausgebildeter (Facharbeiter, Akademiker, etc.) bedeutet auch immer einen Braindrain in den Ländern, aus denen diese Leute emigrieren. Diese Leute fehlen halt dann dort - Geld zurück schicken hilft da auch nur kurzfristig. Bspw. Osteuropa oder auch Iran haben diesbezüglich ja schon rechte Probleme, bspw. selber nicht mehr genügend Ärzte u grosse Abhängigkeit von Geldzahlungen von emigrierten Verwandten.
  • willey 06.03.2016 12:48
    Highlight Highlight Die Zuwanderung ist aber auch ein Teufelskreis. Irgendeinmal wird die zugewanderte Bevölkerung auch überaltert sein, was dann wiederum mit noch mehr Zuwanderung bekämpft werden muss. Am besten wäre es wohl sich auf eine Stagnation der Wirtschaft einzulassen. Dies würde vermutlich auch den Druck auf die arbeitende Bevölkerung etwas senken, was wiederum die Motivation Kinder zu kriegen erhöhen könnte.
    • Patamat 06.03.2016 14:03
      Highlight Highlight Dieser Teufelskreis betrifft leider auch unsere AHV, welche im aktuellen Zinsumfeld nur noch funktioniert, wenn laufend neue Beitragszahler zuwandern. Die Probleme werden einfach an spätere Generationen weitergereicht. Endloses Wachstum kann nirgends die Lösung sein.
  • Str ant (Darkling) 06.03.2016 12:39
    Highlight Highlight Japan is definitiv das negative Beispiel es zeigt uns das wir es in der Schweiz ja bereit anders machen wie bereits geschrieben knapp 25% Ausländeranteil im Gegensatz zu 2% in Japan

    Was uns effektiv Sorgen machen muss ist eine tiefe Geburtenrate welche Hauptschuld daran ist das Japan "ausstirbt"

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