Iran-Eskalation drückt Ölpreis nach oben und Aktien nach unten – die wichtigsten Punkte
Grund für die Börseneinbussen ist dabei genau der weiter gestiegene Ölpreis. Nach Angriffen auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am grössten Gasfeld der Welt drohte der Iran im Krieg mit Israel und den USA, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in Golfstaaten zu attackieren. Am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag machte das Land seine Drohung war und griff Katar Gas-Anlagen an.
Die katarische Regierung meldete daraufhin grosse Schäden, insbesondere an der Flüssiggasanlage in Ras Laffan, eine der grössten und wichtigsten der Welt. Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas. Als Reaktion auf
Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker:
Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent, der bereits am Vortag kontinuierlich nach oben geklettert war, befindet sich mittlerweile auf einem Niveau von rund 112 US-Dollar. Der diesjährige Spitzenwert zu Beginn der zweiten Kriegswoche lag bei knapp 120 Dollar.
Dass sich die Lage aktuell eher Richtung weiterer Eskalation statt Entspannung entwickelt, erhöht die Sorgen wegen der konjunkturellen Folgen des Kriegs. Mehrere Länder in Asien und zuletzt auch in Europa haben bereits Sparmassnahmen angekündigt oder Preislimiten für den Kauf von Brennstoffen beschlossen.
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US-Notenbank stellt Inflationsgefahr in den Vordergrund
Dahingehend äusserte sich auch die US-Notenbank im Anschluss an ihre Zinssitzung vom Vorabend. Wie erwartet beliess das Fed die Zinsen unverändert, Fed-Chef Jerome Powell betonte allerdings auf einer Pressekonferenz, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. Und sollte sich die Inflation nicht wie gewünscht abschwächen, gebe es auch keine Gründe für eine Zinssenkung.
US-Präsident Donald Trump schiesst sich mit dem Krieg und dessen Auswirkungen quasi ins eigene Bein: Er fordert seit Monaten weitere Zinssenkungen und greift Fed-Chef Powell oft auch unter der Gürtellinie an, weil dieser sich dem Druck nicht beugt. Der von Trump initiierte Krieg liefert Powell aber noch weniger Argumente für rasche Zinssenkungen.
Auch der SMI leidet
Im vorbörslichen Handel der IG Bank verzeichnet der SMI im Vergleich zum Schlussstand vom Mittwoch ein Minus von 1,4 Prozent und steht bei rund 12'590 Punkten. Am Vortag hatte nach einem gehaltenen Start beim SMI bereits ein Minus von 1,5 Prozent resultiert. Auf dem aktuellen Niveau befand sich der hiesige Leitindex zum letzten Mal im November 2025.
Am Devisenmarkt hatte der US-Dollar gegenüber dem Franken zuletzt Auftrieb erhalten, er notiert derzeit bei 0.7929 Franken. Unter Druck geraten sind hingegen auch die Edelmetalle. Für die Feinunze Gold wird derzeit rund 4830 US-Dollar verlangt, womit die Marke bei 5000 wieder deutlich unterschritten wird. Die Unze Silber steht bei 74.90 US-Dollar, unmittelbar vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs lag der Preis noch klar über 90 Dollar.
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(con/sda/awp)
