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Heftige Proteste wegen Kabinettssitzung in Barcelona

Eine Kabinettssitzung der spanischen Zentralregierung in Barcelona hat für teilweise gewalttätige Proteste von Unabhängigkeitsbefürwortern in der katalanischen Hauptstadt gesorgt. Demonstranten lieferten sich am Freitag Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.



Acht Menschen wurden nach Polizeiangaben festgenommen. Bereits am Morgen wurden mehrere Strassen in Katalonien blockiert. Für den Abend war eine Grosskundgebung in Barcelona geplant.

Bereits am Vormittag kam es zweimal in Folge zu Zusammenstössen zwischen rund 200 Demonstranten und der katalanischen Polizeieinheit Mossos d'Esquadra. Sicherheitskräfte gingen mit Schlagstöcken gegen die Aktivisten vor. Diese warfen unter anderem mit Metallabsperrungen und Steinen nach der Polizei.

Firefighters help to control the demonstrators during a protest against Spain's cabinet holding a meeting in Barcelona Spain, Friday Dec. 21, 2018. Scuffles broke out between protesters trying to reach the venue of the cabinet meeting and police trying to stop them on Friday in central Barcelona after pro-independence organizations called for peaceful demonstrations against the meeting across the city. (AP Photo/Manu Fernandez)

Der Ärger ist gross. Bild: AP/AP

Acht Menschen wurden Mossos zufolge wegen «gewalttätiger Vorfälle» festgenommen. Ein Demonstrant sei bereits vor den Kundgebungen festgenommen worden. Er sei im Besitz von Material gewesen, das zur Herstellung von «Brand- oder Sprengstoff» verwendet werden konnte.

Ungeachtet der Proteste wurde die Kabinettssitzung abgehalten, auf der unter anderem eine Anhebung des Mindestlohns um 22 Prozent, eine Erhöhung der Beamtengehälter und Investitionen in die katalanische Infrastruktur beschlossen wurden.

In der Nähe des Tagungsorts versammelten sich tausende Demonstranten und forderten auf Spruchbändern ein Ende der spanischen «Besatzung». «Es ist eine Provokation, sie sind gekommen, um uns zu provozieren», sagte der 45-jährige Demonstrant Carles Serra. Zu der Kundgebung hatte das Komitee zur Verteidigung der Republik (CDR) aufgerufen.

Autobahnen blockiert

Seit dem frühen Morgen wurden nach Angaben der Verkehrsbehörden unter anderem die Autobahnen AP7 und A2 blockiert, die den Nordosten Spaniens mit dem Nachbarland Frankreich und der Hauptstadt Madrid verbinden. Auch mehrere Zufahrtsstrassen nach Barcelona und einige Hauptverkehrsstrassen in der katalanischen Hauptstadt wurden von Demonstranten blockiert. Einige Strassen wurden später wieder für den Verkehr freigegeben.

epa07243674 Catalan pro-independence supporters called by the Committees for the Defence of the Republic (CDR) block a section of the AP-7 highway to protest against the Spanish Government's Cabinet Meeting that is unusually taking place in Barcelona instead of Madrid, in Tarragona, northeastern Spain, 21 December 2018. Many principal highways in Catalonia have been blocked causing traffic disorders. The Cabinet takes place one day after Spanish Prime Minister Sanchez and the Catalan president Torra met in Barcelona, a move that is met with fiery criticism as the cabinet meeting is held on the day one year after Catalonia held regional elections ordered by the Spanish central government.  EPA/JAUME SELLART

Gibt es auch nicht alle Tage: Feuer auf der Autobahn. Bild: EPA/EFE

Rund 20 Vereinigungen von Unabhängigkeitsbefürwortern, darunter die einflussreiche Katalanische Nationalversammlung (ANC), riefen zu einer Grosskundgebung im Zentrum von Barcelona auf, die um 18.00 Uhr beginnen sollte.

Am Vorabend der umstrittenen Kabinettssitzung war Regierungschef Pedro Sánchez mit dem katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra zusammengekommen. Beide bekundeten nach dem Treffen ihren Willen zum Dialog. Sie seien entschlossen, einen «effektiven Dialog» zu führen und einen Ausweg aus der Krise zu finden, kündigten Sánchez und Torra in einer gemeinsamen Erklärung an.

Das Treffen stiess sowohl bei der konservativen Opposition in Madrid als auch bei radikalen Unabhängigkeitsbefürwortern auf Ablehnung.

Der Streit um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens war im Oktober 2017 eskaliert, als der ehemalige Regionalpräsident Carles Puigdemont einen von der spanischen Justiz als illegal eingestuften Volksentscheid organisierte. Nach der Abstimmung rief die Regionalregierung einseitig Kataloniens Unabhängigkeit aus. (sda/afp)

Kommt einem wohl als erstes in den Sinn, wenn man an Barcelona denkt: Lionel Messi

Hier kracht ein Passagierschiff in eine Containerbrücke

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Video: watson/nico franzoni

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Harte Urteile im Katalonien-Prozess + Anführer müssen ins Gefängnis + «Ungeheuerlichkeit»

Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat gegen neun Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung wegen Aufruhrs Freiheitsstrafen von 9 bis 13 Jahren verhängt. Der frühere stellvertretende Regionalpräsident, Oriol Junqueras, wurde mit der höchsten Strafe belegt: Er muss 13 Jahre hinter Gitter.

Von einer Verurteilung wegen des von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Vorwurfs der Rebellion, der mit Gefängnisstrafen von bis zu 25 Jahren geahndet wird, sahen die Richter ab.

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