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Titelblatt von Hobbes’ «Leviathan»: Der Souverän herrscht über Land, Städte und deren Bewohner. bild: wikipedia

Nicht der Koran verführt die «IS»-Terroristen, sondern die Verachtung für die Aufklärung

Die Grausamkeit der «IS»-Terroristen knüpft an eine Tradition an,
die mit Jean-Jacques Rousseau begonnen hat – und bis heute weitergeht.

24.03.17, 09:31 24.03.17, 10:13


Peter Thiel, Milliardär und umstrittener Vordenker im Silicon Valley, war eine der wenigen IT-Grössen, die Donald Trump im Wahlkampf unterstützt haben. Er vertritt extrem libertäre Positionen und würde am liebsten aus dem Staat Gurkensalat machen. Jetzt freut sich Thiel nicht, dass sein Kandidat gewonnen hat, sondern er befürchtet, dass er zu brav sein wird. «Alle sagen, Trump werde zu viel verändern», erklärte er der «New York Times». «Vielleicht wird er zu wenig verändern. Das scheint mir plausibler.»  

Thiels Zerstörungswut passt bestens zu seinem Verwaltungsratsmandat bei Facebook. Auch Mark Zuckerberg fordert seine Mitarbeiter ununterbrochen auf, «Dinge kaputt zu machen» (to break things). Disruption ist ohnehin der Begriff im Silicon Valley. Die IT-Zauberlehrlinge träumen davon, die bestehende Ordnung zu zerstören und eine neue, virtuelle Welt zu errichten.  

Zerstören will auch Steve Bannon, Trumps Einflüsterer im Weissen Haus. Er hat sich einst als Lenin-Fan geoutet: «Lenin wollte den Staat zerstören, und das ist auch mein Ziel», erklärte er. «Ich will, dass alles einstürzt und dass das Establishment untergeht.»

Der Chefstratege von Trump: Steve Bannon.  bild: ap/watson

Zerstörungswut, gepaart mit dem Traum von einer besseren Welt, Frauenhass und idealisierte Männlichkeit sind wieder auf dem Vormarsch. Dabei wiederholt sich ein altbekanntes Schema. Vor knapp 100 Jahren beispielsweise hat der italienische Dichter und Kriegsheld Gabriele D’Annunzio rund 18 Monate die Stadt Fiume (heute Rijeka in Kroatien) beherrscht und eine bizarre Herrschaft aus Militarismus und freier Liebe errichtet. Er war das grosse Vorbild von Benito Mussolini. Hitler hat später seinen Gruss von D’Annunzio abgekupfert.  

Der Ideengeber des italienischen Faschismus: Gabriele D’Annunzio.  bild: http:illibertino

Einer von D’Annunzios Jüngern charakterisierte die Bewegung wie folgt: «Wir wollen den Krieg verherrlichen – die einzige Hygiene, welche die Welt besitzt –, aber auch den Militarismus, den Patriotismus, die zerstörerischen Akte des Anarchismus, die wahrhaft schönen Werte, für die man stirbt, und die Verachtung für die Frauen. Wir wollen Museen zerstören, aber auch Bibliotheken und alle Arten von Akademien, und wir wollen kämpfen gegen Moralismus, Feminismus und gegen jede Art von opportunistischer Feigheit.»  

Milos Yiannopoulos hätte das nicht besser formulieren können. Der britische Provokateur mit griechischen Wurzeln ist zwar bei seinem Kampf gegen Political Correctness und Feminismus einen Schritt zu weit gegangen – er hat selbst pädophilen Sex gelobt – und wurde aus der Redaktion des faschistoiden Online-Magazins Breitbart gefeuert. Das Gedankengut lebt weiter. «Entfremdete Radikale aus der ganzen Welt versammeln sich wieder und schliessen sich zu einer gewalttätigen, extremistischen, frauenfeindlichen Bewegung zusammen: dem selbsternannten «Islamischen Staat» (oder «ISIS»)», schreibt Pankaj Mishra in einem Essay im Magazin «Foreign Affairs».  

Milo Yiannopoulos an einer Pressekonferenz im Februar 2017. bild: ap

Mishra ist ein indisch-stämmiger Journalist, der in London lebt und für verschiedene angesehene Publikationen schreibt. In seinem jüngsten Buch «Age of Anger» widerlegt er sehr überzeugend die weit verbreitete These, wonach es im Kampf gegen den «IS»-Terror um einen Kampf von «westlichen» gegen «östliche» Werte, von Christentum gegen Islam geht. Vielmehr ist der tödliche Hass die hässliche Zwillingsschwester der Aufklärung.  

«Die Post-9/11-Obsession mit einer Religion aus dem siebten Jahrhundert hat viele blind gemacht für die Mutationen im Herzen der säkularen Modernität», stellt Mishra fest. «Sie verbindet die Radikalen in der muslimischen Welt nicht nur mit Terrorismus und Gewalt, sondern auch mit den vielleicht einflussreichsten politischen und sozialen Bewegungen in der modernen westlichen Geschichte.»  

Für Nietzsche ist der Nihilismus das Ergebnis der Überzeugung, dass es keine absoluten Wahrheiten und Werte gibt. Hieraus ergibt sich ein «Glauben an die absolute Wertlosigkeit, das heisst Sinnlosigkeit. Es fehlt das Ziel. Es fehlt die Antwort auf das ‹Wozu?›»

Mit anderen Worten: Nicht der Koran verführt die «IS»-Terroristen zu ihren abscheulichen Taten, sondern Nihilismus und eine abgrundtiefe Verachtung für die Aufklärung, für Rationalität, Vernunft und Bürgersinn.

Mishra hat für seine These einen perfekten Kronzeugen: Timothy McVeigh. Er hat 1995 ein Attentat auf das Stadthaus von Oklahoma verübt, bei dem 168 Menschen (darunter viele Kinder) getötet wurden. 2001 wurde er hingerichtet.

Oklahoma City National Memorial: 168 Stühle für 168 Opfer. bild: reuters

McVeigh war ein «white supremacist». Er glaubte an die Herrschaft der Weissen und kämpfte gegen einen seiner Meinung nach dekadenten Multikulturalismus. Auf seine Hinrichtung wartete er in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado. Dort befreundete er sich mit Ramzi Ahmed Youssef, einem kuwaitischen Terroristen, der den ersten Anschlag auf das WTC im Jahr 1993 geplant hatte.  

Youssef hatte sein Terroristenhandwerk in Afghanistan in einem Lager von Osama bin Laden erlernt. Obwohl die beiden oberflächlich gesehen extrem gegensätzliche Werte vertraten, wurden sie Brüder im Geist. Nach der Hinrichtung von McVeigh erklärte Youssef: 

«Ich habe nie in meinem Leben jemanden gekannt, der mir so ähnlich war.»

Ramzi Ahmed Youssef

Solche Seelenverwandtschaften sind in der Terrorszene nicht unüblich. So hat sich beispielsweise Anders Behring Breivik, der rechtsextreme norwegische Terrorist, vor seiner Tat im Internet mit fundamentalistischen Hindus verbrüdert. Im Sommer 2011 erschoss Breivik 77 Jugendliche in einem Ferienlager.  

Anders Behring Breivik macht den Hitlergruss vor dem Obergericht im Gefängnis in Skien, 10. Januar 2017. bild: reuters

Der Terror wird genährt von einem «existenziellen Groll gegenüber anderen Menschen, der von einer Mischung aus intensivem Neid und dem Gefühl von Erniedrigung und Machtlosigkeit erzeugt wird», stellt Mishra fest.

«Diese Verbitterung vergiftet die Zivilgesellschaft, unterwandert die politische Freiheit und ist im Begriff, weltweit eine autoritäre und toxische Form von Chauvinismus zu erzeugen.»

Pankaj Mishra

Diese Verbitterung lässt sich bereits bei der Entstehung der liberalen Gesellschaft feststellen, in der Aufklärung. Schon damals gab es zwei Lager: die rationalen Philosophen, die mit Verstand gegen Ignoranz und Vorurteile ankämpfen. Sie setzen auf eine technokratische Zivilisation. Das andere Lager setzt auf eine organische Kultur, welche den Menschen in Einheit mit der Natur sieht.  

Der französische Voltaire (1694–1778, links) und der Genfer Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712–1778, rechts). Rousseau kritisierte die Vergesellschaftung des Menschen, die ihn von seinem wahren, von Natur aus guten Wesen entfremde und schlecht machen würde. bild: wikipedia/watson

Der bekannteste Vertreter des rationalen Lagers war Voltaire. Er war so etwas wie der «Davos Man» des 18. Jahrhunderts: brillant, weltgewandt und vermögend. Sein Gegenpart war Jean-Jacques Rousseau. Er erkannte schon früh, dass sich die Verlierer der Aufklärung gegen die Gewinner gewaltsam auflehnen würden.  

Mishra umschreibt die beiden Lager wie folgt:

«Voltaire betrachtete die Monarchen als die am besten geeigneten Verbündeten von aufgeklärten Menschen wie ihm selbst. Mit ihnen konnte man die Geschichte und die Vernunft vorantreiben.»

Mishra

Ganz anders sein Widerpart:

«Rousseau erkannte, dass das Programm der Aufklärung mit seinen willkürlichen und abstrakten sozialen Reformen zu Entwurzelung, Selbsthass und Rachegelüsten führte.»

Mishra

Auch Rousseau träumte den Traum einer idealen Gesellschaft, und die war in seinen Augen Sparta. «Rousseaus Vorstellung von Sparta war historisch begründet – und idealisiert – wie das Kalifat der radikalen Islamisten», schreibt Mishra. «Er attackierte die kosmopolitische Elite, die sich als die Widersacherin von religiösen Vorurteilen und Aberglauben verstand.»  

Sparta: Die Jungen wurden mit sieben Jahren den Müttern weggenommen und dem Staat übergeben: Sie wurden durch Kampfspiele trainiert und abgehärtet, lernten Lesen und Schreiben. Ihre Ernährung wurde bewusst knapp gehalten, damit sie sich an den Hunger gewöhnten. 

Rousseau wurde so zum Gegenteil des «Davos Man». Er wurde zum Vorläufer des modernen Verlierers der Globalisierung, der sich permanent betrogen fühlt und nach Wiedergutmachung lechzt. Die Zweiteilung in eine rationale Elite und eine verbitterte Unterschicht zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Liberalismus. Die Anarchisten des 19. Jahrhunderts haben Rousseaus Wut genauso geteilt wie die deutschen Romantiker.

Diese Wut ist nach wie vor vorhanden: «‹ISIS› repräsentiert die spektakulärste Verneinung der Heiligtümer der liberalen Modernität», schreibt Mishra:

«Und obwohl ‹ISIS› kaum lange überleben wird, werden andere in deren Fussstapfen treten. Der überraschende und rapide Erfolg der rassistischen Nationalisten und der kulturellen Herrenmenschen sollte die Liberalen ins Grübeln bringen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • seventhinkingsteps 25.03.2017 12:04
    Highlight Bin enttäuscht von diesem Artikel. Liest sich wie eine Laudatio an den Liberalismus und riecht verdächtig nach Horseshoe-Theory. Der Sprung von Globalismusverlierer zu ISIS scheint mir gar zu kurz. Sprechen Sie mal wieder darüber, wie die liberale Demokratie und die Aufklärung daran scheitert, ein neues Aufsteigen des Faschismus zu verhindern. Eine Kritik am Liberalismus, gerne auch mit Verweisen auf Zizek.
    9 5 Melden
  • Nuuuu7p 25.03.2017 10:23
    Highlight Nene nicht der Koran verführt IS Terroristen, da stehen nur liebe nette Sachen drin und gar nicht homophobe, frauenfeindliche Dinge. Ist ne ganz nette Religion die auf die sich kein Terrorist der Welt beruft und sich hunderte Leute in die Luft jagen würde. Wenn lernt ihr Leutchen es endlich das sich jeder Terrorist und jedes fundamentalistische Islamische Land 1:1 danach beruft. Natürlich ist es auch ein Mittel zum Zweck aber im Vordergrund steht für die Zivilbevölkerung trotzdem die Ideologie.
    9 10 Melden
  • flimmergruen 25.03.2017 08:43
    Highlight Boah, nein. An sich ein informativer Artikel, den Überlegungen zur "Zielgruppe" des Daesh kann ich durchaus etwas abgewinnen. Den Teil mit der Aufklärung finde ich problematisch, da er den Bogen zu weit schlägt. Natürlich ist der Daesh antiaufklärerisch – die Aufklärung ist unter Anderem die Gegenbewegung zum autoritären, sich aus kirchlichen Institutionen legitimierenden politischen Status quo und damit eine Antwort auf den europäischen Absolutismus. Die politische Verbrämung kirchlicher Macht findet sich im voraufklärerischen Christentum wie im Islam. Nichts Neues.
    7 2 Melden
  • Beobachter24 25.03.2017 05:25
    Highlight Viele weitgehend leere Worthülsen aber null Infos betreffend
    - „warum gibt es den IS“ und
    - „wie kann man den IS und ähnliche Gruppierungen auslöschen“

    Bin gespannt, welches mainstream Medium es als erstes schafft wirkliche Aufklärung betreffend des IS zu liefern.
    Rousseau hilft hier nicht weiter.

    Beim nächsten Terror-Akt innerhalb der Europas heult die Community wieder auf - und bleibt weiterhin dumm über die Hintergründe des IS.
    Und bei den nächsten Wahlen gibt man die Stimme an die „Gemässigten“, welche seit Jahrzehnten mit den Saudis dealen.
    4 7 Melden
    • SemperFi 25.03.2017 13:16
      Highlight @Beobachter24: Wieso es den IS gibt ist klar. Aber wie man "den IS und ähnliche Gruppierungen auslöschen" kann, ist nicht so klar. Vielleicht klären Sie uns auf?
      7 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 25.03.2017 14:04
      Highlight „warum gibt es den IS“?

      Nach Einmarsch der Koalition der Willigen im Irak, entstand der IS als Stay-Behind-Truppe (Überbleibsel der Saddam-Armee, http://bit.ly/1hfk2mT).

      „wie kann man den IS und ähnliche Gruppierungen auslöschen“?

      Dazu der inzwischen getötete ehemalige IS-Sprecher Al-Adnani:

      "Glaubst du, wenn du unsere Führer tötest, das sei ein Sieg? (...) Wurden wir besiegt, als wir Städte verloren und in die Wüste zurück kehrten, ohne Territorium und ohne Land? Nein! (...)
      Erst wenn unser Willen gebrochen und unser Kampfgeist verloren ist, hast du gesiegt." (http://bit.ly/2eR8Wom)
      6 0 Melden
  • Soli Dar 24.03.2017 22:01
    Highlight Interessanter Artikel. Gleichzeitig sollte nicht vergessen werden, dass
    1) der IS, Al-Quaida & andere, das Resultat einer Reihe gescheiterter westlicher Militärinterventionen und Regimechanges im mittleren & nahen Osten darstellen
    2) es letztlich, nur vordergründig um Religion oder Ideologie geht. Viel wichtiger sind geopolitische Interessen von Welt- und Regionalmächte. Es geht um Vorherrschaft, Macht und Zugang zu Rohstoffen!
    3) Der Krieg gegen den Terror seit 2001 über 1,5 Mio. Tote forderte (über 3'000 Drohnentote), also ein X-Mal mehr als Terrortote!
    4) Die meisten Opfer sind Muslime!


    22 11 Melden
    • Candy Queen 25.03.2017 00:02
      Highlight Ergo der Westen ergo wir sind schuld... Klar, Soli dar, wer denn sonst...
      Warum gibt es eigentlich so gar keine... zB vietnamesischen Terroristen? Dort sind doch auch eigentlich wir schuld, oder?
      7 9 Melden
    • SemperFi 25.03.2017 13:25
      Highlight @Candy Queen: Vielleicht, weil der Krieg in Vietnam mit einer klaren Niederlage der USA geendet hat und seit Jahrzehnten vorbei ist? Hmmmm?
      10 4 Melden
  • Spooky 24.03.2017 18:19
    Highlight "Die Anarchisten des 19. Jahrhunderts haben Rousseaus Wut genauso geteilt wie die deutschen Romantiker.

    Diese Wut ist nach wie vor vorhanden: «‹ISIS› repräsentiert die spektakulärste Verneinung der Heiligtümer der liberalen Modernität», schreibt Mishra."

    Der Sprung von den Anarchisten des 19. Jahrhunderts und den deutschen Romantikern zur ISIS ist absurd.

    Aber dass die Verlierer der Globalisierung eine Wut haben und verbittert sind in Bezug auf die kosmopolitische Elite, ist nachvollziehbar und berechtigt. Für diese Einsicht brauche ich aber keinen Mishra.
    15 5 Melden
    • Domino 25.03.2017 04:15
      Highlight Warum sind es Globalisierungsverlierer? Jeder von den Attentäter hat von der Globalisierung profitiert. Jeder hat ein Mobiltelefon, Zugang zum Internet, Autos, fliessend Wasser, Elektrizität, Unterhaltungselektronik und moderne Waffen.

      Oder ist das Problem dass Terroristen die Globalisierung nicht selbern steuern können? Aber selbst wir Westler haben nur geringen Einfluss darauf als einzelne Personen.

      Meiner Meinung ist das Problem die fehlende Bildung und die islamische Ideologie.
      9 5 Melden
  • concerned citizen 24.03.2017 14:43
    Highlight Bin mit dem Grundgedanken des Artikels einverstanden, dass Religion als Gegenmittel, Anti-Fortschritt /Regress in Erscheinung kommt. In ider islamischen Welt breitet sich die Angst aus vor dem neuen und unbekannten. Aus dieser Angst wird die Energie in Form von agressiver Auseinandersetzung/Jihad freigesetzt. Die Argumenten für diese Auseinandersetzung werden, schön verpackt , über Internet verbreitet.
    7 5 Melden
  • pachnota 24.03.2017 14:19
    Highlight ...schlecht gemachter Boulevard.
    20 34 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 24.03.2017 17:24
      Highlight Schlecht gemachter Kommentar.
      19 7 Melden
  • Atlantar 24.03.2017 14:02
    Highlight Dieser Artikel grenzt an Propaganda. Wie nach jedem Terroranschlag versuchen nicht Muslime uns zu erklären, dass islamischer Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat...
    40 31 Melden
    • Wehrli 24.03.2017 14:16
      Highlight Betonköpfe hüben wie drüben. So als Gegenfrage, einen Koran darf ich im Regal haben zuhause, ohne dass die Glatzen-Gesinnungspolizei bei mir reinsabbert oder?
      26 14 Melden
    • thepusher 24.03.2017 14:41
      Highlight @Arlantar: Is ja auch so...
      12 11 Melden
    • Atlantar 24.03.2017 15:27
      Highlight Nein, ist es nicht!

      Islamistische Terroristen wollen:

      - einen Glaubenskrieg, den Dschihad, führen wie er im Koran und der Sunna beschrieben wird.

      - einen nicht säkularen Gottestaat mit der Religion Islam als höchste Instanz wie es Mohammed bereits zu Lebzeiten etabliert hatte

      - die Scharia als einzige und höchste Rechtsquelle etablieren wie sie im Koran beschrieben steht.

      Sie beziehen sich mit ihrem Handeln direkt auf ihre Interpretation:

      - des Koran, der Suna und der Hadithen, welche gleichzeitig auch die Grundpfeiler der gesamten islamischen Religion darstellen.

      1/2

      29 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Prinz Eisenherz 24.03.2017 13:43
    Highlight Nach dem Lesen des Artikels und dem Stöbern in den Kommentaren komme ich zum Schluss:
    alles schöner Schwachsinn für Leute mit viel freier Zeit
    24 12 Melden
    • Wehrli 24.03.2017 14:19
      Highlight Na dann, willkommen im Club. Noch eine Tasse Schwachsinn?
      13 6 Melden
    • rodolofo 24.03.2017 14:27
      Highlight Na wenn DU das sagst, dann wird das wohl so sein...
      Dann wünsche ich Dir mal einen tüchtigen Arbeits-Nachmittag mit sehr viel Stress und dass Dir beim Feierabend-Bier ein möglichst lauter, das Territorium markierender Rülpser gelingen möge!
      12 6 Melden
    • Beobachter24 25.03.2017 05:42
      Highlight Ich stehe den Artikel auch kritisch, würde ihn aber nicht als Schwachsinn bezeichnen.
      Aber: Sehr, sehr irrelevant betreffend der realen Probleme, die "uns" der IS bereitet.
      Und: So "gruusig" ich den Brannon auch finde, der hat hier in einem Artikel zum IS nicht verloren.

      Vom hohen Ross herunter gesprochenes, höchstens mittelmässiges Philosophieren ohne ein Jota Aufklärung.
      Um mich zu wiederholen: Rousseau hilft hier nicht weiter.
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 24.03.2017 13:35
    Highlight <. Die Zweiteilung in eine rationale Elite und eine verbitterte Unterschicht ... >

    Als Angehörige der Unterschicht möchte ich mich gegen diese Behauptung wehren. Ich bin weder verbittert, deplorable noch völlig irrational. Ich bin angep... vom Neoliberalismus, habe aber kein Problem mit Liberalismus in gesellschaftlichen Fragen, niemand in meinen Unterschicht-Umfeld wählt rechts, aber viele bleiben Wahlen fern. Rechte Exponenten wie Böppel, Trump, Wilders usw. stammen NICHT aus der Unterschicht. Ein erheblicher Teil von deren Wähler stammt nicht aus Unter- sondern aus Mittelklasse.
    38 3 Melden
    • Wehrli 24.03.2017 14:23
      Highlight Ich Teile Deine Meinung voll, Maracuja, und das als Angehöriger der Oberschicht.
      Siehst du der Graben geht anderswo durch.
      12 2 Melden
    • rodolofo 24.03.2017 14:29
      Highlight Darf ich Dir für diese Aussage auf die Schulter klopfen?
      Wohl doch lieber nicht...
      Also, ich verdrück mich dann wieder.
      Wollte wirklich nicht stören!
      4 10 Melden
    • pachnota 25.03.2017 13:27
      Highlight Rodolfo
      Ein erster Schritt währe doch zu seinem alkkonsum zu stehen. Nur so kann man offensichtliche Probleme verändern.
      0 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 24.03.2017 13:29
    Highlight Sehr geehrter Herr Löpfe: Inzwischen glaubt schon jeder Feld-, Wald- und Wiesenatheist, er habe die Aufklärung mit Löffeln gegessen, das sollte man nicht noch fördern!

    Im Übrigen halte ich die Formen des Extremismus für durchaus vergleichbar und prinzipiell politisch motiviert - einen Link zur Aufklärung seh ich nicht wirklich.
    17 2 Melden
  • pachnota 24.03.2017 13:25
    Highlight Schlussfolgerung laut diesem Artikel:

    1 überall (wen wundert,s?) Faschisten.

    2 die Islamistischen Terroristen haben nichts mit dem Islam zu tun (...) sondern gehöhren auch zu den dummen Faschoverlierern.

    bravo...
    29 9 Melden
    • Alex_Steiner 24.03.2017 13:55
      Highlight Gibst du den Christen Schuld für die Morde vom KKK?
      25 13 Melden
    • pachnota 24.03.2017 14:12
      Highlight ..ist der Islam, eine moderne aufgeklährte Religion?
      13 11 Melden
    • rodolofo 24.03.2017 14:31
      Highlight Warum stört Dich das?
      Du bist doch nicht etwa ... auch ein Faschist?!
      6 12 Melden
  • Bronko 24.03.2017 12:21
    Highlight Interessanter Vergleich, andere Zeiten. Fehlende Aufklärung ist sicher ein Problem, dass zur Radikalisierung führen kann. Das Handeln des IS aber einfach dem Koran zu zuschreiben, wie das einige Kommentatoren hier tun, ist zu simpel gestrickt. Man muss auch die geo-politischen Situationen betrachten, wo so etwas entsteht u. warum die Menschen dort speziell anfällig sind, inkl. Sogwirkung auf andere. Der Islam im IS-Fall ist darum nur das ideologisch praktische Gewand. Die grösste Motivaton kommt aus dem Hass (auch instrumentalisiert) auf den Westen bzw. aus gefühlter Ungleichheitsbehandlung.
    40 5 Melden
    • Domino 24.03.2017 13:25
      Highlight Warum gibt es denn keine Deutschen die sich in Frankreich wegen dem verlorenen Krieg in die Luft sprengen? Vietnamesen die in der USA Anschläge verüben? Chinesen die in Japan Menschen umfahren?
      20 13 Melden
    • RETO1 24.03.2017 13:39
      Highlight ... und den Hass wie er bereits im Koran niedergeschrieben ist hast du vergessen
      17 19 Melden
    • rodolofo 24.03.2017 14:34
      Highlight @ Domino
      Keine Ahnung. Vielleicht weil sie verwöhnte Weicheier sind, im Gegensatz zu den vom heissen und sandigen Wüstenwind Sandstrahl-gestählten Islamisten?
      7 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erdling.Nik 24.03.2017 12:09
    Highlight Ich finde den Artikel doch recht schwach, auch wenn ich von Philipps Arbeit üblicherweise sehr viel halte. Ich sehe keinen roten Faden und finde es befremdlich, wie er verschiedenste Menschen, ihre Arbeiten und unterschiedliche Epochen miteinander in Verbindung setzt. Das verwirrt und ist zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

    Ich will es so ausdrücken: Der Koran alleine ist sicher nicht Auslöser des weltweiten Erstarken extremistischer Ideologien. Schuld sind die Faktoren, die einen Menschen verleiten, extremistisch zu denken und die einen Menschen zu einem Terroristen machen.
    32 10 Melden
    • Maracuja 24.03.2017 13:09
      Highlight <i>Ich will es so ausdrücken: Der Koran alleine ist sicher nicht Auslöser des weltweiten Erstarken extremistischer Ideologien. </i>

      Aber wie Herr Löpfe zu behaupten, IS wäre nicht vom Koran inspiriert, ist genauso falsch, wie wenn jemand behaupten würde, die Konquistadoren, die ganze Völker zwangschristanisiert haben, wären dabei nicht von der Bibel inspiriert gewesen. Sowohl für den Terror vom IS wie für die Conquista spiel(t)en weitere Faktoren (soziale, ökonomische) eine Rolle, aber Zusammenhang mit den heiligen Schriften zu negieren, ist etwa auf dem Niveau der Thielschen Korankritik.
      19 6 Melden
    • Erdling.Nik 24.03.2017 13:33
      Highlight Joa, auf dem ersten Blick ist eine heilige Schrift wirklich die Auslöserin. Aber bis es dahin kommt, passiert doch sehr viel. Von daher würde ich Bibel und Koran eher als Opfer denn als Täter sehen, grob gesagt. Die Religionen sind doch im Kern alle gleich und wollen das Gute im Menschen wecken. Und ich glaube, alle religiösen Menschen sollen sich endlich darum bemühen und nicht ständig die Differenzen zu den anderen immer so aufbauschen, gelinde ausgedrückt...Diese Verteufelung der Religion führt nämlich zu nichts.
      10 9 Melden
    • rodolofo 24.03.2017 14:43
      Highlight Ob Religionen prinzipiell nur das Gute im Menschen wecken wollen?
      Dahinter setze ich mehr als nur ein Fragezeichen!
      Religionen sind Kulturleistungen, wie jede andere Kulturleistung, wie z.B. ein Musikstück, oder ein Trachtenkleid.
      Darin enthalten sind Mythologien, Rieten, Architektur und Bauwerke.
      All diese Dinge ermöglichen es den Gläubigen, sich speziell, grossartig und von ihrer angebeteten Gottheit besonders geliebt und magisch unterstützt zu fühlen.
      Sie ermöglichen gleichzeitig auch, sich in selbstherrlicher Arroganz besser und überlegen zu fühlen.
      Wie die Träger von Marken-Artikeln...
      9 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 24.03.2017 11:32
    Highlight "Als wichtige Kennzeichen der Aufklärung gelten die Berufung auf die Vernunft als universelle Urteilsinstanz, der Kampf gegen Vorurteile, die Hinwendung zu den Naturwissenschaften, das Plädoyer für religiöse Toleranz und die Orientierung am Naturrecht. "
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufklärung

    Wenn man sich diesen Satz der Definition durchliest kommt man unweigerlich zum Schluss, dass auch im ach so aufgeklärten "Westen" die Aufklärung gescheitert ist. Schon unser Wirtschaftssystem verstösst krass gegen die "Vernunft als universelle Urteilsinstanz", um nur ein Beispiel zu nennen.
    34 8 Melden
    • Posersalami 24.03.2017 12:44
      Highlight @ Stipps: Kriege im Ausland führen, flüchtende Menschen im Meer verrecken lassen, unsere Lebensgrundlagen zerstören, Ressourcen ausbeuten, Sklaverei tolerieren, 2t SUV mit 16l/100km Verbrauch nur um seine 80kg ins Büro zu fahren, usw. Ich finde für sie unzählige Beispiele die Belegen, dass die zentrale Forderung der Aufklärung "Vernunft als universelle Urteilsinstanz" auch hier nicht gilt. Was das ganze mit Marx zu tun haben soll ist mir schleierhaft.
      Zudem glaube ich kaum, dass ausgerechnet sie Marx verstanden haben wo sehr viel intelligentere Menschen daran scheitern.
      21 4 Melden
  • Linus Luchs 24.03.2017 11:28
    Highlight Der Terror werde genährt von einem "existenziellen Groll gegenüber anderen Menschen, der von einer Mischung aus intensivem Neid und dem Gefühl von Erniedrigung und Machtlosigkeit erzeugt wird", meint Pankaj Mishra. Dazu passt das Interview, das kürzlich auf Watson veröffentlicht wurde:
    http://www.watson.ch/!802088464

    Je mehr sich die Schere zwischen Arm und Reich öffnet, je mehr Menschen auf der Verliererseite stehen, desto mehr Extremismus und Terrorismus wird es geben.
    44 9 Melden
    • Posersalami 24.03.2017 12:14
      Highlight Danke für diese präzise Zusammenfassung!
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    • pachnota 24.03.2017 13:10
      Highlight linus
      zumindest aus CH Sicht, hättest du da, bei solchen Worten, aber für die MEI sein müssen...

      Damit sich eben, die Schere nicht weiter öffnet.
      9 7 Melden
    • sowhat 24.03.2017 21:05
      Highlight @Linus; rein aus Reflex bin ich ich voll deiner Meinung; warum aber sind es dann doch immer Vermögende die diese Verlierenden anfeuern und hinter sich scharen? Es kann nicht reines Machtgelüst sein. Die glauben ja was sie verkündeten.
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  • Eagle21 24.03.2017 11:20
    Highlight Mit dem Vergleich von Nationalismus und dem Islamischen Staat bin ich nicht einverstanden. Der Nationalstaat ist eben gerade en Produkt der Aufklärung. Er hat sich - bis heute - als sicherster Hüter von Demokratie und Rechtstaatlichkeit erwiesen. Für mich liegt das Problem ganz klar darin, dass der Islam in seiner heutigen Form und wie er in einem Grossteil muslimischer Länder gelebt wird eben noch keine Aufklärung erlebt hat. Wer das abstreitet anerkennt nicht, was die Aufklärung uns selbst gebracht hat.
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    • Erdling.Nik 24.03.2017 11:55
      Highlight Ich glaube kaum an diese These. Ich glaube, es würde sich nichts ändern, wenn der Islam «reformiert» werden würde. Denn die gewaltverherrlichenden Stellen im Koran werden bleiben, genauso wie sie auch in der Bibel und im Tanach sind. Deshalb sind alle Religionen von Extremismus anfällig. Nicht nur der Islam. Beim Islam paart sich die Motivation aber mit den schrecklichen sozioökonomischen Zuständen in den muslimischen Ländern. Da der Westen an der katastrophalen Lage im Nahen Osten mitschuldig ist, gibt es auch einen verständlichen Hass gegen den Westen.
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    • Liselote Meier 24.03.2017 12:09
      Highlight Ein Nationalstaat kann auch diktatorisch geführt werden, Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind keine zwingende Kategorien eines Nationalstaates.
      Ein homogenes Volk macht einen Nationalstaat aus gleiche Sprache, gleiche Abstammung. Die Schweiz z.b. ist kein Nationalstaat sondern eine Willensnation. Ist die Aufklärung an der Schweiz vorbei gegangen?
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    • Rabbi Jussuf 24.03.2017 12:54
      Highlight Nik
      Stimmt, mit einer Reformation des Islam würde sich nichts ändern (das trifft sowieso nicht ein).
      Das liegt aber nicht an irgendwelchen Gewaltstellen, sondern am Wahrheitsanspruch von Chr. und Islam.
      Der Islam hingegen ist weit gewaltanfälliger als das Chr. oder Judentum. Das liegt an der absoluten Unkritisierbarkeit des direkten Buches Gottes. Die Gewaltstellen, die den ganzen Koran durchziehen, sind nur noch eine Folge davon.
      16 4 Melden
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  • Herbert Anneler 24.03.2017 11:17
    Highlight Rousseau in die Tradition der rechten Antiaufklärer zu stellen, wie dies Ph. Löpfe versucht, ist an Absurdität nicht zu überbieten. Sein Lebenswerk ist der Aufstand gegen den Hobbesschen Absolutismus, d.h. den Totalitarismus der Königshäuser seiner Zeit. Hobbes: Der Absolutismus ist unumgänglich, weil sich die Menschen sonst umbrächten. Rousseau: der Mensch ist a priori gut und braucht kein totalitäres System. Der Staat soll nicht unterdrücken, sondern für Gleichheit und Gerechtigkeit - für sozialen Frieden! - sorgen. Rousseau ist DER Vordenker der Linken und sicher kein rechter Nihilist!!!
    47 4 Melden
  • Rabbi Jussuf 24.03.2017 11:10
    Highlight Die Affinität von Islam und Faschismus hat spätestens Abdel Samad aufgedeckt.

    Die zerstörerische Wut der Verlierer auf die Gesellschaft gab es schon lange vor der Aufklärung.

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    • Erdling.Nik 24.03.2017 11:59
      Highlight Abdel Samad...toller «Wissenschaftler». Der macht sich sein Leben auch sehr einfach mit seiner Islam«kritik». ;-)
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    • Rabbi Jussuf 24.03.2017 12:29
      Highlight Ach ja? Ist es einfach immer mit Bodygards durchs Leben zu laufen?
      Zynischer geht's wohl nicht, Nik.
      19 4 Melden
    • Exilsummi 24.03.2017 12:36
      Highlight @Peace.Nik: Der macht sich sein Leben einfach? Der Mann lebt mit einer Fatwa und kann nicht mehr ohne Personenschutz unterwegs sein. Ich glaube kaum jemand kann zu diesem Thema fundierter berichten als Hamed Abdel Samad als Sohn eines Imams und ehemaliger Muslimbruder.
      Was uns allen noch blühen könnte, wenn wir weiter so blauäugig bleiben, kann man auch sehr schön hier sehen:
      15 2 Melden
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  • Rabbi Jussuf 24.03.2017 10:43
    Highlight Alles hat mit allem zu tun - und sei es noch so an den Haaren herbeigezogen - nur mit dem Koran hat es nichts zu tun!
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    • Luki Bünger 24.03.2017 12:10
      Highlight Oder mit der Bibel.
      14 5 Melden
  • opwulf 24.03.2017 10:40
    Highlight Guter Artikel! Leider finde ich die Gut vs Böse zuweisung ein bisschen flach! Ich frage Sie, wo der Part betreffend der Eugenik bleibt? Von was & wem wurde sie gespiesen? Wie wurde sie begründet? Wenn man die eine Seite als hasserfüllte, neidische Verlierer uniformiert, wo bleibt der Gegenpool, die eugenische Arroganz des sog. Establishments? Es braucht immer zwei sich gegenüberstehende Seiten um dieses ewige Spiel der Macht & Ohnmacht zu spielen! Anstatt sich für die Balance einzusetzen, machen wir Penisvergleiche konträrer Ideologien! Die Nahrung dafür jedoch ist die gegenseitige Verachtung!
    23 7 Melden
  • meine senf 24.03.2017 10:13
    Highlight Bisher hiess in Europa "liberal" eher wirtschaftsliberal, sprich FDP und Verwandte, während in den USA damit eher Gesellschaftsliberal im Sinne dieses Artikels gemeint ist. Langsam wird "liberal" in Europa auch eher im US-Sinne verwendet.

    Teilweise können sich diese Bedeutungen sogar widersprechen. Jene, die Staat und Sozialsysteme zerstören wollen, sind ja durchaus wirtschaftsliberal.

    Wenn dieses Wort für so vieles verwendet wird, bietet es für jeden eine Angriffsfläche und es vermischen sich Dinge, die nicht unbedingt miteinander zu tun haben müssen.
    39 2 Melden
  • rodolofo 24.03.2017 09:56
    Highlight Wie kommt der Naturschwärmer Rousseau in die hässliche Gesellschaft eines Steve Bannon (auch genannt "die Giftkröte")?
    Hier schiesst Philipp Löpfe meiner Meinung nach übers Ziel hinaus, indem er Wissenschaftler gegen Naturfreunde ausspielt!
    Ich selber glaube an die Natur UND an die Wissenschaft.
    Meine Verbindung mit der Natur ist sozusagen meine "emotionale" Verankerung, während die Verbindung mit dem Wissenschaftlich-Aufklärerischen Denken meine "intellektuelle" Verankerung ist.
    BEIDE Verankerungen verhindern, dass ich von der destruktiven, "Rechtsnationalen Inquisition" fortgerissen werde.
    47 11 Melden
    • TRL 24.03.2017 10:41
      Highlight Wenn ich den Artikel richtig verstehe, basiert ein Grossteil seiner Argumentation auf dem erwähnten Buch "Age of Anger". Beim lesen des Artikels, dachte ich zuerst auch: "Gehörte Rousseau nicht auch zur Aufklärung?" Kurzer Blick auf Wikipedia und eine wage Erinnerung an die ersten 20 Seiten des Gesellschaftsvertrags machen aber deutlich: wahrscheinlich war's vor 250 Jahren nicht anders als heute. DIE Aufklärung scheint es erst aus der Retrospektive zu geben. Rousseau ist nicht in der Gesellschaft Bannon's! Ist nicht alles so schwarz-weiss! (Das ist ja eigentlich genau der Punkt des Artikels!)
      24 0 Melden
  • rudolf_k 24.03.2017 09:53
    Highlight Das ist es wieder mal, das gute "Nichts hat mit nichts etwas zu tun." Besser das Interview von Hamed Abdel-Samad aus der gestrigen NZZ lesen, der einen direkten Zusammenhang zwischen den unzähligen Gewaltbeschreibungen im Koran und dem islamistischen Terror aufzeigt.
    61 29 Melden
    • reaper54 24.03.2017 10:31
      Highlight Sehr guter Artikel! Danke für den Hinweis.
      Anbei noch der Link damit interessierte nicht zu lange suchen müssen.
      https://www.nzz.ch/international/video/nzz-standpunkte-gott-will-blut-sehen-ld.152835
      28 6 Melden
    • Menel 24.03.2017 10:42
      Highlight ...und was ist mit den Gewaltbeschreibungen in der Bibel? Wer Gewalt ausüben möchte, finden immer eine Rechtfertigung und eine Anleitung dafür. Gäbe es keine Religionen, gäbe es trotzdem Gewalt. Aber natürlich, die abrahamitischen Religionen liefern, im Vergleich zu anderen Religionen, einen wahren Schatz an Gewaltideen und Legitimationen.
      38 45 Melden
    • reaper54 24.03.2017 10:52
      Highlight @Menel Das ursprüngliche (in Latein) verfasste Gebot "du sollst nicht ohne Grund töten" wurde aufgrund der Übersetzung in "du sollst nicht töten" umgewandelt. Des weiteren hat sich das Christentum Reformiert. Und die "Gewaltentrennung" wurde eingeführt. Die Bibel wurde auch nicht von Jesus zusammengestellt sondern in einem Konzil wurde über den Inhalt debattiert.
      Dies sind alles Grundlegende Unterschiede zum Koran.
      38 10 Melden
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  • meine senf 24.03.2017 09:53
    Highlight Warum gehen jene, die den Staat (und die Gesellschaft?) zerstören wollen, nicht nach Somalia?

    Das müsste doch ein Paradies für sie sein. Praktisch keinen Staat, viele Waffen, wenig störende Bildung und Aufklärung, "Männlichkeit" (oder das, was diese Leute sich darunter vorstellen) wird noch geschätzt, viel Selbstverantwortung/kein Sozialstaat usw.

    Komischerweise wissen die dortigen Einwohner diese Situation gar nicht zu schätzen. So ein undankbares Pack.
    53 7 Melden
    • reaper54 24.03.2017 10:33
      Highlight Weil Somalia sonst mindestens das halbe Silikon Valley hat :P Da die Internetverbindung da nicht so optimal ist haben sie allerdings kein Interesse...
      9 4 Melden
    • Wehrli 24.03.2017 11:06
      Highlight Und wenn die Freiheitsliebeneden nach Somalia gehen, dann lassen Sie hier ein armes Land zurück. Denn das Staatsgläubige Pack generiert nichts, verwaltet nur und träumt von Umverteilung.
      8 15 Melden
    • meine senf 24.03.2017 11:23
      Highlight Das heisst letztendlich einfach, diese Leute wissen die Vorzüge einer funktionierenden Gesellschaft gar nicht zu schätzen, respektive halten sie für selbstverständlich oder können es sich gar nicht anders vorstellen.

      In Europa ist es vielleicht mit der EU ähnlich: wer den WK 2 erlebte: "Super, dank EU seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr". Für jüngere, für die das selbstverständlich ist: "Diese doofe EU mischt sich überall ein".

      Indirekt hat da Bannon sogar recht. Wegen dem beschriebenen Effekt "muss" es immer wieder Kriege geben, damit die Leute wieder kapieren, wie schlecht diese sind.
      15 2 Melden
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  • Saraina 24.03.2017 09:43
    Highlight Meiner Meinung nach wird ganz zu unrecht von Terrorismus gesprochen, wenn psychisch instabile oder dauerkriminelle Verlierer wie die Täter von Nizza, Berlin, Orlando und andernorts einen erweiterten Suizid begehen, und sich noch rasch mit dem Nimbus der IS-Zugehörigkeit als Helden aufmotzen wollen. Es spricht nichts dafür, dass sich diese Leute je mit der Aufklärung oder dem Koran fundiert auseinandersetzten. Der IS zieht Profit aus dieser Zuschreibung, und es werden Folgetäter animiert.
    Da lobe ich die Berichterstattung um Marcel H., der rasch aus den Schlagzeilen verschwand.
    43 22 Melden
    • Peace93 24.03.2017 11:15
      Highlight Danke Saraina! Sie bringen es auf den Punkt anstatt wie die anderen auszuteilen
      11 5 Melden
    • rudolf_k 25.03.2017 02:06
      Highlight Dave Chappelle hat genau dies auf SNL sehr schön beschrieben:
      1 0 Melden

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