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Thailand will kein Ferienziel für Sex-Touristen mehr sein

Thailand will kein Ferienziel für Sex-Touristen mehr sein

28.02.2018, 09:2128.02.2018, 10:07
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Thailand will seinen Ruf als Ferienziel für Sex-Touristen loswerden. Premierminister Prayut Chan-o-cha rief einem Bericht der «Bangkok Post» vom Mittwoch zufolge dazu auf, Städte wie Pattaya und andere Ferienregionen zu «Orten des Qualitätstourismus» zu machen.

Nach offiziellen Zahlen verdienen in dem südostasiatischen Land mehr als 120'000 Menschen ihr Geld im Geschäft mit Sex. Prayut, der seit einem Militärputsch vor bald vier Jahren an der Regierung ist, sagte: «Wir müssen ein Bewusstsein schaffen, dass das keine gute Beschäftigung ist. Macht das nicht!»

Der General reagierte damit auf Äusserungen von Gambias Tourismusminister Hamat Bah, die in Thailand Empörung ausgelöst hatten. Der Minister hatte sein westafrikanisches Heimatland mit den Worten verteidigt: «Wir sind kein Ziel von Sex-Touristen. Wenn ihr ein Sex-Ziel haben wollt, fahrt nach Thailand.»

In dem mehrheitlichen buddhistischen Königreich Thailand ist Prostitution offiziell verboten. Die Gesetze werden aber nur sehr lax umgesetzt. (sda/dpa)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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TodosSomosSecondos
28.02.2018 12:05registriert April 2016
Das ist doch Heuchelei (90% der Prostitution ist local). Es geht der Junta darum, dass die Touristen Thailand je länger je mehr meiden (u.a. weil niemand wirklich in einer Militärdiktatur Ferien machen will).

Der finanzielle Schaden für das Land und das Portemonnaie von Chan-o-cha ist immens. Kompensiert werden soll das durch andere Touristen (weniger Backpacker, Sextouristen, mehr Familien, Vermögende), die mehr Geld in den besteuerbaren Sektoren liegen lassen.

Es geht nicht um das Land oder die Menschen sondern nur um Kohle. Wie immer.
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ZaharztAua
28.02.2018 13:51registriert Februar 2018
II
Alter Bierbauch mit jungem Thaigirl an der Hand:
Klar wirkt das erstmal schockierend.
Aber je länger ich diesem Treiben zuschaue, merke ich, dass die sich jeweils ganz nett miteinander unterhalten.
D.h. nicht jeder Alte mit Bierbauch steht darauf, sich wie ein Sauhund aufzuführen.
Die Kritiker sollten mal zu Ende denken, was die Konsequenz ihrer Kritik wäre: Dass diese Frauen auf der Strasse betteln und deren Kinder unter Mangelernährung leiden ... nur damit sich die Kritiker in Zureich gemütlich emotional wohlfühlen. Finde ich ein bisschen viel verlangt.
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