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«Ich habe mit Trump gar nicht so gesprochen – ich geb' dir dies - du gibst mir das»



Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in New York. (Archivbild)

Selenskyj und Trump. Was haben sie besprochen? Bild: EPA UKRAINE PRESIDENTIAL PRESS SERVI

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestritten, dass es zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump Absprachen über Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden gegeben hat.

«Ich habe mit US-Präsident Trump gar nicht in dieser Haltung gesprochen – ich geb' dir dies – du gibst mir das», sagte Selenskyj in einem am Montag im deutschen Magazin «Spiegel» veröffentlichten Interview. Darin beklagte der Staatschef einen Imageschaden, den sein Land durch die Ukraine-Affäre des US-Präsidenten erlitten habe.

«Die Vereinigten Staaten sind so etwas wie ein Signal für die Welt – für den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank, für Europa», sagte Selenskyj. Wenn die USA sagten, die Ukraine sei korrupt, dann sei das «ein sehr hartes Signal», betonte der Präsident. «Ich möchte, dass die Vereinigten Staaten verstehen: Das hier ist jetzt ein anderes Land, wir sind völlig andere Leute.»

Die sogenannte Ukraine-Affäre des US-Präsidenten war von Enthüllungen um ein brisantes Telefonat zwischen Selenskyj und Trump vom Juni ausgelöst worden. Die US-Demokraten werfen Trump Amtsmissbrauch vor, weil er von der Ukraine Ermittlungen gegen seinen möglichen Kontrahenten im Präsidentschaftswahlkampf 2020 Biden gefordert hatte. Als Druckmittel soll der Präsident unter anderem eine Militärhilfe von fast 400 Millionen Dollar an Kiew benutzt haben, die wochenlang zurückgehalten wurde.

Gedämpfte Erwartungen an Putin-Treffen

Selenskyj äusserte sich im «Spiegel» auch zum bevorstehenden Ukraine-Gipfel im sogenannten Normandie-Format in Paris, bei dem er erstmals auf Kreml-Chef Wladimir Putin treffen wird. Hoffnungen auf eine weitgehende Entschärfung des Konflikts mit Moskau dämpfte Selenskyj. Er werde sich bei dem Gipfel auf die Fragen eines Gefangenenaustauschs und der Waffenruhe konzentrieren.

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Die Ukraine werde sich überdies «niemals» auf Wahlen in den Separatistengebieten einlassen, solange «illegale militärische Einheiten» von dort nicht abgezogen seien, betonte Selenskyj. Wahlen gehören zu den Forderungen der prorussischen Rebellen, die Teile der Ost-Ukraine kontrollieren.

An dem Ukraine-Gipfel in Paris nehmen auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron teil. Es ist der erste Vierer-Gipfel in diesem Format seit 2016.

Zuletzt hatte es Anzeichen für eine Entspannung zwischen Kiew und Moskau gegeben. Beide Seiten einigten sich auf einen Gefangenenaustausch sowie einen Truppenteilabzug aus drei Orten entlang der Front. Ausserdem gab Russland drei ukrainische Marineschiffe zurück, die es vor einem Jahr beschlagnahmt hatte.

Selenskyj hatte im Präsidentschaftswahlkampf eine Beendigung des Kriegs in der Ostukraine zur obersten Priorität erklärt. Seit dem Beginn des Konflikts 2014 wurden bereits 13'000 Menschen getötet. (aeg/sda/afp)

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 02.12.2019 17:24
    Highlight Highlight Dem Clown aus der Ukraine bleibt doch gar nichts anderes als zu sagen, was er da sagt.
  • P. Silie 02.12.2019 11:53
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • NoOffenceGirl 02.12.2019 15:51
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Schlumpfinchen #notmeus 02.12.2019 16:00
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • P. Silie 02.12.2019 16:35
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
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  • Fritz N 02.12.2019 11:18
    Highlight Highlight Er hats doch gar nicht so gemeint! ;)
  • Sandro Lightwood 02.12.2019 10:57
    Highlight Highlight Selenskyj soll öffentlich zugeben, dass er kaufbar, also korrupt ist? Oder zumindest erpressbar? Ja klar! 🤷‍♂️
    • Saraina 02.12.2019 15:39
      Highlight Highlight Es ist selbstverständlich, dass Politiker Deals eingehen. Das ist nicht wirklich verwerflich. Und natürlich kann ein Land erwarten, dass ein anderes Land Zugeständnisse macht, um Militärhilfe zu bekommen. Ein Problem ist das nur, weil Trump Dinge verlangt hat,die ihm persönlich, und nicht seinem Land nutzen. Und ein Problem ist es nur für Trump. Niemand unterstellt
      Selensky, dass er für sich selbst Nutzen aus der Situation zog. Er handelte zum Besten seines Landes. Was kann er dafür, dass ein unmoralischer Idiot über die Militärhilfe der USA entscheiden kann?
    • Sandro Lightwood 02.12.2019 16:15
      Highlight Highlight Jeder kann jeden erpressen. Die Frage ist, ob man sich erpressen lässt.
    • Sandro Lightwood 02.12.2019 16:32
      Highlight Highlight Macht sich glaub ich nicht sonderlich gut wenn rauskommt, dass man private Angelegenheiten für Trump erledigt, um die eigene Karriere anzukurbeln (Besuch im Weissen Haus). Auch das ist Korruption.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 02.12.2019 09:59
    Highlight Highlight Ein Spruch, den man nicht ernst nehmen kann:

    «Ich möchte, dass die Vereinigten Staaten verstehen: Das hier ist jetzt ein anderes Land, wir sind völlig andere Leute.»

    Nein in so kurzer Zeit ändert sich nichts und es braucht schon einige Jahre um einen neuen Weg zu gehen. Wer dies nicht einsehen mag, der glaubt auch wirklich nicht an eine Änderung.
    • bebby 02.12.2019 10:12
      Highlight Highlight Er ist ein Komiker - so sollte man seine Aussagen auch verstehen :-)
    • P. Silie 02.12.2019 14:28
      Highlight Highlight Sie haben recht Franco L. Die Korruption kriegt man so schnell nicht raus. Es ist typisch für sozialische/kommunistische Staaten bzw. solche, die diese Systeme eben erst noch lebten, dass sie bis aufs Mark korrupt sind.

      Ich selbst habe in einer ehemaligen Sovjetrepublik gelebt und könnte wohl ein Buch darüber schreiben.

      Einzig die baltischen Staaten und Georgien bilden hier die Ausnahme. Die Balten die schon immer mehr Skandis waren und die Georgier, weil sie das Glück hatten, das Saakaschwili 2004 brutal durchgriff. u.a. feuerte er das gesamte Polizeichor über Nacht. https://www.transparency.org/cpi2018
    • FrancoL 02.12.2019 14:38
      Highlight Highlight @P. Silie; Ich habe keine Wurzeln in den EX-Ostblock gehabt, dafür aber in die italienische Faschistenzeit, in die nachfolgende Zeit der DC und da hat die Korruption floriert. Meine guten Verbindungen nach Südamerika zu einigen Staaten, die alles andere als links regiert sind zeigen auch eine enorme Korruption auf. Und zu guter letzt, wenn ich die Korruption in der Schweiz etwas betrachte, lande ich auch nicht links sondern in gutbürgerlichen Kreisen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hockey_God 02.12.2019 09:48
    Highlight Highlight Für wie blöd halten die die Öffentlichkeit eigentlich??? Sorry, aber dieser Fall ist so glasklar, als ob es da wortwörtlich diesen Ausdruck bräuchte. Wie man diese Affäre dann politisch beurteilt, ist eine andere Sache. Aber was Zweck der Sache war und was da grob ablief, ist nun wirklich jedem Kind klar.
    • just sayin' 02.12.2019 10:01
      Highlight Highlight "Aber was Zweck der Sache war und was da grob ablief, ist nun wirklich jedem Kind klar."

      kinder und demokraten ist dies klar.
      erwachsenen und richter scheinbar nicht.
    • Sandro Lightwood 02.12.2019 11:03
      Highlight Highlight Just sayin: von welchen Richtern sprichst du? Gemäss Justizministerium (also Barr) kann ein amtierender Präsident nicht vor Gericht gestellt werden. Das Impeachment ist ein politischer Prozess, kein Gericht der Judikative.
  • irgendwie so: 02.12.2019 09:44
    Highlight Highlight Also wenn Selenskyj ein quidproquo verneint, dann haben die Dems mit dem Impeachment einen sehr schweren Stand - Selenskyj ist ja der Kronzeuge schlechthin...


    ausser Selenskyj verharmlose das Gespräch, um nicht vom Trump in die Mangel genommen zu werden...

    Naja - auf jeden Fall wird das Schmierentheater weitergehen.
    • felixJongleur 02.12.2019 09:53
      Highlight Highlight Logisch verneint er, er ist befangen hoch10 und wäre innenpolitisch erledigt wenn er öffentliche zugibt wie abhängig die Ukraine von den Amis sind.
    • FrancoL 02.12.2019 09:56
      Highlight Highlight Sorry wie sollen wir nun Ihren Kommentar verstehen? Ist es A oder B oder doch C oder D?
    • Nilda84 02.12.2019 10:00
      Highlight Highlight Wenn man den Aussagen der Zeugen glauben will, dann trifft eher das Zweite zu.
      Unwahr ist die Aussage ja nicht, aber mann muss gewisse Dinge auch nicht so offensichtlich aussprechen um die gleiche Wirkung zu erzielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cpt. Jeppesen 02.12.2019 09:40
    Highlight Highlight Selenskyj steht mit dem Rücken zur Wand. Ohne militärische Hilfe vom Ausland hat die Ukrainische Armee nicht viel in der Hand gegen Russland. Er muss damit rechnen, dass es weitere 5 Jahre einen Republikanischen Präsidenten im Weissen Haus hat. Amerikanische Militärhilfe is essentiell. Natürlich wird er nichts sagen was die bestehende Beziehung belastet.
    • FrancoL 02.12.2019 09:57
      Highlight Highlight Und er ist Politiker, er muss sich beugen.
    • Vanessa_2107 02.12.2019 19:56
      Highlight Highlight Cpt. Jeppesen - ich habe mich vertippt, ich wollte dir ein Herz geben, so blöd, dass man das nicht ändern kann, 🙄 (hat Watson das gehört?) Wieso ist das so?
  • roger.schmid 02.12.2019 09:39
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