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Was diesem Panzer passiert ist, sollte die Russen beunruhigen

Der Turm eines russischen Panzers flog 76 Meter weit, nachdem dieser von einem Projektil getroffen worden war. Doch noch mehr als die gewaltige Explosion sollte der Ort, an dem sich die Szene ereignete, Moskau das Fürchten lehren.
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14.05.2022, 11:1114.05.2022, 14:47

Die Bilder explodierter Geschütztürme, die mehrere Meter entfernt von den Wracks der neutralisierten russischen Panzer liegen, sind bekannt. Sie sind sogar zu einem der Symbole für die Niederlage der russischen Armee in der Ukraine geworden. Da die Munition unter dem Turm gelagert wird, kann sie das Fahrzeug selbst dann zur Explosion bringen, wenn es indirekt beschossen wird.

Aber selbst wenn man all diese Dinge im Hinterkopf hat, ist das Video des «fliegenden Geschützturms», wie er in den sozialen Netzwerken genannt wurde, beeindruckend und erstaunlich.

Das Video, das am 6. Mai von einer Reporterin des chinesischen Staatsfernsehens Phoenix TV gedreht wurde, zeigt, wie sich mitten auf einer Landstrasse eine Explosion ereignet. Aus dem gigantischen Feuerball erhebt sich etwas, das wie der Turm eines Panzers aussieht, der in die Luft geschleudert wird 👇.

Hier ist die gewaltige Explosion zu sehen:

Video: watson

Laut Phoenix TV handelte es sich um einen russischen T-72B3-Panzer, der von einem nicht identifizierten ukrainischen Geschoss getroffen worden war. Das chinesische Medium fügte hinzu, dass der Ort zu diesem Zeitpunkt unter Beschuss von Totschka-Raketen und Kamikaze-Drohnen stand, die von den USA geliefert worden waren, ohne jedoch die Detonation einem bestimmten Waffensystem zuzuordnen.

Abgesehen von der Waffe, die die Explosion ausgelöst hat, ist das Ergebnis beeindruckend. Der Turm soll eine Höhe von 76 Metern erreicht haben. Dies ist wahrscheinlich ein Novum, zumindest auf Video, meint das Fachmedium The Drive. Wenn man bedenkt, dass der Turm mindestens 12 Tonnen wiegt, muss die Detonation eine enorme Energie erzeugt haben.

Der Geschützturm soll 76 Meter hoch geflogen sein.
Der Geschützturm soll 76 Meter hoch geflogen sein.bild: twitter

Angriff tief hinter den Frontlinien

Wenn man «The Drive» glauben darf, verbirgt das Video eine Information, die noch viel wichtiger ist. Sie hängt mit dem Ort zusammen, an dem die Aufnahmen gemacht wurden. Laut Phoenix TV ereignete sich die Explosion in der Nähe der Stadt Novoazovsk.

Sie wird seit August 2014 von den Russen kontrolliert und liegt nur 13 km von der russischen Grenze entfernt, während die aktuelle Frontlinie etwa 100 km weiter entfernt liegt.

Mit anderen Worten: Das Video zeigt, dass die Ukrainer in der Lage sind, selbst innerhalb des vom Kreml bislang als sicher eingestuften Separatistengebiets sehr effektive Angriffe durchzuführen, die eine grosse Bedrohung für das russische Militär darstellen. (asi/cma)

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kong
14.05.2022 11:18registriert Juli 2017
Das ist insofern weniger überraschend, wenn man bedenkt, dass Kommandoeinheiten immer weit hinter der offiziellen Frontlinie operieren. Es ist unmöglich besetzte Gebiete mit solchen geographischen Dimensionen vollständig zu kontrollieren. Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Das wird daher kein Einzelfall bleiben und den Russen grosse Probleme bereiten. Vermutlich gibt es noch viel mehr solche Fälle, von denen wir nichts erfahren.
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Garp
14.05.2022 12:32registriert August 2018
Auch wenn ich froh um jedem russischen Panzer bin, der hops geht. muss ich an den Soldaten denken der da vielleicht nicht freiwillig drin sass.
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Päule Freundt
14.05.2022 13:07registriert März 2022
Die Art der Explosion ist in der Tat beeindruckend. Der Vorfall hat sich auf von den Russen besetztem Gebiet ereignet. Deshalb ist es wichtig, dass solche Aktionen nicht einfach nur Nadelstiche sind, sondern dass die ukrainische Armee in der Lage ist, solche Gegenschläge breit angelegt durchzuführen. Sonst zieht die russischen Soldateska nicht ab.

Die Unterstützung der Ukraine mit schwerem Gerät ist deshalb überlebenswichtig. Die Russen dürfen sich auf keinen Fall illegal auf ukrainischem Gebiet einnisten. Die Ukrainer kämpfen um ihr eigenes Land, ihr Überleben und für das Völkerrecht.
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