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«Rieche Alkohol in Ihrem Atem» – Gefeuerter Trump-Mitarbeiter gibt verrücktes Interview



Ist der betrunken oder einfach durchgeknallt? In den USA reiben sich Fernsehzuschauer derzeit verwundert die Augen. In mehreren Interviews hat der frühere Trump-Mitarbeiter Sam Nunberg so richtig gegen Sonderermittler Robert Mueller gewettert, der die Untersuchungen in der Russland-Affäre leitet.

Nunberg erklärt am TV, er habe von Mueller eine Anordnung erhalten, am Freitag vor einer Grand Jury zu erscheinen. «Das können sie vergessen. Da mache ich nicht mit, die sollen mich nur verhaften», sagt er zu CNN. Und schiesst gleich auch noch gegen US-Präsident Trump, der ihn im August 2015 gefeuert hatte. 

Die Alkohol-Frage

«Ich habe Alkohol in ihrem Atem gerochen», so die CNN-Moderatorin.

Die Aussagen von Nunberg sind so irr, dass die CNN-Moderatorin Erin Burnett ihn vor laufender Kamera fragt, ob er getrunken oder Drogen genommen habe. «Ich habe Alkohol in ihrem Atem gerochen», sagt sie.

«Nein, ich hatte keinen Drink. Nur meine Medikamente», antwortet Nunberg, der offenbar unter Depressionen leidet. 

Die bizarren Aussagen

Also eigentlich ging es beim Interview ja um die Ermittlungen in der Russen-Affäe: Er kooperiere nicht mit Mueller, weil es «absolut lächerlich» sei, was das Team des Sonderermittlers von ihm verlange. Er sehe nicht ein, warum er sämtliche E-Mails raussuchen müsse, nach denen er gefragt worden sei. Nunberg ist der erste Zeuge, der Mueller eine Abfuhr erteilt. 

Nach Nunbergs Darstellung geht es dabei etwa um seine Kommunikation mit Trumps Ex-Wahlkampfberater Steve Bannon sowie Trumps langjährigem Vertrauten Roger Stone.

Das sagt er zu Trump

Nunberg war – man höre und staune – einst wegen rassistischer Facebook-Postings durch das Trump-Team gefeuert worden. Kein Wunder, teilt Nunberg nun gegen seinen früheren Boss aus. 

«Ich bin kein Fan von Donald Trump. Er hat mich wie ein Stück Scheisse behandelt.»

Die Mexiko-Mauer, der Muslim-Ban, das alles sei seine Idee und nicht jene von Trump gewesen. 

epa05967423 (FILE) - A file handout photo made available by the Russian Foreign Ministry shows US President Donald J. Trump (C) speaking  with Russian Foreign Minister Sergei Lavrov (L) and Russian Ambassador to the U.S. Sergei Kislyak during their meeting in the White House in Washington, DC, USA, 10 May 2017. Media reports on 15 May 2017 state that National Security Advisor Lieutenant General H.R. McMaster said a Washington Post report that claims US President Donald J. Trump disclosed classified information to Russian officials was false.  EPA/RUSSIAN FOREIGN MINISTRY HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Trump trifft sich mit dem russischen Aussenminister Lavrov im Oval Office.  Bild: EPA/RUSSIAN FOREIGN MINISTRY

Als Trump später den früheren FBI-Boss James Comey feuerte, stellte der US-Präsident selbst einen Zusammenhang zu den Russland-Ermittlungen her und traf sich mit russischen Regierungsvertretern im Oval Office. «Trump hat das gemacht, weil er einfach ein Idiot ist», sagt Nunberg dazu. 

«Trump hat das gemacht, weil er einfach ein Idiot ist.»

Nunberg nimmt Trump aber trotzdem in Schutz. Er stimme aber mit Trump darin überein, dass es sich bei den Russland-Ermittlungen um eine «Hexenjagd» handele. Trump habe nicht mit Russland zusammengearbeitet. Auf die Frage, ob Mueller etwas gegen Trump in der Hand habe, sagte Nunberg, er denke, dass dies möglicherweise der Fall sei. Er wisse dies aber nicht sicher.

An die Adresse von Trump-Sprecherin Sara Sanders sagte Nunberg: «Sie soll einfach die Klappe halten.» Denn sie verteidige jeden Tag eine Person, die bloss Zustimmungsraten von 35 Prozent habe. «Ich warne sie, sie soll einfach ihre Klappe halten.»

Die Untersuchung

Sonderermittler Mueller untersucht eine Einflussnahme Russlands auf die Präsidentschaftswahl und mögliche Absprachen mit dem Trump-Team. Er hat seine Ermittlungen immer mehr ausgeweitet. Im August 2017 setzte er eine Grand Jury ein. Die Hauptaufgabe eines solchen Gremiums ist es, vorliegende Beweise in möglichen Verbrechensfällen zu prüfen und zu entscheiden, ob Anklage erhoben werden soll. (sda)

Die Reaktionen

Twitter-User sind aus dem Häuschen. «Nunberg ist wie eine Live-Version der Trump-Tweets». Andere machen sich Sorgen um den Gesundheitszustand Nunbergs. 

 (amü/sda/dpa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TodosSomosSecondos 06.03.2018 10:29
    Highlight Highlight "We have the best people. They are the best. They are so amazing. They are great. " - Donald Trump
  • Vanessa_2107 06.03.2018 10:10
    Highlight Highlight Ich habe seine verschiedenen Interwievs diese Nacht auch gehört/gesehen. Entweder war er unter Alkohol, Drogen oder eben, mit ihm stimmt etwas nicht ganz. Zudem wurde er ja schon früh entlassen. Aber wir wissen halt nicht, aus welchem Grund er wichtig ist für Mueller. Für Trump wird er nicht einmal ein Coffeboy gewesen sein, verm. war er in der Putzmannschaft tätig. 😂😂😂
  • Stezba 06.03.2018 09:24
    Highlight Highlight In ihrem oder Ihrem? Ich verstehe den Artikel nicht.
    • leno 06.03.2018 11:04
      Highlight Highlight Ihrem! Ihrem! Ihrem!
  • Der müde Joe 06.03.2018 08:46
    Highlight Highlight Sollte Nunberg getrunken haben, oder hat sogar ein Alkoholproblem, dann spricht man das nicht vor aller Öffentlichkeit an.
    • Saraina 06.03.2018 18:01
      Highlight Highlight Vielleicht beruft er sich vor Muller noch ganz gerne darauf, dass er nicht ganz nüchtern war...
  • Paul_Partisan 06.03.2018 08:26
    Highlight Highlight Der Typ kann ja im TV schon kaum die Klappe halten, im Verhör mit Mueller wird der singen wie eine Amsel...
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 06.03.2018 08:13
    Highlight Highlight Popcorn! Popcorn für alle!!! :D
  • Linus Luchs 06.03.2018 05:16
    Highlight Highlight Nunberg könnte sich nicht auffälliger verhalten, um zu signalisieren, dass er Dinge getan hat und Dinge weiss, die nicht in Ordnung sind. Mueller hat schon einige Ex-Komplizen von Trump geknackt, die sich besser im Griff haben. Ich denke, Nunberg wird noch singen.
    • Sauäschnörrli 06.03.2018 10:10
      Highlight Highlight @LordofGriffinstone, so weit müsste er gar nicht. Mexiko oder Kuba würde schon reichen, die liefern doch beide nicht aus.

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