DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Nov. 23, 2011 file photo, film producer Harvey Weinstein poses for a photo in New York. Joan Illuzzi-Orbon, a longtime Manhattan prosecutor who led the ultimately abandoned sex assault probe against former International Monetary Fund leader Dominique Strauss-Kahn, has now taken over the rape investigation of Harvey Weinstein, two people familiar with the case said Thursday, April 26, 2018. Illuzzi-Orbon also won a conviction in the notorious decades-old Etan Patz case with a retrial of the man accused of killing the missing child.(AP Photo/John Carucci, File)

Harvey Weinstein soll gemäss US-Medien noch diese Woche verhaftet werden. Bild: AP/AP

Harvey Weinstein wird offenbar verhaftet – er will sich heute den Behörden stellen



Der US-Filmproduzent Harvey Weinstein will sich nach übereinstimmenden US-Medienberichten wegen mutmasslicher sexueller Übergriffe noch am Freitag den Behörden in New York stellen. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan werde Anklage gegen den 66-Jährigen erheben, hiess es.

Seit Monaten laufen Ermittlungen gegen Weinstein nach Vorwürfen mehrerer Frauen wegen sexuellen Missbrauchs. Auch Behörden in London und Los Angeles ermitteln.

Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur DPA bei Weinsteins Sprecher gab es zunächst keine Reaktion. Auch die New Yorker Staatsanwaltschaft wollte sich zunächst nicht äussern. «Es gibt keine Informationen, die ich derzeit mitteilen kann», sagte eine Sprecherin.

Ein Stalker?

Zuvor war bekannt geworden, dass die Ermittlungen gegen Weinstein in den USA auf Bundesebene ausgeweitet worden waren. Die Ermittler wollen unter anderem herausfinden, ob der 66-Jährige etwa Frauen dazu gebracht habe, über Staatsgrenzen hinweg zu reisen, um sie belästigen zu können. Laut «New York Times» wird auch untersucht, ob Weinstein gegen das Anti-Stalking-Gesetz verstossen habe, etwa um Opfer einzuschüchtern.

Der einst einflussreiche Filmproduzent hat Fehlverhalten eingeräumt, bisher aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex zurückgewiesen. Die von ihm gegründete Filmfirma hatte Weinstein nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Oktober 2017 entlassen, seine Frau hat sich inzwischen von ihm scheiden lassen.

Anschuldigungen gegen mehrere Prominente

Seit Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Weinstein wirbeln immer mehr Vorwürfe gegen prominente Filmschaffende die Unterhaltungsbranche auf. Eine unter den Schlagworten #MeToo und #TimesUp bekannt gewordene Bewegung entstand, die sich in weitere Branchen und Länder ausbreitete. Nach Weinstein wurden in den USA unter anderem auch Regisseur James Toback, «House of Cards»-Star Kevin Spacey, Oscar-Preisträger Dustin Hoffman und «Rush Hour»-Regisseur Brett Ratner mit Vorwürfen sexueller Belästigung und Machtmissbrauch konfrontiert.

Am Donnerstag waren auch Vorwürfe gegen Oscar-Preisträger Morgan Freeman bekannt geworden. «Jeder der mich kennt oder mit mir gearbeitet hat, weiss, dass ich nicht jemand bin, der absichtlich verletzen oder wissentlich jemandem ein unbehagliches Gefühl vermitteln würde», schrieb Freeman als Reaktion in einer Stellungnahme. «Ich entschuldige mich bei jedem, der sich unwohl oder nicht respektiert fühlte – das war nie meine Absicht.» (sda/dpa)

#MeToo: Diese Frauen belasteten Harvey Weinstein

1 / 21
#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein
quelle: invision/invision / joel ryan
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Joe Biden ist der Mann, der weiss, wie es geht

In den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit hat der 46. Präsident der USA die Erwartungen weit übertroffen.

Am kommenden Mittwoch wird Joe Biden seine erste Rede vor dem versammelten Kongress halten. Er wird dabei den Schwerpunkt auf seine Kernanliegen legen: den Kampf gegen das Coronavirus, den Kampf gegen die Klimaerwärmung, den Kampf gegen die zerbröselnde Infrastruktur und den Kampf gegen die Ungleichheit.

Biden kann erhobenen Hauptes ans Rednerpult treten. An all diesen Fronten kann er Ergebnisse vorweisen: Im Kampf gegen Covid hatte er versprochen, mindestens 100 Millionen Amerikanerinnen und …

Artikel lesen
Link zum Artikel