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Tillerson erteilt «Neubeginn» in Beziehungen zu Moskau klare Absage



US-Aussenminister Rex Tillerson hat einem «Neubeginn» in den Beziehungen zu Russland eine klare Absage erteilt. Es gebe keinen «Schlussstrich», sagte Tillerson am Sonntag dem Sender NBC.

epa05942036 US Secretary of State Rex Tillerson delivers an address to State Department employees at the State Department in Washington, DC, USA, 03 May 2017. Tillerson updated State Department employees on the foreign policy perspective of the Trump administration.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

«Wir starten mit dem Stand, an dem wir sind», fügte Tillerson hinzu, – «mit allen Problemen, die dazugehören, wir werfen sie nicht über Bord».

Tillerson bekräftigte seinen Ausspruch, nach dem sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland am «tiefsten Punkt seit dem Ende des Kalten Krieges» befinden, es gebe ein «sehr niedriges Vertrauensniveau» zwischen den Regierungen in Moskau und Washington.

Dies sei «nicht gesund für die Welt» und «mit Sicherheit nicht gesund für uns, für das amerikanische Volk, für unsere nationalen Sicherheitsinteressen».

Zu den US-Geheimdiensterkenntnissen, nach denen sich Russland in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt habe, sagte Tillerson, es bestehe kein Zweifel, dass es eine solche Einmischung gegeben habe. Allerdings gebe es keine Belege dafür, dass dies einen messbaren Einfluss auf das Ergebnis der Wahl gehabt habe.

Für die Zukunft empfahl Tillerson, dass die Beziehung zwischen Moskau und Washington mit einem «weiten» Blickwinkel betrachtet werde. Es gebe viele «wichtige Bereiche», auf die dabei geachtet werden müsse, wenn die Beziehungen wieder so werden sollten, «wie es nach unserem Dafürhalten für die Sicherheit der USA erforderlich ist».

US-Präsident Donald Trump hatte den russischen Aussenminister Sergej Lawrow am Mittwoch im Weissen Haus empfangen. Lawrow war das bislang höchste russische Regierungsmitglied, das Trump seit Amtsantritt traf. Mit Staatschef Wladimir Putin hat er bislang nur telefoniert.

Die beiden Präsidenten wollen sich aber beim Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg begegnen, zu dem beide ihre Teilnahme angekündigt haben. (sda/afp)

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