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Obama warnt: Trump ist nicht imstande, «den Job zu machen»



US-Präsident Barack Obama hat erneut direkt in den Wahlkampf eingegriffen und an Führungspolitiker der Republikaner appelliert, ihre Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufzugeben. Trump sei «ungeeignet» für das höchste Staatsamt und leiste sich mehr als nur den «gelegentlichen Ausrutscher», sagte Obama am Dienstag in Washington.

President Barack Obama answers questions during a joint news conference with Singapore's Prime Minister Lee Hsien Loong in the East Room of the White House in Washington, Tuesday, Aug. 2, 2016. Obama slammed Donald Trump as

Barack Obama ging mit Donald Trump hart ins Gericht.
Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Führungsfiguren seiner eigenen Partei distanzierten sich «täglich und wöchentlich» von Trumps einzelnen Äusserungen. Es müsse doch bei ihnen einmal ein Punkt erreicht sein, an dem sie sagten: «Dies ist niemand, den ich als Präsidenten der Vereinigten Staaten unterstützen kann, selbst wenn er vorgibt, ein Mitglied meiner Partei zu sein», betonte Obama während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Ministerpräsidenten von Singapur, Lee Hsien Loong.

Der rechtspopulistische Immobilienmogul hatte zuletzt durch seine Kritik an den muslimischen Eltern eines im Irak getöteten US-Soldaten für Empörung gesorgt.

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Obama über Donald Trump.
YouTube/PBS NewsHour

Mehrere führende Vertreter seiner eigenen Partei distanzierten sich daraufhin von seinen Äusserungen, darunter der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und der Senator John McCain. Von ihrer grundsätzlichen Unterstützung für Trump als Präsidentschaftskandidat sind diese Politiker jedoch nicht abgerückt.

Obama bezeichnete den Immobilienmagnaten als «beklagenswert unvorbereitet» für das Präsidentenamt. Dies stelle Trump «immer wieder unter Beweis».

US-Promis beziehen Position gegen Trump

Obama verglich Trump mit den früheren republikanischen Präsidentschaftskandidaten McCain und Mitt Romney, mit denen er sich in den vergangenen beiden Präsidentschaftswahlkämpfen duelliert hatte. Obama sagte, diese beiden in den Jahren 2008 und 2012 von ihm besiegten Rivalen hätten sich zwar bei bestimmten politischen Themen geirrt, «aber ich dachte nie, dass sie nicht imstande wären, den Job zu machen».

Ausschreitungen bei Trumps Auftritten landauf landab

Republikanischer Parlamentarier für Clinton

Als erstes republikanisches Mitglied des US-Kongresses kündigte am Dienstag Richard Hanna an, bei der Präsidentschaftswahl nicht für Trump, sondern für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu stimmen.

«Unsere Antwort auf die Wut der Öffentlichkeit und die Notwendigkeit, wieder aufzubauen, erfordert komplexe Lösungen, Erfahrung, Wissen und Ausgeglichenheit. Nicht Autoaufkleber-Sprüche, die unsere Enttäuschung, Angst und unseren Hass schüren», teilte der Abgeordnete der Nachrichtenwebsite Syracuse.com mit.

Hanna hatte demnach seit Monaten über diesen Schritt nachgedacht. Den Ausschlag gab nach seiner Aussage aber schliesslich Trumps Kritik an den Eltern des getöteten US-Soldaten.

(sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • reputationscoach 04.08.2016 09:47
    Highlight Highlight Hat nicht jeder Präsident bisher schon einen Stab mit Experten und Fachleuten, welche ihn beraten? Bei Trump könnte dies schon ein Problem sein, da er beratungsresistent ist.
  • Na 03.08.2016 09:42
    Highlight Highlight Die Aussage von Obama mögen ja stimmen, ABER es auch keine richtige Wahl, wenn nur eine fähige Person zur Auswahl steht.
  • reputationscoach 03.08.2016 08:58
    Highlight Highlight Jetzt muss sogar noch Obama unterstützen, weil es Hillary nicht alleine hinkriegt...
  • Pana 03.08.2016 00:53
    Highlight Highlight Trump hat gerade ein Baby aus der Halle schmeissen lassen. Not kidding :D
  • rodolofo 02.08.2016 22:42
    Highlight Highlight Ich glaube, es ist eher kontraproduktiv, wenn Obama den Republikanern Ratschläge gibt.
    Während seiner Amtszeit haben diese dermassen auf stur geschaltet und völlig destruktiv alles blockiert, was von Obama kam (obwohl Obama als Teamplayer eigentlich bereit war, mit allen politischen Kräften zu verhandeln und ein Präsident aller Amerikaner zu sein), dass sie wieder in eine solche Trotzhaltung gehen werden, wenn ihnen ausgerechnet Obama etwas vorschlägt.
    Resultat dieser destruktiven Trotzhaltung ist Donald Trump.
    • FrancoL 03.08.2016 00:49
      Highlight Highlight Manchen Sie es sich nicht zu einfach mit der Aussage:
      "Resultat dieser destruktiven Trotzhaltung ist Donald Trump".
      Sollte man nicht einen Unterschied zwischen dem Rep. geführten Kongress und der Bevölkerung machen? Die Trotzhaltung kam von der Abgeordneten, die Unzufriedenheit kam vom Volk und das sind 2 Paar Schuhe.
      Trump verdanken wir einer Fehleinschätzung der Republikaner, die ihn als Pausenattraktion wohl gesehen haben und es dann verpasst haben durch geeignete Kandidaten die Stirn zu bieten. Ich glaube zudem dass Obama zu den Seinen spricht und mahnt, er motiviert nicht träge zu sein.
    • rodolofo 03.08.2016 08:00
      Highlight Highlight Die Republikaner wollten so zielstrebig an die Macht, dass sie alles versucht haben, um Obama schlecht zu machen und zu demontieren!
      Das machen sie übrigens mit Hillary Clinton auch wieder. DemokratInnen sind zum Vornherien schlecht, weil sie nun mal zur Demokratischen Partei gehören, also zu "den Anderen". Weder Obama, noch Hillary Clinton haben diese Einstellung!
      Beide waren und sind bereit, sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit auch mit Republikanern einzulassen.
      Aber für eine solche Zusammenarbeit braucht es immer zwei.
      Obama hat am Ende seiner Amtszeit begriffen, dass das nicht geht.
    • FrancoL 03.08.2016 08:11
      Highlight Highlight @rosolfo; Bin mit Ihrem letzten Post mehrheitlich einverstanden, doch dies begründet nicht Ihre Annahme im Ersten Post:
      "Resultat dieser destruktiven Trotzhaltung ist Donald Trump".
      Ich danke Trump war nicht vorgesehen und lange nicht richtig eingeschätzt. Dann wurde es ein unlösbares Problem als die republikanischen Massen (die weniger republikanisch sondern wütend sind) sich zu Trump wandten und dem Establishment nicht mehr folgen mochten. Eine unterschätzte Lawine!
      Dazu kommt auch eine nicht sehr durchdachte Suche nach Kandidaten im Vorfeld. Es reihte sich also Missgeschick an Missgeschick.
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