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Afrika ist wütend: 54 «Shithole-Länder» fordern von Trump Entschuldigung



epa06434438 US President Donald J. Trump waves to journalists as he boards Marine One on departure from Walter Reed National Military Medical Center following his annual physical examination in Bethesda, Maryland, USA, 12 January 2018. Trump will next travel to Florida to spend the Dr. Martin Luther King Jr. Day holiday weekend at his Mar-a-Lago resort.  EPA/Chip Somodevilla / POOL (AFP OUT)

Sagt nicht sorry: Donald Trump. Bild: EPA/Getty Images North America POOL

Eine Gruppe von 54 afrikanischen Ländern hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, sich für die Bezeichnung «Drecksloch-Länder» zu entschuldigen und sie zu widerrufen. Dies erklärten die Botschafter der Länder bei der Uno nach einer Dringlichkeitssitzung.

Sie seien «äusserst erschüttert über die empörenden, rassistischen und fremdenfeindlichen Bemerkungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten», über die Medien umfangreich berichtet hätten, und verurteilten diese auf das Schärfste, erklärten die Botschafter nach der Sitzung am Freitag in New York.

Sie seien «besorgt über den anhaltenden und wachsenden Trend der US-Regierung gegenüber Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft, den Kontinent und Farbige zu verunglimpfen». «Dieses eine Mal sind wir uns einig», sagte ein Botschafter, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

Trump soll Medienberichten zufolge arme Herkunftsländer von Einwanderern als «Drecksloch-Länder» verunglimpft haben. Die Zeitungen «Washington Post» und «New York Times» berichteten, Trump habe bei einem Treffen mit Parlamentariern zur Einwanderungsreform im Weissen Haus gefragt: «Warum kommen all diese Menschen aus Drecksloch-Ländern (»shithole countries«) hierher?» Nach Angaben beider Blätter, die sich auf Sitzungsteilnehmer beriefen, bezog sich Trump auf afrikanische Staaten sowie auf Haiti, laut «Washington Post» zudem auf El Salvador.

Trump wies die Bericht über seine Vulgaritäten zurück - allerdings nicht komplett. Er habe eine «harte Sprache» benutzt, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Aber das war nicht die benutzte Sprache.» Konkret dementierte der Präsident lediglich die abfälligen Äusserungen über Haiti und die Haitianer. Zur Formulierung «Drecksloch-Länder» äusserte er sich nicht. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Flughund 13.01.2018 14:01
    Highlight Highlight Die von Trump gewählte Ausdrucksweise war sicherlich jenseits aller Grenzen. Wenn mit dem Begriff "Shithole-Countries" aber auf drastische Weise die in Afrika notorisch anzutreffende Bad Governance, Kleptokratie, Korruption und sonstige Misswirtschaft beschrieben werden sollte, so wären die jetzt so empörten Staatslenker damit aber eher dazu aufgefordert, in ihren eigenen Hinterhöfen einmal nachdrücklich Abhilfe zu schaffen.
    • Saraina 13.01.2018 20:21
      Highlight Highlight Die Chinesen, die in diesen Ländern massiv investieren, dürften sich ins Fäustchen lachen...
  • dany1991 13.01.2018 13:18
    Highlight Highlight Habe das Gefühl, dass die Uno die ganze Zeit Dringlichkeitssitzungen abhalten xD.
    • Saraina 13.01.2018 20:27
      Highlight Highlight Hahaha, lustig. Nun sind auch afrikanische Länder stimmberechtigter Teil der UN. Und etliche von ihnen haben riesige Rohstoffvorkommen. Ich kann mir vorstellen, dass auch in China freudig über Trump gelacht wird.
  • Red4 *Miss Vanjie* 13.01.2018 12:29
    Highlight Highlight Ich facial palmiere Hart an der Anzahl der Kommmentatoren welche absolut keine Ahnung haben von diesen Ländern 🤦
    Jedoch grossen Respekt an Hoppla! Erfrischend bei so viel unwissen jemanden zu haben der sich auskennt
  • rodolofo 13.01.2018 11:37
    Highlight Highlight Ich glaube, Trump sollte besser aufpassen, dass die USA unter seiner Regierung nicht zum Drecksloch verkommt!
    Wenn selbst der Präsident dieser grossen Nation eine derartige Fäkalsprache benutzt, dann dürfte es zu den schmutzigen Taten nicht mehr allzu weit sein...
    Diese USA kann die "Freie Welt" nicht mehr anführen!
    Es ist deshalb richtig und gut, wenn sie sich zurückziehen aus der Weltpolitik und niemanden mehr mit ihrem arroganten und widerlich grosskotzigen Auftreten belästigen!
    Ihr "Amerika first!" bedeutet für uns: "Amerika last!"
    • α Virginis 13.01.2018 16:54
      Highlight Highlight Freiheit wird durch die bestimmt, die an der Macht sind. Das war schon immer so.

      Da bleibt die Frage: Was ist die "Freie Welt" denn überhaupt? Massloser Kapitalismus unter dem Deckmantel der "Unternehmerischen Freiheit" bis zur Selbstzerstörung? Egoismus unter dem Deckmantel der "persönlichen Freiheit" bis hin zu Landraub und Rassismus? Terroranschläge im Namen der "Freiheit" (was das auch immer sein soll)?

      Die sogenannte "Freie Welt" sollte mal über ihre Definition von Freiheit nachdenken. Stattdessen werden Kriege zur "Sicherung der Freiheit" geführt.

      Wir sind alle Gefangene des Systems.
    • rodolofo 13.01.2018 17:42
      Highlight Highlight @ a Virginis
      Ja genau!
      Wenn eine Person kommt und uns "Freiheit" verspricht, sollten wir uns immer gleich fragen, was für eine Art von Freiheit und für wen sie das meint.
      Meistens ist ja die Freiheit der Einen gleichzeitig die Unfreiheit der Anderen und umgekehrt.
      Freie Fahrt für freie Bürger bedeutet die Unfreiheit von Bauern und Landbesitzern, die ihr Land und ihre Lebesqualität für Strassen opfern müssen.

      Die "Freie Welt" betont das Privat-Eigentum.
      So können sie in Afrika riesige Ländereien zum Spottpreis erwerben, auf dem seit Menschengedenken Indigene, aber ohne Geld, leben...
  • Domino 13.01.2018 11:29
    Highlight Highlight Zuerst sollte man „Shithole“ definieren. Bei mir hat das absolut nichts mit der Hautfarbe zu tun.
    - keine funktionierende Abfallentsorgung
    - keine funktionierende Wasserversorgung
    - keine funktionierende Kanalisation
    - hohe Kriminalität
    - Korruption
    - schlechtes Schulsystem
    - schlechte Sozialsysteme
    - schlechte Krankenhäuser
    - hohe Kindersterblichkeit
    - viele Analphabeten
    - fehlende Rechtssicherheit
    - hohe Inflation
    Etc etc
    • ChlyklassSFI 13.01.2018 12:37
      Highlight Highlight Es hat ja auch nichts mit Hautfarbe zu tun. Eine solche Bezeichnung beleidigt aber ein ganzes Land und seine Menschen. Das macht man nicht.
    • Majoras Maske 13.01.2018 13:04
      Highlight Highlight Eigentlich ist es ja so, dass die Kinder- und Altensterblichkeit ziemlich zurück, weshalb die Bevölkerung Afrikas sich schon bald verdoppeln wird. Das wiederum lässt auf Fortschritte der medizinischen Versorgung und der Ernährungssicherheit schliessen. Ausserdem ist es blöd, alle afrikanischen Länder in einen Topf zu werfen, in Ruanda zum Beispiel ist die heutige, von Frauen dominierte Gesellschaft sicher nicht gleich wie z. B. in Nairobi oder den Grossstädten Südafrikas oder in der tunesischen Provinz.
    • Domino 13.01.2018 14:30
      Highlight Highlight Mit diesem quantitativen Wachstum sollte Afrika ein absoluter Boom Kontinent sein und die Wirtschaft sollte florieren. Investoren sollten sich darum reissen und mit den niedrigen Löhnen, vielen Rohstoffen und zentralen Lage auf der Weltkarte kann man es mit jeder anderen Nation aufnehmen.
      Und trotz über 50 Jahren Entwicklungshilfe bringt man trotzdem so wenig zustande...
      In Nigeria beantragen jährlich 2‘000‘000 Menschen eine Greencard in der USA um aus ihren Land wegzukommen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flughund 13.01.2018 11:16
    Highlight Highlight Das Geschrei wäre nicht halb so groß, wenn nicht Wahrheit in den harten Worten stecken würde. Natürlich entspricht es nicht den Gepflogenheiten der Diplomatie, etwas so klar auszudrücken. Man muß aber auch sehen, daß das Dauerbeleidigtsein gewisser Länder der Dritten Welt, insbesondere in Afrika und im Nahen Osten, nicht zur dauerhaften Grundlage der Politik werden kann. Manchmal kommt man nicht darum herum, sich seine eigene Schande anzuhören.
    • Sandro Lightwood 13.01.2018 11:34
      Highlight Highlight Seine eigene Schande? Glaube Europa und auch USA sind auch nicht Unschuldig an dieser „Schande“ mit der Kolonialisierung und ausbeutung der Bodenschätze.

      Flughund, bitte Flughöhe korrigieren, momentan etwas am Tieffliegen - Horizont nicht mehr in Sicht.
    • Majoras Maske 13.01.2018 13:17
      Highlight Highlight Ja, natürlich kann man korrupten Regierungen vorwerfen, dass sie das Geld besser für Strassen- oder Schulenbauen verwenden sollen, aber das hat Trump eben nicht gemacht, sondern sie nur ein Drecksloch genannt. Da der Westen historisch gesehen den Afirkanern nicht mal zu gestand Menschen zu sein, ist es auch nicht verwunderlich wenn die afrikanischen Länder heute sensibler auf Repektlosigkeiten regieren. Und Schweizer reagieren in der Regel auf Beleidigungen ausländischer Politiker auch nicht gerade gelassen.
  • malu 64 13.01.2018 10:55
    Highlight Highlight Was ist den Amerika anderes? Das Land hat schöne Plätze, aber ansonsten 3. Welt und von der degenerierten Bevölkerung ganz zu schweigen.
  • Anded 13.01.2018 10:09
    Highlight Highlight Wenn es in einem Land soweit kommt, dass die Bewohner en masse flüchten müssen, dann ist die Bezeichnung Shithole nicht ganz falsch.
    • RAZZORBACK 13.01.2018 12:21
      Highlight Highlight Ja, eigentlich hat er ja recht mit dem was er sagte.
      Die selbe Frage habe ich mir auch gestellt: warum müssen Millionen flüchten und um ihr Leben bangen?
      Leider sind Staaten wie Nigeria usw. schon eben solche Länder wie Trump sich ausdrückte.
      Aber eben - wie er es sagte!
    • rodolofo 13.01.2018 17:01
      Highlight Highlight Und jetzt beginn Dich einmal zu fragen, ob diese Afrikanischen "Shitholes" auch etwas MIT UNS zu tun haben könnten!
      Das Arschloch ist zwar sehr weit weg vom Kopf, aber es gehört zum gleichen Körper...
  • Rumbel the Sumbel 13.01.2018 09:39
    Highlight Highlight Über seine Bemerkungen darf man sich streiten. Auch ich bin nicht ein Freund davon. Aber hat sich schon jemand Gedanken über Sitte und Ordnung in Afrikanischen Ländern gemacht. U.a. Simbabwe, Sudan, Somalia usw. Von Nordafrika nicht zu schweigen.
    • Lucernefan 13.01.2018 10:21
      Highlight Highlight und das rechtfertigt die bezeichnung shithole?
    • Madmessie 13.01.2018 11:03
      Highlight Highlight Ja
    • You will not be able to use your remote control. 13.01.2018 13:01
      Highlight Highlight > Aber hat sich schon jemand Gedanken über Sitte und Ordnung in Afrikanischen Ländern gemacht.

      Sicher, du hast es nicht getan.
  • Bulwark 13.01.2018 09:33
    Highlight Highlight Sorry, aber solange nicht endgültig bewiesen ist, dass Trump diese Aussagen gemacht hat, hat er sich meiner Ansicht nach nicht zu entschuldigen. Oder gilt seit neuem Unschuldsvermutung nicht mehr?
    Da könnte ja jeder kommen und jeden anschwärzen wegen Äusserungen die nie gemacht wurden.
  • DieRoseInDerHose 13.01.2018 08:53
    Highlight Highlight Tragisch.. ich werde mit jeder Meldung über Trump sprachloser. 😟
  • fiodra 13.01.2018 08:16
    Highlight Highlight Sicher hat Trump mit seiner Wortwahl daneben gegriffen. Doch sein politisch unkorrektes Verhalten zeigt auch eine Wahrheit: In vielen afrikanischen Staaten vernachlässigen politische Kleptokraten die Bedürfnisse der Völker massiv. Deshalb kommen diese Staaten nicht aus ihrer Misere heraus und bleiben unentwickelte Dreckslöcher. Vielleicht hilft Trumps Entgleisung, damit sich die Afrikanischen Regierungschefs fragen, wie die Welt ihre zurückgebliebenen und ausgebeuteten Staaten sieht.
    • paeuli.weischno 13.01.2018 09:54
      Highlight Highlight @fiodra: Zum Thema politische Kleptokraten gegen die Bevölkerung: Vielleicht würde es auch helfen, wenn Trump nicht den ärmeren Leuten die Krankenversicherung nehmen würde, um den Reichen Steuersenkungen zu finanzieren.
    • karl_e 13.01.2018 11:46
      Highlight Highlight Was man über die U.S.A. so hört, lässt darauf schliessen, dass es dort jede Menge shitholes gibt: Ghettos, Slums, Indianerreservationen, Rust Belt.

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