International
USA

Trump bleibt bei seiner These vom Wahlbetrug – und leitet nun sogar eine Untersuchung ein

Trump bleibt bei seiner These vom Wahlbetrug – und leitet nun sogar eine Untersuchung ein

25.01.2017, 13:3225.01.2017, 13:49

US-Präsident Donald Trump will eine Untersuchung des angeblichen massiven Betrugs bei der US-Wahl im November anordnen. Dies kündigte er am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter an.

Trump hatte in den vergangenen Tagen seinen Vorwurf erneuert, bei der Wahl habe es millionenfachen Wahlbetrug zu seinen Ungunsten gegeben. Er präsentierte dafür aber bisher keinerlei Belege. Nach Angaben der US-Wahlbehörden gibt es keine Hinweise auf Wahlbetrug in grösserem Ausmass.

Der Präsident schrieb nun, er wolle unter anderem die Stimmabgabe durch «illegale» Einwanderer und die Registrierung von bereits verstorbenen Menschen als Wähler untersuchen lassen. Einige Verstorbene stünden bereits seit «langer Zeit» in den Wahlregistern.

Trump kündigte ferner an, abhängig von den Ergebnissen der Untersuchung wolle er die Wahlverfahren reformieren lassen. Der Republikaner hatte die Wahl dank seiner Mehrheit im entscheidenden Wahlleute-Kollegium errungen, im landesweiten Resultat lag er nach den amtlichen Auszählungsergebnissen aber fast drei Millionen Stimmen hinter der Demokratin Hillary Clinton.

In den vergangenen Tagen behauptete er, bei der Wahl seien drei bis fünf Millionen Stimmen illegal abgegeben worden. Dies sollen angeblich Einwanderer ohne Stimmrecht gewesen sein. Ohne diese Betrügereien hätte er auch beim landesweiten Resultat gewonnen, wurde Trump in Medienberichten zitiert.

(sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wie der KI-Boom zum Midterm-Wahlkampfthema wird
Der Boom der Künstlichen Intelligenz erreicht den US-Wahlkampf. In South Carolina entzündet sich ein Senatsrennen zunehmend an riesigen Rechenzentren – und an der Frage, wer für ihren Ausbau bezahlt.
Ein Beispiel ist Spartanburg County. Dort entsteht ein Rechenzentrum für rund 2,8 Milliarden Dollar. Solche Anlagen beherbergen Tausende leistungsfähige Server und werden unter anderem für KI-Anwendungen benötigt. Sie benötigen grosse Mengen Strom und teilweise auch Wasser. Anwohner kritisieren laut der «Washington Post», dass der Bau begonnen habe, bevor vielen Menschen in der Region das Ausmass des Projekts bewusst gewesen sei. Selbst der frühere Rechenzentrum-Manager Tom Corbit, der drei Jahrzehnte in der Branche arbeitete, will deshalb bei der Senatswahl gegen die Republikanerin Darline Graham stimmen.
Zur Story