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In this Jan. 12, 2005 file photo, Assistant Attorney General, Christopher Wray speaks at a press conference at the Justice Dept. in Washington.  President Donald Trump has picked a longtime lawyer and former Justice Department official to be the next FBI director. Trump said on Twitter Wednesday that he will be nominating Christopher Wray, calling him “a man of impeccable credentials.”  (AP Photo/Lawrence Jackson)

Christopher Wray. Bild: LAWRENCE JACKSON/AP/KEYSTONE

Donald Trump nominiert Christopher Wray als neuen FBI-Chef



Einen Monat nach dem überraschenden Rauswurf von FBI-Chef James Comey hat US-Präsident Donald Trump seinen Kandidaten für die Nachfolge benannt. Neuer Direktor der Bundespolizei soll der Jurist Christoper Wray werden.

Wray war früher ein hochrangiger Mitarbeiter des Justizministeriums und arbeitet derzeit in einer Anwaltskanzlei. Wray sei ein Kandidat von «tadellosen Referenzen», schrieb Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter.

In den vergangenen Wochen hatten Trump und sein Team eine ganze Reihe möglicher Kandidaten für die FBI-Spitze durchleuchtet. Der Präsident entschied sich letztlich für einen Kandidaten, der nicht aus der Politik kommt - wie beispielsweise der zeitweise gehandelte Ex-Senator Joe Lieberman -, sondern für einen Anwärter mit reichlich Erfahrung in der Strafverfolgung. Wray sei deshalb ein Kandidat, der innerhalb des FBI als «akzeptabel» gelte, schrieb die «New York Times».

Senat muss Ernennung bestätigen

Die Ernennung des Juristen muss noch vom Senat bestätigt werden. Übernehmen soll Wray das mächtige Amt in einer Phase, in der die Behörde inmitten heftiger politischer Turbulenzen steckt. Die Bundespolizei ermittelt zu mutmasslichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps im Wahlkampf und möglichen illegalen Absprachen von Trump-Mitarbeitern mit Moskau.

Am Donnerstag soll der von Trump entlassene Ex-FBI-Chef Comey zu diesen Ermittlungen im Kongress aussagen. Dabei wird es voraussichtlich schwerpunktmässig um den Verdacht gehen, dass der Präsident sich in unstatthafter Weise in die Russland-Ermittlungen eingemischt haben könnte.

Laut Medienberichten soll Trump den früheren FBI-Direktor vergeblich bedrängt haben, die Ermittlungen gegen den im Februar zurückgetretenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Flynn gilt als Schlüsselfigur der Russland-Affäre.

Als neuer FBI-Direktor würde Wray diese Ermittlungen jedoch nicht leiten. Sie wurden kurz nach der Entlassung Comeys vom Justizministerium in die Hände des früheren FBI-Chefs Robert Mueller gelegt, der als Sonderermittler mit umfassenden Vollmachten ausgestattet ist.

Unter Bush im Justizministerium

Wray leitete zu Zeiten von Präsident George W. Bush im Justizministerium die Abteilung für die Verbrechensbekämpfung. Er war in dem Ministerium auch mit grossen Unternehmensskandalen wie jenen beim Energiekonzern Enron befasst.

Laut der von seiner Kanzlei King & Spalding veröffentlichten Biografie war Wray zudem für die Koordination von Anti-Terrorismus-Massnahmen nach den Anschlägen des 11. September 2001 mitverantwortlich. Damals arbeitete er eng mit dem FBI zusammen.

In der Privatkanzlei leitet der Absolvent der Eliteschmiede Yale eine Abteilung, die Unternehmen und Manager in Fällen von angeblicher Wirtschaftskriminalität vertritt und sich auch mit internen Firmenuntersuchungen befasst.

Er war in den vergangenen Jahren auch als Anwalt des Gouverneurs des Bundesstaats New Jersey, Chris Christie, tätig. Christie war während des Wahlkampfs ein enger Verbündeter Trumps.(whr/sda/afp)

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