International
USA

FBI kritisiert Clinton in der E-Mail-Affäre scharf, aber eine Empfehlung zur Anklage: Nope, das dann doch nicht

«Uff». Hillary Clinton kann (vorerst) durchatmen.
«Uff». Hillary Clinton kann (vorerst) durchatmen.Bild: MIKE STONE/REUTERS

FBI kritisiert Clinton in der E-Mail-Affäre scharf, aber eine Empfehlung zur Anklage: Nope, das dann doch nicht

05.07.2016, 17:5505.07.2016, 19:16

Die amerikanische Bundespolizei FBI empfiehlt, keine Anklage gegen Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre zu erheben. Das sagte FBI-Direktor James Comey am Dienstag in Washington. Zugleich äusserte er aber scharfe Kritik am damaligen Verhalten Clintons.

FBI-Direktor James Comey: Kritik an Clintons Verhalten.
FBI-Direktor James Comey: Kritik an Clintons Verhalten.
Bild: Charles Rex Arbogast/AP/KEYSTONE

Die Entscheidung gilt als sehr wichtig für den weiteren Verlauf des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Im Fall einer Anklage hätte der Druck auf Clinton wachsen können, ihren Wahlkampf als Präsidentschaftskandidatin abzubrechen.

Clinton hatte als Aussenministerin auch dienstliche E-Mails über private Server abgewickelt, laut FBI sogar mehrere. Das FBI untersuchte, ob sie geheime Informationen verschickt oder empfangen hat.

«Keine einzige dieser E-Mails hätte auf einem privaten Server sein dürfen» sagte Comey. Jeder in einer verantwortlichen Position habe das wissen können und müssen.

Das letzte Wort hat nun die Justizministerin. Loretta Lynch, als Generalbundesanwältin für eine Anklage zuständig, hatte zuletzt ausdrücklich ihre Unabhängigkeit betont.

Hat das letzte Wort: Loretta Lynch.
Hat das letzte Wort: Loretta Lynch.
Bild: NANCY WIECHEC/REUTERS

Kein kriminelles Verhalten

Comey sagte, das Verhalten Clintons sei zwar von zutiefst besorgniserregender Sorglosigkeit gewesen. Das FBI sehe für kriminelles Verhalten aber keine Anhaltspunkte.

Clintons Verhalten stand im Mittelpunkt mehrerer Untersuchungen. Die des FBI war die schwerwiegendste. Sie war zuletzt am Samstag dreieinhalb Stunden vom FBI befragt worden. (sda/dpa)

Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern

1 / 23
Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern
Geboren wird Hillary (Zweite von links) 1947 in Chicago als Hillary Diane Rodham. Ihr Vater, Hugh Ellsworth Rodham, war Eigentümer einer mittelständischen Textildruckerei. Der Textilunternehmer war überzeugter Republikaner und hoffte stets, dass sein späterer Schwiegersohn und US-Präsident Bill Clinton die Partei wechseln würde.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
21 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
21
7 Mitte-Nationalräte schwenken um: AKW-Verbot könnte kippen – die Sonntagsnews
Sieben Mitte-Nationalräte wollen der Aufhebung des AKW-Neubauverbots in der Junisession zustimmen und das Seco verweigert die Herausgabe von Dokumenten zum Zollstreit mit den USA – die Sonntagsnews.
Sieben Mitte-Nationalräte wollen laut «SonntagsZeitung» der Aufhebung des AKW-Neubauverbots zustimmen. Eine Umfrage der Zeitung bei Nationalräten um Markus Ritter und Elisabeth Schneider-Schneiter habe ergeben, dass sie in der Junisession ein Ja planten. Zusammen mit SVP und FDP würde dies für eine knappe Mehrheit von 101 zu 99 Stimmen im Nationalrat reichen. Bei der SVP gelte eine geschlossene Zustimmung als sicher, während auch in der FDP von einer einheitlichen Unterstützung ausgegangen werde. Stimme der Nationalrat zu, wäre der Entscheid auf parlamentarischer Ebene gefällt, nachdem der Ständerat bereits zugestimmt habe. Das letzte Wort dürfte jedoch das Volk haben, da die Grünen ein Referendum angekündigt hatten. Damit stünde ein zentrales Element der Energiestrategie von 2017 zur Disposition. Innerhalb der Mitte-Partei dürfte dies für Spannungen sorgen, da der Atomausstieg massgeblich von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard geprägt wurde.
Zur Story