DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
File Photo: A general view shows a newly built section of the U.S.-Mexico border wall at Sunland Park, U.S. opposite the Mexican border city of Ciudad Juarez, Mexico, November 9, 2016. Picture taken from the Mexico side of the U.S.-Mexico border. REUTERS/Jose Luis Gonzalez/File Photo - RTX2XFWJ

Trump will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen – und hat dazu nun ein Dekret unterzeichnet. Bild: JOSE LUIS GONZALEZ/REUTERS

Mexiko reagiert auf Trumps Dekret: «Wir werden für die f***ing Mauer nicht zahlen»



Donald Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das den Bau der Mauer entlang der Grenze zu Mexiko ermöglichen soll. Er beginnt damit mit der Umsetzung eines seiner zentralen Versprechen, die er während seiner Wahlkampagne geäussert hat.

Die Washington Post soll von Quellen aus dem Weissen Haus zudem erfahren haben, dass weitere Beschlüsse auch auf Städte in Mexiko zielen, die sich bisher weigerten, bei der Rücknahme von illegalen Migranten Hand zu bieten. Sie könnten heute ebenso unterzeichnet werden.

Die Unterzeichnung des Dekrets zeichnete sich bereits früher am Tag ab. In einem Interview mit dem Fernsehsender «abc» bekräftigte Trump, die Mauer werde schon bald gebaut. Vorerst sollen US-Staatsgelder in deren Errichtung fliessen, später sollen Gelder aus Mexiko zurückfliessen, sagte er dem Sender am Mittwoch.

Mexiko werde für die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt aufkommen müssen – und zwar «zu 100 Prozent». Mexikos Regierung hat wiederholt betont, das Land werde keine Zahlungen für den Mauerbau leisten.

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

1 / 9
Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
quelle: x02883 / jorge duenes
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Bau laut Experten Geldverschwendung

Experten halten den Bau der Mauer, für dessen Ankündigung sich Trump im Wahlkampf immer wieder von seinen Anhängern hatte feiern lassen, für Geldverschwendung. In Gebirgsregionen und Wüsten entfalte sie praktisch keine Wirkung, dort sei sie aber besonders schwierig und nur unter erheblichen Kosten zu errichten.

Für die Umsetzung seines markantesten Wahlkampfversprechens veranschlagen Experten Kosten in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar. Die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten ist rund 3200 Kilometer lang. Ein Teil davon ist bereits heute mit Grenzzäunen und Sperranlagen gesichert. 

Hier die Fakten im Überblick:

Video: watson.ch/emilyengkent

Die Reaktion Mexikos

In einer Fernsehansprache kritisierte der mexikanische Staatschef Enrique Peña Nieto Trumps Anordnung scharf. «Mexiko glaubt nicht an Mauern», sagte er. «Ich habe es eins ums andere Mal gesagt: Mexiko wird nicht für die Mauer bezahlen.»

Margarita Zavala, die frühere First Lady und mögliche Präsidentschaftskandidatin schrieb auf Twitter: «Die Ankündigung der Mauer vor dem Besuch von Peña Nieto ist eine Beleidigung für Mexiko. Man sollte den Besuch überdenken.»

Laut der Nachrichtenagentur AP überlegt Peña Nieto, ob er die Reise zu Trump absagt. Der mexikanische Ex-Präsident Vicente Fox nahm zum wiederholten Mal kein Blatt vor den Mund. Er schrieb, dass Mexiko sicher nicht für die Mauer zahlen werde und installierte gleich einen neuen Hashtag: #FuckingWall. 

Andrés Manuel, der ehemalige Bürgermeister von Mexiko-Stadt, twitterte, die Mauer beleidige die Mexikaner und stehe im Widerspruch zur Freiheitsstatue. «Wir werden von internationale Gerichte ziehen.»

(cma/blu/sda/dpa/afp/reu)

Die besten Tweets von Trump – und es kommen laufend neue dazu

1 / 24
Bald gibt's mehr davon: Die besten Tweets von Trump
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Donald Trump will im August wieder ins Weisse Haus einziehen

Der Ex-Präsident ist überzeugt, dass im Bundesstaat Arizona der angebliche Wahlbetrug endgültig aufgedeckt wird.

Maggie Haberman ist eine der bekanntesten Politjournalistinnen in den USA. Vor der «New York Times» arbeitete sie für die Boulevard-Zeitung «New York Post». Damals berichtete sie regelmässig über Trump und seinen Clan. Daher gilt sie als eine der am besten informierten Journalisten in Sachen Trump.

Kürzlich hat Haberman folgenden Tweet veröffentlicht: «Trump hat einigen Leuten erzählt, dass er bis August wieder im Präsidenten-Amt sein werde.»

Die gleiche These verbreitet auch Sidney Powell, die …

Artikel lesen
Link zum Artikel