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Anti-death penalty supporter Randy Gardner, right, embraces Abraham Bonowitz, left, after they read on his phone the 11:45 p.m., decision to halt the execution in their taped off

Die verzweifelten Gegner der Todesstrafe fühlen sich machtlos, als sie die Nachricht der Hinrichtungen auf dem Smartphone erhalten.. Bild: AP/The Arkansas Democrat-Gazette

Serien-Exekution: Arkansas richtet zwei Häftlinge an einem Tag hin



Der US-Bundesstaat Arkansas hat am Montag zwei Häftlinge hingerichtet. Es ist das erste Mal seit 17 Jahren, dass in den USA zwei Todeskandidaten an einem Tag hingerichtet werden.

FILE - This undated file photo provided by the Arkansas Department of Correction shows death-row inmate Marcel Williams who is one of two Arkansas killers set to die Monday, April 24, 2017, in the nation's first double execution in more than 16 years. Williams was sent to death row for the 1994 rape and killing of 22-year-old Stacy Errickson, whom he kidnapped from a gas station in central Arkansas. (Arkansas Department of Correction via AP, File)

Der Todesstrafe nicht entkommen: Marcel Williams. Bild: AP/Arkansas Department of Correctio

Die beiden wegen Vergewaltigung und Mordes zum Tode verurteilten Männer Jack Jones und Marcel Williams seien durch Injektion einer Giftspritze getötet worden, teilte Generalstaatsanwältin Leslie Rutledge mit. Zuvor hatte das Oberste Gericht ein Gesuch auf Aufschub abgelehnt hatte.

Jack Jones war wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 34-jährigen Frau im Jahr 1995 zum Tode verurteilt worden. Jones habe seine «rechtmässige Strafe» erhalten, teilte Arkansas' Generalstaatsanwältin Leslie Rutledge mit. Die Familie seines Opfers habe schon zu lange auf Gerechtigkeit gewartet, und sie «bete darum, dass sie heute ihren Frieden finden wird».

FILE - This undated file photo provided by the Arkansas Department of Correction shows death-row inmate Jack Jones, who is one of two Arkansas killers set to die Monday, April 24, 2017, in the nation's first double execution in more than 16 years. Jones was given the death penalty for the 1995 rape and killing of Mary Phillips. (Arkansas Department of Correction via AP, File)

Ebenfalls hingerichtet: Häftling Jack Jones. Bild: AP/Arkansas Department of Correctio

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte ursprünglich bis Ende April acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die grösste Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet.

Vier der geplanten Exekutionen wurden aber inzwischen von Gerichten gestoppt. Ein erster Häftling war vergangene Woche per Giftspritze getötet worden, die letzte Hinrichtung ist für den 27. April geplant.

Weltweite Kritik

Das Vorhaben von Arkansas' Behörden sorgte weltweit für Kritik und Proteste. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte den US-Bundesstaat auf, die «Fliessband»-Hinrichtungen zu stoppen. Bei den Fällen der Todeskandidaten gebe es zahlreiche rechtliche Bedenken. Auch die EU protestierte gegen die geplanten Exekutionen.

In den USA werden die tödlichen Substanzen für die Giftspritzen knapp, weil sich viele europäische Pharmafirmen weigern, den US-Behörden Nachschub zu liefern. Midazolam steht bereits seit langem in der Kritik, weil es offenbar nicht stark genug ist, um Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden. (sda/afp)

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