DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

George W. Bush kritisiert Medienattacken seines Nachfolgers Trump

27.02.2017, 22:3828.02.2017, 06:17
Bush, der selber oft mit einem Grossteil der Medien im Zwist lag, sagte am Montag in einem Fernsehinterview, die freie Presse erfülle in der Demokratie eine «unverzichtbare» Rolle.
Bush, der selber oft mit einem Grossteil der Medien im Zwist lag, sagte am Montag in einem Fernsehinterview, die freie Presse erfülle in der Demokratie eine «unverzichtbare» Rolle.
Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Der frühere US-Präsident George W. Bush hat die vehementen Attacken seines Nachfolgers Donald Trump gegen die Medien scharf kritisiert. Bush, der selber oft mit einem Grossteil der Medien im Zwist lag, sagte am Montag in einem Fernsehinterview, die freie Presse erfülle in der Demokratie eine «unverzichtbare» Rolle.

Die Medien würden gebraucht, «um Leute wie mich zur Rechenschaft zu ziehen», sagte der unter anderem wegen der Irak-Invasion von 2003 hoch umstrittene Ex-Präsident im Sender NBC. Er ging damit auf deutliche Distanz zu Trump, der einen Grossteil der Medien als «Feinde des amerikanischen Volkes» gebrandmarkt hat.

Bush sagte, Macht könne «sehr süchtig» machen und eine «zersetzende» Wirkung haben. Deswegen sei es wichtig, dass die Medien solche Menschen zur Rechenschaft zögen, «die ihre Macht ausnutzen». Der frühere Präsident bezeichnete Trumps Medienattacken auch als kontraproduktiv für die Bemühungen der USA, weltweit die Demokratie und Pressefreiheit zu befördern.

Trump wirft einer Reihe von US-Medien vor, in der Berichterstattung über die Russland-Kontakte seines Teams absichtlich «Falschnachrichten» zu verbreiten. Enthüllungen über dubiose Telefonate von Trumps Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn mit dem russischen Botschafter hatten zu Flynns Rücktritt geführt.

Ausserdem berichteten US-Medien, dass Mitglieder des Trump-Teams während des Wahlkampfs Kontakte zu russischen Geheimdienstmitarbeitern unterhalten hätten. Russland wird von den US-Geheimdiensten beschuldigt, mit Hackerangriffen auf die Demokraten zugunsten von Trump im Wahlkampf interveniert zu haben. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Warum die US-Rechten die Militärs als neues Feindbild entdeckt haben

Ausgerechnet die Republikaner und Fox-News-Moderatoren pinkeln den Generälen ans Bein.

Stellt euch vor, der Chef der Schweizer Armee müsste sich vor einem Parlamentsausschuss rechtfertigen und würde dabei von Vertretern der SVP und der FDP aufs Übelste beschimpft, während gleichzeitig die «Weltwoche» ihn als «Verräter» bezeichnet und Andreas Glarner seinen Kopf fordert. Eher unwahrscheinlich, oder nicht? Schliesslich sind Konservative bekannt als die treuesten Verbündeten der Militärs.

In den USA stimmt diese scheinbar ewig gültige Regel offenbar nicht mehr. Nach den …

Artikel lesen
Link zum Artikel