International
USA

Weiterer Migranten-Konvoi aus Zentralamerika erreicht US-Grenze

Weiterer Migranten-Konvoi aus Zentralamerika erreicht US-Grenze

30.04.2018, 04:1630.04.2018, 04:56

Ein weiterer Konvoi mit Migranten aus zentralamerikanischen Ländern ist an der US-mexikanischen Grenze eingetroffen. Die Gruppe von mindestens 150 Personen erreichte am Sonntag die mexikanische Grenzstadt Tijuana.

Sie gehören zu einem Konvoi aus ehemals mehr als tausend Menschen, der sich Ende März auf den Weg von Mexikos Südgrenze Richtung USA gemacht hatte, sich seither aber zerstreute.

«Wir müssen weiterhin um Asyl bitten und hoffen, dass die US-Regierung die Tore öffnet», sagte die 52-jährige Reyna Isabel Rodríguez, die mit zwei Enkelkindern aus El Salvador kam.

Rund 30 der Migranten kletterten den Grenzzaun empor und skandierten Slogans über die Schwierigkeiten von Flüchtlingen. «Wir wollen dem Präsidenten der USA sagen, dass wir keine Kriminellen und keine Terroristen sind, dass er uns die Möglichkeit gibt, ohne Angst zu leben», sagte Irineo Mujica von der Menschenrechtsgruppe «Menschen ohne Grenzen», welche den Konvoi organisierte. Auf der US-Seite waren Grenzbeamte zu sehen, welche die Migranten beobachteten.

Scharfe Warnung von US-Seite

Medienberichte über den ursprünglichen Konvoi hatten scharfe Reaktionen von US-Präsident Donald Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter ausgelöst, der tausende Soldaten der Nationalgarde an die Grenze beorderte, um illegale Einwanderer zu stoppen. Als die Aktion sich zu einem diplomatischen Konflikt zwischen Mexiko und den USA ausweitete, wurde sie von Menschen ohne Grenzen gestoppt. Rund 600 Migranten setzten ihre Reise jedoch mehr oder weniger geschlossen mit Bussen oder Zügen fort. Bereits am Dienstag war ein Konvoi mit rund hundert Migranten in der mexikanischen Grenzstadt Mexicali eingetroffen.

Das US-Heimatschutzministerium richtete eine scharfe Warnung an die Flüchtlinge; Washington drohte, die Migranten im Falle eines Grenzübertritts festnehmen zu lassen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die Ukraine schlägt zurück: «Das hat man seit zwei Jahren nicht mehr gesehen»
Die russische Armee hat ihren früheren Angriffsschwung verloren, sagen Experten. Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht für die Ukraine.
Im Schatten von Donald Trumps Iran-Krieg geschieht in der Ukraine Dramatisches. Die Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA beantwortet Kiew mit einer beispiellosen Luftoffensive gegen die Öl-Industrie im Raum St. Petersburg – rund 1000 Kilometer von der eigenen Grenze entfernt.
Zur Story