DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Maskierte versuchten in Göteborg eine Synagoge anzuzünden. 
Maskierte versuchten in Göteborg eine Synagoge anzuzünden. symbolBild: KEYSTONE

Trump als Auslöser? Maskierte verüben Brandanschlag auf schwedische Synagoge

10.12.2017, 06:40

Auf eine Synagoge in der zweitgrössten schwedischen Stadt Göteborg ist ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte warfen einen brennenden Gegenstand auf das Haus, es kam aber nicht zu einem Brand, wie ein Polizei-Sprecher der schwedischen Nachrichtenagentur TT sagte.

Die jüdische Gemeinde teilte auf ihrer Internetseite mit, eine Gruppe maskierter Leute habe am späten Samstagabend brennende Gegenstände in den Hof der Synagoge geworfen. Das Ausmass der Schäden sei noch nicht bekannt, verletzt worden sei niemand. Augenzeugen sagten örtlichen Medien, es habe sich um Molotowcocktails gehandelt, was die Polizei nicht bestätigte.

Zum Zeitpunkt der Tat hielten sich rund 20 Jugendliche in einem angrenzenden Raum auf. Sie flüchteten in den Keller, bevor sie das Gebäude sicher verlassen konnten.

Trumps Jerusalem-Entscheid als Auslöser? 

Der Vertreter der jüdischen Gemeinde, Allan Stutzinsky, brachte den Vorfall mit der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels in Verbindung. «Die Ereignisse der vergangenen Tage zwischen Trump und Israel und die Spannungen zwischen Israel und Palästina - solche Sachen führen immer zu grösseren Bedrohungen», sagte er der Tageszeitung «GT».

«Trumps Entscheid hilft vor allem den Extremisten»

Video: srf

Am Mittwoch hatte Trump Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkannt und angekündigt, die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Dies führte zu Empörung in der arabischen Welt und zu scharfen Protesten auf palästinensischer Seite. Auch im schwedischen Malmö gab es Proteste gegen die Entscheidung Trumps. Laut TT wurden in Schweden landesweit die Sicherheitsvorkehrungen vor Synagogen verschärft. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Joe "Ich schlug die Sozialisten" Biden
10.12.2017 10:33registriert Juli 2017
So weit sind wir nun. Man richtet den Finger auf Donald Trump, statt auf die dummen Faschos die gerade versuchten Menschen zu töten.
1087
Melden
Zum Kommentar
avatar
Donald
10.12.2017 09:21registriert Januar 2014
Warum soll Trump Schuld sein, wenn Leute in Schweden eine Straftat begehen? Die Medien sollten sich ihrer Verantwortung auch bewusst werden!
853
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ökonometriker
10.12.2017 09:08registriert Januar 2017
Es gibt keine Entschuldigung für Gewalt. Schon gar nicht irgendwelche Entscheidungen in Ländern die tausende von Kilometern entfernt liegen. Ich bin enttäuscht, dass Watson überhaupt solche Vermutungen anstellt.

Juden sind nicht weniger schützenswert wie Muslime. Wenn jemand einen Anschlag auf eine Moschee verübt, würdet ihr auch nicht gleich die letzte Menschenrechtsverletzung eines muslimischen Landes oder den letzten Terroranschlag als Auslöser nennen.
705
Melden
Zum Kommentar
12
Wegen geplatztem Twitter-Deal: Elon Musk verkauft Millionen Tesla-Aktien
Unternehmer Elon Musk hat sich von Tesla-Aktien im Wert von rund sieben Milliarden US-Dollar getrennt. Damit will er einem möglichen Notverkauf zuvorkommen.

Im Zusammenhang mit dem Übernahmestreit mit Twitter hat der US-Milliardär Elon Musk von seinem Elektroautokonzern Tesla Aktien im Wert von fast sieben Milliarden US-Dollar verkauft. Wie aus Dokumenten hervorgeht, die von der US-Börsenaufsicht veröffentlicht wurden, verkaufte Musk in den vergangenen Tagen rund 7.9 Millionen Tesla-Aktien.

Zur Story