International
Wintersport

Lawine verschüttet im Südtirol mehrere Skifahrer

Lawine verschüttet in Südtirol mehrere Personen

21.03.2026, 16:1021.03.2026, 16:22

Bei einem Lawinenunglück in Südtirol sind mindestens zwei Skifahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der italienischen Bergwacht wurden gegen Mittag etwa zwei Dutzend Tourengeher an der 2669 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings von den Schneemassen erfasst. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Fünf Skifahrer wurden verletzt. Einer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden.

Die Lawine löste sich gegen 11.40 Uhr in hochalpinem Gelände auf einer Höhe von etwa 2450 Metern. Von den zwei Dutzend Skifahrern, die sich an dem betroffenen Hang befanden, wurden die meisten nur leicht erfasst. Etwa zehn wurden jedoch mitgerissen. Zur Identität der Toten machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben. Mehrere der Skifahrer hatten Ortungsgeräte bei sich, die die Suche bei Lawinenunglücken erheblich erleichtern.

In den italienischen Alpen kam es in diesem Winter bereits mehrfach zu Lawinenunglücken mit Toten und Verletzten. Die Rettungskräfte waren mit mehr als 60 Helfern und auch mehreren Hubschraubern im Einsatz. Mehrere Krankenhäuser in der Umgebung wurden in Alarmbereitschaft versetzt, auch die Klinik im österreichischen Innsbruck.

Ungewöhnlich viele Lawinen diesen Winter

Damit kamen in Europas Gebirgen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 127 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit jetzt 34 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus den aktuellen Zahlen sowie einer Übersicht des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.

Die Statistik enthält Todesfälle seit dem 1. Oktober - vor allem in den Alpen, aber auch in anderen Gebirgen wie beispielsweise den Karpaten weiter östlich. Die Wintersaison gilt noch nicht als beendet. Fest steht jedoch bereits, dass die Zahl der Todesopfer 2025/26 ungewöhnlich hoch ist. Im vergangenen Jahrzehnt gab es in Europa nur einen Winter, in dem noch mehr Menschen durch Lawinen ums Leben kamen: 2017/18 wurden 147 Todesopfer verzeichnet.

Als einer der Gründe wird von Experten der Klimawandel genannt. Demnach verändern sich die traditionellen saisonalen Rhythmen durch höhere Temperaturen, weshalb der Schnee nicht mehr so fest ist. Ausserdem gebe es stärkere Winde, so dass sich gefährlicher «Treibschnee» ansammelt, heisst es. Besonders betroffen sind Regionen in Italien, im südlichen Teil der Alpen. Hinzu kommt, dass Skitouren und Abfahrten ausserhalb der präparierten Pisten seit einiger Zeit beliebter werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Lawinenwinter1999
1 / 22
Lawinenwinter1999
Eine Lawine hat ein Restaurant am oberen Dorfrand von Wengen erfasst und zerstört. Das Besitzerehepaar konnte nur noch tot geborgen werden.
quelle: keystone / edi engeler
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kurz vor Zermatt: Lawinengang im Wallis
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Stadt Zürich gibt Benin-Raubkunst an Nigeria zurück
Die Stadt Zürich informiert heute über die Rückgabe von elf Objekten aus der Sammlung des Museums Rietberg. Ein Teil der Werke aus dem ehemaligen Königreich Benin bleibt dem Museum jedoch als Leihgabe erhalten.
Im Februar 1897 fielen rund 1200 Soldaten des Britischen Empires in die Stadt Benin an der Westküste Afrikas ein und brannten sie nieder. Dabei plünderten sie tausende Skulpturen, Gedenktafeln und Elfenbeinschnitzereien aus dem ehemaligen Königreich, welches sich heute zum grössten Teil auf nigerianischem Boden befindet. Die Kunstwerke, welche in der Folge als Benin-Bronzen bekannt wurden, gelangten durch die Hände der Kolonialherren in Museen und Sammlungen weltweit, wo sie heute noch ausgestellt sind, auch in der Schweiz.
Zur Story