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Fusion der Multis vom Tisch: Kraft Heinz zieht Offerte für Unilever zurück



Der US-Ketchup-Hersteller Kraft Heinz gibt die geplante 143-Milliarden-Dollar-Übernahme des Rivalen Unilever überraschend wieder auf. Beide Konzerne erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung am Sonntagabend, Kraft ziehe seine Pläne zurück.

epa04678601 A undated composite handout image provided by the Heinz company (top) showing their logo and a handout image provided by Kraft Foods (bottom) of the company logo. Ketchup maker HJ Heinz and Kraft Foods said 25 March 2015 they will merge in a deal that brings together some of the biggest names in US pantries and creates the third-largest North American food and beverage company. The new entity will be known as the Kraft Heinz Company and with estimated revenues of 28 billion dollars will be the fifth largest global food company. Investor Warren Buffett and private equity firm 3G, which own Heinz, will hold 51 per cent of the new venture, while Kraft shareholders will receive 49 per cent and a cash dividend of 10 billion dollars.  EPA/HJ HEINZ / KRAFT FOODS / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Kein Hunger mehr auf Unilever: Die Fusion mit Kraft Heinz ist vom Tisch. Bild: EPA/HJ HEINZ / KRAFT FOODS

Ein Grund dafür wurde zunächst nicht genannt. Insider erklärten aber, Kraft sehe den Deal als nicht mehr verhandelbar an, da das Vorhaben bereits in einem in einem frühen Stadium bekannt geworden sei.

Am Aktienmarkt hatte es am Freitag Gerüchte über die Pläne gegeben. Darauf war Kraft durch die britischen Übernahme-Regeln zu einer Veröffentlichung des Vorhabens gezwungen gewesen. Die britisch-niederländische Unilever hatte die Offerte des deutlich kleineren Rivalen umgehend als zu niedrig zurückgewiesen.

Eine Fusion beider Firmen mit Marken wie Philadelphia-Frischkäse, Weight Watchers, Knorr, Lipton und Dove wäre eine der grössten Übernahmen in der Wirtschaftsgeschichte gewesen. Entstanden wäre ein Konsumgüter-Gigant mit einem Umsatz von gut 82 Mrd. Dollar, der nahe an den Schweizer Weltmarktführer Nestlé mit 89 Mrd. Dollar herangerückt wäre.

Lebensmittelbranche im Umbruch

Als treibende Kraft hinter dem Vorhaben waren am Freitag Investoren vermutet worden, die die US-Lebensmittelbranche bereits seit Jahren umpflügen. Hinter Kraft stehen der Milliardär Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway sowie der Finanzinvestor 3G Capital.

Unilever hatten neben einer zu niedrigen Offerte auch von strategischen Gründen gesprochen, die gegen eine Übernahme sprächen. Daher sehe Unilever keine Grundlage für weitere Gespräche, hatte es geheissen. Kraft hatte indes erklärt, man freue sich, eine Einigung über die Bedingungen einer Übernahme zu erreichen.

Die Lebensmittelbranche ist seit Jahren im Umbruch - vor allem in den USA: Kraft Heinz war selbst erst 2015 aus der Fusion des Ketchup-Herstellers Heinz mit dem Philadelphia-Produzenten Kraft hervorgegangen. Mitgemischt hatte bereits damals der Finanzinvestor 3G. (sda/reu)

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