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30 Jahre Haft: Das droht Huaweis Finanzchefin 



Der festgenommenen Finanzchefin des chinesischen Tech-Konzerns Huawei, Meng Wanzhou, droht wegen Betrugsvorwürfen eine lange Haftstrafe in den USA. Die Ermittler beschuldigten die Managerin, über eine Firma namens Skycom Geschäfte mit dem Iran gemacht zu haben.

In this courtroom sketch, Meng Wanzhou, right, the chief financial officer of Huawei Technologies, sits beside a translator during a bail hearing at British Columbia Supreme Court in Vancouver, on Friday, Dec.  7, 2018.  Meng faces extradition to the U.S. on charges of trying to evade U.S. sanctions on Iran. She appeared in a Vancouver court Friday to seek bail.  (Jane Wolsak/The Canadian Press via AP)

Meng Wanzhou im Gerichtssaal. Bild: AP/The Canadian Press

Damit sei Sanktionsrecht verletzt worden, sagte ein Vertreter der kanadischen Staatsanwaltschaft am Freitag bei einer Anhörung in Vancouver. Bei dem Gerichtstermin wurde ein Kautionsantrag Mengs verhandelt. Es kam jedoch zu keinem Entscheid. Nach fast sechs Stunden vertagte das Gericht die Anhörung auf Montag. Um 10:00 Uhr (19:00 Uhr MEZ) soll die Anhörung fortgesetzt werden.

Die 46-Jährige soll laut Anklage bewusst die Geschäftsbeziehung zwischen Huawei und der in Hongkong ansässigen Firma Skycom verschleiert haben. Skycom habe trotz eines Handelsembargos der EU und der USA zwischen 2009 und 2014 Geschäfte mit einem iranischen Telekom-Anbieter gemacht.

Meng habe Banken zudem verschwiegen, dass es sich bei Skycom de facto um eine Huawei-Tochter handelte. Ihr drohten bei einer Verurteilung 30 Jahre Haft wegen «Verschwörung zum Betrug von Finanzinstitutionen», hiess es vom Staatsanwalt.

Informationssperre aufgehoben

Die Huawei-Managerin, die zugleich stellvertretende Konzernchefin und Tochter des Konzerngründers Ren Zhengfei ist, war am vergangenen Samstag auf Betreiben der amerikanischen Behörden in Kanada festgenommen worden.

Die konkreten Vorwürfe gegen sie waren bisher unklar, weil es eine Informationssperre gab. Diese wurde jedoch inzwischen aufgehoben. Bei der Anhörung ging es um die Frage, ob Meng gegen Kaution vorerst wieder auf freien Fuss kommen kann.

Die Staatsanwaltschaft drängte das Gericht, den Antrag Mengs abzulehnen. Huaweis Finanzchefin habe die Mittel zur Verfügung, eine Flucht nach China zu arrangieren, das kein Auslieferungsabkommen mit den USA habe.

Mengs Verteidiger David Martin sagte, niemandem sollte aufgrund seines Reichtums die Kaution verwehrt werden. Meng stehe als Prominente im öffentlichen Fokus und werde ihren Vater, ihren Konzern und ihr Heimatland China nicht durch einen Bruch der Kautionsbedingungen in Verruf bringen.

China in Rage

An den Finanzmärkten hatte der Vorfall Sorgen wegen einer erneuten Eskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA ausgelöst und zeitweise zu starken Kursverlusten geführt. Peking hatte mit einer wütenden Protestnote auf die Festnahme Mengs reagiert und ihre Freilassung gefordert.

Die chinesische Botschaft in Kanada verlangte sowohl von Kanada als auch von den USA, ihr «Fehlverhalten sofort zu korrigieren» und Mengs persönliche Freiheit wiederherzustellen. Man werde «alle Massnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Bürgerin entschlossen zu schützen».

Nach Darstellung der US-Regierung belastet die Huawei-Affäre die Verhandlungen im Handelsstreit jedoch nicht. «Die China-Gespräche laufen gut!», twitterte US-Präsident Donald Trump am Freitagmorgen. Sein oberster Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte im US-Sender CNBC, die Verhaftung sei kein Hindernis in den Gesprächen mit China. Die beiden weltgrössten Volkswirtschaften liegen seit Monaten wegen Handelsfragen im Clinch. Kurz vor Mengs Festnahme hatten sie aber einen 90-tägigen Burgfrieden vereinbart, um weitere Eskalationen vorerst zu vermeiden. (sda/dpa/reu)

So kauft sich China Freunde in Afrika

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Video: srf

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15
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    Alle Leser-Kommentare
  • Imnon 09.12.2018 21:02
  • Abraham Colombo 09.12.2018 11:39
    Highlight Highlight We're all living in Amerika,
    Amerika ist wunderbar.
    Wenn getanzt wird, will ich führen.
  • dmark 08.12.2018 12:49
    Highlight Highlight Es erschreckt mich ungemein, was sich die VSA da nun heraus nehmen. Weil jemand nicht auf deren Linie mit schwimmt, wird diese Person in einem Drittstaat festgesetzt, ausgeliefert und verurteilt?
    Da wünsche ich mir, dass China nun hart bleiben wird und entsprechende Massnahmen ergreift, um dieser Willkür Einhalt zu gewähren.
    Umgekehrt würden die Amis wohl eine Eingreiftruppe schicken und ihren Staatsbürger aus dem Land holen...
  • Gummibär 08.12.2018 11:43
    Highlight Highlight In Kürze wird in China ein amerikanischer Missionar wegen Volksverhetzung festgenommen und zu lebenslänglicher Haft verurteilt.
    D.Trump darf dann Frau Sabrina Weng Wanzhou begnadigen und Kamera-wirksam gegen den Missionar austauschen.
    In der Zwischenzeit wird an der IRAN-Pakistan-China Pipeline weiter gebaut und an der Iran-Turkmenistan-Kazakhstan-China Pipeline weiter geplant.
    Indien und China beziehen zur Zeit monatlich etwa 15-18 Tankerladungen Erdöl aus dem Iran.
  • Elsässer 08.12.2018 10:16
    Highlight Highlight Willkommen in der USA dominierten Welt. Wacht auf. Die USA haben schon immer ihr lokales Recht möglichst weltweit angewendet.
    So wurde eine russische Firma wegen Schmiergeldzahlungen in Russland in den USA angeklagt, nur weil die Zahlung in US Dollar erfolgt war. Dies genūgt den amerikanischen Richtern um eine US Zuständigkeit zu begrūnden.
    • Gähn 09.12.2018 10:16
      Highlight Highlight Es heißt ja nicht umsonst "Weltpolizei Amerika".
  • Zwerg Zwack 08.12.2018 08:14
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, warum wegen eines Handelsembargos der USA und der EU eine Firma aus China keine Geschäfte mit dem Iran machen darf?
    • Magnum44 08.12.2018 08:37
      Highlight Highlight Weil das US Recht so vorsieht.
    • Ökonometriker 08.12.2018 09:57
      Highlight Highlight Die Firma aus China darf durchaus mit dem Iran Geschäften. Sie darf aber nicht zeitgleich auch in den USA oder der EU geschäften.
      Da dies über rechtliche Konstrukte umgangen werden kann, gilt diese Regelung auch für die verbundene Firmen der betroffenen Unternehmen.

      Das geht dann so weit, dass man als z.B. schweizerisches Unternehmen nicht einmal Geld aus dem Iran erhalten kann, da fast alle Banken in der EU oder den USA Niederlassungen haben. Die EU hat aber inzwischen ihre Sanktionen gegen den Iran grösstenteils aufgehoben, heute ist es nicht mehr so strikt wie noch vor 5 Jahren.
    • Sleepless71 08.12.2018 14:26
      Highlight Highlight Das Frage ich mich auch, wenn ich den Artikel lese. Leider finde ich aber wie Zwerg Zwack keine Antwort.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 08.12.2018 07:14
    Highlight Highlight Meanwhile : Huawei in 18 Afrikanischen Ländern, während die Amerikaner ihren Nabel betrachten
    Algeria Telecom
    Orascom,Vodafone,Etisalat ,Mobinil Aegypten
    Libyana
    Maroc Telecom
    Orange Divona,Tunesien
    Vodacom,Telkom, MTN, Cell C,South Africa
    Unitel,Movicel,MSTelcom,Telecom,Angola
    MTC,Namibia
    Safaricom,Orange/Telkom,Essar,CCK,Airtel,Kenya
    Starcomms,Benin
    Etisalat,Burkina Faso
    MTN,Etisalat,Côte d’Ivoire
    MTN Ghana
    Lonestar,Liberia
    MTN,Glo Mobile,Starcomms,Multi-Links,Nigeria
    Camtel, MTN Cameroon,Kamerun
    Etisalat, Zentralafrika

  • Militia 08.12.2018 06:54
    Highlight Highlight Die USA erlassen aufgrund ihrer geopolitischen Agenda Sanktionen gegen den Iran und wenn jemand diese nicht mitträgt wird er gnadenlos festgesetzt. Dass man dies im eigenen Land tun kann mag ja noch gehen. Aber dass man Staatsbürger eines anderen Staates aufgrund solcher Repressalien verhaften und anklagen kann ist ein Skandal. Dass ein Drittstaat wie Kanada da mitmacht ist schlicht und einfach Staatsterror. Unglaublich, wie Trump in zwei Jahren die Welt aus den Angeln gerissen hat. Wäre ich Verschwörunhstheoretiker könnte man glatt meinen er sei der Antichrist... ;)
    • Uli404 08.12.2018 10:01
      Highlight Highlight Die USA ist das Problem nicht Trump.
    • Walser 09.12.2018 09:02
      Highlight Highlight Da würden noch viele andere Länder auch mitmachen. Geld regiert die Welt. Die USA können sehr vielen Ländern auf diesem Planeten den Hahn zudrehen wenn sie wollen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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