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Ein russischer Superdiscounter will in Europa Fuss fassen. Bild: screenshot facebook/mere.romania

Billiger als Aldi und Lidl: Russischer Superdiscounter will Europa erobern



Der Begriff «Torgservis» dürfte hierzuland den wenigsten geläufig sein. Es handelt sich hierbei um einen Superdiscounter aus Russland, der heute in Leipzig unter dem Namen «Mere» seine erste deutsche Filiale eröffnet. 

Das Unternehmen unterhält zur Zeit rund 928 Läden in Osteuropa und Asien. In Deutschland sollen mehr als 100 Standorte entstehen. Laut dem «Blick» gibt es bereits weitere Expansionspläne nach Polen und Aserbaidschan. 

Billiger als Konkurrenz

Mere setzt hauptsächlich auf Lebensmittel – und will diese 20 Prozent billiger als die Konkurrenz anbieten. «Jeden Tag nur Tiefstpreise», lautet das Motto auf der Homepage.

Billig kommt nicht nur der Preis, sondern auch die Einrichtung daher. So gibt es keine Regale und die gesamte Einrichtung ist bereits gebraucht. Kunden bedienen sich von Paletten, Hochregalen und aus Kartons. Einige Filialen in Russland sollen sogar ungeheizt sein. 

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So sieht eine Filiale in Rumänien aus.  Bild: screenshot facebook/mere.romania

Doch stellt sich die Frage: Funktioniert dieses Konzept in Mitteleuropa?

Zweifel am Erfolg

Medien zweifeln, ob das Unternehmenn in Deutschland Fuss fassen wird. So seien die Lebensmittelgesetze und Anforderungen an die Lebensmittelqualität deutlich höher als in Russland. Und tatsächlich wurde die Eröffnung in Leipzig wegen verschiedenen Problemen immer wieder verschoben. 

Ein Experte sagt gegenüber dem «Stern», dass das Konzept mit nur 100 Filialen nicht erfolgreich sein könne. Torgservis bräuchte deutlich mehr Läden und eine riesige Nachfrage, um mit Händlern Preisverhandlungen zu führen. 

Laut dem «Blick» sieht ein anderer Experte aber durchaus reelle Chancen, dass sich der russische Superdiscounter in Deutschland zu etablieren vermag. Da Aldi und Lidl sich von ihrer ursprünglichen Billig-Strategie abgewandt hätten, sei das Preisversprechen von Torgservis einhaltbar. Allerdings könnte es auch zu einem Preiskrieg mit den bereits etablierten Discountern kommen. 

Familienunternehmen aus Sibirien

Angefangen hat alles vor rund 25 Jahren. Die Mutter der Familie Schnajders gründete mit ihren zwei Söhnen in Sibirien einen Alkoholvertrieb. 2009 stiegen sie ins Lebensmittelgeschäft ein und weiteten ihr Geschäft nach China, Kasachstan, Rumänien, Weissrussland und Polen aus. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf knapp 1.5 Milliarden Franken. 

Es bleibt abzuwarten, ob sich das russische Unternehmen in Deutschland etablieren kann. In der Schweiz sind bislang noch keine Filialen geplant, wie der «Blick» berichtet. (vom)

Das wird bei der Migros günstiger:

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Onkel Jenny
29.01.2019 06:05registriert April 2017
Geiz ist geil...
Nicht!
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Menel
29.01.2019 07:28registriert February 2015
Also sparen sie das Geld vor allem bei der nicht vorhandenen Einrichtung und den Heizkosten ein? Einkaufen wie auf dem Markt; die müssen eine tolle Ökobilanz haben 😊
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Karoon
29.01.2019 07:35registriert November 2015
Jede/r soll selber entscheiden, ob sie/er dort einkaufen will. Ob die Kette letztlich in die Schweiz kommt, ist nicht so wichtig. Wichtig ist aber, dass die Platzhirsche Coop und Migros neben Aldi und Lidl weiter Konkurrenz bekommen. Denn die aggressive Expansionsstrategie, die überflüssigen Plastikspielzeuge an der Kasse und die hohen Preise haben nicht mehr viel mit dem Genossenschaftssystem zu tun, das sich die beiden Grossverteiler und faktischen Duopolisten gerne auf die Fahne schreiben. Aber ich weiss: Coop/Migros zu kritisieren, ist in der Schweiz eine Erbsünde. Deshalb: Blitzer ahoi.
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