Die gesamten 50'000 beschlagnahmten Bitcoins stammen vom ehemaligen Hauptbetreiber der illegalen Streamingplattform Movie2k, auf der bis 2013 illegal «Raubkopien» von Filmen konsumiert werden konnten.
Der Beschuldigte wurde seit 2019 per Haftbefehl gesucht, konnte aber erst im Mai des letzten Jahres verhaftet werden. Anschliessend sass er bis Januar 2024 in Dresden in Untersuchungshaft. Als er der Dresdener Staatsanwaltschaft sein Bitcoin-Vermögen im Wert von 3 Milliarden Euro übergab, kam er auf freien Fuss.
Das Deutsche Bundeskriminalamt besitzt damit eines der weltweit grössten Bitcoin-Wallets. Es bleibt aber offen, wie lange dies so bleiben wird. Denn seit fast zwei Wochen schrumpft die Anzahl der Bitcoins im Wallet kontinuierlich. Von ursprünglich 50'000 Bitcoins wurden bereits fast 4'000 Bitcoins im Wert von etwa 250 Millionen Euro liquidiert.
Besonders freuen kann sich darüber das deutsche Bundesland Sachsen, da es voraussichtlich den gesamten Erlös aus dem Verkauf der Bitcoins erhalten wird. Sachsen hat ein Jahresbudget von ungefähr 30 Milliarden Euro. Die 3 Milliarden, die theoretisch aus den Bitcoin-Verkäufen erwirtschaftet werden könnten, würden das Jahresbudget also um gut zehn Prozent steigern. Es ist unklar, wofür das Bundesland den Geldsegen verwenden wird. Eine Möglichkeit wäre jedoch, damit auf einen Schlag die Hälfte der gesamten Landesschulden von 6 Milliarden Euro zu tilgen.
Bereits 2020 wurden im Zusammenhang mit der Streamingplattform Movie2k im Bundesland Sachsen Bitcoins beschlagnahmt. Damals wurde mit einem ähnlichen Muster der ehemalige Programmierer der Plattform aus der Untersuchungshaft entlassen, als er der Generalstaatsanwaltschaft sein Kryptowährung-Wallet überliess. Er wurde anschliessend zu einer geringen Bewährungsstrafe verurteilt.
Die grosse Menge Bitcoins, die durch den Verkauf auf den Markt kommen werden, dürften wohl den Kurs der Kryptowährung zumindest vorübergehend drücken. So erklärte der Wirtschaftsprofessor Nils Urbach von der Frankfurt University of Applied Sciences gegenüber dem Magazin «Stern», dass die Transaktionen ein Volumen besässen, das im täglichen Handel definitiv einen Unterschied machen könne. Die Volatilität des Kurses zeigt sich auch in der Wertentwicklung der 50'000 Bitcoins seit der Beschlagnahmung im Januar. Während das Krypto-Wallet zu Beginn «nur» 2 Milliarden Euro wert war, stieg der Gesamtwert zwischenzeitlich auf gut 3,5 Milliarden Euro, um anschliessend wieder auf 3 Milliarden zu sinken.
- Geld vor Strafe schützt
- Güter vom Staat verkauft werden, um sich selber zu bereichern, währenddessen die Geschädigten leer ausgehen
- Ansonsten der Staat immer gegen Bitcoin ist, ausser wenn es halt grad selber Geld bringt
- Weil movie2k nicht direkt Bitcoin eingebracht hat sondern diese gemäss Anklage vermutlich zur Geldwäsche verwendet wurde
- 3 Milliarden nur 10% der jährlichen Ausgaben sind - was machen die da drüben genau??