International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gewerkschafter und «Gelbwesten» demonstrieren gegen «soziale Not»



epa07345631 Protestors attend a nationwide general strike in Montpellier, France, 05 February 2019. French labor union General Confederation of Labor (CGT) called for a nationwide general strike in the public and private sector in support of the 'yellow vest' (gilet jaunes) movement.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Bild: EPA/EPA

Zehntausende Menschen sind in Frankreich einem Aufruf der Gewerkschaft CGT zu einem Aktionstag gegen «soziale Not» gefolgt. Den Protesten der Gewerkschafter mit ihren roten Westen schlossen sich am Dienstag in Paris und anderswo auch Vertreter der «Gelbwesten» an.

Sie standen den Gewerkschaften bisher skeptisch gegenüber. In Paris gingen mehrere tausend Menschen auf die Strasse. Die Demonstranten forderten höhere Löhne und eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die unter Präsident Emmanuel Macron weitgehend abgeschafft worden war. Der Eiffelturm blieb für Touristen geschlossen, da sich Mitarbeiter an der Kundgebung beteiligten.

In Marseille im Süden des Landes zählte die Präfektur rund 5200 Demonstranten, in Lyon in Ostfrankreich beteiligten sich 4300 Menschen. Auch in Strassburg, Caen, Le Havre, Clermont-Ferrand, Tours und anderen Städten gab es grössere Kundgebungen.

Die Forderungen der Gelbwesten

abspielen

Video: srf/SDA SRF

CGT-Chef Philippe Martinez sprach von einem Erfolg. «Hier sind viele 'Gelbwesten', und das ist gut so», betonte er. «Bis auf die Farbe der Westen sehe ich nicht viele Unterschiede.» Die CGT fordert höhere Löhne und die Streichung öffentlicher Hilfen für die Unternehmen.

Dem Appell hatten sich auch mehrere andere Gewerkschaften und die Linkspartei La France Insoumise (Das unbeugsame Frankreich) angeschlossen. Auch Studenten und Mitglieder des globalisierungskritischen Netzwerks Attac beteiligten sich.

Die «Gelbwesten»-Bewegung konnte mit ihrem Ruf nach einem Rücktritt Macrons zuletzt mehr Demonstranten mobilisieren als die Gewerkschaften. Am vergangenen Samstag waren landesweit fast 60'000 Menschen ihrem Aufruf gefolgt. Allerdings ist die Beteiligung rückläufig: Zum Start der Protestbewegung waren es Mitte November noch mehr als 280'000 gewesen. (aeg/sda/afp)

60% der Radarfallen in Frankreich sind zerstört

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Gelbe Westen – Gilets Jaunes – Proteste in Frankreich

Was wollen die «gilets jaunes»? Wir haben sie in Paris gefragt

Link zum Artikel

«Die Franzosen wollen Revolutionen, verhalten sich dann aber konservativ»

Link zum Artikel

Die gelbe Wut: Das passiert gerade in Paris

Link zum Artikel

Macron und Frankreichs Regierung beraten über Krise – «Gelbwesten» machen weiter

Link zum Artikel

Massenproteste in Frankreich eskalieren – darum sind die Franzosen wütend auf Macron

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nach gang 05.02.2019 19:47
    Highlight Highlight Da braut sich etwas zusammen. Eine Lawine der Unzufriedenheit. Alle denen etwas genommen oder gestrichen wurde. Alle die aus irgendeinem Grund unzufrieden sind schließen sich einer um der andere denn Protesten an.
    Am Ende ist es ein Tsunami der Unzufriedenheit.
    Kaufkraftverlust oder mit anderen Worten Inflation ist eine der Haupttreibfedern des Protestes.
    Mit vielen Jahren der Verzögerung wird sichtbar was als Folge der Finanzkrise, der Bankenrettung von 2007 prognostiziert wurde. Es scheint als ob die sich anbahnende Krise den Pessimisten der letzten Dekade, recht geben würde.

Was denkst du – hat Google 2018 mehr Strafen oder Steuern bezahlt?

Okay, das war einfach: Googles Mutterkonzern Alphabet hat im vergangenen Jahr tatsächlich mehr Geld durch Strafen verloren als Steuern gezahlt. Aber wie kann das sein?

Insgesamt war 2018 wieder ein gutes Jahr für Alphabet, dem Mutterkonzern von Google. Laut dem Geschäftsbericht konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 23 Prozent auf 136.8 Milliarden US-Dollar steigern. Der Nettogewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt. Kurioserweise zahlte der Konzern dennoch deutlich weniger Steuern. Statt 14.5 Milliarden Dollar wurden bei der Einkommenssteuer nur 4.2 Milliarden Dollar fällig.

Das britische Magazin «Computing» stellt diese Summe den Strafen …

Artikel lesen
Link zum Artikel