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In Amsterdam steht die erste Stahlbrücke, die aus dem 3D-Drucker stammt

A steel 3D-printed pedestrian bridge spans a canal in the heart of the red light district in Amsterdam, Netherlands, Thursday, July 15, 2021. The distinctive flowing lines of the 12-meter (40-foot) br ...
Die neue Fussgängerbrücke in Amsterdam steht mitten im Rotlichtviertel.Bild: keystone

In Amsterdam steht die erste Stahlbrücke der Welt, die aus dem 3D-Drucker stammt

19.07.2021, 15:0119.07.2021, 15:01

Mitten im ältesten Quartier der niederländischen Hauptstadt überspannt eine hochmoderne Fussgängerbrücke aus Stahl den Oudezijds Achterburgwal. Speziell an ihr ist weniger das ungewöhnliche Design, sondern ihre Konstruktionsweise: Die Brücke ist weltweit die erste, die von Robotern im 3D-Druckverfahren gebaut wurde.

Ursprünglich war geplant, die Brücke an Ort und Stelle zu «drucken», doch schliesslich wurde sie in einer Lagerhalle gefertigt und danach an verschiedenen Messen ausgestellt. Nun ist sie am Ort ihrer Bestimmung installiert und am 15. Juli eingeweiht worden. Vier Metalldruck-Roboter trugen den zuvor auf 1500 °C erhitzten Stahl Schicht um Schicht auf; sie benötigten sechs Monate, um die 12,5 Meter lange Brücke zu bauen. Die Konstruktion besteht aus rostfreiem Stahl und ist etwa 4,5 Tonnen schwer.

A steel 3D-printed pedestrian bridge spans a canal in the heart of the red light district in Amsterdam, Netherlands, Thursday, July 15, 2021. The distinctive flowing lines of the 12-meter (40-foot) br ...
Die Brücke wurde am 15. Juli eingeweiht. Bild: keystone

Eine weitere Besonderheit: Die Brücke verfügt über ein Netzwerk von smarten Sensoren, das konstant Belastung, Vibration, Rotation und Verschiebung misst. Auch die Temperatur und die Feuchtigkeit werden gemessen. Insgesamt hat die Robotikfirma MX3D 1,1 Kilometer Kabel in der Konstruktion verbaut. Das Sensor-Netzwerk ist überdies mit einem «digitalen Zwilling» der Konstruktion verbunden, einem Computermodell.

«Diese Daten machen die Brücke intelligent. Wir können sagen, wie viele Menschen die Brücke passieren und wie schnell.»
Joris Laarman, MX3D

Diese Daten erlauben es der Firma, die Funktion der Brücke in Echtzeit zu überwachen. Mehr noch: Bevor Wartungs- oder Änderungsarbeiten vorgenommen werden, können sie am digitalen Zwilling getestet werden. An der Auswertung der Daten ist das Alan Turing Institute in London beteiligt.

«Producing the world's first 3D-printed bridge with robots ‹is just the beginning› - Joris Laarman.»Video: YouTube/Dezeen

(dhr)

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