Leben
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Svenja Flasspöhler, Philosophin, MeToo-Kritikerin, Philosophie Magazin

Die Philosophin Svenja Flasspöhler ist eine der pointiertesten Kritikerinnen der MeToo-Bewegung. bild: Johanna Rübel

Interview

MeToo-Kritikerin: «Bei gutem Sex begegnet man sich anders als am Frühstückstisch»

Die deutsche Philosophin und Journalistin Svenja Flasspöhler kritisiert die MeToo-Bewegung in ihrer Streitschrift «Die potente Frau» scharf. Im Interview spricht sie über anzügliche Chefs, Hashtag-Feministinnen und die Unterschiede zwischen Menschen und Fledermäusen.



Frau Flasspöhler, Sie wünschen sich «potentere» Frauen. Das müssen Sie erklären.
Svenja Flasspöhler: 
Eine potente Frau ist eine, die patriarchale Denkmuster abgelegt hat. Die ein eigenes Begehren hat. Und sich nicht darauf beschränkt, Spiegel des männlichen Begehrens zu sein und ihn in seiner Grandiosität zu bestätigen. Anstatt die männliche Sexualität abzuwerten, wertet sie die eigene auf.

Müssen wir uns darüber im Jahr 2018 wirklich noch den Kopf zerbrechen? Heute nutzen Frauen selbstbewusst Dating-Apps wie Tinder und Bumble und holen sich dort, was sie wollen.
Klar, es gibt Frauen, die sehr genau wissen, was sie wollen. Dennoch zeigt die gegenwärtige MeToo-Debatte doch deutlich, dass Frauen auch heute noch oft eher beim Mann sind als bei sich selbst. Genau das ist ja das Bild, das der gegenwärtige Hashtag-Feminismus zeichnet: Selbst in Situationen, in denen sie Handlungsmöglichkeiten hätten, verhalten sich Frauen passiv respektive so, wie es der Mann von ihnen erwartet.

«Frauen ertragen Belästigungen still, um dann im Nachhinein #MeToo zu twittern. Das ist kein Ausdruck von Autonomie, sondern von konkreter Reaktionsarmut.»

Sie kritisieren, MeToo sei kein Ausdruck von weiblicher Stärke, sondern zementiere das Bild der Frau als schwaches Wesen. Wie kommen Sie darauf?
Weil nicht differenziert wird und MeToo so die Frau pauschal in der Opferrolle festschreibt. «Ich auch» – worauf bezieht sich das? Auf eine Vergewaltigung oder eine blöde Anmache? MeToo ist sträflich generalisierend und erweckt so den Eindruck, dass Frauen systematisch unterdrückt werden. Bei Lichte betrachtet aber, sind die meisten Situationen, die bei MeToo geschildert werden, solche, in denen Frauen durchaus Handlungsoptionen haben. Sie können sich – in aller Regel – wehren oder charmant entziehen, ohne Gewalt befürchten zu müssen. Warum also tun sie es nicht? In der Debatte zeigt sich eine historisch anerzogene Passivität. Frauen ertragen Belästigungen still, um dann im Nachhinein #MeToo zu twittern. Das ist kein Ausdruck von Autonomie, sondern von konkreter Reaktionsarmut. Halt still und beklag dich hinterher: Das ist nicht mein Verständnis einer emanzipativen Haltung.

«Wenn mein Chef mich angräbt, kann ich natürlich Nein sagen. Ich muss ein Bewerbungsgespräch nicht auf einem Hotelzimmer führen, nur weil er es will.»

In den Ohren einer Frau, die Missbrauch erfahren hat, dürfte diese Aussage ein ziemlicher Hohn sein.
Im Gegensatz zur MeToo-Bewegung differenziere ich ganz klar: Selbstverständlich gibt es Situationen, in denen Frauen keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Aber wenn mein Chef mich angräbt, kann ich natürlich Nein sagen. Ich muss ein Bewerbungsgespräch nicht auf einem Hotelzimmer führen, nur weil er es will. Klar, geht damit das Risiko einher, einen Auftrag, eine Rolle, einen Job vielleicht nicht zu bekommen oder gar seine Arbeit zu verlieren. Aber Autonomie zu leben, war noch nie einfach. Autonom zu handeln heisst: Widerstände zu überwinden. Risiken in Kauf zu nehmen. Für den eigenen Willen etwas aufs Spiel zu setzen. Zu sagen: Ich kann mich leider nicht autonom verhalten, weil ich dann ja etwas riskiere, führt den Begriff der Autonomie ad absurdum.

Reicht es denn, dem Chef aus Ihrem Beispiel einen Korb zu geben? Ist nicht gerade eine öffentliche Debatte notwendig, wenn Vorgesetzte es in Ordnung finden, Bewerberinnen in ihr Hotelzimmer einzuladen?
Die Frage ist doch, wie die Debatte geführt wird. Was wir gegenwärtig erleben, ist ein reiner Anklagediskurs: Ihr Männer seid schuld! Dabei stützen Frauen durch ihr passives Verhalten gerade jene Strukturen, die sie beklagen. Ein männliches Dominanzverhalten verändert sich dann am effektivsten, wenn eine Frau konkret in der Situation klare Grenzen aufzeigt. Oder gar durch ihr selbstbewusstes Auftreten von vornherein verhindert, dass ein Mann denkt, sich bei ihr etwas herausnehmen zu können. Der Hashtag-Feminismus erwartet nichts von den Frauen, aber alles vom Staat. Die Folge sind schärfere Gesetze. Aber eine liberale Demokratie beruht nun einmal auch zentral auf der Autonomie ihrer Bürger und Bürgerinnen.

Zur Person

Svenja Flasspöhler (43) ist eine deutsche Philosophin, Journalistin und Autorin. Seit Januar ist sie Chefredakteurin des «Philosophie Magazins». In der Streitschrift «Die potente Frau: für eine neue neue Weiblichkeit» kritisiert sie die MeToo-Bewegung. Flasspöhler ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Sie sprechen von Gesetzen wie jenem, das demnächst in Schweden in Kraft tritt. Es verlangt, dass beide Partner vor dem Sex ihre ausdrückliche Einwilligung geben. 
Sicher müssen Frauen zuverlässig vor Gewalt geschützt werden. Aber ich halte es für falsch, das Gelingen des Geschlechterverhältnisses ans Gesetz zu delegieren. Zudem ist nicht alles, was nach Emanzipation aussieht, frei von althergebrachten Denkmustern. In Deutschland wurde das Sexualstrafrecht auch erst kürzlich verschärft – unter dem Leitsatz «Nein heisst Nein». Sicher kann ein klares Nein Ausdruck von Selbstbestimmung sein. Doch aus diesem Slogan spricht auch das Patriarchat. Die Sexualität der bürgerlichen Frau hat sich, das kann man bei Rousseau nachlesen, über das Neinsagen herausgebildet. Sexuell gesehen ist die Frau, kulturhistorisch betrachtet, die reine Negativität. Sie will nichts. Und sie hat nichts zwischen den Beinen.

«Jetzt sind Männer und Frauen natürlich nicht so unterschiedlich wie Menschen und Fledermäuse – aber offensichtlich führen unterschiedliche Deutungsmuster (...) oft zu schwerwiegenden Missverständnissen und Verletzungen.»

Bild

Die Streitschrift von Svenja Flasspöhler ist dieses Jahr im Ullstein-Verlag erschienen.

Und wo würden Sie jetzt ansetzen? Braucht es einen Kampf der Geschlechter?
Gewiss, in manchen Fällen kommen wir um einen Kampf nicht herum. Aber vielleicht sollten wir, wenn wir das Gros der bei MeToo verhandelten Fälle in den Blick nehmen, weniger von Kampf als von wechselseitiger Erhellung sprechen. Ich glaube nämlich nicht, dass ein Mann, dessen Avancen von einer Frau als Belästigung wahrgenommen werden, zwangsläufig aus niederen Motiven handelt. Für viel gravierender halte ich die Tatsache, dass Männer und Frauen schlichtweg verschieden sind. Der amerikanische Philosoph Thomas Nagel hat ein Buch mit dem Titel «What is it like to be a Bat» (dt. «Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?») geschrieben. Seine Antwort: Wir können es nicht wissen, weil wir keine Fledermäuse sind. Jetzt sind Männer und Frauen natürlich nicht so unterschiedlich wie Menschen und Fledermäuse – aber offensichtlich führen unterschiedliche Deutungsmuster, unterschiedliche Wahrnehmungsweisen oft zu schwerwiegenden Missverständnissen und Verletzungen. Also müssen wir das Spiel «What is it like to be ...» spielen, um sich in die Position des oder der anderen hineinzuversetzen. Umso fataler ist, dass der gegenwärtige Metoo-Diskurs rein im Modus der Anklage geführt wird.

In der Schweiz machte der Fall des bekannten Journalisten Werner de Schepper Schlagzeilen, der in Führungspositionen jahrelang Frauen belästigt haben soll. Alle Aussagen von Betroffenen erfolgten anonym, die Rede ist von «leichten Vorfällen» ohne strafrechtliche Konsequenzen. Der «Tages-Anzeiger» veröffentlichte die Recherche – mit der Begründung, dass de Schepper eine öffentliche Person und die Vorwürfe sehr zahlreich seien. Sie sind auch Journalistin – hätten Sie die Story veröffentlicht?
In Deutschland haben wir ganz ähnliche Fälle. Ich halte dieses Vorgehen für äusserst problematisch. Auf diese Weise werden Existenzen vernichtet, ohne dass auch nur ansatzweise eine Schuld bewiesen wäre. Wenn einer Mitarbeiterin die Art, wie ein Chef mit ihr umgeht, nicht gefällt, kann sie sich wehren. Handelt es sich um strafrechtlich relevante Übergriffe, kann sie zur Polizei gehen. Dass wir aber Menschen an den Pranger stellen, weil uns die Art ihres Umgangs nicht gefällt, grenzt an Fundamentalismus.

Auch der Fall Weinstein flog erst auf, weil sich viele Frauen zusammengetan haben und über das Erlebte sprachen.
Natürlich ist es ein Segen, dass ein Mann wie Weinstein entmachtet wurde. Aber wenn Männer von ihrer Arbeit freigestellt und Künstler ihre Bilder nicht mehr ausstellen dürfen, weil Frauen behaupten, von ihnen belästigt worden zu sein, gerät unsere Demokratie in eine gefährliche Schieflage.

«Zu einer Verbesserung des Geschlechterverhältnisses wird das nicht führen, sondern zu Lustfeindlichkeit, Prüderie und Angst.»

Warum?
Weil hier Konsequenzen ohne rechtliche Grundlage gezogen werden. Weil ein Staat seine Bürger zwar vor Gewalt schützen muss, aber nicht vor jeder Verletzung, nicht vor jeder Unannehmlichkeit, nicht vor jeder verbalen Übertretung. Schon jetzt hat MeToo zur Folge, dass an Institutionen Sprechstunden nur noch bei geöffneter Tür stattfinden. Sicherheit vor Privatsphäre? Wer das will, will den Überwachungsstaat. Nun wissen Metoo-Aktivistinnen selbst ganz genau, dass die Anschuldigungen oft die Falschen treffen. Sie rechtfertigen das aber mit dem Argument, dass Männer nun endlich wüssten, dass sie sich zurückhalten müssen. Das ist letztlich eine zutiefst männliche Politik der Abschreckung. Zu einer Verbesserung des Geschlechterverhältnisses wird das nicht führen, sondern zu Lustfeindlichkeit, Prüderie und Angst.

Das heisst im Umkehrschluss: Es braucht eher mehr als weniger Sex im Geschlechterdiskurs?
Es geht hier nicht um Quantität. Was mir aber auffällt, ist ein hohes Mass an Frustration auf weiblicher Seite. Als kämen Frauen in heterosexuellen Verhältnissen immer noch viel zu kurz. Ein Sexualtherapeut sagt in der aktuellen Ausgabe unseres «Philosophie Magazins», dass viele Frauen keinen Zugang zu ihren archaischen Wünschen haben, weil sie ihre Abgründe nicht mit ihrer Weiblichkeit in Zusammenbringen können.

Abgründe?
Bei gutem Sex begegnet man sich nun einmal anders als am Frühstückstisch: Mann und Frau zeigen etwas von sich, was im normalen Leben verborgen bleibt.

«Ich will Autofahren. Ich will unabhängig sein.»

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144Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerSimu 31.05.2018 09:32
    Highlight Highlight «Frauen ertragen Belästigungen still, um dann im Nachhinein #MeToo zu twittern. Das ist kein Ausdruck von Autonomie, sondern von konkreter Reaktionsarmut.»

    Besser hätte ich es nicht sagen können!
  • Rim 30.05.2018 19:12
    Highlight Highlight Ich halte Analyse für oberflächlich und MeToo ist m.E. ein Schritt, welcher Frauen zu mehr Selbstbestimmung führen kann. Erst mal ausdrücken: Ja, Metoo. (Also: ja habs auch erlebt und ich will das nicht mehr) Nicht jede ist 40 wenn sie auf die Welt kommt, Philosophin, Mutter von 2 Kindern ;-) Das nur nebenbei. Und ja sicher ist es wirkungsvoller den Uebergriffigen an Ort und Stelle (öffentlich) abzustrafen. Punkt! Der Apell: Die Frau soll sich besser ins Wesen des (armen) Mannes einfühlen, ist reaktionärer Quatsch: lieber schweigende Frauen"Opfer" als unschuldige Männer"Opfer" am Pranger. Tja.
    • Anam.Cara 01.06.2018 07:42
      Highlight Highlight Hat sie gesagt, frau müsse sich besser ins Wesen des armen Mannes einfühlen? Hab ich jetzt nicht so interpretiert.

      Ich denke, wir bräuchten einen neuen "Respekt und Flirt Kodex". So eine ungeschriebene, gesellschaftliche Übereinkunft, wie man übergriffsfrei flirten darf. Wir müssen die Grenzen klar definieren, damit alle wissen, was ok ist und was nicht (das scheint mir heute sehr individuell zu sein).
      Falls wir das verpassen, löst sich das Problem von selbst: Wenn jede Art von Interessebekundung sofort als Belästigung abgetan wird, wird die Menschheit (sexlos) aussterben.
  • whoozl 30.05.2018 17:14
    Highlight Highlight Es tut der MeToo-Bewegung und überhaupt der ganzen Gender-Diskussion gut, die ja weitestgehend von Frauen getragen wird, obschon es eigentlich beide Geschlechter angeht, wenn auch mal von prominenter, weiblicher Seite Kritik geübt wird!
    Als Mann fühlt man sich ja mitunter einer Generalschuldzuweisung ausgesetzt, andererseits fühlen sich viele Frau "irgendwie" als Opfer. Einer normalen (heterosexuellen) Paarbeziehung ist dies nicht eben zuträglich. In meinem Bekanntenkreis haben derlei "virtuelle" Probleme schon so manche Beziehung zu Fall gebracht. Danke an Frau Flasspöhler für das Interview!
  • Bruno Meerjungfraumann 29.05.2018 22:58
    Highlight Highlight Diese Rezension beschreibt die Mängel ihres Buches sehr schön: https://pinkstinks.de/die-ignorante-frau/#
    • Nick Name 30.05.2018 07:15
      Highlight Highlight Danke!

      An alle Flasspöhler-«Fans» und -Applaudanten: Lest das.

      (Es ist übrigens von einem Mann.)
  • Keepitsimple 29.05.2018 22:32
    Highlight Highlight In erster Linie sollte jeder Mensch, egal ob Kind, Frau oder Mann Respekt gegenüber anderen Lebewesen haben. Es ist sicher einfacher gesagt als getan sich im Moment der Belästigung zu wehren, gerade weil es wohl immer unerwartet geschieht und man nicht darauf vorbereitet ist. Ein Anprangern im Internet ist allerdings sicher nicht die richtige Lösung, denn es gibt auch genug zerstörte Existenzen aufgrund falscher Anschuldigungen. Das Urteil zu fällen obliegt der Justiz. Es ist im Interesse aller keinen Graben zwischen Mann und Frau zu haben sondern gegenseitiges Verständnis zu fördern
  • Lord Grizzly 29.05.2018 21:43
    Highlight Highlight Grundsätzlich richtig was hier steht, aber wehr dich mal im Job als alleinerziehende Mutter ohne gute Ausbildung. Das Risiko den Job zu verlieren ist hoch.
    Und dann geht die gute Dame davon aus das jeder genau weiss was er/sie machen kann (rechtlich). Das ist aber bei weitem nicht der Fall.
    Daher stimme ich Ihr zwar zu, aber das was Sie vorschlägt funktioniert nicht bei Leuten die nahe am am finanziellen Abgrund leben. Autonom leben schön und gut, geht aber bei uns nur mit Geld und entsprechender Bildung.
  • Carl Gustav 29.05.2018 20:35
    Highlight Highlight Meine Güte
    Zum Glück bin ich schwul
    • Judge Dredd 30.05.2018 04:53
      Highlight Highlight Das müssen sie mir jetzt etwas präziser erklären. Gibt es unter Schwulen Männern keine (oder ev. viel weniger) Belästigungen sexueller Art? Wie sieht es aus bei homosexuellen Frauen?
      Oder wird anders damit umgegangen? Wenn ja, wie?
      Vieleicht noch interessant wie es sich verhält, wenn Täter und Opfer das gleiche Geschlecht haben und die typischen Geschlechterrollen wegfallen.
    • Carl Gustav 30.05.2018 18:41
      Highlight Highlight Doch gibts auch
      Nur ist dann klar, dass der Belästiger belästigt weil er ein charakterloses Arschloch ist.
      Nicht weil oder obwohl er ein Mann ist
  • Turi 29.05.2018 19:19
    Highlight Highlight Chapeau. Ein super Interview zur Genderdebatte. Danke.
  • Gawayn 29.05.2018 19:11
    Highlight Highlight Eine Freundin von mir wurde einfach mal am Po, von einem Unbekanten betatscht.

    Ihre Reaktion...
    Aus der Drehung einen Kick in seine darauf gebrochene Kinnlade....

    Ist sie jetzt eine potente Frau, oder nur ein übler Schläger?

    Ich tendiere auf Zweites....
    • Nick Name 29.05.2018 21:14
      Highlight Highlight Die erste Frage wäre aber: Was ist der Unbekannte? Ein charmanter Kerl oder nur ein plumper Geiferer?
      Tendenz?
    • Mr. Malik 29.05.2018 21:17
      Highlight Highlight Was würdest du machen?
      Lächeln und danke sagen?
    • JasCar 30.05.2018 02:05
      Highlight Highlight Ich kenne keine einzige Frau, die sich gerne von Fremden an den Po fassen lässt.
      Ich behaupte nicht, dass es das überhaupt nicht gibt, aber Mann soll wissen, dass wahrscheinlich 99 von 100 Frauen keine Freude daran haben.
      Schlagen ist keine Lösung.
      Aber Arschgrabschen ist einfach nur primitiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 29.05.2018 18:04
    Highlight Highlight Hört Euch die Texte der Rapper an.
    Was passiert in Indien mit den Frauen? Noch heute wird die Frau verbrannt nach dem Tod des Mannes. Ist zwar verboten, wird aber trotzdem gemacht. Es kümmert niemanden. Massenvergewaltigungen in Bussen, anschliessend werden die Frauen umgebracht und tot auf die Strasse geworfen. Und wie siehts im Islam aus, der ja angeblich zu uns gehört? Und jetzt kommt eine deutsche Erfolgsfrau und sagt, ihr müsst Euch halt wehren, anstatt die Männer anzuklagen. Toll. Das gefällt natürlich den Herren der Schöpfung.
    • lily.mcbean 29.05.2018 18:41
      Highlight Highlight Von den ganzen katholischen Priestern die jahrhundertelang Frauen und Kinder missbraucht haben wollen wir jezt nicht auch noch anfangen gell....
    • rauchzeichen 29.05.2018 20:19
      Highlight Highlight der islam gehört zu uns? weder offiziell noch sonstwie, generell sind ALLE religionen nur individuen, und keiner grösseren masse zugehörig (oder umgekehrt ;). dein fokus liegt auf dem negativen, doch damit kommst du nicht weit. nir zu einem deprimierenden weltbild. mach auf, versuch zu differenzieren und wörter in ihre bestandteile aufzuspalten. und plötzlich ist die welt weder schwarz noch weiss. nur chaotischer, unvorsehbar und spannend.

      dass es niemand kümmert, hast du gleich selbst wiederlegt. dich kümmerts. und mich auch.
    • Karl33 29.05.2018 20:33
      Highlight Highlight lily, das waren doch meist knaben, die missbraucht wurden. bitte etwas bei den facts bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anna Landmann 29.05.2018 17:10
    Highlight Highlight Und: Frauen zu betatschen, verbal zu belästigen oder schlimmer, Macht zu missbrauchen um damit davonzukommen etc...das alles soll also lieber möglichst unauffällig zwischen Täter und Opfer geregelt werden, so dass keine Existenzen zerstört werden? Frauen, die an die Öffentlichkeit gehen, weil sonst nichts hilft, sind also Täterinnen statt Opfer?

    Bitte, wer es nicht schafft, Frauen (und Männer) nicht zu belästigen, hat einfach nichts in einer Machtposition zu suchen, das soll ruhig klar werden.
    • rauchzeichen 29.05.2018 20:37
      Highlight Highlight beispiel: der chef hat eine etwas jüngere angestellte zu welcher er sich hingezogen fühlt. er macht komplimente und versucht auf angemessene art (seine sicht) körperkontakt herzustellen. eine art, die ihn selbst nicht stören würde, wenn eine kollegin sie macht(schultern anfassen zb?)
      sie mag ihn, aber nicht mehr. zudem ist für sie eine schulterberührung unter kollegen nicht ok. das kann sie ihm sagen oder klar zeigen, er weiss woran er ist und alles gut. oder sie sagts nicht, aus angst eines nachteils, und er wird weitermachen, aus unwissen und symphatie. wohin sowas führen kann, zeigt #metoo
    • Saraina 30.05.2018 12:49
      Highlight Highlight Frauen schweigen nicht nur aus Angst vor Nachteilen, sondern weil sie von klein an zum Nettsein abgerichtet wurden. Es ist an der Zeit, klar und deutlich zu dem zu stehen, was sie eigentlich wollen, sich da auch mal zu exponieren, und ebenso klar und deutlich abzulehnen was sie nicht wollen. Metoo operiert aus der Opfernische. In der befinden sich real die wenigsten Frauen.
  • Anna Landmann 29.05.2018 17:03
    Highlight Highlight Naja, einige Menschen sind stärker, schlagfertiger (= potenter?) als andere.

    Manchmal sind Taten so unglaublich, so unerwartet und so dreist übergriffig, dass man sich im Moment kaum wehren kann und sich im Nachhinein als Opfer dafür schämt. Das kann durchaus auch "nur" ein Griff an den Po sein oder ein verbaler Übergriff.

    Wer hier nun sofort die Ohrfeige fordert, hat einerseits im Prinzip schon recht. Wer aber anderen mangelndes Wehrvermögen vorwirft, hat andererseits wenig Empathie.

    Wenn es Frauen dank #metoo gelingt, über solche Erlebnisse zu sprechen, seh ich nichts Schlechtes daran.
    • Imagine 29.05.2018 20:41
      Highlight Highlight Danke, @James! Du formulierst sehr schön, dass manche Uebergriffe so unerwartet, so dreist sind, dazu oft im Verborgenen, dass man sich fast nicht wehren kann.
      Mir scheint, eine Frau muss sich nur als Kritikerin der #metoo Bewegung inszenieren, um eine Plattform zu bekommen.
      Ich staune immer wieder, wie oft den Frauen die Schuld oder wenigstens Mittäterschaft zugeschoben wird. „sich nicht wehren“ = Mittäterin ...
    • happygoalone 29.05.2018 22:31
      Highlight Highlight Vielen Dank für dieses Votum. Gerade junge Frauen haben ja oft nicht die Erfahrung und den Mut, sich zu wehren. Es ist zynisch, ihnen Reaktionsunfähigkeit vorzuwerfen. Ich bin mit vielem einverstanden und finde den Ansatz von Frau Flasspöhler interessant und notwendig. Aber er verhäbt nicht.
  • Angelo C. 29.05.2018 16:26
    Highlight Highlight Superstatement von Flasspöhler - und das von A - Z 👍🏼 !
  • dorfne 29.05.2018 16:10
    Highlight Highlight Dass Frau F. sich bemüssigt fühlt den Metoo-geplagten Männern zu Hilfe zu eilen, ist für mich ein Beweis, dass es diese Bewegung dringend braucht.
    • Bruno Wüthrich 29.05.2018 18:11
      Highlight Highlight @ Graustufe Rot: Frau F. eilt nicht den Männern zuhilfe, sondern den Frauen. Metoo ist zu einem digitalen Mob von Mitläuferinnen verkommen, die sich wichtig machen wollen. Kurzfristig mag dies die Männer verunsichern. Langfristig wird dies jedoch nie und nimmer anhalten. Mann bleibt Mann, bzw. wird von seiner vorübergehenden Verweiblichung auf den männlichen Weg zurück finden, und das ist gut so!
      Wenn die Frauen aber stärker werden und selbstbewusster auftreten und sind, können sie der Männerwelt paroli bieten. Das ist das, was Frau F. Ihnen sagen will. Sie haben alles falsch verstanden.
  • Bruno Wüthrich 29.05.2018 15:36
    Highlight Highlight Ich bin ab sofort Fan von Svenja Flasspöhler. Das ist das, was ich immer sagen will, was aber auf 600 Zeichen schwierig wird: Die Frauen müssen nicht die Männer schwächen, sondern sich selbst stärken. Alles andere führt ins Fiasko.
    Sich selbst zu stärken, heisst sich selbst zu verändern. Wir müssen nicht die Männer verweiblichen, denn Gleichstellung bedeutet nicht Gleichmachung.
    Ganz stark finde ich auch, was Frau Flasspöhler über Autonomie sagt.
    Ich bin sicher, dass Frau Flasspöhler nicht die einzige Frau ist, die so denkt. Aber diese Denkweise wurde bisher nicht wahrgenommen.
    • FrancoL 29.05.2018 15:52
      Highlight Highlight Am stärksten finde ich bei der Autonomie des Individuums die Tatsache dass dies fremd der Realität ist und dass man zuerst einmal die Autonomie des Menschen garantieren sollte bevor man da von Frauen und Männern spricht und das ist nun mal alles andere als einfach diese Autonomie zu erreichen.
    • Snowy 29.05.2018 17:21
      Highlight Highlight 100% Deiner Meinung Bruno!
    • Lichtblau550 29.05.2018 19:26
      Highlight Highlight Auch als Frau ganz bei Ihnen, Bruno Wüthrich. Geradezu wohltuend, das Interview.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 29.05.2018 15:32
    Highlight Highlight Frau F. vermischt mMn nach sorglos zwei Ebenen. Die eine: Der Mann als das herrschende Geschlecht sieht die Frau als seine Bedienstete, er beansprucht Verfügungsgewalt über die Frau. Bis 1985 war das sogar gesetzlich so verankert. Das prangert Metoo an: Das Herrschaftsverhältnis zw. Mann und Frau! Ja, einverstanden, es wird übertrieben. Die andere Ebene ist die persönliche Beziehung zwischen Männern und Frauen. Ich bin einverstanden mit Frau F.: Auch Frauen sind böse, nützen die Männer oft aus usw.. Nur: die Vermischung der Ebenen schadet mehr als sie Klarheit schafft.
    • koks 29.05.2018 16:14
      Highlight Highlight "Der Mann als das herrschende Geschlecht sieht die Frau als seine Bedienstete, er beansprucht Verfügungsgewalt über die Frau."

      haha. ist das satire oder einfach saudoof?
    • LeChef 29.05.2018 16:27
      Highlight Highlight Wir alle sind Individuen und handeln als Individuen. Es gibt keine zwei Ebenen, nur die Aggregation individuellen Handelns. Es gibt keine exogenen „Verhälntnisse“ sondern nur gesellschaftliche Gegebenheiten, welche direkt aus dem Handeln der Individuen entstehen. Gesellschaftliche Gegebenheiten, welche dem individuellen Handeln widersprechen, können rein logisch gar nicht existieren.
    • Enzasa 29.05.2018 17:28
      Highlight Highlight Koks bis in den 1960 er Jahren hinein gesetzlich verankert.
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  • odermi 29.05.2018 15:19
    Highlight Highlight «Frauen ertragen Belästigungen still, um dann im Nachhinein #MeToo zu twittern. Das ist kein Ausdruck von Autonomie, sondern von konkreter Reaktionsarmut.»

    Ich gebe ihr als junge Frau (26J.) 100% recht! Immer wieder sind Frauen auf mich zugekommen und erzählten mir von unangebrachten Geschehnissen. Als ich ihnen jeweils entgegnete was ich tun würde und dem jenigen klar seine Grenzen aufzeigen würde und bei nicht Besserung einen nächst höheren Vorgesetzen informieren würde, sagten diese mir jeweils sie würden das nicht trauen...
    Ich verstehe es nicht!
    • Imagine 29.05.2018 20:51
      Highlight Highlight Toll, @odermi, dass Du Dich wehren kannst. Schade, dass Du so wenig Empathie aufbringst dafür, dass nicht alle Frauen gleich wehrhaft sind.
      Wir haben über Jahrtausende in einem Patriarchat gelebt. Nun sollen wir Frauen mit einem Fingerschnippen „potent“werden, wurden aber ganz anders erzogen. Ich erlebe viele Frauen in meinen Kursen, die sich erst langsam getrauen, ihren eigenen Weg zu gehen.
      Ich glaube, dass es gerade die potenten Frauen waren, die die ganze #metoo Bewegung in Gang gesetzt haben.
    • Minna Van B 29.05.2018 21:09
      Highlight Highlight Es ist schön, dass es für dich selbstverständlich ist, für dich und deine Gefühle einzustehen, dich klar zu äussern und zu schützen. Es sollte uns allen so gehen, egal ob männlich oder weiblich. Die Realität sieht offensichtlich für viele anders aus. Diese lähmende "Reaktionsarmut" ist nicht gewählt, sie ist anerzogen und tief verankert, es gilt sie zu bekämpfen und die davon Betroffenen zu bestärken.
    • happygoalone 29.05.2018 22:37
      Highlight Highlight Und ich verstehe nicht, weshalb man junge Frauen, die das - aus welchen Gründen auch immer - eben nicht können, nicht schützen sollte. Es sind nicht alle tough enough. Ich hätte mich bis sagen wir mal 25 auch nicht getraut. Ja dann, wär ich nun selbst schuld? Diese Empathielosigkeit macht mich sprachlos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 29.05.2018 15:10
    Highlight Highlight "Nein heisst Nein." D.h. der Mann akzeptiert eine Absage, eine Zurückweisung durch die Frau. Bei einem Nein bedrängt er die Frau nicht, er reagiert nicht zornig oder beleidigt. Es geht um Augenhöhe zw. Mann und Frau. Und nun Frau F.: Nein heisst: "sexuell gesehen ist die Frau ....... die reine Negativität. Sie will nichts und sie hat nichts zwischen der Beinen." Das soll von Rousseau kommen, einem Mann des 18.Jh. Es geht nicht um Sexualität Frau F., es geht um Herrschaftsverhältnisse! Das wissen Sie, wollen es aber nicht wahrhaben.
  • Spooky 29.05.2018 14:48
    Highlight Highlight "Wenn einer Mitarbeiterin die Art, wie ein Chef mit ihr umgeht, nicht gefällt, kann sie sich wehren."

    So ein totaler Unsinn! Falls sie sich wehrt, wir sie einfach fristlos entlassen.
    • Kapitän Haddock 29.05.2018 15:58
      Highlight Highlight Und auch da kann sie sich wehren. Sich wehren heisst nicht automatisch, immer Erfolg damit zu haben. Der Boss sitzt am längeren Hebel (ega welchen Geschlechts er ist).
      Sich zu wehren heisst aber auch, zu wissen, welche Mittel einem zur Verfügung stehen.

      Dein Kommentar parodiert eigentlich den ganzen ursprünglichen Metoo-Gedanken, da er impliziert, den Mund zu halten, sei die bessere Lösung.
    • dorfne 29.05.2018 16:01
      Highlight Highlight Und bei einer Anzeige wegen Belästigung wird der Mann freigesprochen, weil mangels Zeugen Aussage gegen Aussage steht.
    • Eisenhorn 29.05.2018 16:14
      Highlight Highlight Für sows gibt es Gerichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tilia 29.05.2018 14:45
    Highlight Highlight Grossartige Frau, grossartige Worte!
  • FrancoL 29.05.2018 14:25
    Highlight Highlight So ganz kann ich der Dame nicht folgen.
    Sie scheint in einer Realität zu leben in der alles starke Menschen sind, keine schwachen Frauen, keine schwachen Männer, keine Frauen die nun mal einen Job ergattern müssen, keine schwachen Männer die einen Job brauchen.
    Doch diese schwachen und abhängigen Menschen gibt es zu Hauf und die gibt es vor allem auch weil vermeintlich starke Frauen und Männer diese Schwachen unterdrücken, ihnen das Selbstwertgefühl rauben.
    Also müsste die liebe Dame sich bemühen die Möglichkeit zu schaffen dass Frauen und Männer das nötige Selbstwertgefühl aufbauen können.
    • FrancoL 29.05.2018 18:15
      Highlight Highlight Autonomie braucht Grundlagen, zB eine ausgewogene Gleichberechtigung gleicher Zugang zur Bildung und noch einiges mehr, aber das gibt es ja gemäss Deinen Ansichten ja vollumfänglich.
    • Maracuja 29.05.2018 18:44
      Highlight Highlight @FrancoL

      Frau F lebt (wie wir alle) in einer Blase. Wer sehr gut ausgebildet ist, seine Rechte kennt, sich verbal gut ausdrücken kann, finanziell nicht am Limit lebt (Frau F ist verheiratet, hat vermutliche Ersparnisse und dank Ausbildung gute Chancen einen neue Stelle zu finden), kann sich schon selbst wehren.Wenn sich mit ihrem Text an Frauen aus ihren Kreisen wendet, kann ich sie sogar verstehen. Offensichtlich fehlt Frau F aber jede Empathie für Frauen, die in ganz anderen Verhältnissen leben.
    • FrancoL 29.05.2018 20:08
      Highlight Highlight @Maracuja danke von Herzen! Es ist wohltuend zu sehen dass es Menschen gibt die eine Gesamtsicht wagen, die erkennen dass Vieles das man kann oder können müsste von der Situation in der der Mensch sich befindet abhängig ist.
      Mich stört an F der Versuch eine Kaste hochleben zu lassen in der Meinung diese sei dann ein Selbstläufer und ziehe die anderen einfach mal nach. Das funktioniert so nicht.
      Ich bin immer stolz gewesen in allen Schichten unterwegs zu sein und habe erkennen müssen dass die Situation in der sich Menschen befinden ein sehr strenges Korsett für deren Entwicklung darstellt.
  • ciaociao 29.05.2018 14:18
    Highlight Highlight Hallelujah! Danke, Frau Flasspöhler!
  • HAL9000 29.05.2018 14:03
    Highlight Highlight Denkt daran, alles jene die davon profitieren, dass eine Frau benachteiligt ist wollen nicht wirklich, dass sie gleichauf ist mit den Männern.

    HALT!
    Bevor du nun blitzt, denk daran, dass niemand der dir verspricht, dass du mit seinem Produkt abnimmst will dass du abnimmst.
    Warum? Na weil du somit nicht mehr sein Kunde bist.

    Falls du das jetzt aber lächerlich findest, bleibt es dir bestimmt haften und du wirst das Ganze mal anders betrachten.

    Eine starke (gleichauf) Frau braucht das nicht, sie ist es einfach.
    • Enzasa 29.05.2018 15:00
      Highlight Highlight HAL9000 stimmt, Männer (auchFrauen) die von den unterlegenen Frauen profitieren, wollen keine Änderung im System.
      Darum kritisieren sie Me too.
    • achsoooooo 29.05.2018 15:23
      Highlight Highlight @HAL9000 "Das bleibt alles so, wie es is?"
      Weil wir ja schon "gleich" sind?
      In deinem Kopf wohlmöglich. Auf dem Papier leider nicht.
      Und sowieso - etwas vereinfacht, deine Aussage. Noch lange nicht alle, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, profitieren von der bestehenden Ungleichheit.
    • HAL9000 29.05.2018 16:16
      Highlight Highlight Money makes the world go round...
      Nur die wenigsten merken es.

      Danke für die Unterstützung.

      Noch besser wäre sogar, wenn du eine Frau wärst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 29.05.2018 13:38
    Highlight Highlight Grossartiges Interview - v.a. diese Stelle:

    "Weil hier Konsequenzen ohne rechtliche Grundlage gezogen werden. Weil ein Staat seine Bürger zwar vor Gewalt schützen muss, aber nicht vor jeder Verletzung, nicht vor jeder Unannehmlichkeit, nicht vor jeder verbalen Übertretung. Schon jetzt hat MeToo zur Folge, dass an Institutionen Sprechstunden nur noch bei geöffneter Tür stattfinden."

    Trotzdem war die me-Too Bewegung unter dem Strich positiv: Und zwar ganz einfach weil viele Männer (und auch Frauen) gemerkt haben, wie erschreckend alltäglich Belästigungen im Umgang mit Frauen noch immer sind.
    • dorfne 29.05.2018 16:05
      Highlight Highlight Wie Frau uns da hochmütig belehrt. Wie wenn Frauen grundsätzlich mit Verletzungen nicht umgehen könnten! Viel eher sieht es doch so aus, dass Männer die Verletzung durch ein Nein der Frau nicht hinnehmen wollen und dann übergriffig werden. Weil es ihnen an Respekt gegenüber der Frau fehlt!
    • MacB 29.05.2018 16:58
      Highlight Highlight Graustufe rot, du lmmentierst hier alles unglaublich negativ und das mehrfach. Warum?

      Ich seh's wie Snowy.
    • dorfne 29.05.2018 17:48
      Highlight Highlight @MacB. Warum? Weil Frau F.'s Aussagen strotzen vor Feindseligkeiten gegen Frauen. Auch dass diese Feinseligkeit im intellektuellen Mänteli daher kommt ändert nicht daran. Das sie dafür in diesem Forum Applaus kriegt war für mich vorhersehbar. Und es beweist nur eins: die Metoo-Bewegung darf noch lange nicht abflauen. Und eine Frau F. wird sie garantiert nicht bodigen können, indem sie zumindest teilweise die Wahrheit auf den Kopf stellt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 29.05.2018 13:16
    Highlight Highlight Ich empfinde Frau Flasspöhlers Aussagen als wohltuend überlegt. Sie spricht mir in vielen Aspekten aus dem Herzen.

    Die Metoo-Bewegung kann nur dann etwas Gutes bewirken, wenn Frauen sich damit gegenseitig Mut machen, sich gegen unerwünschte Berührungen, Angebote und zweideutige Aussagen abzugrenzen.

    Nicht jede unangenehme Erfahrung ist automatisch ein Übergriff. Ein Mann kann schliesslich auch nicht hellsehen. Frau muss aktiv mitgestalten. Darin sollten sich Frauen gegenseitig unterstützen.

    Und es stimmt: Frauen müssen auch beim Sex selbstbewusster werden und aktiver mitgestalten.

    • Enzasa 29.05.2018 14:44
      Highlight Highlight Frau Flasspöhler ist schon ein negativ Beispiel indem sie ein klares Nein dem Patriarcht zuordnet. Ich habe meinen Töchtern ein klares Ja gelehrt, damit sie niemals im Zweifel sind bei einem Nein. Wer von vornherein offen und selbstbewusst in eine Affäre geht, der müsste auch im Falle von Gewalt klarer und sicherer in seinen Aussagen sein, wenn es um Gewalt geht. (Gott sei Dank ist die Bestätigung bisher nicht belegt)
      Me too belegt einfach, dass Übergriffe real sind und dass es sie im Bereich der Keeba gibt, hat mich schon überrascht 😱.
  • stadtzuercher 29.05.2018 13:12
    Highlight Highlight Weise Worte, vielen Dank!
  • Maracuja 29.05.2018 13:12
    Highlight Highlight Frau Flasspöhler hat gut reden. Sagt Sie nein auf Avancen, sind für Sie die negativen Konsequenzen (kein Arbeitsvertrag, Entlassung u.ä.) leichter zu ertragen als für schlecht ausgebildete Frauen. Gerade junge Migrantinnen sind teils starken Belästigungen ausgesetzt. In den Fällen, von denen ich Kenntnisse habe, haben die (meist gläubigen) Frauen Nein gesagt und durften dann auf‘s RAV. Sich wehren (verbal oder mit Handtasche), aber zum Vorgefallenen zu schweigen, bedeutet leider auch, dass der Belästiger seine Macht weiterhin missbrauchen kann.
    • DerTaran 29.05.2018 14:37
      Highlight Highlight Wer sich belästigen lässt, nur um eine Job zu behalten, verkauft sich nicht nur selber, man leistet der Gesellschaft auch eine Bärendienst, weil es dem Güssel zeigt, dass solch ein inakzeptables Verhalten funktioniert. Dann doch lieber aufs RAV.
    • Enzasa 29.05.2018 14:49
      Highlight Highlight Maracuja ich stimme Ihnen zu und die Aussagen von Frau Flasspöhler helfen diesen Frauen in keiner Weise. Sie stärkt die Position des Machthabers, die Frauen wollten es ja, sie haben sich nicht gewehrt.
      Schade, wenn gerade Frauen ihre Position missbrauchen um sich selber zu huldigen und Umsätze zu generieren, anstatt den Schwächeren zu unterstützen und zu stärken
    • dorfne 29.05.2018 15:43
      Highlight Highlight In vielen Kulturen wird die Frau vom Ehemann oder männlichen Verwandten verprügelt oder gar getötet wenn sie Nein sagt, bzw. ein eigenständiges Leben führen will. Nicht vergessen: in den meisten Ländern der Welt gibt es anders als bei uns keine Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joshuuaa 29.05.2018 13:12
    Highlight Highlight Metoo hat zuerst einmal einfach beschrieben. Die ersten Posts, die mit dem Hashtag versehen sind, sind meist sorgfältig formuliert. Die Frauen, die die Bewegung stark gemacht haben, sind sich der Unterschiede zwischen ihren Erfahrungen bewusst. Dieses Beschreiben hat einen Diskurs ermöglicht. Und dieser Diskurs ist wertvoll. Er handelt auch davon, was geändert werden soll. Das Frauen "potenter" werden, ist gar schon teilweise der Fall, denke ich. Ich erkenne in dem, was die Dame sagt, keine Gegenbewegung, sondern schlicht einen Beitrag zur Debatte. Aber ich muss das Buch auch nicht verkaufen.
    • dorfne 29.05.2018 15:44
      Highlight Highlight Danke für diesen sachlichen Kommentar.
  • who cares? 29.05.2018 12:51
    Highlight Highlight Also das tl:dr wäre hier: Sich erst im Nachhinein wehren ist nicht legitim und man kann von Männern nicht verlangen ihre Triebe im Griff zu haben, wenn Frauen keine Grenzen setzen.

    Finde ich problematisch Männern und Frauen gegenüber. Männer werden Triebtätern degradiert und den Frauen die Schuld daran gegeben.

    Sie vergisst zudem, dass sexuelle Belästigung genau weil es auch mit Machtausübung zu tun hat, öfter in Machtgefällen auftritt.
    • dorfne 29.05.2018 15:47
      Highlight Highlight Sie "vergisst" auch, dass es beim Metoo-Pranger nicht um sexuelles Begehren geht, sondern um Machtmissbrauch seitens von Männern und deren Respektlosigkeit gegenüber Frauen!
    • drüber Nachgedacht 29.05.2018 16:09
      Highlight Highlight in der MeeToo Bewegung hat es sich ursprünglich um Frauen gehandelt, die dank Sex mit einem Vorgesetzten eine Position erhalten haben.

      Wer wem das Angebot mit dem Sex gemacht hat, wird wohl in den meisten Fällen nicht mehr zu eruieren sein.

      Da Männer auf sexuelle Angebote oftmals empfänglicher sind als Frauen, ist die Frage wer gegen wen welche Macht ausgeübt hat nicht ganz so klar.
    • Enzasa 29.05.2018 17:37
      Highlight Highlight Zwischen „nach oben schlafen“ was ich einer starken und selbstbewussten Frau zuordnen würde und „sexuelle Belästigung“ erdulden, was garantiert durch Angst, Verzweiflung und Machtlosigkeit der Frau ermöglicht wird, liegen Welten und es ist unsäglich dieses Verhalten zu vermischen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • welefant 29.05.2018 12:47
    Highlight Highlight grad mal bumble abchecken!
  • Baccaralette 29.05.2018 12:45
    Highlight Highlight Es gibt ganz verschiedene weibliche Charaktere. Die einen, die dir mit der Faust ins Gesicht schlagen, wenn du auch nur versuchst, sie anzufassen. Die anderen, die vor Scham im Mäuseloch verschwinden - und zig Millionen Schattierungen dazwischen.
    Und das ist grundsätzlich gut so. Weil auch Männer nicht alle belästigen, vergewaltigen oder die Frau nur als Sexobjekt sehen.
    Wie Daenerys Targaryen sagt - ich kann nicht ganz verstehen, was Frau Flasspöhler nun sagen möchte. Frauen emanzipiert euch und vergewaltigt Männer?
    • Baccaralette 29.05.2018 15:15
      Highlight Highlight Wofür wird denn geblitzt? Nein natürlich möchte ich nicht, dass überhaupt jemand vergewaltigt wird, also ehrlich!
    • achsoooooo 29.05.2018 15:26
      Highlight Highlight @Baccara WAS sagt Daenerys? "Ich kann nicht verstehen, was Frau Fasspöhler sagen möchte"?

      Ich versteh nicht, auf was du hinaus willst...
  • ubu 29.05.2018 12:42
    Highlight Highlight Ich finde es völlig okay, dass MeToo im "Angriffsmodus" gestartet ist. Die Frage ist, wo es jetzt hin geht. Und da klingen die Überlegungen Svenja Flasspöhlers sehr interessant und bedenkenswert. Danke für dieses Interview!
    • HAL9000 29.05.2018 14:04
      Highlight Highlight Die Männer werden verunsichert, sprechen noch weniger Frauen an, die Menschheit stirbt aus...
    • dorfne 29.05.2018 15:51
      Highlight Highlight @HAL9000. Nein. Die Männer sollten den Frauen einfach Raum geben für ein Ja oder ein Nein. Respekt heisst das Zauberwort. Frauen wollen auch Sex, aber nicht dass der Mann über sie herfällt nachdem sie nein gesagt hat! Ist das so schwer zu verstehen?
    • Adumdum 29.05.2018 15:59
      Highlight Highlight Stimme ich voll zu, von Anfang bis Ende.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eric Lang 29.05.2018 12:36
    Highlight Highlight Schön, eine starke Frau mit vernünftigen Ansichten!
    Für mich ist seit der MeToo Debatte klar, dass ich im beruflichen Umfeld mit den Damen, nur noch auf entsprechend geschäftlicher Basis kommuniziere. Die Du Ebene ist somit ebenfalls Geschichte, auch wenn die meisten Damen darauf zickig reagieren.
    Fazit, eine gewisse persönliche Distanz im Alltag, ist dann auch wieder nicht recht und genehm.
    • Enzasa 29.05.2018 13:42
      Highlight Highlight Wenn ich eine Frau ungefragt und übergreifend auf den Po fasse und meine Hand einige Sekunden lang liegen lasse und süffisant lächle, was hat das bitte mit duzen oder siezen zu tun?
  • Diavolino666 29.05.2018 12:34
    Highlight Highlight Der Grundgedanke von #meetoo ist ja löblich, wenn dadurch echte Schweine einen Denkzettel erhalten. Der Todesstoss für die Glaubwürdigkeit war jedoch der Moment, wo das weibliche subjektive Empfinden über die Objektivität gestellt wurde. Es gibt IMMER zwei Seiten und wenn jetzt Gesetze erlassen werden aufgrund von "weiblichen Empfindungen", sind wir beim Matriarchat und keinen Schritt weiter.
    • Enzasa 29.05.2018 14:34
      Highlight Highlight Begegnen Männer, Frauen auf Augenhöhe und mit Respekt (andersrum genauso) dann ist die Welt in Ordnung.
      Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass gerade jüngere Männer
      < 38 das tuen. (aus Gesprächen mit meinen Töchtern) Schlechte Erfahrungen habe ich, in der Regel, mit Männer meiner Generation gemacht siehe Weinstein, Wedel, Freeman.
      Wir, Männer und Frauen (als Eltern z.b.) haben es in unserer Hand, die Zukunft zu gestalten. Menschen in ihren Fähigkeiten zu stärken und selbstbewusst zu machen, das schafft eine gleichberechtigte und menschliche Gesellschaft.
    • dorfne 29.05.2018 15:39
      Highlight Highlight Männer beanspruchen Verfügungsgewalt über die Frauen. Sie brauchen nur den Blick über Europa hinaus zu weiten. Dann sehen Sies. Das prangert Metoo an! Dass dabei übertrieben wird, Männer zu Unrecht beschuldigt werden, ist sehr hässlich, müsste mMn auch diskutiert werden, Verleumderinnen müssten strafrechtlich belangt werden. Trotzdem ist diese Bewegung nötig, weil sie den Machtanspruch der Mann über die Frau in Frage stellt!
    • FrancoL 29.05.2018 15:57
      Highlight Highlight Naja ich bin mir nicht so sicher ob Frau mit Macht, nicht ähnlich funktioniert wie der Mann mit Macht. Vielleicht nicht im sexuellen Bereich aber das mit der Augenhöhe ist bei Frau mit Macht gegenüber Mann ohne Macht nicht viel anders als beim Mann mit Machtstellung.
      Macht verdirbt nun mal häufig den Charakter und dies nicht nur bei Männern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Enzasa 29.05.2018 12:32
    Highlight Highlight Frau Flasspöhler macht genau dass, was die der me too Bewegung vorwirft.
    Kein Wort darüber, dass auch Männer bei me too gepostet haben. Kein Wort darüber, was in der realen Welt immer wieder passiert, wenn Frauen Vergewaltigungen anzeigen. Wo sind da ihre Lösungsansätze? Me too war bzw. ist noch eine Welle, die Machtmissbrauch und falsche Doktrin an die Oberfläche gespült hat.
    Es liegt an uns, ob wir, Männer und Frauen, etwas ändern. Me too ist keine Lösung, lediglich ein Aufruf.
  • Daenerys Targaryen 29.05.2018 12:30
    Highlight Highlight Ich kann die Aussagen von Frau Flasspöhler zu einem nachvollziehen, aber auch wieder nicht. Auch verstehe ich nicht ganz was sie damit sagen möchte...? Und wieso habe ich letzter Zeit das Gefühl die Menschheit besteht aus zwei Rassen, die weibliche und die männliche?
    • natalie74 29.05.2018 13:25
      Highlight Highlight Wir sind nicht zwei Rassen. Aber Männer und Frauen sind (und waren schon immer) verschieden. Was auch vollständig in Ordnung ist. Schwierig wird es nur, wenn man diese Verschiedenheit zu werten beginnt, also mit besser und schlechter zu argumentieren anfängt...
    • Philipp55 29.05.2018 14:01
      Highlight Highlight Vielleicht weil es tatsächlich Männer und Frauen gibt?
      Frauen und Männer haben nun einmalig unterschiedliche Denkweisen. Das ist doch auch genetisch und Entwicklungsgeschichtlich bedingt.
    • Enzasa 29.05.2018 20:44
      Highlight Highlight Emanzipierte Frauen können sich durchsetzen. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass Frauen von zu Hause aus, diesen Weg einschlagen.
      Wenn alle Menschen emanzipiert wären, gäbe es kein Me too.
      Wenn alle Männer emanzipiert wären, würde kein Machtmissbrauch stattfinden. Wenn alle Frauen emanzipiert wären, gäbe es keine Frauen die stillschweigend erdulden.
      Warum gibt sie keine Ratschläge, wie man alle Menschen emanzipiert.
  • Posersalami 29.05.2018 12:14
    Highlight Highlight "Klar, geht damit das Risiko einher, einen Auftrag, eine Rolle, einen Job vielleicht nicht zu bekommen oder gar seine Arbeit zu verlieren."

    Aber sicher doch, eine junge Schauspielerin kann einfach zum nächsten Produzenten, wenn sie vom ersten angegraben wird. Und natürlich kann auch die Sekretären jederzeit einen adäquaten Job finden, wenn der Chef aufdringlich wird.

    Vielleicht in ihren Träumen, mit der Realität hat das freilich nichts zu tun! Wieso wird hier den Opfern heimlich eine Mitschuld untergeschoben? Ich glaube es hakt!
    • who cares? 29.05.2018 12:46
      Highlight Highlight Oder eine alleinerziehende Mutter, die auf einen Job angewiesen ist. Sie kann wählen zwischen sich weiter wahrscheinlich strafrechtlich nicht belangbar bzw. Beweisführung praktisch unmöglich belästigen zu lassen oder den Job verlieren und die Kinder mit Sozialhilfe durchzufüttern.
      Alle die das Gefühl haben, man kann ja einfach zur Polizei sollten sich an den Artikel über die vergewaltigte Bundeswehrsoldarion erinnern.
    • tschief 29.05.2018 13:11
      Highlight Highlight @who cares: der soldat wurde verurteilt: Genau das braucht es, damit diese Missbräuche endlich aufhören
    • Nick_ 29.05.2018 13:21
      Highlight Highlight @Posersalami: Klar hat sie eine Wahl.
      Meinst du ein Mann ist im Berufsleben frei von Zwang? Das hat für mich nichts mit dem Geschlecht zu tun sondern mit Eigenständigkeit und für sich selbst einstehen.
      Als Mann riskiere ich auch den Job, wenn ich zB bei einem Chef Dinge verweigere. Wenn mein Chef meint, ich müsse nach einem erfolgreichen Deal anschliessend mit dem Kunden in eine Erotikbar um den Deal dort zu feiern, habe ich auch die Wahl. Entweder ist es mir der Job wert und mach es oder ich verweigere und werde halt eventuell deshalb gefeuert. Wo ist das Problem?
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