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Camila Cabello räumt bei den MTV Europe Music Awards ab – und wie

05.11.2018, 01:0005.11.2018, 06:38

Camila Cabello und ihr Ohrwurm «Havana» sind die grossen Gewinner der MTV Europe Music Awards in Bilbao. Den «Global Icon»-Award erhält die US-Pop-Ikone Janet Jackson.

Die US-Sängerin Camila Cabello hat mit ihrem Hit «Havana» bei den MTV Europe Music Awards abgeräumt. Die 21-Jährige gewann am Sonntagabend bei der Zeremonie im nordspanischen Bilbao die Preise als beste Künstlerin, für den besten Song und für das beste Video.

Abgeräumt: Camila Cabello.
Abgeräumt: Camila Cabello.Bild: EPA/EFE

Strahlend nahm Cabello in einer roten Abendrobe die Preise entgegen und richtete dabei einen Gruss an ihre Mitbewerberin und gute Freundin Ariana Grande, die ebenfalls nominiert war – aber leer ausging.« Dieses Jahr war das beste in meinen Leben», sagte die in Kuba geborene Musikerin, die mit sechs Nominierungen als Favoritin ins Rennen gegangen war.

Die US-Rapperin Nicki Minaj gewann zwei Trophäen und wurde unter anderem als beste Hip-Hop-Künstlerin ausgezeichnet. Die britische Sängerin Dua Lipa wurde als beste Pop-Künstlerin geehrt, die US-Band Panic! at the Disco gewann den Preis für die besten Alternative-Künstler und der US-DJ Marshmello den Preis als bester Elektro-Künstler.

Cabellos Dankesrede:

Beste Newcomerin ist die US-Rapperin Cardi B. Der kanadische Sänger Shawn Mendes wurde bei der von Schauspielerin Hailee Steinfeld moderierten Show als bester Live-Künstler ausgezeichnet.

Der erst 20-jährige Kanadier, der im vergangenen Jahr mit vier Auszeichnungen der grosse Gewinner der MTV EMA-Show gewesen war, bedankte sich per Videobotschaft.

Die meisten Nominierungen

Die kubanisch-amerikanische Sängerin und Songwriterin Camila Cabello war mit Nominierungen in sechs Kategorien gestartet. Mit jeweils fünf Nominierungen folgten Pop-Queen Ariana Grande und der für seine Gesichtstätowierungen bekannte US-Rapper Post Malone.

Camila Cabello war schon bei den MTV Video Music Awards im August als Künstlerin des Jahres und für das beste Video geehrt worden. Der Hit «Havana» mit dem Rapper Young Thug hatte im Januar ebenso wie das Album «Camila» die Spitze der US-Charts erreicht. Die Audioversion von «Havana» wurde auf Youtube 1.3 Milliarden Mal angeklickt.

Mehrstündige Mega-Show

Das junge Publikum in der Arena kreischte oft und laut – speziell bei den Auftritten von Superstar Nicki Minaj, die sich mal im sexy pinken Outfit, mal im silbernen Abendkleid präsentierte und auch in den Kategorien Bester Hip-Hop-Act und Bester Look gewann.

Nicki Minaj brachte die Menge zum Kreischen.
Nicki Minaj brachte die Menge zum Kreischen.Bild: Vianney Le Caer/Invision/AP/Invision

Weitere Top-Acts der zweistündigen Show waren die Platin-gekürte Künstlerin Halsey, die spanische Sängerin Rosalía, die britische Rockband Muse und Star-DJ David Guetta.

Den «Global Icon»-Award erhielt die US-Pop-Queen Janet Jackson («That's the Way Love Goes»), die seit mehr als 40 Jahren im Showbusiness ist und bis heute elf Studio-Alben mit zahlreichen Nummer-1-Hits veröffentlicht hat.

Barfuss, mit wallender Haarmähne und mitreissender Choreographie performte sie ihren Song «Made For Now», den sie mit Ausschnitten aus «All For You» und «Rhythm Nation» mixte.

«Eine Ikone genannt zu werden ist eine grosse Ehre, aber auch eine grosse Verantwortung», sagte Jackson und sprach allen unterdrückten und missbrauchten Frauen in aller Welt ihre Solidarität aus. «Frauen, unsere Stimmen werden gehört werden!», betonte die Künstlerin.

Mike Singer ist «Best German Act»

In der Kategorie «Best German Act» siegte Mike Singer, der zusammen mit Bausa, Namika, Feine Sahne Fischfilet und Samy Deluxe nominiert war.

Durch den Abend führte die Schauspielerin und Sängerin Hailee Steinfeld, die auch selbst auftrat und ihren Hit «Back To Life» aus dem Film Bumblebee präsentierte. Das Spektakel wurde weltweit in eine halbe Milliarde Haushalte übertragen.

Die MTV Europe Music Awards werden seit 1994 vergeben, während die MTV Video Music Awards bereits seit 1984 in den USA verliehen werden. (sda/afp/dpa)

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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ohmann94
05.11.2018 09:10registriert November 2015
Wenn, so wie anscheinend jetzt in diesem Jahr, nur Leute Awards gewinnen, die nicht wirklich gute Musik machen, dann weiss man, dass es um die Musikindustrie schlecht bestellt sein muss. Wie kann Nicki Minaj auch nur einen Award gewinnen? Und diese Caballero hättevwohl eher den Award für den nervigsten Hit verdient. Ich vermisse doch tatsächlich die „guten Zeiten“, damals, als Preise noch für Leistung und nicht für Präsenz in den Sozialen Medien und der Klatschpresse vergeben wurden. Eine echte Schande sowas...
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