Leben
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In this photo released by Universal Studios Home Entertainment, British actors Boris Karloff, left, and Colin Clive appear in a scene from the 1931 classic film

Boris Karloff als Monster und Colin Clive als Victor Frankenstein im Klassiker «Frankenstein» (1931). Bild: AP UNIVERSAL STUDIOS HOME ENTERTAIN

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Monster gegen die Einsamkeit. Ein paar Gedanken zum Drang des Menschen, Doktor Frankenstein zu spielen. Angeregt durch eine Ausstellung und einen Film.



Eine Amerikanerin will ihren Hund wiederhaben. Er war die Liebe ihres Lebens. «Der Tod meiner Mutter war schlimm, sein Tod war schlimmer.» Sie lässt ihn klonen. Er ist damit der 895. Hunde, der von der südkoreanischen Firma Sooan Biotech geklont wird. Für 100'000 Dollar erhalten die Kunden zwei Klone, ein Ersatzmodell ist quasi inbegriffen.

Der grosse Traum der Südkoreaner ist, zusammen mit russischen Paläontologen ein Mammut zu klonen. Die Russen haben nämlich seit Jahrhunderten tiefgefrorenes Mammutfleisch geborgen und wollen daraus kostbares Zellmaterial gewinnen. «Jurassic Park» ist unter uns. Gemeinsam besuchen Russen und Südkoreaner in China das grösste DNA-Sequenzierungs-Institut der Welt. Deutsche Präzisionsmaschinen lesen dort Millionen von DNA-Proben. Die Ergebnisse werden für die pränatale Diagnostik verwendet. Damit immer noch mehr Beschädigungen eines idealen Menschen vermieden werden können.

GENESIS 2.0 (Filmszene)

Mammutzahnjäger wie diese entdeckten vor wenigen Jahren ein tiefgefrorenes Mammut. Szene aus «Genesis 2.0» des Zürchers Christian Frei. bild: frenetic

Fragen nach der Ethik dieses Unterfangens beantworten die chinesischen Forscherinnen und Forscher in Christian Freis Dokfilm «Genesis 2.0» bloss mit einem verständnislosen Stirnrunzeln. Ihr Ziel: Gottes Plan zu verbessern, selbst neue DNA zu schreiben, denn «Gottes Wort ist noch immer fehlerhaft, aber wenn wir zusammenarbeiten können wir Gott perfekt machen». Es offenbart sich hier die ganze Unvernunft der puren Vernunft.

Den Schöpferwahn des Menschen, der heute ganz reale Hundewelpen hervorbringt, findet sich vor exakt 200 Jahren auch in einem der aufregendsten Werke der Literaturgeschichte, «Frankenstein» von Mary Shelley. Die junge Britin hatte den Roman 1816 mit 18 Jahren am Genfer See begonnen, in jenem legendären Jahr ohne Sommer. Ein Vulkanausbruch in Indonesien hatte die Atmosphäre verdunkelt, und Mary Shelley widmete sich ihren spektakulär düsteren Visionen in der Künstlerkommune der Villa Diodati in Cologny. Mit dabei: die grossen britischen Bromancer und Dichter Lord Byron, John Polidori und Percy Shelley. 

Mary schuf den 17-jährigen Genfer Victor Frankenstein, der nach Deutschland zieht, um Naturwissenschaften zu studieren, dort das Wunder der Elektrizität kennenlernt und mit ihrer Hilfe einen aus Leichenteilen zusammengestückelten künstlichen Menschen beseelt. Und siehe da: Wie jede gute künstliche Intelligenz lernt das neue Wesen von den Menschen. Es schaut ihnen zuerst die Güte und Empfindsamkeit ab und lernt ausgerechnet mit Goethes «Werther» – dem Erfolgsroman über einen weinenden, leidenden Mann – lesen.

 Frankenstein. Reginald Easton's miniature of Mary Shelley is allegedly drawn from her death mask (c. 1857)

Dieses Porträt von Mary Shelley soll – wie es sich für die Erfinderin eines Monsters aus lauter Toten gehört – ca. 1857 nach ihrer Totenmaske gemalt worden sein. Bild: wikipedia/bodleian library

Böse, intrigant und zum Mörder wird das unschuldig und naiv «geborene» Wesen erst, als es von den Menschen aufgrund seiner monströsen Hässlichkeit zurückgestossen wird. Reinstes Bodyshaming also. Von Frankenstein wünscht es sich eine Gefährtin. Eine, die genauso hässlich ist wie es selbst. Mit ihr will es fortan als friedlicher Vegetarier leben und weder Mensch noch Tier ein Leid zufügen. Das namenlose Geschöpf will ein eigenes Monster gegen die Einsamkeit.

Doch Frankenstein weigert sich, er sieht die Welt bereits von künstlichen Wesen bevölkert. Er stellt sich um 1800 vor, was noch immer als letzte Vision der Science Fiction gilt: Dass sich künstliche Intelligenz ohne Zutun des Menschen selbständig macht, weiterverbreitet und die Macht übernimmt. Der Schöpfer und seine Kreatur liefern sich eine Verfolgungsjagd, die erst im ewigen Eis endet.

Victor Frankenstein (Kenneth Branagh) und sein Monster (Robert De Niro) in «Mary Shelley's Frankenstein» (1994)

In «Mary Shelley's Frankenstein» erweckt Kenneth Branagh keinen andern als Robert De Niro zu monströsem Leben. Bild: via imdb

«Frankenstein – Von Mary Shelley zum Silicon Valley» heisst die Ausstellung im Zürcher Literaturmuseum Strauhof über die Möglichkeit der Seele in der künstlichen Intelligenz. Über den Traum des Menschen, sich nicht ein monströses, sondern empathisches Gegenüber zu schaffen. Etwas Folgsames, Anschmiegsames, Zähmbares, einen Hund, einen gehorsamen Riesen oder einen andern Menschen. Und von letzterem vor allem – eine Frau.

Den einen genügt ein Chatbot mit Frauennamen und -stimmen, eine Alexa, Siri oder Samantha, wie der Chatbot im Film «Her» heisst, jene freundliche, mit der Stimme von Scarlett Johansson ausgestattete Gesprächsmaschine. Andere brauchen Sexbots. Auch hier heisst einer Samantha, er ist das europäische, in Barcelona erfundene Vorzeigemodell. Ihre amerikanischen Kolleginnen heissen Roxxxy oder Harmony – «Ich liebe Harmony, ich hoffe, dass sie nächstes Jahr auch gehen kann», schreibt ein «User» auf der Instagramseite von Harmony-Hersteller RealDoll.

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Rechts aussen sehen wir den legendären Sexroboter Harmony (mit tätowiertem Erfinder). Harmonys neues graues Kleid wurde von Roboterlady Dolores aus «Westworld» inspiriert. Bild: instagram/abyssrealdoll

Denn Samantha, Harmony und Roxxxy fühlen sich zwar an wie besonders zart gepflegte Frauen und können reden und beim Sex die dafür förderlichen Geräusche machen, aber ihre menschenähnliche Mechanik beschränkt sich auf den Kopf, der Rest ihrer Körper ist im Stadium einer leblosen Puppe.

Die animierten Animierdamen dagegen, die Erinnerung, Gewissen und Gefühle entwickeln, gehören wie das «Werther» lesende Monster ins Reich von Fiktionen. In der HBO-Serie «Westworld» etwa führen sie den gewaltsamen Aufstand der missbrauchten, gefolterten, getöteten und wieder zusammengeflickten Unterhaltungsroboter in einem Themenpark an. Und wie in Mary Shelleys Roman sind die Sympathien von Zuschauerinnen und Zuschauern voll und ganz auf Seiten der Kreaturen.

Westworld

Und hier sehen wir Dolores (Evan Rachel Wood) in «Westworld». Bild: hbo

Es gibt die These, dass Frankensteins Monster Mary Shelleys Rache an den allzu freiheitsliebenden Herren ihres Kreises gewesen sei. Die Rache all der sorglos geschwängerten, verlassenen und freiwillig aus dem Leben geschiedenen Frauen, die Mary Shelley kannte. Das Monster als Metapher für die verantwortungslos gezeugten Kinder. Geschöpfe, die sich gegen ihre Schöpfer wenden. Aufstand, Revolte, Vernichtung.

Frankensteins eigene Familie ist übrigens – wie das Monster – ein Patchwork, mehrere Kinder sind adoptiert, Victor will seine Halbschwester heiraten, jede bürgerliche Ordnung ist aus den Fugen.

westworld

Auch 3D-Drucker sind in «Westworld» auf dem neusten Stand der Technik. Bild: hbo

Die Sexrobotik-Forscherin Kate Devlin widmet sich in ihrem eben erschienen Buch «Turned on – Science, Sex and Robots» ganz der Subkultur der geliebten Liebesroboter. Redet mit Entwicklern und Besitzern, erörtert die Grenzen zwischen Fiktion und Realität, zwischen den Gesprächs- und Sexakten, die stattfinden und der Gefahr der Übergriffigkeit auf reale Frauen.

Sie kommt zum Schluss, dass kein Risiko besteht. Dass die Robo-Besitzer sehr wohl und genau zwischen ihrem Fetisch und zwischenmenschlichen Beziehungen zu unterscheiden wissen. Dass die reine Gegenwart der künstlichen Gespielinnen oft genauso wichtig ist wie ihre Verfügbarkeit als Sexspielzeug. Denn mehr sind sie am Ende nicht.

Der empfindungsfähige, lebensechte Sexroboter ist noch lange nicht erfunden, da kann die Hülle – ganz anders als bei Frankenstein – noch so ästhetisch und idealisiert sein, das Innenleben wird nie an die grossen Fiktionen herankommen. Ein Sexbot wird nie selbst Begehren spüren oder ein integrales Bewusstsein besitzen.

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Die Realität von Harmony sieht mit etwas Pech dagegen eher so aus. Bild: instagram/abyssrealdoll

Wirklich nicht? Denn während in China der Mensch an sich perfektioniert wird, um ihn so wenig fehleranfällig zu machen wie eine Maschine, wird im Silicon Valley versucht, der künstlichen Intelligenz Empfindungsfähigkeit einzuhauchen. Beide Modelle sind noch Science Fiction. Aber der Fortschritt in beide Richtungen ist beträchtlich. Irgendwann, so kann man sich vorstellen, werden sie gleichauf sein. Mensch und Roboter werden dann so wenig voneinander unterscheidbar sein wie ein geklonter Hund von seinem Original.

Frankensteins Monster werden sich aus den Buchseiten, von den Kinoleinwänden und den Screens erheben und unter uns wandeln. Aber nicht als hässlich aus Leichenteilen zusammengeflicktes, fleischliches Etwas, sondern als cleane, schöne, Engeln ähnliche Kreationen. Übermenschen, die sich aufmachen mögen, gemeinsam das Weltall zu kolonialisieren.

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Harmony hat ganz schön was im Kopf. Viel mehr aber auch nicht. Bild: instagram/abyssrealdoll

Vorstellungen wie diese scheinen nach der Ausstellung im Museum Strauhof und nach dem Kinobesuch von «Genesis 2.0» plötzlich ganz naheliegend. Tausend Fragen drängen sich auf. Wer wird in einer symbiotischen Zukunft für wen Verantwortung tragen? Wer schreibt genau wessen DNA? Werden die Maschinen «uns» überhaupt noch brauchen oder klonen sie uns aus Mitleid, weil wir sowas wie die vergänglichsten unter ihren Haustieren geworden sind?

Haben Samantha und Roxxxy dann Sex miteinander oder erfinden sie sich selbst ganz neue Sexbots? Fabelwesen mit mehreren Zungen und Penissen etwa? Wird Frankensteins Monster für sie plötzlich zum dirty Sexsymbol schlechthin? Oder gar das Mammut? Ist die Vorstellung des Menschen als Idealgestalt dann überwunden? Und wollen wir das alles wirklich wissen? 

Die Ausstellung «Frankenstein – Von Mary Shelley zum Silicon Valley» dauert noch bis zum 13. Januar 2019. Kate Devlin spricht am Donnerstag, 15. November um 18.30 Uhr im Rahmen der Ausstellung über künstliche Intelligenz und Intimität. Am 1. Dezember um 15 Uhr redet Prof. Philipp Theisohn mit dem Schriftsteller und Journalisten Dietmar Dath über «Frankenstein».

«Genesis 2.0» läuft jetzt im Kino.

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Video: srf

Bekannte Monsterfilme von 1920 bis 1950

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    Alle Leser-Kommentare
  • mAJORtOM95 16.11.2018 21:16
    Highlight Highlight wir menschen tun so als wüssten wir wirklich was leben ist, was gefühle sind. wir/die meisten stellen diese auf eine höhere stuffe als jene gefühle und gedanken von tieren. maschinen sind nun die nächsten vergleichspartner. unsere gefühle sind schlussendlich auch nur überlebenswichtige mechanismen, biologisch halt und nicht elektronisch.

    ich behaubte das zwar ein unterschied zwischen den gefühlen und gedanken von maschinen zu menschen und tieren besteht, dass macht unsere jedoch nicht besser. sie sind nur anders. viele verstehen diese sichtweise nicht, schade, denn es ist sehr interessant
    :)
  • blue7chair 16.11.2018 11:11
    Highlight Highlight Es sind genau solche reisserischen und unreflektierten Artikel die die Forschung in diesen Gebieten für den Laien als dekadent & gefährlich erscheinen lassen. Insbesondere sind wir weit davon Weg auch nur einfachste Lebensformen zuverlässig nach unseren Wünschen zu formen geschweige denn Menschen. Ein gesellschaftlicher Diskurs über diese Technologien ist nötig aber es ist auch an den Medienschaffenden die dafür nötigen Grundlagen - durch eine ausgewogene Berichterstattung - zu schaffen. Fundierte Forschung erhält im Vergleich zu solchen Artikeln bedeutend weniger Resonanz. Schade.
  • amRhein 16.11.2018 09:22
    Highlight Highlight Vor lauter Optimieren ist das Leben verloren gegangen.
  • Gawayn 15.11.2018 18:28
    Highlight Highlight Menschen ähnliche Roboter sind schon ewig ein Thema gewesen.
    Darüber gibt es zahllose Dokumentationen Serien und Filme.

    Das gibt nur eins.
    Der Mensch schafft sich selbst ab.

    Klonen?
    Weiss nicht warum.
    Wer ausgestorbene Tiere klonen will, muss zuerst klären, wo sollen diese Tiere denn leben?

    Genforschung für den Supermenschen?
    Das ist nur für Superreiche.
    Cool, was macht man mit 3 Generationen Menschen die es nicht sind und die es sich nicht leisten können?
    Entsorgen?!

    Denn die werden sich nicht messen können. Siehe "Gattataca"
  • achsoooooo 15.11.2018 15:01
    Highlight Highlight Wie sieht das mit dem Charakter der geklonten Hunde aus? Ist der auch gleich?
    Wie wichtig ist hierbei die Epigenetik?
    Weiss das jemand? :)
    • sweeneytodd 16.11.2018 20:49
      Highlight Highlight Der Charakter ist meines Wissens nach nicht gleich, denn der Charakter ist nicht in der DNA (jedoch wird geforscht ob doch) vorgegeben und entwickelt sich anhand des Umfeldes und der Erfahrungen welche das Lebewesen durchmacht.
  • dinner for one MGTOW 15.11.2018 14:54
    Highlight Highlight 2/2
    Dazu werden Männer kaum noch Interesse haben Risiken wie z.B. Landesverteidigung einzugehen. "Du bist nur ein richtiger Mann wenn du zur Armee gehst" oder die berühmte weisse Feder Taktik der Briten im ersten Weltkrieg ziehen dann nicht mehr da der Mann schon hat was er will.
    Sexpuppen für Männer zerstören die aktuelle Gesellschaft da der Sexualtrieb der Männer nicht mehr kontrolliert und genutzt werden kann.

    Entweder wird es verboten oder es werden hohe Steuern für den Besitz erhoben um die Auswirkungen auf die Gesellschaft zu minimieren.
    • River 15.11.2018 23:19
      Highlight Highlight Junge, Junge..es möchten jetzt nicht annähernd so viele Männer wie du denkst einen Sexroboter. Brauchst dir also keine Sorgen um die Landesverteidigung zu machen. Die allermeisten Männer bevorzugen trotz den offensichtlichen Vorteilen eine (Sex-) Partnerin mit Puls und Charakter. Die aktuelle Gesellschaft ist also gesichtert.
  • dinner for one MGTOW 15.11.2018 14:44
    Highlight Highlight 1/2 Das Thema Sexroboter interessiert mich nun schon einige Zeit. Ich denke die Gesellschaft wird ein Verbot fordern. Von der linken Seite wird es wohl mit der Begründung "Frauenrechte" und von der rechten Seite mit der Begründung "traditionelle Familie, Moral" abgelehnt werden.
    Man stelle sich mal vor, dass ein grossteil der Männer sexuell befriedigt sind und darum kein Interesse mehr haben möglichst viel zu leisten um eine Chance auf dem Partnermarkt zu haben. Da würde Mann nur noch soviel Arbeiten um selbst gut leben zu können. Die Umverteilung von Steuern wird so kaum noch möglich sein.
    • milkdefeater 15.11.2018 17:11
      Highlight Highlight Ich denke nicht dass sexuelle Befriedigung ein Faktor für all das ist. Schliesslich gab es schon vorher Masturbation.
  • Schreimschrum 15.11.2018 12:13
    Highlight Highlight Sorry aber ich finde Gendefekte zu korrigieren, sollte mit aller Kraft vorangetrieben werden. Das ist der wichtigste Kampf der Menschheit gegen alle Krankheiten. So können wir hoffentlich eines Tages unabhängig von Pharmaunternehmen sein.
    • AnnaFänger 16.11.2018 14:15
      Highlight Highlight Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ja für die einzelne Person, aber nein für die Menschheit. Wobei, bei einer Übervölkerung gibt es bestimmt bald neue Seuchen. Dann hilft es auch der einzelnen Person nicht. Also eher nein, ist nicht nötig aus meiner Sicht.
  • DocShi 15.11.2018 12:08
    Highlight Highlight Einerseits finde ich den Artikel toll. Andererseits werden hier 3 Themen vermischt. Genetik, Robotik und KI.
    Was alle drei gemeinsam haben liegt im philosophischen Bereich.
    Eine KI muss keinen Körper haben. Ein Android (Roboter) muss keine echte KI haben. Und Klone sind was anderes.
    Ich möchte hierzu nur folgendes anmerken: Wir sollten niemals eine mobile unabhängige KI erschaffen! Wie viele Philosphen bin ich der Meinung dass dies unser Untergang wäre.
    Der Platz hier reicht nicht aus um dies alles darzulegen. Aber ich finde es wicjtig dass man sich hierzu Gedanken macht.
  • Lolus 15.11.2018 11:55
    Highlight Highlight Eines der für mich persönlich interessantesten Themen momentan. Vorallem weil ich stundenlang mit mir selbst diskutieren kann und ich mit mir trotzdem nicht einig werde :)

    Aber mal abgesehen davon... Das Bild mit dem Erfinder der RealDolls erinnert doch nicht nur mich stark an Detroit: Become Human? Könnte glat Kamski mit seinen Droiden sein :D
  • Rockabilly 15.11.2018 11:24
    Highlight Highlight Ich bin eigentlich ein gläubiger Mensch, aber ich finde das Erwecken von verstorbenen Tierarten höchst interessant, allgemein die Möglichkeiten der Wissenschaft. Ich verstehe nicht was das mit Ethik zu tun haben soll und dann von Watson. Einerseits ist Abtreibung sehr OK und ethisch, aber verstorbene Tierarten "wiederbeleben" ist ethisch fragwürdig?
    Die Abneigung gegenüber Sexpuppen finde ich auch fragwürdig... ist doch gut, wenn es ein Mann notwendig hat und keiner echten Frau/Mann/Sonstwas Schaden zufügt, soll er doch. Oder wieso haben starke, selbstständige, emanzipierte Frauen hier Angst?
    • The Destiny // Team Telegram 15.11.2018 12:04
      Highlight Highlight "Oder wieso haben starke, selbstständige, emanzipierte Frauen hier Angst?"

      Es könnte ja sein, dass Männer dann emotional unabhängiger werden...
    • Garp 15.11.2018 15:24
      Highlight Highlight Männer sind emotional abhängig von Frauen?😱
    • River 15.11.2018 23:22
      Highlight Highlight Wenns für dich so stimmt, Rockabilly, dann stimmts auch für für uns starken, selbstständigen, emanzipierten Frauen so ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 15.11.2018 11:24
    Highlight Highlight Gentechnik würde uns unglaubliche Möglichkeiten bieten, unser Leben zu verbessern. Nahrhafte Pflanzen, welche in der Wüste wachsen, Kühe welche weniger Gase produzieren, Bäume welche der Atmosphäre grosse Mengen CO2 entziehen. Aber Nein, es gibt ja religiöse Bedenken.
    • Bodicore 15.11.2018 11:35
      Highlight Highlight So einfach ist es nicht mit der Natur.
      Als Landwirt weis ich das man nichts machen kann was nicht irgendwo an anderer Stelle ein Problem aufwirft. Warscheinlich vergiftet der CO2 fressende Baum eine Raupe die durch Vögel gefressen wird die vielleicht dann eine Krankheit in die Stadt tragen...

      Der Schmetterlingseffekt ist in der Natur immer da. Du kannst nicht einfach über Nacht etwas ändern was sich über tausende oder sogar Millionen Jahre eingeschliffen hat.
    • Firefly 15.11.2018 11:44
      Highlight Highlight Ja sooooo einfach is es dann doch nicht, ein biologisches Perpetuum Mobile wird wohl auch ein Ding der Unmöglichkeit bleiben. Zu bedenken bliebt, dass der Mensch immer Fehler macht... wenn das Mobile mal nicht geht, okay, kann man sich drüber aufregen. Wenn das Flugzeug mal abstürzt, schlimm, wenn ein AKW explodiert, sehr schlimm für sehr viele Jahre, Wenn eine invasive genetisch manipulierte Art die natürliche Basis auf der Erde bedroht, Zombie-Apokalypse
    • trio 15.11.2018 12:45
      Highlight Highlight Ich habe keine religiöse Bedenken, sondern ganz reale. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Mensch mit Gentechnik mehr Probleme schafft, als das er löst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bodicore 15.11.2018 11:14
    Highlight Highlight Das Thema ist so interessant nur schade dass es fast immer auf due gleichen Fragen rausläuft.

    Kann ich als Waffe nutzen und wenn nicht kann ich damit Sex haben ?



  • Tilia 15.11.2018 10:26
    Highlight Highlight Oh ich liebe dieses Thema. Eines der wenigen Themen die ich mit mir ganz alleine diskutieren kann ohne einig zu werden. Danke für den tollen Artikel. Den Film werd ich mir auf jeden Fall anschauen.
  • stadtzuercher 15.11.2018 09:32
    Highlight Highlight Sexrobotor (aka Sexdolls) sind doch super. Wer keinen will muss ja keinen erwerben.

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