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In this image released by Paramount Pictures, Scarlett Johansson appears in a scene from,

Künstlicher Körper, echtes Gehirn: Scarlett Johansson als Major in «Ghost in the Shell» (2017). Bild: AP/Paramount Pictures

Weshalb du «Ghost in the Shell» trotz Hollywood-Rassismus schauen musst



1995 hätte das Jahr des endgültigen Durchbruchs für japanische Animes im Westen werden sollen. Um das zu bewerkstelligen, wurde zum ersten Mal ein Anime in Japan, den USA und England gleichzeitig veröffentlicht. Die Massnahme schlug fehl.

Während der Film in seinem Heimatland zum Gassenfeger wurde, interessierten sich in den USA und England nur ein paar Nerds für den Streifen von Mamoru Oshii. Der Name des Werkes: «Ghost in the Shell».

Was war schief gelaufen?

Der Film, der auf den Ideen des legendären Zeichners Masamune Shirow basiert, erhielt brilliante Kritiken. Sein Look sei einmalig, der Soundtrack stimmig. Das «Deutsche Filmlexikon» schwärmt von «philosophischen Dialogen» und einem «meditativen Erzählstil». So weit so gut. Dass «Ghost in the Shell» im Westen zu Beginn floppte, hat trotzdem seine Gründe.

Trailer zu «Ghost in the Shell» (1995)

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Video: YouTube/LoveExposure

Es handelt sich dabei nicht um einen klassischen Plot-Film, keinen klassischen «Held kriegt Problem, Held löst Problem»-Film. Diese Elemente existieren zwar, sie werden aber vom fast allmächtigen philosophischen Überbau des Films dominiert. Und dieser beschäftigt sich mit Fragen ganz existenzieller Natur – mit Fragen der Identität. 

Was ist die Seele? Was sind Erinnerungen? Sind Fantasie und virtuelle Ereignisse als Realität zu akzeptieren? Was passiert, wenn eine künstliche Intelligenz ein Bewusstsein entwickelt? Wie unterscheidet sich dieses von der menschlichen Seele?

«Ghost in the Shell» (1995) erdreistete sich, den Zuschauer unaufhörlich mit schwierigen Fragen zu konfrontieren und am Ende ohne Antworten wieder nach Hause zu schicken. Das war zu viel für das amerikanische Massenpublikum.

Und so wurde Oshiis Werk erst später in den Videotheken zum Geheimtipp. 2008 sicherte sich Steven Spielberg mit seinem Studio DreamWorks die Rechte an der Realverfilmung. Und diese kommt nun am 30. März ins Kino.

Zur Story

Im Jahre 2029 besitzt ein Grossteil der Menschheit künstliche Körperteile. Diese ermöglichen ihren Besitzern übermenschliche Fähigkeiten, bieten allerdings auch Angriffsflächen. Und so gelingt es dem kriminellen Hacker Kuze (Michael Pitt), die Wahrnehmung seiner Opfer zu verändern und sie nach seinem Sinn zu steuern. Ihm auf der Spur ist der Cyborg Major Motoko Kusanagi (Scarlett Johansson), deren Jagd nach dem Cyberterroristen immer mehr zu einer Suche nach sich selbst wird.

Um es vorweg zu nehmen: «Ghost in the Shell» ist auch in der Realversion von 2017 ein ausgesprochen interessanter Film:

Trailer zu «Ghost in the Shell» (2017)

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Video: YouTube/UKParamountPictures

Der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Filmen besteht in der Gewichtung des philosophischen Überbaus. «Ghost in the Shell» (2017) ist im Gegenteil zu seinem Vorgänger kein Film, der vom Konzept getrieben wird. Der Realfilm ist ein Plot-Film.

Bild: AP/Paramount Pictures

Der Zuschauer wird zwar weiterhin mit den Fragen zur Identitätsfindung konfrontiert, Regisseur Rupert Sanders («Snow White and the Huntsman») liefert aber auch Antworten. Diese sind zwar nicht immer besonders überraschend, eignen sich aber gleichzeitig als dankbaren Plot, der im Original komplett fehlt. Die – typisch Masamune Shirow – nur schemenhaft erklärten politischen Verhältnisse im Jahre 2029 lässt der Brite bewusst weg.

«‹Ghost in the Shell› für Dummies»

User dmanchon auf IMDB

Dass Sanders die Story simplifiziert und die schwierigen ungelösten Fragen etwas zurück stellt, ist nicht nur schlecht. Der Film wird leichter verdaulich und somit einer breiteren Masse zugänglich gemacht – auch wenn «Die Hard»-Fans Verrat am Original-Konzept beanstanden und Gift und Galle speien werden.

Aber das werden sie sowieso. Denn der Realfilm ist so etwas wie ein Best-of der vielen Spin-offs, die seit 1995 im «Ghost in the Shell»-Dunstkreis erschienen sind. Dass die Rosinenpickerei ohne Rücksicht auf allfällige storytechnischen Ungereimtheiten geschieht, wird den alten Fans ebenfalls nicht gefallen.

Die eigentliche Leistung des Realfilms ist es, die schwer verdaulichen philosophischen Fragen an einem leicht süsslichen Plot zu servieren. Dadurch wird «Ghost in the Shell» für Feinschmecker zwar etwas uninteressanter, für den Mainstream ist er allerdings jetzt geniessbar – und Fast Food ist er bei weitem noch immer nicht. «Ghost in the Shell» ist auch im Jahre 2017 noch immer mehr «Matrix» als «Captain America».

epa05851910 US actress/cast member Scarlett Johansson poses during a press conference promoting the movie 'Ghost in the Shell' in Tokyo, Japan, 16 March 2017. The movie based on a Japanese manga will be screened across the country from 07 April 2017.  EPA/FRANCK ROBICHON   EDITORIAL USE ONLY

Sieht gut aus, aber halt nicht asiatisch: Scarlett Johansson. Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Noch ein Wort zur Besetzung von Major Motoko Kusanagi (Scarlett Johansson): hier handelt es sich um einen klaren Fall von Hollywood-Rassismus, einen klaren Fall von «Whitewashing». Dass dies auch in diesem Film passiert, ist deshalb etwas tragisch, weil «Ghost in the Shell» nicht mit der Besetzung der Hauptrolle steht oder fällt. Dieser Film ist grösser als seine Hauptrolle.

Gerade als Fan des Animes wäre es ein Einfaches gewesen, den Realfilm kaputt zu kritisieren. Ehrlicherweise muss man aber gestehen, dass trotz des Rassismus-Fauxpas und des Dumbing-Down-Effekts ein wirklich interessanter Film entstanden ist. Und das spricht wiederum für die Vorlage. Oder eben doch auch für die Umsetzung. Oder beides. Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall wieder einmal ins Kino gehen.

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Str ant (Darkling) 04.04.2017 12:31
    Highlight Highlight "Ghost in the Shell" wie im Titel bereits angedeutet hat eine sehr Philosophische Seele es geht um nicht anderes als darum wo die Seele eines Menschen ist und ob eine künstliche Lebensform eine Seele besitzen kann bzw ob die Seele in eine künstliche Lebensform übertragen werden kann.
    In der Welt von Gits ist der Körper je länger je mehr ein Gut/Rohstoff dessen Bestandteile beliebig getauscht werden können.

    Wenn ihr euch über "whitewashing" auslassen wollt nehmt doch auch einen passenden Film dazu wie zum Beispiel "Gods of Egypt"
  • Nausicaä 31.03.2017 19:52
    Highlight Highlight Ich finds einfach langweilig, immer die gleichen 30 Nasen in den Filmen zu sehen. Hollywood scheint mir in den letzten 15Jahren stetig (noch) konservativer geworden zu sein, mit den Plots, mit den SchauspielerInnen…Täusch ich mich? Natürlich gibt es Ausnahmen.
    Aber wo hakt es denn? Traut man sich nicht, mit einem hier unbekannten japanischen Gesicht ein 'Risiko' einzugehen? Will das (weisse) Publikum wirklich am liebsten 'Weisse' sehen, noch lieber stets dieselben?
    Denn das Problem liegt ja wohl kaum bei Hollywood allein, ausser sie schätzen ihr Publikum falsch ein. Tun sie das?
  • Bot 30.03.2017 18:22
    Highlight Highlight Entweder Hollywood ist voller Rassismus, oder aber man will nunmal Profit erwirtschaften und das geht nur mit bekannten Namen.

    Ob der Toggenweiler eine Japanische Schauspieler/in kennt? Ich kenne selbst nur den Ken Watanabe und den Beat Takeshi. Schauspielerin nicht, ich kann mir die Namen eh nicht merken.

    Der Film ist hauptsächlich für das Ami-Publikum, und da braucht es nunmal bekannte Namen. Sonst würde eine Jennifer Lawrence jeweils nicht 10 Million bekommen als Gage.
    • Patrick Toggweiler 30.03.2017 22:17
      Highlight Highlight Was spielen meine Kenntnisse von japanischen Schauspielerinnen in der Rassismusdiskussion für eine Rolle?
    • Bot 31.03.2017 07:48
      Highlight Highlight Das war ein Nebensatz von restlichen Beitrag. Es hat mich interessiert ob dir selbst einen Namen bekannt wäre.

      Hat aber keinen Einfluss auf meine restliche Argumentation. Nämlich dass der Hauptgrund für die Besetzung von Scarlett nicht Rassismus war, sondern dass Hollywoodfilme vor allem bekannte Stars brauchen um mit den Filmen Gewinn machen zu können. Aber auf das gehst du demfall nicht ein und kennst scheinbar keine japanischen Schauspielerin.
    • Patrick Toggweiler 31.03.2017 19:17
      Highlight Highlight Ist es kein Rassismus, wenns um den Gewinn geht?
  • Señor Ding Dong 30.03.2017 17:19
    Highlight Highlight Dieses Whitewashing-Geplapper geht mir echt auf den Ghost (hihi).

    Es gibt durchaus Beispiele, wo es zumindest berechtigt wäre, darüber zu sprechen. Hier nicht. Weil der Protagonist im Original auch kein Japaner im eigentlichen Sinn ist, sondern ein VERDAMMTER CYBORG. Mit eher westlichen Zügen und einem japanischen Namen.

    Ist es da nicht eher rassistisch, wenn man erwartet, dass da Jemand mit Schlitzaugen gecastet wird?

    Hier schiesst sich die Garde von Whitewash gehörig selber ins Bein, meiner Meinung nach.

    • Patrick Toggweiler 30.03.2017 22:40
      Highlight Highlight Ein Ausszug aus dem Wiki-Eintrag zum «westlichen» Aussehen von Manga- und Animefiguren:

      «Vereinzelt wird diese Darstellungsform als unbewusster Wunsch der Japaner nach einem entsprechenden und damit auffälligen, aus der Masse herausstechenden, Aussehen interpretiert. Tatsächlich ist diese Form der Darstellung nach japanischem Verständnis jedoch neutral und ohne direkte Zuordnung zu einer bestimmten Ethnie oder einem Phänotyp, solange in den Werken nicht selbst eine Einordnung vorgenommen wird.»

      Die Einordnung hat bei GitS durch den Namen Motoko Kusanagi ganz klar stattgefunden.
    • Señor Ding Dong 31.03.2017 15:18
      Highlight Highlight Denn alle Menschen, die japanische Namen haben und haben werden, jetzt und immer, werden original japanischen Ursprungs sein und auch so aussehen. Oder zumindest asiatisch. Aus unserer Sicht asiatisch. Nämmli.

      Ich bleibe dabei: GITS ist ein sehr, sehr gesuchtes Beispiel für Whitewashing. Und dabei bleibe ich.
  • Luki Bünger 30.03.2017 11:17
    Highlight Highlight @Toggi:
    Wenn du Rassismus durch den Titel derart gewichtest, hätte ich jetzt ein bisschen mehr zum Thema erwartet, als ein oberflächliches "And one more thing" in anderthalb Absätzen. Das ist auch mir deutlich zu billig. Dann wär die Diskussion unten auch nicht so, sagen wir mal, kurzsichtig.

    An den ganzen Rest:
    Euch ist schon klar, dass Rassismus und Wirtschaftsdarwinismus gerade in der Moderne und vor allem in den USA kaum voneinander zu trennen sind? Als wär's nur dann Rassismus, wenn ein Stammtischler in Kreuzlingen gut hörbar "Neger" sagt. Meine Güte.
    • Patrick Toggweiler 31.03.2017 00:37
      Highlight Highlight Den Vorwurf, dass ich den Titel und auch den Artikel bisschen verkackt habe, muss ich mir gefallen lassen.

      Das «billig» aber ist ... billig.

      Naiv war ich. Ich dachte, ich könnte mit ein paar wenigen Sätzen die doofe Diskussion beenden, die ich aufgreifen musste (ja, auch im Titel), weil sie im Vorfeld von A bis Z dominierte.
    • Luki Bünger 31.03.2017 13:16
      Highlight Highlight Billig nehm' ich liebend gerne zurück, das war die falsche Wortwahl, keine Frage.
  • Asmodeus 30.03.2017 10:06
    Highlight Highlight Nachdem ich 3 Trailer gesehen habe muss ich zugeben, dass ich überrascht bin wie extrem man sich am Original orientiert hat.

    Johannson ist nicht unbedingt die beste Kusanagi, aber auch bei ihr versucht man so viel raus zu holen wie möglich.

    Ich bin schon positiv überrascht, dass sie scheinbar drin lassen, dass Kusanagi lesbisch ist.
  • Hans_Olo 30.03.2017 09:58
    Highlight Highlight habe mir soeben Fotos dieser Motoko KUSANAGI angesehen. Sagte mir vorher überhaupt nichts. Von wegen Whitewashing, eine asiatische Schauspielerin wäre hier die totale Fehlbesetzung gewesen. Motoko KUSANAGI sieht sehr westlich und sehr weiss aus. hat sogar Ähnlichkeit mit Scarlett. Perfekte Besetzung.
  • Pak Nov 30.03.2017 09:06
    Highlight Highlight Erklärt mir jemand mal, was an der Besetzung rassistisch sein sollte? Wie ein Anime Charakter im Real Life auszusehen hat, steht total offen. #noob
    • Asmodeus 30.03.2017 10:07
      Highlight Highlight Naja. Beim Namen "Motoko Kusanagi" sollte schon davon ausgegangen werden, dass der Hauptcharakter wenigstens ein wenig asiatisch aussieht ;)
  • s244efiln34ljk 30.03.2017 04:26
    Highlight Highlight Motoko KUSANAGI ist ein cyborg mit roten Augen lilanem Haar. Die Nase und auch sonstige Merkmale sind offensichtlich europäischer Natur. Darüber hinaus sieht Scarlett Johansson ihr verblüffend ähnlich. Eure Rassismus-Vorwürfe sind absurd.
    • Patrick Toggweiler 30.03.2017 22:50
      Highlight Highlight Siehe weiter oben...
  • Ratchet 30.03.2017 00:11
    Highlight Highlight Die Kommentare hier besagen alle etwa das gleiche. Solange Rassismus sich ökonomisch erklären lässt, ist es in Ordnung. Okay, dann werde ich genau aus diesem Grund keinen Cent für diesen Film ausgeben. Für mich sieht eine "Motoko Kusanagi" einfach asiatisch aus. Bin zwar Fan von Scarlett Johansson, doch in dieser Rolle hat sie nichts verloren. Wenn die Macher das Gefühl haben, mit der unlogischen Star-Rollenbesetzung locken sie mehr Leute, dann werde ich ihnen genau das Gegenteil beweisen.
    • Olaf! 30.03.2017 09:03
      Highlight Highlight Die Motoko Kusanagi sieht aus wie jede andere 0815 Anime Tussi, farbige Haare, überzeichnet grosse westliche Augen wo genau siehst du da asiatisch?
    • Ratchet 30.03.2017 21:50
      Highlight Highlight Natürlich ist es rassistisch. Doch dieser Rassismus dient als Ausgleich zum gängigen von der Allgemeinheit tolerierten Whitewashing.
      Dafür dass Asiaten in der USA 5% der Bevölkerung ausmachen, sind asiatische Hauptrollen viel zu selten. Man bedient sich regelmässig ihrer Kultur, sei es Karate, Samurais oder die Chinesische Mauer, doch die Hauptfigur, der Held der Geschichte bleibt weiss. Gleichzeitig scheint es kein Problem zu sein, sonst den gesamten Cast mit Asiaten zu besetzen.
  • Miicha 29.03.2017 22:41
    Highlight Highlight War gerade in der Vorpremiere, einfach nur der Hammer!
    • globinli 30.03.2017 08:27
      Highlight Highlight Ich war auch an der Vorpremiere, aber sowas doofes hab ich wirklich noch nie gesehen. Ging den 3 Begleiter gleich. Ist wohl nur etwas für Insider 😃
    • globinli 30.03.2017 08:52
      Highlight Highlight Und ich fands total doof! Meine 3 Begleiter ebenfalls. Ist wohl nur was für Insider :-(
    • Miicha 30.03.2017 11:49
      Highlight Highlight Ich hatte keine Ahnung von der Story oder irgendwelchen Mangas. Fand den Film einfach richtig gut und bin definitiv kein Insider.
  • elivi 29.03.2017 22:35
    Highlight Highlight Also für mich gehört der film nicht in den mainstream, und der artikel sagt quasi der film wurde mainstream aber nicht marvel mainstream ... Defacto hab ich noch mehr grund so zu tun als gibts den film gar nicht.

  • demokrit 29.03.2017 21:39
    Highlight Highlight Oh, Rassismus: Click, click, click-bait, weibliche japanische Darsteller kennt nun einmal niemand. Die Japaner scheint das auch kaum zu stören: Schliesslich gelten westliche Rundaugen offensichtlich als ideal für die Zeichner und es soll sogar viele Japanerinnen geben, die sich extra die Augenlider operieren lassen. Schlimm, schlimm. Immerhin gleicht Frau Johannson dem Original. Sehenswert ist übrigens der kleine schottische Independentfilm "Under the Skin" mit ihr zu einem ähnlichen Thema.
    • Patrick Toggweiler 30.03.2017 22:59
      Highlight Highlight «Schliesslich gelten westliche Rundaugen offensichtlich als ideal für die Zeichner» - Das stimmt so nicht ganz, siehe oben.

      «es soll sogar viele Japanerinnen geben, die sich extra die Augenlider operieren lassen» - Ich hoffe, du willst damit den Rassismus nun schönreden?

      «Under the Skin» – shiiiiiiiiiiiit, was für ein Film. Crazy.
    • demokrit 31.03.2017 09:46
      Highlight Highlight Im Anime ist die Hauptdarstellerin übrigens keine Japanerin. Offenbar, legen die Japaner aber Wert auf Neutralität im aussehen und wurden von den westlichen Comics inspiriert: https://de.wikipedia.org/wiki/Stilelemente_von_Manga_und_Anime#.E2.80.9EWestliches.E2.80.9C_Aussehen

      "Ich hoffe, du willst damit den Rassismus nun schönreden?" - Welchen Rassismus? Vielen Japanerinnen gelten solche westlichen Augen offenbar als ideal, hat nichts mit Rassismus zu tun:
      Play Icon


      Pssst - under the skin.. ein absoluter Geheimtipp. Der Sound von Ende von Full Metal Jacket.
  • Tonkatsu 29.03.2017 21:14
    Highlight Highlight Eines der markantesten Elemente vom Original war der Soundtrack. Im neuen Film kriegt man eine Cover Version von Enjoy The Silence (Depeche Mode) um die Ohren gehauen. Ich denke das spricht für sich.

    Das Problem, das ich bei aktuellen Hollywood Filmen sehe ist, dass praktisch niemand mehr bereit ist Risiken einzugehen. Das führt dann dazu, dass die Storys flach sind, der Soundtrack nur noch als Hintergrundrauschen wahrgenommen wird und man immer dieselbe Hollywood Stars sieht.

    Mein Fazit: Unterstützt Filme die etwas riskieren und nicht solchen Schrott.
    • Findolfin 30.03.2017 06:44
      Highlight Highlight Das Enjoy the Silence ist nur im Trailer. Im Film war der Soundtrack klasse. (Es wurde nichts von Depeche Mode verwendet 😉)
    • Asmodeus 30.03.2017 10:10
      Highlight Highlight Der dritte Trailer hatte den Original-GITS-Sound. Ich hoffe also, dass der drin bleibt :)
  • Alnothur 29.03.2017 20:25
    Highlight Highlight Hauptsache mal wieder "Rassismus!" schreien können - der Tag ist gerettet!
    • Darkside 29.03.2017 22:56
      Highlight Highlight Rassismus sehe ich da auch nicht. Ich verstehe aber den Ärger. Man hätte wirklich eine asiatische Schauspielerin nehmen können, ist ja nicht so dass es keine guten gäbe. Man stelle sich nur mal vor was hier los wäre wenn Hollywood Heidi neu verfilmen würde und die Darstellerin wäre schwarz. Auch das wäre kein Rassismus, aber aus unserer Sicht unmöglich.
    • Alnothur 29.03.2017 23:38
      Highlight Highlight Die Japaner interessiert es übrigens laut Umfragen nicht die Bohne. So einige konnten bloss noch lachen ab der Frage, ob sie es nicht daneben fänden.
    • DerTaran 30.03.2017 06:41
      Highlight Highlight Auch die amerikanische Heidi war Whitewashing, sie musste unbedingt Blond sein.
      Zu der Story von Heidi würde ein halb-nichteuropäisches Mädchen ganz gut passen (wenn die Geschichte heute spielen würde).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 29.03.2017 19:54
    Highlight Highlight Naja mal sehen. Aus aktuellem Anlass werde ich mir wieder mal meine alte DVD des Originals reinziehen. Ins Kino werde ich eh nicht gehen, aber wenn der neue Streifen dann mal auf VOD verfügbar ist und ich grad nichts Besseres finde, warum nicht. Aber eigentlich hab ich wenig Bock drauf. Genausowenig wie ich mir einen Realfilm der Simpsons wünschen würde. Gewisse Werke sind einfach perfekt wie sie sind, ohne dass man aus rein kapitalistischen Gründen - denn kreative Motive sind es hier wohl eher nicht - eine "zeitgemässe" Version braucht. Zumindest mir geht es so.
  • TanookiStormtrooper 29.03.2017 19:38
    Highlight Highlight Der gute alte Hollywood-Rassismus hat mich irgendwie schon gar nicht mehr überrascht. Das man die Story für den durchschnittlichen Ami mal wieder "verdummen" muss auch nicht. Der Film hat so einfach keinen Mehrwert, das Original ist immer noch sehenswert, ich habe ihn mal vor ein paar Jahren mal in einem Kino gesehen. Einzelne Szenen wurden ja 1:1 übernommen. Der Film hat in etwa die gleiche Daseinsberechtigung wie Gus van Sants Remake von Psycho. Sehe ich mir vielleicht mal im TV an, aber bezahlen werde ich dafür nichts (auch nicht mit meiner Internetbandbreite).
  • DerTaran 29.03.2017 19:36
    Highlight Highlight Ich finde ja, dass der Major auch im Original ein eher Europäisches Chasis hat, mit dem Ghost einer Japanerin.
    Und Japan und die Japaner müssen auch nicht von weissen Journalisten gerettet werden, de stehen da sowiso drüber. Deshalb ist GitS für mich eher kein Beispiel von Whitewashing.
  • Ninjatoaster 29.03.2017 19:27
    Highlight Highlight Weshalb Whitewashing? Da Major Motoko Kusanagi ein Cyborg ist und abgesehen von ihrem Ghost alles an ihrem Körper von synthetischer Herkunft ist, ist doch die Kontroverse um die ethnische Herkunft gänzlich irrelevant. Selbst der Regisseur des Originals Mamoru Oshii hat die Wahl von Johannson als legitim befunden. Ausserdem spielt die Handliung in der Zukunft, wo Globalisierung und Fortschritt noch weiter fortgeschritten sind als heute. Deshalb ist es nicht minder nachvollziehbar, wenn ein Bürger einer solchen futuristischen Stadt nun mal Weiss ist.
  • The Destiny // Team Telegram 29.03.2017 19:27
    Highlight Highlight Mal schauen und wenn er mir nicht gefällt wird Hackfleisch daraus gemacht :3

    Die Kritik von Whitewashing ist begrenzt anwendbar, in Spin-offs ist bekannt, dass der Major tatsächlich Asiatischer/Japanischer Abstammung ist aber schon immer einen Körper mit Kaukasischen zügen verwendete, da nie einen eigenen gehabt.
    • DerTaran 30.03.2017 06:48
      Highlight Highlight Bitte nicht das Naziword Kaukasisch benutzen.
      Bei Afrikanern und Asiaten macht man das auch nicht (obwohl Inder und Chinese/Japaner doch recht unterschiedlich aussahen)
    • The Destiny // Team Telegram 30.03.2017 09:08
      Highlight Highlight Hä?!
    • DerTaran 30.03.2017 12:48
      Highlight Highlight Kaukasisch als Synonym für Weisse ist aus der Rassenlehre, die die Nazis verwendet haben (auch wenn sie vorher entstanden ist).
      Was spricht gegen Europäer? Nur das weisse US-Amerikaner dann Euro-Amerikaner wären (so wie Afro-Amerikaner).
  • Ruefe 29.03.2017 19:21
    Highlight Highlight Es gibt ein brillantes Youtube-Video dass genau diese Aspekte der nicht zielorientierten Handlung und der philosophischen Fragen im Anime aufgreift.
    Play Icon
  • Blitzableiter 29.03.2017 19:10
    Highlight Highlight Trotzdem, deswegen schau ich mir den Film nicht an.
  • Luca Brasi 29.03.2017 18:59
    Highlight Highlight Kurzum: Bist du Mainstream und möchtest nicht zu sehr herausgefordert werden, aber möchtest dennoch nicht als Proll gelten, schau ihn an. Vor allem, wenn du darauf stehst, dass Asiaten, Schwarze, Indios, etc. von Weissen gespielt werden. Denn schliesslich fühlst du dich wohler, wenn eine bekannte weisse Frau das spielt.
    Ein Hoch auf das Jahr 2017! Die Menschheit schreitet voran!...
  • Träumerei 29.03.2017 18:48
    Highlight Highlight Haha "Hollywood-Rassismus" 😂 😂 😂
  • Gummibär 29.03.2017 18:45
    Highlight Highlight BESTEN DANK ! What a blast.

    So gut gemacht, dass man Scarlett Johansson gerne in kauf nimmt.
  • Matrixx 29.03.2017 18:43
    Highlight Highlight Habe den Artikel nicht ganz gelesen. Bin ein absoluter Fan des Animes hnd werde mir den Film anschauen. Möglichst unvoreingenommen. Danach lese ich den Artikel nochmals.
    Ob hier der "Hollywood-Rassismus" nennenswert ist, weiss ich nicht. Für Anime-Fans ist das bestimmt falsch, keine asiatische Hauptrolle zu haben. Um den Film massentauglich zu machen aber wahrscheinlich unumgänglich...
  • re.do 29.03.2017 18:39
    Highlight Highlight die geschichte bezüglich whitewashing bei der besetzung der hauptrolle durch scarletta wurde nun schon sehr ausführlich diskutiert. lustigerweise habe ich unterdessen das gefühl, dass nur nicht-japanische schurnis das gefühl haben, dass ein japanischer cyborg auch japanisch ausehen muss (guck mal ein kuka an - der sieht auch nicht deutsch aus ;-). die fans und auch die japaner scheinen hingegen alle sehr begeistert.
  • Gleis3Kasten9 29.03.2017 18:33
    Highlight Highlight "Hollywood"-Rassismus... Was wohl der wahrscheinlichere Vorgang während der Planung war? War es a) "Doofe Reiswerfer, denen wischen wir eins aus und besetzen den Film vorsätzlich mit einer nichtasiatischen Person, muahaha!"

    oder doch eher b) "Wir haben hier einen Film mit einem Budget von über 100 Millionen $, wir sollten wohl lieber eine der bekanntesten Schauspielerinnen casten um so auch beim Normalpublikum gut anzukommen, auch wenn dafür ein paar wenige Überfans und / oder durch solche Details Verletzte aufmucken"?

    It's all about the Benjamins, sorry mate.

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