Musik
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Tom Petty performs with his band The Heartbreakers on Day 1 of the inaugural 2017 Arroyo Seco Music Festival on Saturday, June 24, 2017, in Pasadena, Calif. (Photo by Joseph Longo/Invision/AP)

Petty wurde etwa mit dem Song «American Girl» berühmt.  Bild: Joseph Longo/Invision/AP/Invision

Herzstillstand – Rock-Legende Tom Petty ist tot



Gerade erst hatte Tom Petty mit seinen Heartbreakers eine Tournee abgeschlossen, die sie sich selbst zum 40. Jubiläum geschenkt hatten. Eine Abschiedstour sollte es sein. Aber mit der Musik aufhören wollte Petty noch lange nicht. Jetzt ist der Sänger überraschend gestorben.

Ob mit den Heartbreakers, gemeinsam mit anderen Superstars wie Bob Dylan, George Harrison, Ringo Starr und Roy Orbison oder solo - Tom Petty war Ausnahmemusiker und Rock'n'Roll-Legende. Songs wie «American Girl», «Free Falin'», «Refugee» oder «I Won't Back Down» sind längst Klassiker.

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Pettys American Girl.  Video: YouTube/jaxdriver

Vor wenigen Tagen erst beendeten Tom Petty & the Heartbreakers eine umjubelte Tournee mit Auftritten in Los Angeles. Für November waren Solo-Konzerte in New York angesagt. Doch am Montag (Ortszeit) starb Tom Petty völlig überraschend in einem Spital in Los Angeles, wie sein Management der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Seiner Familie zufolge hatte er am Sonntag in seinem Haus in Malibu einen Herzstillstand erlitten. Rettungskräfte brachten ihn ins Spital.

Legendäre Bandprojekte

Pettys Karriere fing an, als der damals Zehnjährige aus Florida einem jungen Mann vorgestellt wurde - Elvis Presley. «Er sah unwirklich aus, als würde er hell strahlen», erinnerte sich Petty viele Jahre später in einem Interview. Faszinierend, geradezu spirituell sei Elvis mit seiner Entourage gewesen. «Es war wie eine Prozession in der Kirche. Eine Schlange weisser Cadillacs und Mohair-Anzüge.» Dann sah der junge Petty auch noch die Beatles im Fernsehen und sein Berufswunsch war klar.

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Into the Great White Open: Pettys Hit aus dem Jahre 1991.  Video: YouTube/TomPettyVEVO

Nach der Schule ging er noch kurz auf ein College, begann aber dann, Bands zu gründen. Mit Tom Petty & the Heartbreakers feierte er ab den 70er Jahren Erfolge, erst in Europa, dann auch im Heimatland. In den 80ern gehörten Petty und die Heartbreakers zu den festen Grössen im amerikanischen Musikgeschäft und spielten mit Grateful Dead und anderen Rocklegenden zusammen.

Dann kamen die Traveling Wilburys, eine sogenannte Superband bestehend aus Mitgliedern, die schon vorher Stars waren: George Harrison, Roy Orbison, Jeff Lynne von ELO, Bob Dylan und Tom Petty. Die fünf Musiklegenden legten ein erfolgreiches Debüt vor, doch dann starb überraschend Roy Orbison.

Die übrigen vier machten noch eine zweite Platte, dann war Schluss. Immer wieder wurde über ein neues Projekt gemunkelt, doch die letzte Hoffnung starb 2001 mit Harrison. Ein Stück Musikgeschichte waren die «Wilburys» da längst.

Abschiedstour, dann weiter

Petty, der auch eine eigene Radioshow hatte, war in den 90ern vom Rock abgerückt und machte eher Pop - 1996 für «She's the One» mit Jennifer Aniston und Cameron Diaz sogar Filmmusik. Das letzte Album der Heartbreakers, «Hypnotic Eye», schaffte es 2014 auf Platz 1 der Charts in den USA.

Mit der Musik aufhören wollte Petty, der zum zweiten Mal verheiratet war und aus erster Ehe zwei Töchter hatte, noch lange nicht. Aber die gerade beendete Heartbreakers-Tour werde wohl die letzte grosse US-Tournee sein, hatte er zuvor dem «Rolling Stone» gesagt.

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Free Fallin': Pettys Hit aus dem Jahre 1989.  Video: YouTube/TomPettyVEVO

«Ich denke, es wird meine letzte Reise durchs Land sein. Wir sind ja alle weit über 60. Ich habe jetzt eine Enkeltochter, die ich so viel wie möglich sehen möchte. Ich möchte mein Leben nicht auf Reisen verbringen.» (sda/dpa)

Der perfekte Ort für ein Leonard-Cohen-Cover

Video: watson

Sie alle haben uns 2017 schon verlassen

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