Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Er macht das ganze Dorf schlecht»: So reagieren Boswiler auf ihren Gemeindeschreiber 

Wegen menschenverachtender Facebook-Kommentare des Gemeindeschreibers sorgt Boswil für Schlagzeilen. Im Aargauer Dorf schwindet der Rückhalt für Daniel Wicki. Viele kritisieren seine Aussagen. Aber nicht alle wollen mit ihrem Namen hinstehen. Man kennt sich in Boswil.

Christian Breitschmid und Noemi Lea Landolt / ch media



Boswil klingt. Mit diesem Slogan präsentiert sich das friedliche Freiämter Dorf am Fusse des Lindenbergs seit nunmehr zehn Jahren in der Öffentlichkeit.

Boswil

Die Kirche einfach im Dorf lassen. Das hätten sich wohl einige gewünscht in Boswil. Stattdessen werden vom Gemeinderat Konsequenzen gefordert. Bild: ch media/chris iseli

Am Freitag klingelte es jeder Boswilerin und jedem Boswiler in den Ohren, wenn der Redaktor sie vor dem Volg ansprach und sich vorstellte. So viele verdrehte Augen, so viele abwinkende Hände, so viele Male die Aussage: «Das ist der Gipfel. So etwas geht überhaupt nicht. Das ist unhaltbar. Aber ich will nicht mit Foto in die Zeitung – ich lebe ja hier.»

Als dann auch noch ein Vertreter der Landi Freiamt auftaucht und sich eine Befragung der Einwohner auf dem Parkplatz vor seinem Laden verbittet, wird klar: Man kennt sich in Boswil.

So reagieren Boswiler auf ihren Gemeindeschreiber

Viele kennen Daniel Wicki, den Gemeindeschreiber, der wegen seiner menschenverachtenden Äusserungen auf Facebook medial am Pranger steht, persönlich und möchten sich deshalb nicht äussern.

Einige wenige haben damit kein Problem. Der Boswiler Christian Ledermann findet zum Beispiel: «Durch diese Geschichte macht Daniel Wicki das ganze Dorf schlecht. In seinem Job sollte er sich nicht auf diese Art öffentlich äussern.» Wicki rief unter anderem zur Selbstjustiz und Todesstrafe im Zusammenhang mit straffälligen Asylsuchenden auf.

Fast die Hälfte wählt die SVP

Boswil hat 2756 Einwohnerinnen und Einwohner, von ihnen haben 2224 den Schweizer Pass. Die Selbstbestimmungs-Initiative der SVP wurde im Dorf nur knapp abgelehnt. 384 Nein-Stimmen standen 371 Ja-Stimmen gegenüber. Bei den letzten Grossratswahlen 2016 haben 49.4 Prozent die SVP gewählt. Am zweitmeisten Stimmen – aber nicht einmal halb so viele – holte die CVP mit einem Wähler-Anteil von 21.2 Prozent.

Image

Gemeindeschreiber Daniel Wicki Screenshot: tele m1

Auch Gemeindeschreiber Wicki war früher Mitglied der Jungen CVP. 1995, damals war er Mitte zwanzig, hat er für den Nationalrat kandidiert, wurde aber nicht gewählt. Inzwischen gehört er keiner Partei mehr an, wie er sagt.

Für seine Äusserungen auf Facebook bekommt er aber Rückendeckung von der SVP. Gemeindeammann Michael Weber verteidigt seinen Gemeindeschreiber, der seit über sieben Jahren in Boswil arbeitet und vorher Gemeindeschreiber in Killwangen, Oeschgen und Stetten war. Wicki sage nur, was Tatsache ist, findet Weber.

Ausserdem soll sich der Boswiler Gemeindeschreiber per E-Mail bei SVP-Nationalrat Andreas Glarner Hilfe geholt haben, ihn gefragt haben, wie er sich nun am besten verhalten soll. Das kommentiere er nicht, sagt Glarner auf Anfrage. Ihm tue Wicki Leid. Er sei Opfer einer medialen Hetzjagd.

Auch im Gemeinderat wird Wicki wohl auf Unterstützung der SVP zählen können. Die SVP hält drei von fünf Sitzen. Die anderen beiden Gemeinderäte politisieren für die CVP.

Die SP Boswil, 1993 gegründet, hat zwar immer wieder versucht, einen Sitz zu gewinnen – geklappt hat es aber nie. Die SPler in Boswil mussten sich bis jetzt mit der Schulpflege zufriedengeben.

Grosse Empörung über Boswiler Gemeindeschreiber

Daniel Wicki hat mit seinen hetzerischen Äusserungen gegen Flüchtlinge grosse Empörung ausgelöst. Sogar eine Todesdrohung soll bei der Gemeinde eingegangen sein. Video: © TeleM1

SP Boswil zeigt Daniel Wicki an

Parteipräsident Reto Karich sagt, es sei überhaupt nicht so, dass alle Boswilerinnen und Boswiler Wickis Äusserungen gutheissen. «Viele trauen sich einfach nicht, etwas zu sagen», so Karich. Das Dorf sei klein, jeder sei auf die Unterstützung des anderen angewiesen.

Die SP Boswil wird gegen den Gemeindeschreiber, mit Unterstützung der SP Aargau, Strafanzeige einreichen, sagt Karich. «Über weitere mögliche Massnahmen, wie allenfalls eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Gemeinderat werden wir noch diskutieren.» Anwalt Martin Steiger sagte zur AZ, man könne sich fragen, ob die Facebook-Kommentare Straftatbestände wie Rassendiskriminierung oder öffentliche Aufforderung zu Gewalttätigkeit erfüllen.

Während die SP rechtliche Schritte einleitet, plant die CVP Boswil am Samstag eine Vorstandssitzung, um im Hinblick auf die Gemeinderatssitzung am Montag Massnahmen und Konsequenzen zu besprechen. Bereits am Freitag hat sich die Ortspartei in einer Medienmitteilung in aller Form von den menschenverachtenden Äusserungen distanziert. «Es irritiert uns ausserordentlich, dass solche Entgleisungen, die eventuell strafrechtliche Relevanz haben, noch vom Gemeindeammann verteidigt werden.»

«An die Wand stellen und eine 9-Millimeter-Impfung verpassen!»

Solche und weitere Hasstiraden gegenüber Flüchtlingen sind auf der Facebook-Seite des Boswiler Gemeindeschreibers, Daniel Wicki, zu lesen. Video: © TeleM1

Forderungen hat die Partei keine gestellt. Präsident Thomas Guggisberg findet es wichtig, zuerst alle Fakten zu kennen und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Ihn selber hätten die Äusserungen des Gemeindeschreibers aber überrascht. «Ich hätte ihm solche Aussagen nicht zugeordnet.»

Aber jetzt sei ihm klar, über welches Gedankengut der Gemeindeschreiber verfüge. Was die Chancen der CVP im Gemeinderat betrifft, bleibt Guggisberg realistisch. «Wenn die drei SVP-Gemeinderäte gegen Konsequenzen stimmen, dann können wir nichts machen.»  (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Knatsch im Bundesrat? Das zähe Ringen um die Schlüsseldepartemente

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
56
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • derEchteElch 09.12.2018 12:12
    Highlight Highlight Ohne Worte...
    User Image
    • Kii 09.12.2018 12:44
      Highlight Highlight Du meinst es wirklich ernst, ohne worte 😆
    • Dan Ka 09.12.2018 12:45
      Highlight Highlight Nun der Gemeindeschreiber hat sich öffentlich geäussert und belegt ein Amt. Und sie sehen den Unterschied wirklich nicht? Immer dieses Äpfel 🍎 mit 🍐 mischen hier, meist aus derselben Ecke. 🙄
    • Gähn 09.12.2018 13:17
      Highlight Highlight Das tut nur schon beim Lesen weh. 🤦‍♂️
      Und die Relativierung ist einfach zum 🤮
    Weitere Antworten anzeigen
  • stamm 08.12.2018 23:26
    Highlight Highlight Ist ja schon irgendwo komisch; ein junger Mann, der eine Frau vergewaltigt wird frei gesprochen und sein Name wird nirgendwo vollständig erwähnt....warum jetzt genau bei diesem Gemeindeschreiber? Weil er Gemeindeschreiber ist und nicht in dieses Amt passt? Warum werden nicht alle Demonstranten beim Namen genannt, welche sich der Polizeigewalt widersetzen? Ich liebe mein Land, hab aber mit den Medien und unseren Politikern meine Mühe, ob rechts oder links....!
    • Kii 09.12.2018 12:50
      Highlight Highlight Weil er ÖFFENTLICH unter seinem NAMEN geschrieben hat?
    • Gähn 09.12.2018 13:19
      Highlight Highlight Vielleicht liegt es daran, dass sich der Gemeindeschreiber öffentlich mit seinem vollen Namen mit seinen widerlichen Äusserungen exponiert hat?
    • Fabio74 09.12.2018 19:45
      Highlight Highlight sind das nun die neuen braunen Textbausteine oder warum kommst mit dem selben Mist wie der Elch?
  • MaskedTruth 08.12.2018 19:21
    Highlight Highlight In jeder Firma mit einer Governance wäre Wicki längst fristlos entlassen! Und es ist damit nicht eine Novartis oder Nestlé gemeinet. Als Gemeindeschreiber mit Rückendecken der SVP, ist es aber kein Problem erdfarbenen Schleim zu verbreiten und ohne Konsequenzen zur Selbstjustiz aufzurufen. In welcher Schweiz leben wir?
  • Mnemonic 08.12.2018 18:26
    Highlight Highlight Dieser Mann ist armselig...
  • Rednerpult Tester 08.12.2018 17:30
    Highlight Highlight Gesunde Menschenkenntnisse sind rar und in den kleinen ländlichen Gebieten ist man gern primitiv zu Randgruppen. Wenigstens belehrt die Realität den Einen oder die Andere immer wieder mal, was wirklich zählt und Fakt ist.
    • Rednerpult Tester 08.12.2018 20:17
      Highlight Highlight Dies trifft auch in Städten und überhaupt weltweit zu. Selbst ich erwische mich immer wieder beim falsch und voreilig einschätzen. Nur kann ich bereuen und reflektieren. Das scheint dem Wicki bereits zu viel des Guten.
  • FrancoL 08.12.2018 17:15
    Highlight Highlight Sich von Wiki distanzieren und vor allem dessen Menschen verachtende Aussagen VERURTEILEN sieht aber ganz anders aus. Da haben doch Etliche das ähnliche Gedankengut und machen sich nur Sorgen um das Image des Dörfchens.
  • Klaus07 08.12.2018 16:16
    Highlight Highlight Anstiftung zum Mord.

    Art 24 StGB

    1 Wer jemanden vorsätzlich zu dem von diesem verübten Verbrechen oder Vergehen bestimmt hat, wird nach der Strafandrohung, die auf den Täter Anwendung findet, bestraft.
    2 Wer jemanden zu einem Verbrechen zu bestimmen versucht, wird wegen Versuchs dieses Verbrechens bestraft.

    Warum wird gegen Herr Wicki nicht geklagt? Die Gesetzeslage ist eindeutig.
    • Roterriese 09.12.2018 08:10
      Highlight Highlight Nein die Gesetzeslage ist nicht eindeutig.

      Lies dich ein, dann weisst du warum.

      https://www.rwi.uzh.ch/dam/jcr:92d0fa34-6a69-4f2b-a95b-0819a1d9ece2/%C2%A7%2013_T%C3%A4terschaft%20und%20Teilnahme%20(Teilnahme).pdf
    • Klaus07 09.12.2018 14:30
      Highlight Highlight Dann halt dies hier:

      Art. 2591Öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit

      1 Wer öffentlich zu einem Verbrechen auffordert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

      1bis Die öffentliche Aufforderung zum Völkermord (Art. 264), der ganz oder teilweise in der Schweiz begangen werden soll, ist auch strafbar, wenn die Aufforderung im Ausland erfolgt.2

      2 Wer öffentlich zu einem Vergehen mit Gewalttätigkeit gegen Menschen oder Sachen auffordert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
    • Fabio74 09.12.2018 19:46
      Highlight Highlight schön riese. SO tief gesunken wenn du schon offen einen Hassprediger verteidigst
  • Charming 08.12.2018 16:14
    Highlight Highlight Das Asylsuchende erst nach 3 Monaten arbeiten dürfen kritisieren die Linken schon seit langem. Die Bürgerlichen SVP, FDP, CVP und teilweise auch die GLP lehnen ab mit der Begründung, man solle sie nicht zu stark einbinden weile es falsche Hoffnungen wecken würde, so ein Blödsinn!? Jeder Mensch will irgendwann tätig sein, deswegen flüchten sie ja! Aus Langeweile und Sinnlosigkeit driften einige dann ab, leider!
  • Lafayette 08.12.2018 15:59
    Highlight Highlight Wicki fordert öffentlich zum Töten auf und der Glarner hat Mitleid mit ihm. Schockstarre. (Deswegen kommt mein Kommentar auch ein wenig später)
  • Wendy Testaburger 08.12.2018 11:48
    Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass die Boswiler spätestens bei den nächsten Wahlen hinstehen und ein Zeichen setzen. Da braucht es null "Füdle", alles schön anonym.
  • koks 08.12.2018 10:52
    Highlight Highlight Wenn ich mir die Wahlresultate in Boswil anschaue, kann ich mir vorstellen, dass die Mehrheit der Boswiler hinter ihrem Gemeindeschreiber steht.
    Die Boswiler ticken halt einfach anders wie die Zürcher (Journalisten).
  • Büetzer 08.12.2018 10:04
    Highlight Highlight Wenn unrecht zu recht wird , wird Widerstand zu Pflicht.
    Ich hoffe wir werden uns nie fragen müssen ,warum wir uns nicht früher und vehementer gegen den offenen Faschismus ,der jetzt in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist gewehrt haben .
  • Berner_in 08.12.2018 09:53
    Highlight Highlight Wenn drei SVP-Gemeinderäte gegen solches Hassgebaren nichts unternehmen wollen, zeigt das deren Gedankengut...
  • JoeyOnewood 08.12.2018 09:43
    Highlight Highlight da sieht man es wieder einmal. Die Grenzen zum Rechtsextremismus sind fliessend. Es ist Zeit einzusehen, dass Teile der SVP und ihrer Wähler rechtsradikal sind. Damit sage ich nicht SVP=rechtsradikal. Kenne selber einige und diese sind das definitiv nicht.

    Die Schweiz hat ein Rassismus-Problem.
  • Astrogator 08.12.2018 09:39
    Highlight Highlight Wow, da haben wir einen Rassisten, einen Hassprediger mit klar menschenverachtenden und rechtsextremen Aussagen der offen unter anderem auch unsere Rechtsordnung in Frage stellt. Und was macht die SVP, sie stellt sich schützend vor ihn.

    Und da gibt es tatsächlich immer noch Leute die ernsthaft behaupten Glarner und Co. seien Ausnhmen, Einzelfälle und die SVP sei weder rassistisch noch habe sie rechtsextreme Tendenzen...
  • Lowend 08.12.2018 09:36
    Highlight Highlight Echt bedenklich, wohin uns diese rechte Gehirnwäsche inzwischen gebracht hat! - Hass darf offen propagiert werden, während sich Anständige fürchten?

    In der SVP-Hochburg Böswil - äh Entschuldigung Boswil leben aber zum Glück noch einige Gutmenschen und offenbar müssen wir diese normalen Schweizer schon fast vor dem rechten Meinungsterror beschützen, da sonst unsere Demokratie vor die Hunde geht!
    • 7immi 09.12.2018 00:23
      Highlight Highlight und das legitimiert selbstjustiz (zu der er ja aufruft und man eigentlich nicht will)? die sp macht das einzig richtige: das subjekt anzeigen. dann bekommt er einen fairen prozess, wie es in einem rechtsstaat wie der schweiz üblich ist und wird hoffentlich bestraft. einfach mal rumhetzen wie es die medien tun geht nicht, so sehr ichs ihm auch gönne.
  • 's all good, man! 08.12.2018 09:31
    Highlight Highlight Die Aussagen von Wicki sind unbestritten unter aller Kanone und müssen einfach Konsequenzen haben. Himmeltraurig sind aber einfach auch diese verharmlosenden Haltungen des Gemeinderats und, oh Wunder, nun auch von Glarner Andi. Wir reden hier nicht einfach von etwas kritischen Äusserungen sondern von übelster Hetze und offenbar strafbaren Handlungen und dann wird das noch in Schutz genommen, ja, sogar verteidigt. Unglaublich.
  • α Virginis 08.12.2018 09:26
    Highlight Highlight Der rechte Hetzer und Rassist, der als Gemeindeschreiberim Amt zu Mord an Ausländern aufruft soll nun das "Opfer einer medialen Hetzjagd" sein?!

    Schöne neue Welt...
    • Butschina 08.12.2018 09:55
      Highlight Highlight Tja diese bittere Pille hat er selber geschluckt. Seine Meinung darf er haben. Ich kann sie zwar überhaupt nicht nachvollziehen. Er darf sich sogar kritisch äussern. Aber Aussagen wie er sie mit seinem vollen Namen auf Facebook gemacht hat gehen gar nicht. Da muss er auch damit rechnen mit vollem Namen negativ in den Medien zu stehen. In diese Position hat er sich selbst geritten, dann müssen auch die Konsequenzen getragen werden.
    • Trompete 08.12.2018 10:54
      Highlight Highlight Seine Äusserungen sind äusserst fragwürdig und seines Amtes als Gemeindeschreiber nicht würdig.

      Trotzdem muss man sagen, dass seine Äusserung betreffend der Erschiessung von dir hier falsch ausgelegt werden. Er forderte nicht die generelle Erschiessung Asylsuchender, sondern die Erschiessung der Täter einer Gruppenvergewaltigung, unter welchen sich nicht nur Schutzsuchende befanden.
    • α Virginis 08.12.2018 13:21
      Highlight Highlight @Trompete: Und was, bitteschön, soll DARAN besser sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 08.12.2018 09:24
    Highlight Highlight Das ist doch schon eher Gedankengut der extrem Rechten oder sind es die Rechtsextremen?
    Ein Gemeindeschreiber, also in einem öffentlichen Amt, der von 9mm Impfung spricht und dann ein Gemeindepräsi mit Gemeinderat die das nicht daneben finden, stellt dem Dorf nicht gerade ein gutes Zeugnis aus.
    Die Dame (1/6) trifft den Nagel aber auf den Kopf, wenn die Asylsuchenden nicht arbeiten dürfen, ist das ein Problem. über kurz oder lang.
    • Mietzekatze 08.12.2018 10:36
      Highlight Highlight Ich finde es wird viel zu wenig gewichtet, dass sie nicht arbeiten DÜRFEN! Es würden wohl die allermeisten vorziehen einen strukturierten, nützlichen Tag zu haben anstatt die Zeit totschlagen zu müssen! Alles würde einfacher, die Integration, die Kosten würden gesenkt, die Straffälligkeit wohl sinken...
    • Ikarus 08.12.2018 11:49
      Highlight Highlight Ich versteh sowieso nicht wieso man sie nicht zum arbeiten braucht. Sie werden in einen teufelskreis gezwungen, in afrika schickt man sie los, ab dem nächsten tag auf der reise wird aber praktisch schon geld aus europa gefordert da das ganze vermögen der familie für die schlepper drauf ging. Hier angekommen wird ihnen aber die ganze arbeit verweigert und irgendwann zeigt einer der älteren asylanten das man sich die zeit mit bier vertreiben kann und schon haben wir die momentanen zustände. Wir haben soviele naturgebiete die gesäubert werden müssten, und geld kriegen sie sowieso.
    • meine senf 08.12.2018 13:38
      Highlight Highlight Ich behaupte das ist Absicht. So macht schneller mal jemand einen Seich und man hat einen Grund zur Abschiebung. Und man kann sie als faul hinstellen und dafür kritisieren, dass sie nur herumhängen.

      Und Menschen, die nicht arbeiten dürfen, sind einem evtl. Schwarz-Arbeitgeber schutzlos ausgeliefert. Gerade manche SVP-Politiker beschäftigen sie gerne als Putzpersonal für ihre Villen.
  • Zerpheros 08.12.2018 09:21
    Highlight Highlight Keiner will das Boswiler Nest beschmutzen, aber auch nicht das Ansehen des Dorfes durch einen Dorfvertreter beschmutzt sehen. ➡️ Dorfdilemma 😆
  • G. Schmidt 08.12.2018 09:07
    Highlight Highlight Wurde eigentlich geprüft ob die Hasskommentare während der Arbeitszeit geschrieben wurden?

    Wenn Ja, kann hier viel mehr Druck gemacht werden, da er “Steuergelder” missbraucht hat
    • G. Schmidt 08.12.2018 11:50
      Highlight Highlight Arbeitsrechtlich wesentlich einfacher einer solchen Person zu kündigen, als über den Inhalt der Kommentare.
  • Lezzelentius 08.12.2018 09:04
    Highlight Highlight Es scheint ja nicht, dass die Befragten gegen die Aussagen per se wären, sondern, dass man so etwas nicht sagen darf oder soll.

    Wäre schrecklich verkehrt, wenn er ein Amt behält.
    • Asmodeus 08.12.2018 09:35
      Highlight Highlight Die Aussage "Am Stammtisch ist ja ok" und "Die Medien sind ungerecht" zeigt ja welches Gedankengut da vorhanden ist.
    • weachauimmo 08.12.2018 12:01
      Highlight Highlight ;)
      User Image
    • Citation Needed 08.12.2018 14:51
      Highlight Highlight Ja, der Herr Graf stärkt ihm ganz klar den Rücken und versucht es als kleine 'Formfehler' abzutun. Seine Frau (Ursula Graf, ist doch seine Frau, nicht?) verurteilt ihn auch nur halbherzig-ausweichend. Es ist klar, dass im Freiamt die rechtskonservativen Holzköpfe überproportional vertreten sind (das sage ich als ehemalige Freiämterin, geflüchtet), dennoch erschreckend, wie man solch hasserfüllte, nutzlose Posts noch schönreden kann.
    Weitere Antworten anzeigen

Hetzender Gemeindeschreiber von Boswil: Tausend Personen fordern seine Entlassung

Daniel Wicki ist nicht zimperlich. Im Netz hetzt der Gemeindeschreiber von Boswil gegen Flüchtlinge. Das geht vielen zu weit. Eine Petition von SP-Nationalrat Cédric Wermuth haben innert weniger Stunden über Tausend Personen unterschrieben: Sie fordern die Entlassung von Wicki.

Er will einen Flüchtling, der eine Frau vergewaltigt hat, mit einer Pistole «impfen», andere aus dem Land prügeln. Er fragt ironisch, warum Flüchtlinge ihre Ausweise, aber nicht ihre Mobiltelefone verlieren. Man kennt solche Einlassungen zur Genüge – aber nicht aus der Gilde der überaus zurückhaltenden Gemeindeschreiber. Und genau das ist Daniel Wicki und zwar in Boswil.

Für die «Impfung mit einer Neun-Millimeter» hat sich der Gemeindeschreiber kurz nach Bekanntwerden des Falles entschuldigt. …

Artikel lesen
Link to Article