Schweiz
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Hitzige Diskussion: «Talk Täglich» mit Funda Yilmaz, Irène Kälin, Andreas Glarner, moderiert von Rolf Cavalli (v.l.n.r.). severin bigler/az

So kontert Funda Yilmaz Andreas Glarner – und sogar der SVP-Hardliner wird (fast) weich

Keine leichte Aufgabe für die nicht eingebürgerte junge Türkin Funda Yilmaz aus Buchs: Im «Talk Täglich» sass sie Andreas Glarner gegenüber. Doch sie konnte Paroli bieten und selbst der SVP-Hardliner wurde (fast) weich. Irène Kälin (Grüne) fand: «Schweizerischer als sie kann man gar nicht sein.»

Nadja Rohner / az



Vor einer Woche kannte noch niemand den Namen Funda Yilmaz. Und jetzt ist die 25-jährige Türkin zum Symbol für die Tücken der Schweizer Einbürgerungspraxis geworden. Obwohl Funda Yilmaz in der Schweiz geboren wurde, hier die Schule und eine Lehre absolviert hatte, als Bauzeichnerin arbeitet, einen einwandfreien Leumund hat und bald einen Schweizer heiraten wird, hat ihr der Einwohnerrat ihrer Wohngemeinde Buchs AG am Dienstag letzter Woche die Einbürgerung verweigert.

Auf Antrag des Gemeinderats und der Einbürgerungskommission, die ihr mangelnde Integration vorwirft. Eine Woche nach dem Entscheid, der sie «enttäuscht, traurig und hässig» gemacht habe, absolvierte Funda Yilmaz am Dienstagabend bei «Talk Täglich» auf Tele M1 bereits ihren dritten Fernsehauftritt. Sie hat sich nicht aufgedrängt. Aber sie ist bereit, über ihren Fall zu reden – in perfektem Schweizerdeutsch –, weil er ein Beispiel ist für viele missglückte Einbürgerungen.

Eine Riesenportion Mut hatte sie aufgebracht, die Nervosität vor der Sendung war fast greifbar: Yilmaz wippte auf dem Sitz, krallte die Fingernägel in die Oberschenkel, breitete ihre Spickzettelchen vor sich aus, nur um sie Sekunden später doch wieder ihrem Verlobten in die Hand zu drücken, der die Sendung in einem Nebenraum verfolgen würde. Er machte sich Sorgen, dass einer der Talkgäste seiner Funda etwas Böses tun könnte: SVP-Nationalrat Andreas Glarner, ehemaliger Präsident der Einbürgerungskommission im Aargauer Grossrat. Schützenhilfe bekam Yilmaz von Irène Kälin, grüne Grossrätin und Verfechterin einer liberalen Einbürgerungspraxis.

Glarner bemängelte, dass ihm Yilmaz keinen Einblick in ihre Einbürgerungsakten gewährt hatte. Die «Nordwestschweiz» hatte ihn: «Sie sind mit den Lebensverhältnissen in der Schweiz, im Kanton und der Gemeinde nicht vertraut», schreibt der Gemeinderat an Yilmaz. «Zudem verfügen Sie nicht über ausreichende staatsbürgerliche Kenntnisse.»

Hinweise auf weitere Gründe, etwa eine Verletzung der Wohnsitzpflicht, eine Vorstrafe, Steuerschulden oder Ähnliches, gibt es in dem Brief nicht. Fakt ist: Funda Yilmaz hat den schriftlichen Staatskundetest mit 100 Prozent bestanden. Bei den anschliessenden Einbürgerungsgesprächen mit der Einbürgerungskommission hat die junge Türkin aber nicht besonders gut abgeschnitten.

Sie sei «extrem nervös gewesen», sagt sie im «Talk Täglich». Von der Kommission nach Schweizer Sportarten befragt, nannte sie etwa Chlaus-Chlöpfen – ein Brauch aus der Region Lenzburg – und Skifahren. Erwartet wurde aber Hornussen und Schwingen. Ausser dem Matterhorn konnte sie keinen Schweizer Berg nennen, auch nicht, als sie konkret nach den Bergen um Engelberg gefragt wird, wo sie zuletzt Snowboarden war. Und sie wusste zwar, dass man Fritteusenöl nicht ins Lavabo schüttet, konnte aber die genaue Entsorgung nicht erklären – im Ernstfall würde sie es googeln.

«Ist das alles schlimm?», wollte «Talk Täglich»-Moderator Rolf Cavalli von seinen Politiker-Gästen wissen. Nein, findet Grossrätin Irène Kälin, die Yilmaz als «Vorzeigebeispiel einer gut integrierten Seconda» bezeichnete. Nur aufgrund eines schlechten Einbürgerungsgesprächs dürfe man niemandem den Pass verweigern. «Schüchternheit ist kein Hinderungsgrund», sagte sie zu Andreas Glarner, «es können ja nicht alle so ein grosses Maul haben wie Sie und ich.» Glarner sah hingegen das Einbürgerungs-Kriterium «Erfolgreiche Integration» bei Funda Yilmaz als «massiv nicht erfüllt» an: «Es braucht ja nicht viel, um heutzutage Schweizer zu werden, aber das sollte man schaffen.»

Unzulässiger Eingriff in die Gemeindeautonomie?

Aus dem Stand konnte Kälin – wie Funda Yilmaz – auch nicht ganz alle Nachbargemeinden ihres Wohnorts Lenzburg aufzählen. Und Andreas Glarner, Ammann in Oberwil-Lieli, kannte den höchsten Berg des Kantons Zürich (Schnebelhorn) nicht (siehe Box unten). Typische Einbürgerungsfragen, auch wenn Glarner gestand, dass er diese in seinem Dorf fast nie stelle. «Für mich ist es wichtiger, dass die Leute im Dorf integriert sind und keine Parallelgesellschaften bilden.» Worauf Yilmaz konterte, sie kenne nur das Leben in der Schweiz und sei mit einem Schweizer verlobt.

«Keine Ahnung, wie der Berg heisst»

Geografie-Test mit Kälin und Glarner

Moderator Rolf Cavalli machte mit den zwei Politikern einen kleinen Geografie-Test, ähnlich wie die Einbürgerungskommission von Buchs mit Funda Yilmaz. Diese wollte von der jungen Türkin die Nachbargemeinden von Buchs wissen. Sie konnte alle aufzählen ausser Rupperswil. Nun sollte in der Sendung Irène Kälin aus Lenzburg live ihre Nachbargemeinden aufzählen. Kälin: «Hunzenschwil, Staufen, Rupperswil, Niederlenz, jetzt wird es schon langsam schwierig, ... Ammerswil, Möriken-Wildegg ... ich brauche da also Zeit dafür.» Cavalli: «Gut, auf 6 bis 7 kommen Sie also. Es sind insgesamt 9.»
Funda Yilnaz wusste bei ihrer Befragung der Einbürgerungskommission nicht, wie der Berg bei Engelberg heisst (Titlis). Frage an Glarner: Ihre Gemeinde Oberwil-Lieli hat viele Zuzüger aus Zürich – wie heisst der höchste Berg im Kanton Zürich? Glarner: «Vielleicht der Uetliberg. Keine Ahnung.» Cavalli: «Bei weitem nicht, das Schnebelhorn.» Glarner: «Wir stellen bei uns solche geografischen Fragen gar nicht mehr, weil das nicht wichtig ist.»

Irène Kälin sprach sich für automatische Einbürgerungen für Menschen aus, die in der Schweiz geboren werden – oder dann für sachlichere Kriterien bei Einbürgerungen, damit solche «willkürlichen» Entscheide wie im Fall Yilmaz vermieden werden könnten. Glarner monierte auch, dass viele negative Einbürgerungsentscheide vom Regierungsrat wieder gekippt würden, «ein unzulässiger Eingriff in die Gemeindeautonomie».

Ob das im Fall Yilmaz so sein wird, zeigt sich bald: Sie hat Rekurs gegen den Entscheid des Einwohnerrats eingelegt.

Einig waren sich die Grüne und der SVP-Politiker in einem Punkt: Man darf von Einbürgerungskandidaten nicht erwarten, dass sie bessere Schweizer sind als die Schweizer selber. Glarner, als Hardliner bekannt, sagte, er hätte Yilmaz aufgrund des schlechten Einbürgerungsgesprächs wahrscheinlich «auch eine Ehrenrunde drehen lassen», sie also nicht sofort eingebürgert. Aber: «Ich wünsche ihr, dass sie Schweizerin wird. Und: «Sie sind wahrscheinlich eine so gute Schweizerin wie wir alle.» Ein Satz für die Geschichtsbücher.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Barracuda 28.06.2017 15:42
    Highlight Highlight Ich verstehe die Aufregung der Medien nicht. Es gibt Punkte, die für eine Einbürgerung sprechen, aber dann gibt es auch zahlreiche Punkte, die tatsächlich mehr als nur einige Fragen aufwerfen. Sorry, wer nicht mal zwei beliebige Berge der Schweiz nennen kann, der hat ein Problem. Und wenn eine klare Mehrheit der erfahrenen Einbürgerungskommission und dann später auch der Einwohnerrat (Legislative) Nein sagen, dann passiert so etwas nicht ohne Grund. Warum der Aufstand? Sie kann ja Rechtsmittel ergreifen und dann beim Regierungsrat (an der Bevölkerung vorbei) ihren Pass erzwingen.
    • satyros 28.06.2017 20:04
      Highlight Highlight Sorry, aber Dinge wie die Nachbargemeinden aufzählen hat nichts mit guter Integration zu tun. Ich wohne jetzt seit 17 Jahren in der gleichen Gemeinde und hätte keine Ahnung. Und dann gab's offensichtlich noch einen Abzug, weil sie auf die Frage, wo sie ihre Einkäufe erledige, Coop und Aldi statt der Dorfbäckerei genannt hat. Solches Zeug ist doch absurd.
    • JackMac 28.06.2017 20:55
      Highlight Highlight Was soll der Blödsinn? Bei den Miss Schweiz Wahlen wurde nicht mal das Matterhorn erkannt!
    • rodolofo 29.06.2017 07:52
      Highlight Highlight So viel ich weiss, kann sie das nur, wenn sie zur sog. 3. Generation gehört, also keine Seconda ist, sondern eine "Terza".
      Die erleichterte Einbürgerung für hier aufgewachsene Kinder der 3. Generation von Eingewanderten konnten wir immerhin kürzlich gegen den erbitterten Widerstand aus dem SVP-Millieu, zu dem sich der Rechte Flügel der CVP gesellte (den Rechten FDP-Flügel halte ich in dieser Frage für weniger verdächtig), erkämpft werden.
      Doch bis zur erleichterten Einbürgerung von Secondos und Secondas ist es wohl noch ein langer, steiniger Wanderweg.
      Wir folgen dem Ruf der Berge: Holoeitii!
  • kupus@kombajn 28.06.2017 10:54
    Highlight Highlight Ich weiss nicht alles über die Schweiz. Aber ich weiss mehr darüber, als die meisten meiner Freunde, welche seit Generationen Schweizer sind. Ich weiss es, weil es mich einfach interessiert hat.

    Glücklicherweise habe ich mein Einbürgerungsgesuch nicht in Buchs gestellt. Irgendetwas hätte sie vermutlich trotzdem auch bei mir gefunden. Mein Einbürgerungsgespräch hat keine Viertelstunde gedauert. Die haben halt einfach gemerkt, dass ich nicht weniger Schweizer als andere Schweizer bin. Dazu bedurfte es keiner Frage über Frittieröl.
  • Qui-Gon 28.06.2017 10:27
    Highlight Highlight Da sieht man die ganze Absurdität dieser schikanösen Prüfungen. Den Einbürgerungswilligen werden die Hosen runtergelassen von irgendwelchen Bünzlis, die selber keine Ahnung hätten und sich als König im Dorf aufführen. Wer solche bescheuerten Fragen stellt, sucht offensichtlich das Haar in der Suppe, um eine gerechtfertigte Einbürgerung doch noch zu verhindern. Kleingeistig, armselig, fremdenfeindlich. "Do chönnt jo jede cho."
  • Madison Pierce 28.06.2017 10:15
    Highlight Highlight Das Argument "ich wäre auch nicht eingebürgert worden, weil ich den Titlis nicht kenne" zieht nicht, da man auf den Test ja lernen kann. Das ist keine Zufallsumfrage.

    Aber da hatte Funda Yilmaz ja 100% richtig. Ganz erbärmlich ist, dass man ihr dann vorgeworfen hat, auf den Test gelernt zu haben. Das zeigt die Gesinnung der Kommission.

    Ihr dann noch das Nicht-Kennen des Metzgers vorzuwerfen ist so was von kleinkariert. Es ist kein Verbrechen, sich mehr im Nachbardorf aufzuhalten, wenn man in einem abgelegenen Quartier wohnt. NachbarDORF, nicht NachbarKANTON oder gar NachbarLAND...
  • DäPublizischt 28.06.2017 10:03
    Highlight Highlight "Chlaus-Chlöpfen"? Made my day!
    Alleine für diese Antwort hätte sie von mir den Schweizer Pass erhalten.
  • AdiB 28.06.2017 09:20
    Highlight Highlight Eine ganz lustige frage die ich immer gerne den "eidgenossen"stelle: "wie heisst der grösste berg der schweiz"?
    Tipp: es ist nicht das matterhorn. Wird oft genannt.
    • Vintage 28.06.2017 10:46
      Highlight Highlight Nur die Spitze oder der vollständig in der Schweiz steht?
    • D(r)ummer 28.06.2017 11:12
      Highlight Highlight Leider wissen das sehr viele nicht.
      Gut, ich habe mein Allgemeinwissen an einer anderen Stelle als meine Kollegen die z.B. den Eiger nur vom erzählen her kennen und nicht wissen wo er liegt (an der Front des grössten Gletschers in Europa, bei Grindelwald hinter Interlaken ;)).

      Adi, ich muss aber kurz schnell klugscheissern ;)
      Den grössten Berg wüsste ich jetzt auch nicht.
      Aber die höchsten kenne ich. Dufourspitze (nicht GANZ in der Schweiz) und Dom (Basis ganz in der Schweiz). Gruess
    • AdiB 28.06.2017 11:15
      Highlight Highlight Aha. Ok. Aber wer sich als ober-patriot und ober-eidgenosse ausgibt sollte diese dinge wiessen.
      Wir lernten es in der primarschule.

      Obwohl meine frage eher lauten sollte höchste punkt. Denn der berg ist nicht ganz in der schweiz. Die dufourspitze wäre die antwort.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 28.06.2017 09:14
    Highlight Highlight Was für ein Affentheater.

    Wer hier geboren ist, soll mit Volljährigkeit automatisch Schweizer werden.

    Wenn ich könnte, würde ich allen Glarnern dieses Landes das Bürgerrecht entziehen. Sie verkörpern nicht das Land, in dem ich leben will und würden meine Kriterien für dieses Bürgerrecht nimmer erfüllen.
    • Watson - die Weltwoche der SP 28.06.2017 10:05
      Highlight Highlight Nein, dieser feuchte linke Wunschtraum wird zum Glück nie Realität.
    • Xi Jinping 28.06.2017 10:32
      Highlight Highlight Da sind wir uns mal einig...
    • Walter Sahli 28.06.2017 11:14
      Highlight Highlight Dieser feuchte Traum eines Israelfanboys wird zum Glück nie Realität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Braveheart 28.06.2017 08:49
    Highlight Highlight Das Wissen wie das Fritteusen-Öl zu entsorgen ist unterscheidet also den guten Schweizer von jemandem, der nur hier wohnhaft ist. Macht absolut Sinn ....
    • rodolofo 29.06.2017 07:38
      Highlight Highlight Frittieren ist unschweizerisch!
      Der richtige Schweizer brät sich in der Gusseisernen Pfanne eine "Rööschdi", und zwar auf dem traditionellen Holzherd!
  • atomschlaf 28.06.2017 08:43
    Highlight Highlight Wenn schon hätte man Glarner nach dem höchsten Berg (Hügel?) des Kantons Aargau befragen sollen.
    • The Hat Guy 28.06.2017 10:20
      Highlight Highlight Glarner war der Ansicht, dass Yilmaz zu Recht nicht eingebürgert wurde, weil sie Fragen zum Titlis nicht beantworten konnte. Da ist es also schon legitim, ihm auch eine Frage zum Kanton Zürich zu stellen…
    • atomschlaf 28.06.2017 12:22
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dass ich solche Fragen ohnehin bescheuert finde...

      Der Titlis hat doch einen geringfügig anderen Bekanntheitsgrad als das Schnebelhorn. Den kenne ich seit Jahren, obschon ich in meinem Leben nur einmal kurz in Engelberg war und da noch nicht mal auf dem Titlis.

      Vom Schnebelhorn habe ich heute zum ersten Mal gehört, ich dachte bisher, das Hörnli sei der höchste Berg im Kanton Zürich.... aber ich bin auch kein Zürcher.
  • DailyGuy 28.06.2017 08:39
    Highlight Highlight Sorry, aber Schweizer Volkssport hätte ich jetzt auch nicht Hornussen und Schwingen genommen. Schwingen vielleicht, Hornussen jedoch nicht. Ich bin Berner und bin mit Hornussen vertraut. Wenn ich jedoch bei mir in Hochschule vom Hornussen erzählt habe, wussten die Zürcher und Basler nicht was ich damit meine. Und das waren alle gutbürgerliche Schweizer.
    • JackMac 28.06.2017 21:02
      Highlight Highlight Ich hätte Jassen und Kegeln genommen!
      Muss ich mich jetzt ausbürgern?
  • LU90 28.06.2017 08:22
    Highlight Highlight Kurze Frage zum Artikel: Was versteht man unter "Verletzung der Wohnsitzpflicht"?
    • Qui-Gon 28.06.2017 10:31
      Highlight Highlight Da das Bürgerrecht dreigeteilt ist, muss man das Bürgerrecht einer Gemeinde erwerben. Dadurch wird man auch Kantons- und Schweizerbürger. Als Voraussetzung für eine Einbürgerung kennen die Gemeinden unterschiedlich lange Fristen, während denen man dort wohnhaft sein muss. Wenn man im falschen Moment umzieht, kann man wieder vorne anfangen.
    • El Vals del Obrero 28.06.2017 12:30
      Highlight Highlight Es ist ohnehin bizarr, dass in der Schweiz die niedrigste Ebene (Gemeinde) entscheidet, wer der grössten Ebene (Land) angehören kann.

      Könnte mir gut vorstellen, was das in kleinen Dörfern mit wenig Mietwohnungen bedeuten kann:

      - Dorfkönig oder SVP-Stammtisch zum Vermieter: "Deine Mieterin lebt bald solange im Dorf, dass sie sich einbürgern lassen könnte. Los, kündige ihr, dann muss sie ins Nachbarsdorf umziehen und die Fristen beginnen von vorne!"
  • dracului 28.06.2017 08:22
    Highlight Highlight Wenn hier von "Einbürgerung" gesprochen wird, meinen wir ausschliesslich das Doppelbürgertum? Es ist bei uns ein "Doppelbürgerverfahren", wo man zusätzlich die Schweizer Bürgerrechte erhält. Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Menschen für die Schweiz und den alleinigen Schweizerpass entscheiden würden. Gerade Personen, die hier geboren sind, sollten den Schweizerpass längst einfach eintauschen können z.B. bis zum 21. Lebensjahr.
    • Qui-Gon 28.06.2017 10:34
      Highlight Highlight Jetzt kommt diese Leier wieder. Nehmen wir an, Sie wohnen seit 20 Jahren in Kanada, fühlen sich dort heimisch und wollen sich einbürgern lassen. Gleichzeitig bestehen aber immer noch starke Verbindungen zur Schweiz. Geben Sie dann das Schweizer Bürgerreicht wirklich auf? Ich würde das auch nicht tun!
    • Xi Jinping 28.06.2017 14:25
      Highlight Highlight Ich weiss nicht was ihr für Probleme habt wenn man 2 Pässe hat... Habe auch 2, na und? deshalb fühle ich mich nicht als minderer Schweizer... aber jedem das seine Problem...
    • Kii 28.06.2017 18:09
      Highlight Highlight Awesome-O, nichts anderes als Neid.
  • urano 28.06.2017 08:18
    Highlight Highlight einfach nur lächerlich, was sich da die Einbürgerungspäpste erlauben - was haben solche dämlichen Fragen mit Integration zu tun. ich bin im Kanton Uri aufgewachsen und kann nicht auf Anhieb sagen, welcher der höchste Berg ist ? eine solche stumpfsinnige Ablehnung fördert die Integration ganz sicher nicht !
    • Xi Jinping 28.06.2017 10:36
      Highlight Highlight Tödi hätte ich jetzt so gesagt...aber hab gegoogelt (ist immer besser als einfach was schreiben), es ist der Dammastock =)...wobei die beiden 16m trennt ^^
    • Qui-Gon 28.06.2017 10:42
      Highlight Highlight Tödi ist der höchste... tada... Glarner.
    • Xi Jinping 28.06.2017 14:15
      Highlight Highlight Laut Wikipedia ist es der Dammastock...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Caduff 28.06.2017 08:06
    Highlight Highlight Das ganze ist brutale Realsatire. Eine perfekte Schweizerin muss auf dem Papier Ausländerim bleiben, weil sie nicht weiss, wie sie Fritteusenöl entsorgen muss. Eigentlich ein Fall für "Die Anstalt".

    Ein chronischer Stänkerer wie Glarner, dessen einziger Daseinszweck darin besteht, Unfrieden zu stiften, zu provozieren und die Bevölkerung zu spalten ist umgekehrt aber Nationalrat und somit sowas wie ein Schweizer Würdenträger. Vollends Absurd.

    Noch mehr beunruhigen mich aber all die stillen Feiglinge im Hintergrund, die Leute wie Glarner wählen aber gegen aussen auf Biedermann machen.
  • Thinktank 28.06.2017 08:00
    Highlight Highlight Wieso soll es ein Recht auf Einbürgerung geben?
    • Walter Sahli 28.06.2017 11:20
      Highlight Highlight Denk doch mal selber darüber nach.
    • Xi Jinping 28.06.2017 14:26
      Highlight Highlight Zuerst denken - dann schreiben
  • malu 64 28.06.2017 07:57
    Highlight Highlight Dieser peinliche Quatsch sollte endlich abgeschafft werden. Wer hier geboren ist, unsere Sprache versteht und hier zur Schule gegangen ist, braucht sicher nicht zu wissen was eine St Galler Bratwurst ist! Peinlich und beschämend!
    • Radesch 29.06.2017 11:36
      Highlight Highlight Er sollte aber wissen, dass Senf draufkommt ;)

      (Bitte nicht zu Tode blitzen, war Spass)
  • elmono 28.06.2017 07:46
    Highlight Highlight Meine Fresse wen interessieren Geografiekenntnisse bei einer Einbürgerung? Die gute Dame ist hier geboren, spricht einwandfrei Deutsch, hat nen sauberen Leumund, arbeitet...wtf? 😂😂😂
    • one0one 28.06.2017 10:57
      Highlight Highlight Zum Glueck bin ich in Geographie nicht so schlecht... In allen anderen Punkten ist mir die Dame naemlich ueberlegen :P
  • Oiproll 28.06.2017 07:32
    Highlight Highlight Werde mich gleich mal für nen Hornussen und Schwingen-Kurs anmelden. Sonst werde ich eventuell noch ausgebürgert😂😂! Lächerlich.....
  • Theor 28.06.2017 06:45
    Highlight Highlight Bei solchen Fragen hätte ich den Einbürgerungstest auch nicht bestanden.
    • Saraina 28.06.2017 08:46
      Highlight Highlight Ich auch nicht! Hornussen und Schwingen? Come on! Snowboard und Tennis!

      Lächerliche Schwitztümlerei!
  • Queen C 28.06.2017 06:42
    Highlight Highlight Der Verlobte macht sich Sorgen, dass Andreas Glarner seiner Funda etwas Böses tun könnte.'
    C'mon, Glarner mag ein unsympatischer Schnorri sein, aber dass seine Gesprächspartnerin eine Attacke befürchten muss, halte ich schon für arg dramatisiert.
    • one0one 28.06.2017 11:00
      Highlight Highlight Attacken koennen auch verbal sein... Das Glarner unter der Guertellinie austeilen kann hat er genug bewiesen ;)
    • Queen C 28.06.2017 11:55
      Highlight Highlight Wenn sie die verbale Attacke fürchtet, darf sie sich nicht auf eine Gesprächsrunde mit Glarner einlassen. Dieser Satz suggeriert aber, dass Glarner eine physische Gefahr darstellen könnte, und das ist jetzt einfach auch daneben.
    • Queen C 28.06.2017 15:20
      Highlight Highlight Ich sehe, masslose Übertreibungen sind nicht bloss Andreas Glarners Sache...
  • pamayer 28.06.2017 06:37
    Highlight Highlight Einfach nur peinlich für uns SchweizerInnen.
  • rodolofo 28.06.2017 06:23
    Highlight Highlight Wer in der Schweiz geboren wurde, ist SchweizerIn, Punkt!
    Wie sollte es möglich sein, sich den sozialen und ökol. Einflüssen hier zu entziehen?
    Vor allem Kinder und Jugendliche sind in dieser Beziehung sehr offen!
    Ganz im Gegensatz zu den verstaubten Gemeinde-Vertretern und zum altmodisch alten Andreas Glarner, die irgendwie nicht mitbekommen, dass sich die Welt da draussen verändert, und dass sie Schweiz ein Teil dieser sich verändernden Welt ist.
    "Isch daas en Chinese?" fragte mich mal ein Kind auf einem Spielplatz. Dabei zeigte es mit dem Finger auf meinen Sohn.
    Nein, das ist ein Schweizer.
    • reaper54 28.06.2017 08:48
      Highlight Highlight mit einem Wort Nein.
      In einem Land wie Amerika machte es früher durchaus Sinn, und auch heute mit einer Kontrollierten Einwanderung ergibt es Sinn. Aber mit offenen Grenzen im Herzen Europas wäre eine solche Praxis einfach nur Dumm.
    • bokl 28.06.2017 12:43
      Highlight Highlight @reaper54
      Genau. Die Einwanderung aus Südamerika ist extrem kontrolliert. Darum will ja Trump da auch eine Mauer bauen ...

      Es gibt auch andere Auswüchse. Z.b. reiche Chinesinnen, die extra zum Gebären in die USA reisen.
    • rodolofo 28.06.2017 19:26
      Highlight Highlight @ reaper54 und Aaron777
      Es ist halt immer die Frage, wer schlimmer ist:
      Diejenigen, die schon drinnen sind und selbstverständlich einen Schweizer Pass bekommen haben, ohne Primarschul-Heimatkunde-Prüfung und neugierige Fragen von Einbürgerungs-Komissionen, oder diejenigen, die vom Ausland her einwandern.
      Ich finde Glarner und Konsorten schier unerträglich und bin froh über die vielen MigrantInnen, die sich hier in der Schweiz niedergelassen haben!
      Das Kriterium "Schweizer Herkunft" ist mir überhaupt nicht wichtig.
      Was für mich zählt sind Arten von Qualität und Arten von CHARAKTER.
  • Eine_win_ig 28.06.2017 06:21
    Highlight Highlight Können wir gefühlte 3/4 der Bevölkerung ausbürgern? ;)
    Ich habe lange in der Erwachsenenbilsung gearbeitet.
    Die Zahlen 26, 200, 46 sagten den meisten Schweizern nichts und wieder nichts.... Von Bergen, Seen und Pässen ganz zu schweigen (gut, da hlrts auch bei mir persönlich auf).
    Ich kann begreiffen, dass man bei einem Einbürgerungstest das politische System, die Neutralität etc. behandelt. Geographie dagegen?
    • Red4 *Miss Vanjie* 28.06.2017 07:32
      Highlight Highlight Ich fände es sehr unterhaltsam wenn man den gesamten Ständerat und Nationalrat zum Einbürgerungstest senden würde 😅
    • Ridcully 28.06.2017 07:52
      Highlight Highlight 42
    • René Obi (1) 28.06.2017 10:37
      Highlight Highlight Und die Frage dazu?
    Weitere Antworten anzeigen
  • SwissMafia 28.06.2017 05:54
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe ist:
    Was unterscheidet sie von mir? Einem "richtigen" "eidgenösischem" schweizer.

    Wir sind beide hier aufgewachsen beide hier in die Schule haben beide eine Lehre abgeschlossen und sprechen fliessend Schweizerdeutsch.

    Und nur weil ich jetzt das Glück hatte schweizer Eltern zu haben bin ich mehr schweizerisch als sie? Ich sehe die Logik nicht. Ich denke ich würde diesen Test auch nicht einwandfrei bestehen. Denn wie man sieht schaft es eine aus meinen Augen echte schweizerin ja auch nicht.

    Sie dürfen mich gerne aufklären.
    • Oban 28.06.2017 08:01
      Highlight Highlight Der unterschied soll sein das ihre Grosseltern o. Urgrosseltern mal in die Schweiz eingewandert sind, ganz so wie ihre Eltern nur ein paar Jahre vorher.
      Was sie dadurch schweizerischer macht, kann ich ihnen auch nicht sagen.
    • bcZcity 28.06.2017 08:03
      Highlight Highlight Eidgenosse ist doch das Schlagwort frustrierter Bürger mit wenig Selbstbewusstsein um sich von den sogenannten Papierschweizern abzusondern. Eklige Polemik nach dem Denken der reinen Rasse, auch wenn es manche gar nicht merken oder einfach Nachplappern. Die denken auch dass Willhelm Tell auf wahren Begebenheiten beruht!
    • SwissMafia 28.06.2017 09:19
      Highlight Highlight An alle Blitzer.
      Ich würde gerne wie gesagt aufgeklärt werden was sie (Ich nehme an alles "richtige" schweizer) denn von ihr unterscheiden.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 28.06.2017 01:55
    Highlight Highlight Ich habe eben "Talk Täglich" geschaut.

    Also ich finde, wenn wir Schweizer diese sympathische und äusserst intelligente Funda Yilmaz nicht einbürgern - wenn dann?
    • Spooky 28.06.2017 06:53
      Highlight Highlight OMG. Ich wollte schreiben: - wen dann?

      Ich befürchte, ich werde langsam senil. Ich hoffe nur, dass ihr das merkt und mich darauf aufmerksam macht. Danke.

    • Kopold 28.06.2017 10:03
      Highlight Highlight Zu wenig Deutschkenntnisse und deshalb offensichtlich ungenügend integriert. Wird ausgeschafft.
      Auf wiedersehen, Spooky. 🙄
    • Spooky 29.06.2017 18:48
      Highlight Highlight @Kopold
      Hehe ;-)))
      Fragt sich nur, ob mich irgendein anderes Land aufnimmt ;-)
  • Spooky 28.06.2017 01:24
    Highlight Highlight Ich würde die Einbürgerungen total anders aufgleisen.

    Wer die Namen unserer 7 Bundesräte einfach so aus dem Ärmel schüttelt, sollte auf keinen Fall eingebürgert werden.

    Das ist nämlich völlig unschweizerisch.


    Und wer das Matterhorn schon in natura gesehen hat, sollte auch nicht eingebürgert werden. Das ist total unschweizerisch.

    Wer aber weiss, dass der Gotthardpass den Tessinern gehört und nicht den Urnern, der sollte ohne weitere Fragen auf der Stelle eingebürgert werden.
    • poga 28.06.2017 09:13
      Highlight Highlight Ich fände es viel wichtiger, die Einbürgerung auf unsere Grundprinzipien und den Wer für unsere Gesellschaft zu legen. Nur ist das eben viel schwieriger, als ein paar Fragen zu stellen, die eine klahre Antwort hat. Wen ein mittelalterlicher Religiöser eingebürgert wird, weil er die Fragen alle richtig beantwortet, und dann seine Töchter verschleiert, ist das für mich ein absolutes No go. Aber diese Wertedebatte müsste endlich mal geführt werden.
    • René Obi (1) 28.06.2017 10:40
      Highlight Highlight poga. Meinst du einen mit Detonationshintergrund?
    • poga 28.06.2017 11:39
      Highlight Highlight @Obi sorry der ist zu hoch für mich. Falls du auf einen Bombenislamist ansprichst, so meine ich nicht nur den radikalen Islam. Sondern auch andere Dinge die unseren momentanen Projekten entgegenstehen. Das kann auch ein orthodoxer Jude, Christ oder einfach auch ein übermässiger Patriarchat sein. Aber wie erwähnt, das müsste ausdiskutiert werden.

Interne Dokumente zeigen, welche Kantone Berset und Koch bremsen wollten

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Heute vor genau einem Monat begann die Schweiz, das Coronavirus ernst zu nehmen. Am 28. Februar rief der Bundesrat die «besondere Lage» aus, ab der das öffentliche Leben nach und nach mehr eingeschränkt und lahmgelegt wurde. Die Covid-Erkrankung forderte in der Schweiz bislang über 200 Todesopfer und erschütterte das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wie kaum ein anderes Ereignis der jüngsten Geschichte der Eidgenossenschaft.

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