Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Muslimische Grabfelder (Symbolbild)

Muslimische Grabfelder: So könnte es bald auch auf dem Friedhof Liebenfels aussehen.
keystone

Grabfeld für Muslime: Jetzt gibt Baden grünes Licht

Der Badener Einwohnerrat gibt grünes Licht für muslimische Gräber – und rüstet sich damit für eine steigende Nachfrage, wie sich in Olten zeigt.

02.06.16, 05:09 02.06.16, 06:12
Rebecca Wyss
Rebecca Wyss



Jetzt steht einem muslimischen Grabfeld auf dem Badener Friedhof Liebenfels nichts mehr im Weg. Der Einwohnerrat hat das Bestattungs- und Friedhofsreglement einstimmig abgesegnet. Nicht einmal die Kosten von 110'000 Franken gaben zu Reden. Der Aargau erhält damit sein erstes muslimisches Grabfeld, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. Den Aargauern nützt das aber wenig: Die rund 200 Gräber – mit Ausrichtung nach Mekka – sollen nur Badenern zur Verfügung stehen.

Blick auf das nach Mekka ausgerichtete muslimische Gräberfeld auf dem Friedhof Meisenhard in Olten, das aktuell mit 10 von möglichen 45 Gräbern belegt ist.

Vor einigen Jahren noch wenig gefragt: Das nach Mekka ausgerichtete muslimische Gräberfeld auf dem Friedhof Meisenhard in Olten. Bruno kissling/solothurner zeitung

Seit 2015 mehr Bestattungen

Mit dem Angebot will die Stadt den Bedarf für die nächsten 20 Jahre decken. In der Vergangenheit war die Nachfrage in der Schweiz eher gering, wie unter anderem Olten zeigt. Die Solothurner Stadt bietet bereits seit 13 Jahren Gräber für Muslime an. Erst seit 2015 werden diese jedoch vermehrt genutzt, wie das «Regionaljournal Aargau Solothurn berichtet». Die Hälfte der Bestattungen fand in dieser Zeit statt.

Kein Bestattungstourismus in Olten

Laut dem Oltener Bestattungsamt spürt man, dass das Interesse an den Feldern im Friedhof Meisenhard stark gestiegen ist. Ein Grund: Viele Muslime hierzulande gehören der ersten Generation von Einwanderern an. Diese sind noch stark mit ihrem Herkunftsland verbunden und lassen sich meist in ihrer Heimat bestatten. Die nächste Generation identifiziert sich viel mehr mit der Schweiz, weshalb sie eher hierzulande zur letzten Ruhe gebettet werden will.

Anders als in Baden stehen die Grabfelder in Olten allen Schweizer Muslimen offen. Ein Bestattungstourismus, wie ihn Baden mit der Begrenzung auf Einheimische vermeiden will, gibt es hier jedoch nicht. 

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

So (böse) freuen sich Eltern, dass die Kinder wieder in die Schule müssen

In Liverpool muss Schnäppchen-Shaqiri beweisen, dass er der Königstransfer ist

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Aufgepasst, Männer! So vermeidet ihr «mansplaining»

Ronaldo verzückt die neuen Teamkollegen: «Es ist gar nicht möglich, mit ihm mitzuhalten»

Bauern wie zu Gotthelfs Zeiten? Per Initiative ins landwirtschaftliche Idyll

Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Hipster-Bärte bedrohen die Rasierklingen-Industrie

Wie die Migros das Label-Chaos beseitigen will – und dafür kritisiert wird

So viel Geld macht Ferrari pro Auto – und so viel legt Tesla drauf

Die Erde ist bei Google Maps keine flache Scheibe mehr – das ist wichtiger, als du denkst

18 lustige Fails, die dich alles um dich herum vergessen lassen

Scheidungen sind out – und das hat seine Gründe

«Ich habe keine devote Ausstrahlung»: Tonia Maria Zindel über MeToo, Tod und Rätoromanisch

Wie das Geschwür am Hintern des Sonnenkönigs zum Trend wurde

Das sagt Osama Bin Ladens Mutter über ihren Sohn, den Terrorfürsten

Sie waren vor 10 Jahren unsere grössten Hoffnungen – das wurde aus ihnen

Die 8 grössten Kraftwerke zeigen das riesige Potential von erneuerbaren Energien

7 Mehrtageswanderungen, die sich richtig lohnen 

präsentiert von

Endlich «Weltklasse»: Wie Schalkes Max Meyer bei Crystal Palace statt Barça landete

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003

Die Frau, die weltbekannt wurde, ohne es zu wissen

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Also doch: Cédric Wermuth möchte Ständerat werden

Der Aargauer SP-Nationalrat wurde von seiner Bezirkspartei angefragt, ob er für den Ständerat kandidieren möchte – er hat zugesagt.

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019 für den Ständerat kandidieren. Wermuth möchte den frei werdenden Sitz von Ständerätin Pascale Bruderer Wyss verteidigen. Das wollen auch SVP und CVP.

Die Verteidigung des Sitzes werde für die SP «eine grosse Herausforderung», teilte der 32-jährige Wermuth am Donnerstagmorgen auf seinem Facebook-Profil mit. Es brauche eine Kandidatur, welche die Bewegung einen könne und den Anspruch habe, die …

Artikel lesen