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Mehrheit will laut Umfrage Neubau von AKW wieder erlauben

Mehrheit will laut Umfrage Neubau von AKW wieder erlauben

10.10.2025, 06:0010.10.2025, 07:12

Eine Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte den Bau neuer Atomkraftwerke wieder ermöglichen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage im Auftrag von «20 Minuten» und Tamedia.

ARCHIV - ZUM TAGESGESCHAEFT DER WINTERSSESSION UEBER DAS AKW BEZNAU AM DONNERSTAG, 13. DEZEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Nuclear power plant Beznau I and II with t ...
Das AKW Beznau.Bild: KEYSTONE

56 Prozent der Teilnehmenden an der Umfrage sprachen sich in der am Freitag veröffentlichten Erhebung des Instituts Leewas für das Vorhaben des Bundesrats aus. 42 Prozent waren klar oder eher dagegen, 2 Prozent machten keine Angaben.

Die Schweiz hatte nach dem Reaktorunfall von Fukushima in Japan 2011 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. 2017 sprach sich das Volk mehrheitlich für den Atomausstieg aus. Der Bau neuer Kernkraftwerke ist seitdem verboten.

Energieminister Albert Rösti kündigte Ende August 2024 allerdings an, das Bauverbot aus dem Gesetz streichen zu wollen. Mitte August 2025 verabschiedete der Bundesrat die entsprechende Botschaft an die eidgenössischen Räte.

KEYPIX - Bundesrat Albert Roesti spricht an der Medienkonferenz nach der Bundesratssitzung ueber das weitere Vorgehen fuer den Infrastrukturausbau im Zusammenhang mit dem Bericht "Verkehr '4 ...
Bundesrat und Energieminister Albert Rösti.Bild: keystone

Die Gesetzesänderung soll laut Bundesrat als indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» fungieren. Die Grünen haben bereits das Referendum angekündigt, sollte das Vorhaben im Parlament eine Mehrheit finden.

Die Online-Umfrage basiert auf den Angaben von 14'775 Personen. Durchgeführt wurde sie am 16. und 17. September. Das Institut Leewas gewichtete die Antworten danach so, dass die Ergebnisse für die gesamte Stimmbevölkerung repräsentativ sind. Der statistische Fehlerbereich liegt bei +/- 2 Prozentpunkten. (sda)

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