Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Blick auf das Feld der geplanten Tiefbohrungen der Nagra, aufgenommen am Mittwoch, 26. September 2018 in Buelach. Ab Anfang 2019 starten die Tiefbohrungen in den Standortgebieten Jura Ost, Noerdlich Laegern und Zuerich Nordost. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Auf diesem Feld bei Bülach will die Nagra bohren. Bild: KEYSTONE

Radioaktive Abfälle: Nagra beginnt in Bülach und Trüllikon zu bohren



Die ersten Messungen zeigen: In den Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost ist ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle grundsätzlich möglich. Nun beginnt die Nagra in die Tiefe zu bohren, um einen Standortentscheid fällen zu können. Eine Bohrung kostet gemäss Nagra-Angaben rund 15 Millionen Franken.

An allen drei möglichen Standorten ist grundsätzlich ausreichend Platz für den Bau eines Tiefenlagers vorhanden: Dies sind die Erkenntnisse aus den bereits vorgenommenen 3D-seismischen Messungen, wie die Nagra am Mittwoch in Bülach ZH informierte.

Bohrplätze werden erstellt

Um das Bild des geologischen Untergrundes zu ergänzen, startet die Nagra nun eine Serie von Tiefenbohrungen. In Bülach im Zürcher Unterland (Nördlich Lägern) wird in den kommenden Wochen ein erster Bohrplatz erstellt, ein zweiter folgt danach in Trüllikon im Zürcher Weinland (Zürich Nordost). Bohrbeginn ist auf Anfang 2019 geplant.

In der Folge werden an den drei möglichen Lagerstandorten Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost weitere Tiefenbohrungen durchgeführt.

Wahl der Lager-Standorte bis 2022

Untersucht werden soll dabei unter anderem die Mächtigkeit, die Durchlässigkeit und die Zusammensetzung des Wirtgesteins Opalinuston, in welchem das Tiefenlager gebaut werden soll, wie Nagra-Vertreter ausführten. Von Interesse seien dabei auch die Eigenschaften des Gesteins unter- und oberhalb des Opalinustons.

«Die Tiefenbohrungen sollen das geologische Gesamtbild der Standortregionen vervollständigen», heisst es in einer Mitteilung. Dieses soll es dann ermöglichen, dass «eine wissenschaftlich begründete Wahl der sichersten Tiefenlagerstandorte» getroffen werden kann.

Bis 2022 soll klar sein, auf welche Standorte sich die Nagra festlegen will, um die entsprechenden Rahmenbewilligungsgesuche auszuarbeiten.

Zahl der Bohrungen noch offen

Für die Serie der Tiefenbohrungen, die in Bülach und Trüllikon startet, hat die Nagra 22 Gesuche eingereicht. Ein 23. Gesuch wird gemäss Angaben vom Mittwoch noch folgen.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erteilte Ende August drei Bewilligungen. In den nächsten Wochen und Monaten will das UVEK die weiteren Entscheide zu den Bohr-Gesuchen fällen.

Allerdings ist nicht vorgesehen, dass an allen 23 beantragten Orten ein Bohrplatz eingerichtet wird: «Wie viele Bohrungen tatsächlich durchgeführt werden müssen, um das geologische Gesamtbild zu vervollständigen, hängt von den Ergebnissen ab.»  (whr/sda)

Swiss Photo Award: Leben und Lieben nach Tschernobyl

Nagra verwendet NASA-Sonde im Felslabor Mont Terri

abspielen

Video: undefined

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • α Virginis 26.09.2018 19:42
    Highlight Highlight Ich habe keine Ahnung, aber ich denke, dass es innerhalb des Schweizer Territoriums keinerlei möglichkeit gibt, solchen Müll zu vergraben.
    Tektonisch immer noch aktiv wie die Schweiz, gewähren nur weige, zudem kleine Kammern im Grund die für -zig-tausend Jahren als sicher einzuschätzende Lager die einigermassen "sichere" Entsorgung der tödlichen Materialien gewähren (könnten).

    Das wird niemals reichen. Nagra und Co. verdienen sich da da eine goldene Nase an etwas unmöglichem.
    Standorte oder so sind eigentlich egal...

    Naja, nur so meine Meinung zu dem Thema ;)
  • trio 26.09.2018 18:14
    Highlight Highlight Trüllikon ist einer der genialsten Namen! WARUM ausgerechnet dort ein Endlager? Wobei, vielleicht passt das ja genau und es wird noch genialer...
  • Ridcully 26.09.2018 13:55
    Highlight Highlight Leider steht her nicht der wissenschaftliche Prozess im Vordergrund, sondern der politische. Es war schon immer eine schweizer Strategie, so lästiges Zeug, wie auch AKW's und Flughäfen in Grenznähe zu bauen, da praktischerweise ein Teil der Betroffenen nicht abstimmen können.
    Vielen Dank auch an Herrn Kägi, der vor Jahren noch vollmundig versprach, dass ein Endlager nie auf Zürcher Gebiet errichtet würde, da der Kanton ja schon grosse Belastung (Flughafen) für die Schweiz trage.
    Leere Worte, volle Taschen!
    • max_bruppbacher 26.09.2018 14:47
      Highlight Highlight Der Fakt dass der Regierungsrat eben genau nicht sagen kann dass es nicht im kt zh gebaut wird, zeigt ja, dass es kein politischer Prozess ist!

      Das Lager soll am sichersten Standort gebaut werden und wenn der im Kanton Zürich ist, dann ist er das halt..
    • Ridcully 26.09.2018 19:02
      Highlight Highlight Nö, die Nagra wollte ja nicht mehr in ZH suchen, sie wurde von der Politik angewiesen doch nochmals in ZH zu schauen - und oh wunder: Plötzlich schaut man nur noch in ZH.
      Schauen Sie sich die geolog. Gutachten aus einer früheren Phase an, da war man noch nicht Fan vom Opalinuston. Auch findet man plötzlich, dass das Grundwasser kein Problem mehr sei, obwohl die NAGRA die ZH-Gebiete genau wegen dem Grundwasser verworfen hatte.
      Aber, hey, wenn man ausser diesem Artikel keine Fakten dazu kennt...
    • Astrogator 26.09.2018 19:10
      Highlight Highlight @Ridicully: "Plötzlich schaut man nur noch in ZH."
      Wusste gar nicht, dass der Bözberg zu Zürich gehört 🤔
    Weitere Antworten anzeigen

Sonntagszeitungen: Rentenalter 67 ++ Ehrenfeier für Klaus Schwab

Im neuen Parlament nach den eidgenössischen Wahlen im Herbst zeichnet sich offenbar eine Mehrheit für ein höheres Rentenalter ab. Dies prognostiziert die «NZZ am Sonntag» mit Verweis auf eine Auswertung von neuen Kandidatenangaben bei der Onlinewahlhilfe Smartvote.

Bei dieser stimmten rund die Hälfte der Kandidierenden für den Nationalrat der Frage zu, ob das Rentenalter zum Beispiel auf 67 Jahre erhöht werden soll. Die Analyse beruht auf den Rückmeldungen von zwei Dritteln der Kandidaten. …

Artikel lesen
Link zum Artikel