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Le conseiller d'Etat vaudois Pierre-Yves Maillard participe a une conference de presse au sujet de la strategie fiscale et financiere 2019-2023 du Conseil d’Etat vaudois ce lundi 29 octobre 2018 a Lausanne. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Maillard setzte sich bei der Wahl gegen die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi durch. Bild: KEYSTONE

Pierre-Yves Maillard wird neuer Präsident des Gewerkschaftsbunds

Der Waadtländer SP-Staatsrat Pierre-Yves Maillard ist zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) gewählt worden. Maillard setzte sich bei der Wahl vom Samstag in Bern gegen die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi durch.



Maillard erhielt 115 der 212 eingegangenen Stimmen, wie der SGB an einem Kongress in Bern bekannt gab. Damit übertraf er das für eine Wahl im ersten Wahlgang nötige absolute Mehr um acht Stimmen. Weitere Kandidaturen gab es nicht.

Der aktuelle Gesundheits- und Fürsorgedirektor des Kantons Waadt übernimmt das Amt von Paul Rechsteiner, der im März seine Demission bekanntgegeben hatte. Rechsteiner war fast zwanzig Jahre lang SGB-Präsident.

Maillard wird nach eigenen Angaben das SGB-Präsidium zwischen Mai und Juni des kommenden Jahres antreten.

Plädoyer für Offenheit und Pluralismus

Zuvor hatte der scheidende Präsident Rechsteiner seine letzte Rede als SGB-Präsident gehalten. Er forderte darin einen «Geist der Offenheit, des Pluralismus und der Kooperation» in der Gewerkschaftsbewegung.

Die wichtigsten Veränderungen in der Gewerkschaftslandschaft der letzten 20 Jahre seien die Gründung der Unia und die Öffnung des SGB gewesen. Das sagte Rechsteiner am zweiten Tag des alle vier Jahre stattfindenden ordentlichen SGB-Kongresses in Bern.

Rechsteiner meinte die Öffnung gegenüber Organisationen, die zuvor nicht Mitglied eines Dachverbands gewesen waren. «Wer hätte sich vor 20 Jahren vorstellen können, dass der Schweizerische Bankpersonalverband Teil der Gewerkschaftsbewegung wird?», fragte Rechsteiner.

Mit Blick auf die Zukunft forderte der abtretende SGB-Präsident eine positive Haltung zu Migranten. «Der Ausschluss eines Viertels der Bevölkerung von den politischen Rechten ist für eine Demokratie auf Dauer ein unhaltbarer Zustand». Rechsteiner sprach sich auch für eine internationale Orientierung der Gewerkschaften aus. (viw/sda)

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