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Interessierte Kaeufer ersteigern Pferde des mutmasslichen Tierquaelers Ulrich K. aus Hefenhofen (TG) am Pferdeverkauf des Veterinaeramtes des Kantons Thurgau, am Donnerstag, 17. August 2017, in Sand-Schoenbuehl. Die Pferde, die aus der geschlossenen Pferdezucht des mutmasslichen Tierquaelers Ulrich K. ueberfuehrt wurden, werden im Kompetenzzentrum Veterinaerdienst und Armeetiere zum Verkauf angeboten. (KEYSTONE/Anthony Anex).

Schätzungsweise 500 Interessenten und Schaulustige haben sich im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere eingefunden. Bild: KEYSTONE

Tierquälerei: Verkauf der Hefenhofener Pferde hat begonnen



Der Verkauf der Pferde des mutmasslichen Tierquälers von Hefenhofen TG hat am Donnerstagmorgen in Schönbühl in der Nähe von Bern begonnen. Schätzungsweise 500 Interessenten und Schaulustige haben sich im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere eingefunden.

Rund um einen Vorführbereich stellten sich die Leute auf. Kurz nach neun Uhr führte ein Rekrut das erste Pferd aus einem Stall in diesen Vorführbereich.

«Wir sind überzeugt, den Tieren mit dem heutigen Tag einen guten Start in ihr neues, ziviles Leben zu ermöglichen.»

Thurgauer Amtstierarzt Ulrich Weideli

80 Pferde zum Verkauf

Insgesamt stehen 80 Pferde zum Verkauf. Vier Personen hatten vor der Verkaufsaktion den Behörden nachweisen können, dass dreizehn der in Hefenhofen TG gehaltenen Pferde ihnen gehörten, wie Armee-Sprecher Daniel Reist vor Beginn der Aktion der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Die Armee rechnet damit, dass der Pferdeverkauf, der in deutsch und französisch abgehalten wird, den ganzen Tag lang dauert. Wer ein Pferd erwerben will, muss einen Verkaufsvertrag unterschreiben, in dem unter anderem steht, dass der Käufer das Pferd gemäss der Tierschutzgesetzgebung hält.

Dank an Armee

Der Thurgauer Amtstierarzt Ulrich Weideli dankte zu Beginn der Verkaufsaktion der Armee für die hervorragende Pflege der Pferde. «Wir sind überzeugt», sagte er, «den Tieren mit dem heutigen Tag einen guten Start in ihr neues, ziviles Leben zu ermöglichen.»

Der neutrale Pferdeexperte Henri Spychiger, der den Verkauf leitet, sagte, Ziel sei nicht, so viel Geld wie möglich hereinzuholen. Es gehe darum, bis am Abend für alle Tiere Plätze bei kompetenten Haltern zu finden.

Mit der Festsetzung eines Maximalzuschlags von 500 Franken zum Einstandspreis wollen die Behörden verhindern, dass spekuliert wird.

Halter in Gewahrsam

Der Halter der Tiere war vergangene Woche von der Thurgauer Polizei in Gewahrsam genommen worden. Dies, nachdem publik geworden war, dass auf seinem Hof in den letzten Monaten mehrere Pferde verendet waren. Weitere Tiere waren abgemagert und in schlechtem Zustand. Der Mann befindet sich nun in einer fürsorgerischen Unterbringung.

In Schönbühl BE markierten am Donnerstagmorgen die Berner Kantonspolizei und die Armeepolizei Präsenz. Am Eingang zum Areal protestierte ein einzelner Aktivist mit Plakaten gegen die Thurgauer Behörden. (whr/sda)

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