Schweiz
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Fertig mit Kavalierstart: Basler Politikerin fordert «Lärm-Blitzer» gegen Motorengeheul

Basler Politiker wollen prüfen, ob nicht nur zu schnelle, sondern auch zu laute Autos kontrolliert werden müssen.

Samuel Hufschmid / ch media



Die Basler Basta-Grossrätin Tonja Zürcher hat genug: «Mit dem Aufheulenlassen von Motoren, übermässig hochtourigem Fahren oder extra dröhnenden Auspuffen wird die Bevölkerung aus dem Schlaf gerissen», begründet sie eine Anfrage zuhanden der Basler Regierung.

Darin fordert Zürcher zusammen mit zwölf Mitunterzeichnern, dass der Regierungsrat prüft, ob sich Basel an der Entwicklung eines «Lärmblitzers» beteiligen und diesen auf dem Kantonsgebiet einsetzen kann.

22.04.2018, Hessen, Reichelsheim: Ein sachverständiger der Polizei überprüft bei einer Verkehrskontrolle an der B38 den Auspuff eines Motorrades. Die Polizei war tätig, um die Fahrzeuge zu überprüfen und die Fahrer auf Unfall- und Lärmvermeidung hinzuweisen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Polizei überprüft Auspuff auf Lärm. Bild: dpa

Gesetz verbietet vermeidbare Lärmbelästigung

Vorbild für den Schall-Radar ist der Kanton Genf. Dort prüft die Regierung derzeit ebenfalls, ob ein entsprechendes Gerät entwickelt und eingesetzt werden kann. Grüne Lokalpolitiker haben dazu bereits mit Forschern der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) Rücksprache gehalten. Diese bestätigen, dass eine solche Maschine «innerhalb von zwei bis vier Jahren» einsatzbereit wäre.

Das Hauptproblem besteht darin, den Lärm aus der Distanz zuverlässig zu bestimmen und korrekt einem Fahrzeug zuordnen zu können. Die EPFL-Forscher sagen, dass es bereits ein Verfahren gebe, das die Geschwindigkeit von Fahrzeugen anhand ihres Lärms bestimmen könne. Der gesetzliche Rahmen ist dabei klar und schweizweit derselbe: Das Strassenverkehrsgesetz verbietet jede vermeidbare Belästigung durch Lärm.

Basler Polizei schaut nach Genf

Zürcher argumentiert, dass die Kontrolle dieser Regeln ohne «Lärm-Blitzer» schwierig und somit der Vollzug des Lärmschutzes kaum möglich sei. Sie schreibt: «Die Folgen von Lärm sind ein höheres Risiko für Herzinfarkt, Hirnblutungen, Bluthochdruck und Schlafstörungen.» Nebst des konstanten Lärmpegels, der in Basel an vielen Orten die Grenzwerte überschreitet, sei der punktuelle Motorenlärm ein grosses Problem.

Die Basler Polizei schreibt, die Entwicklungen in Genf würden beobachtet. Sprecher Toprak Yerguz erklärt auf Anfrage: «Es kommt vor, dass Lenker auf dem Stadtgebiet in niedrigen Gängen und somit hochtourig herumfahren und dadurch die Anwohner stören, namentlich in den wärmeren Monaten. Zwar führen wir diesbezüglich keine eigene Statistik, aber die Zahl der Meldungen dürfte nach unseren Erfahrungen tief sein.» (bzbasel.ch)

Aktuelle Polizeibilder

So wollen Lärmschützer den Strassenverkehr leiser machen

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lusbueb 06.03.2019 19:55
    Highlight Highlight Die Nummer kostet wieder Millionen und das wegen ein paar wenigen Gestörten. Das ist einfach am Ziel vorbei geschossen. Da will sich wohl wer vor den Wahlen profilieren.
  • Paternoster 06.03.2019 19:13
    Highlight Highlight Geht es eventuell beim sich echauffieren der besonnenen Bevölkerung darum, dass junge Mitbewohner sich einen Ersatz holen und deswegen mit diesen lustigen Auspuffs sich bemerkbar machen, für wen denn auch immer, Eigenbild "ich bin der Beste", Fremdbild "armselige, bemitleidenswerte, nicht bereite Kreatur". Und dies mit einem Auto, dass diese sich mit der geringen Ausbildung gar nie leisten könnten und nur durch Leasing möglich wird? Oder alle sparen mit, dann gehts? Hauptsache der Eindruck könnte stimmen?
    Diese Jungs gibts leider immer...mehr
  • 7immi 06.03.2019 17:34
    Highlight Highlight Frage mich schon immer wieder ab den lärmenden Autos. In der Luftfahrt macht man den Spagat zwischen Verbrauch, Sicherheit und Lärm und geht an die Grenze des Möglichen (Siehe Pannenserie geared fans). Bei Automobilen spritzt man zum Teil noch Treibstoff ins Abgasrohr für mehr Lärm- obschon mans technisch besser könnte. Für mich unbegreiflich.
  • infomann 06.03.2019 14:41
    Highlight Highlight Entlich, entlich.
    Es kann doch nicht sein dass wir Milliarden für Lärmschutz ausgeben und diese Egoisten mit ihren Ratterkisten mach was die wollen.
    Im Gesetz steht unnötiger Lärm ist zu vermeiden und damit strafbar.
    • Paternoster 06.03.2019 14:49
      Highlight Highlight Und Enden im Weiher machen auch Krach :-) Spass, ich sehe das auch so....
    • infomann 06.03.2019 15:48
      Highlight Highlight So so Enden im Weiher
    • Paternoster 06.03.2019 18:37
      Highlight Highlight Genau infomann, alles kapiert, so ists richtig
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 06.03.2019 14:12
    Highlight Highlight Aber wehe ein Strassenmusiker spielt irgendwo 5 Minuten zu lang oder eine Gartenbeiz schliesst nicht schon um 20 Uhr.
  • Paternoster 06.03.2019 14:02
    Highlight Highlight Die "offenen" oder dosierbaren Auspuffe sind wirklich ein lästiges Machogehabe. Kann ich eigentlich eine solche Nummer nicht der Polizei melden und die schicken eine Vorladung für Ueberprüfung MFK?
    • infomann 06.03.2019 14:42
      Highlight Highlight Kannst du schon, aber die Polizei hat fast immer eine Ausrede.
    • sunshineZH 06.03.2019 16:27
      Highlight Highlight GPS Gesteuerte Klappenanlagen sind legal, ab 70km/h gehen diese auf und es herrscht Gänsehaut. Unter 70 sind diese zu, ausser man öffnet sie manuell, was dann wieder illegal ist.
    • Albert J. Katzenellenbogen 06.03.2019 16:34
      Highlight Highlight @Paternoster:
      Ja, solche Überprüfungen finden sehr, sehr häufig statt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ad Sch 06.03.2019 13:38
    Highlight Highlight zu viel Geld in der Kasse? first world problems...
    klar nervts aber bitteeeee...!? möcht nicht wissen wieviel das ganze wieder kosten soll?!
  • glüngi 06.03.2019 13:35
    Highlight Highlight first world problems
  • TheRealDonald 06.03.2019 13:15
    Highlight Highlight Derjenige im Auto / auf dem Motorrad mit dem extralauten Auspuff denkt, „Wow, wie cool mich jetzt alle finden!“ Und alle darum herum denken, „Was für ein hirnloser Idiot!“ Da liegen Eigen- und Fremdwahrnehmung oft weit auseinander. Leider wird es bei vielen wohl eine Busse brauchen, damit sie begreifen, dass ihre „Spass-Freiheit“ sehr begrenzt ist.
  • Pisti 06.03.2019 13:00
    Highlight Highlight Die Frau scheint wohl an Schlafstörungen zu leiden, wenn sie durch Motorengeheul aus dem Schlaf gerissen wird. Ich lebe an einer Hauptstrasse und schlafe immer hervorragend.
    Anstatt unsinnige Gesetze zu machen, wäre es vielleicht angebrachter Sie würde der Ursache für ihren schlechten Schlaf auf den Grund gehen.
    • G. Samsa 06.03.2019 13:39
      Highlight Highlight Was ist denn das bitte für eine beschränke Sichtweise? Weil du an einer Hauptstrasse wohnst und keine Schlaf- oder Lärmprobleme hast ist das Problem der lärmenden Motoren nicht vorhanden. Was für eine Logik.
      Mir ist es ein Rätsel wie all die Fahrzeuge mit Klappenauspuffanlagen eine Zulassung bekommen! Meiner Meinung nach sind die Dinger tatsächlich absolut unnötig und einfach nur störend.
      Aber ja, wenn man selber auf einer Harley sitzt und Gas gibt sieht die Welt anders aus als wenn man seine Ruhe haben will.
    • Pisti 06.03.2019 14:08
      Highlight Highlight Tja Urs es gibt noch dutzende andere Lärmquellen. Davon erwähnt die Dame nichts! Warum? Weil Sie als Linke persöhnlich ein Problem mit Autofahrern hat, nur darum geht es.
    • G. Samsa 06.03.2019 14:45
      Highlight Highlight Äha... Du findest immer jemanden der etwas macht was noch schlimmer / noch störender ist als das was die anderen machen.
      Abgasbelastung durch Dieselmotoren ist doch nicht schlimm, es gibt die Schiffmotoren, die sind schlimmer. Jemanden zusammenschlagen ist doch nicht so schlimm, es gibt Leute die haben jemanden umgebracht.
      Verstehst du was ich meine?

    Weitere Antworten anzeigen
  • lucasm 06.03.2019 12:36
    Highlight Highlight An gewisse orte traut sich unsere polizei bekanntlich nicht mehr, weil zu gefährlich. Bei den autofahrern hingegen ist die fantasie an möglichen einnahmequellen natürlich noch nicht ausgeschöpft. Ist nach der motorfahrzeugsteuererhöhung und der parkkartenerhöhung um mehr als 100% nicht langsam genug?
    • Binnennomade 06.03.2019 12:52
      Highlight Highlight An welche Orte traut sich unsere Polizei nicht? Dietikon?
    • lucasm 06.03.2019 13:11
      Highlight Highlight @binnennomade: die geschichte spielt in basel. Wenn ich dann von unserer polizei spreche, ist anzunehmen, dass ich dann die polizei bs meine.
    • Binnennomade 06.03.2019 13:18
      Highlight Highlight Das heisst, die Basler Stadtpolizei traut sich in Basel nicht überall hin? Was für Waschlappen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasch 06.03.2019 11:54
    Highlight Highlight Macht die Basler Polizei auch mal wieder etwas für die Verbrechensbekämpfung? Klar nerven Gäseler, aber das ist wieder einfach nur eine Aktion gegen den Verkehr.
    • Albert J. Katzenellenbogen 06.03.2019 16:38
      Highlight Highlight Achtung! Bitte nicht die Dienstabteilungen und deren Aufgaben verbirchermüseln. Merci!
    • Pasch 06.03.2019 21:10
      Highlight Highlight Gehüpft wie gesprungen, in der NWS ist einzig das GWK welches man beim arbeiten sieht. Der Rest gondelt in der Gegend herum.
  • derEchteElch 06.03.2019 11:44
    Highlight Highlight Bezüglich gesetzliche Grundlagen:
    Bevor alle damit kommen, dass man ja gar nicht mehr Auto fahren dürfte. Der im Text zitierte Artikel (Art. 42 SVG) ist nur die halbe Wahrheit.

    Viel präziser ist Art. 33 VRV.

    Hier wird konkret auf zu hohe Drehzahlen, fahren in niedrigen Gängen oder zu schnelles Beschleunigen beim Anfahren (z.B. an Ampeln) eingegangen. Vor allem aber das unnötige Herumfahren in Ortschaften (die klassiche Bahnhofrunde) könnte mal ernsthafter verfolgt werden. Das Problem, es lässt sich schwer nachweisen..
    • ponyhof 06.03.2019 15:01
      Highlight Highlight Kleine Korrektur: "fortgesetztes unnötiges Herumfahren in Ortschaften" und nur, wenn es vermeidbaren Lärm erzeugt.
      Nicht vermeidbarer Lärm beim Autofahren ist das normale Geräusch des Motors und der Autoreifen.
      D . h. man darf so oft um den Bahnhof kurven, wie man will, solange man dabei keinen vermeidbaren Lärm macht, d.h. nicht hupt, nicht den Motor aufheulen lässt, nicht ständig die Türen zuknallt oder nicht zum Fenster heraus johlt.

78-jähriger Mann in Basel überfallen und ausgeraubt

An der Klybeckstrasse in Basel ist am Donnerstagabend ein 78-jähriger Mann von drei Männern ausgeraubt worden. Das Opfer blieb unverletzt, die Täter konnten nicht gefasst werden, wie die Basler Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Die Tat ereignete sich um 22.15 Uhr auf der Höhe des Klingentalgrabens bei der Kaserne. Zwei Männer hätten dem Passanten den Weg versperrt, worauf ihn ein dritte Person von hinten gepackt habe. Dem Opfer wurde das Portemonnaie geraubt.

Die drei Täter flüchteten, …

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