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PubliBike musste auch in Zürich sämtliche Leihvelos einsammeln und nachrüsten.  zvg

Geknackte Leihräder bleiben in der Garage: Weitere Verzögerungen bei PubliBike

Nach dem PubliBike-Grounding wollte die Postauto-Tochter die stillgelegte Leihvelo-Armada in Bern und Zürich innert zwei Wochen wieder flott machen. Doch die Modifizierung der Schlösser dauert länger als erwartet. 



Wegen des Debakels der hundertfach geknackten PubliBike-Schlösser müssen sich die Berner und Zürcher Velo-Sharing-Nutzer gedulden, die Bike-Flotte steht weiter still. Denn die von PubliBike selbst gesetzte Frist von zwei Wochen für die Nachrüstung der fehlerhaften Veloschlösser kann zumindest in Bern nicht eingehalten werden. 

Bis nächsten Sonntag hätten die ersten PubliBikes wieder durch die Bundesstadt flitzen sollen. Daraus wird nichts. «Wir werden die Fahrräder erst dann wieder ins System integrieren, wenn wir 300 umgerüstete Velos zur Verfügung haben», sagt PubliBike-Sprecher Urs Bloch zu watson. Dies werde «sobald wie möglich» geschehen. Auf ein genaues Datum wollen sich die Verantwortlichen momentan nicht festlegen. 

Mitte August hatten hunderte Leute mit einem einfachen Kniff die Leihräder der Postauto-Tochter geknackt. «So etwas darf sich nicht wiederholen. Wir haben eine Lösung gefunden, damit die Schlösser diebstahlsicherer sind», versichert Bloch. Die modifizierten Schlösser würden zudem von einer externen Prüfstelle abgenommen – «idealerweise noch diese Woche», so der Sprecher. Danach werde umgehend damit begonnen, die Schlösser nachzurüsten. Wie lange es dann dauert, die einzelnen Velos zu modifizieren, ist noch nicht klar. 

Noch sind übrigens längst nicht alle geklauten Velos wieder aufgetaucht. In Bern sind noch immer 60 der mehrere tausend Franken teuren Fahrräder verschollen, in Zürich sind es noch mehr. Am Montag schaltete PubliBike deshalb auf Twitter erneut eine «Vermisstenanzeige». 

Velos sollen geortet werden können

Nach der Diebstahl-Welle waren die PubliBikes in Bern auf dem ganzen Stadtgebiet verstreut. Weil sie aus Kostengründen über keinen GPS-Sender verfügen, konnten die geklauten Velos nicht einfach geortet werden. «Wir evaluieren nun, ob wir die PubliBikes mittelfristig mit einem Funk-Ortungssystems nachrüsten», so Bloch weiter. 

Der Startschuss für das Veloverleihsystem PubliBike in Bern war erst Ende Juni erfolgt. An 70 Stationen standen ursprünglich 700 Velos zur Verfügung. Im Endausbau sollen in Bern wie Zürich je über 2000 Räder zur Verfügung stehen. 

Die Unfälle mit E-Bikes haben sich verdreifacht

Video: srf

Geklaute Velos nach Stadt

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Geklaute Velos nach Stadt
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