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Mann Kind Missbrauch pädophil

Zwischen Kindern und Erwachsenen kann es keinen einvernehmlichen Sex geben: Dieser Ansicht sind leider nicht alle Pädophile. Bild: Shutterstock

Krankheit oder Sexualität? Die wichtigsten 7 Fragen und Antworten zur Pädophilie

Ist Pädophilie eine Krankheit oder eine sexuelle Ausrichtung? Sind alle Pädophile Kinderschänder und gibt es Leute, die für die Legalisierung von Sex mit Kindern kämpfen? Wir haben Antworten auf die dringendsten Fragen.



Immer wieder kommen neue Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche ans Licht. Anfang Februar wurde ein Mann verurteilt, weil er in seiner Gefängniszelle Kinderpornografie konsumiert hatte. Die Täter: Pädophile. Doch was genau ist Pädophilie eigentlich? Pädophilie bezeichnet die Neigung erwachsener Menschen, sich zu Kindern hingezogen zu fühlen, die das Pubertätsalter noch nicht erreicht haben. Ephebophilie bezeichnet indes die Neigung, auf Jugendliche zu stehen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO listet Pädophilie als psychische Störung auf – und deklariert sie somit als Krankheit. 

Wann spricht man von Pädophilie?

In der Sexualpathologie spricht man dann von Pädophilie, wenn sich das Interesse eines Menschen auf Kinder vor der Pubertät richtet und «primär» ist. Das bedeutet, dass das Interesse an erwachsenen Sexualpartnern kaum oder gar nicht vorhanden ist. Weiter muss das Interesse an Kindern nicht nur vorübergehend bestehen.

Sind Pädophile gleich Kinderschänder?

Es besteht ein wichtiger Unterschied zwischen einem Pädophilen und einem Kinderschänder. Pädophilie kann auch diagnostiziert werden, wenn ein Mensch seine Neigungen unterdrückt und es niemals zu einer Straftat kommt. Eine tatsächlich ausgelebte Sexualität bezeichnet man deshalb auch als Pädosexualität, die eine Straftat darstellt. 

Ist Pädophilie «heilbar»?

Die Schulmedizin geht davon aus, dass die sexuellen Vorlieben eines Menschen nach der Pubertät festliegen. Nach heutigen Erkenntnissen ist Pädophilie eine sexuelle Ausrichtung, die nicht therapierbar ist. Dennoch gilt Pädophilie als «sexuelle Präferenzstörung», also als Krankheit. Allerdings kann man lernen, mit Pädophilie zu leben, ohne zum Täter zu werden. In der Schweiz bietet das Forensische Institut Ostschweiz forio in Frauenfeld Therapien und Beratungen für Menschen mit pädophilen Neigungen an – mit dem Ziel, Missbrauch zu verhindern.

Gibt es Medikamente gegen Pädophilie?

Pädophilie kann nicht an und für sich geheilt oder behandelt werden. Allerdings werden verurteilten Sexualstraftätern, aber auch Pädophilen, die unter ihrer Neigung leiden, triebmindernde Medikamente verschrieben. Diese Medikamente wirken auf das Männlichkeits-Hormon Testosteron, in dem sie Rezeptoren im Hirn blockieren oder gleich die Produktion des Hormons verhindern. 

Ist animierte oder gezeichnete Kinderpornografie auch verboten?

Auch wenn für die Herstellung von animierten oder gezeichneten Kinderpornos keine Kinder missbraucht werden, ist der Erwerb, Besitz und Vertrieb von solchen Filmen illegal. Erst Anfang Februar stand der verurteilte Pädophile Beat Meier erneut vor Gericht, weil er in seiner Zelle Manga-Kinderpornografie konsumiert hatte. 

Wieso wollen Pädophile, dass Pädophilie als eigenständige sexuelle Orientierung anerkannt wird?

Einerseits wollen Pädophile durch eine Anerkennung als eigenständige Sexualität, wie Hetero- oder Homosexualität, gegen den Mythos ankämpfen, dass Pädophilie heilbar sei. Andererseits wollen sie auch, dass sie wegen ihrer pädophilen Neigung nicht mehr stigmatisiert und diskriminiert werden. Die Sexualforscher sind sich aber uneinig darüber, ob Pädophilie als unabhängige Sexualität gilt.

Gibt es Pädophile, die sexuelle Kontakte zu Kindern für akzeptabel halten?

Seit den 50er Jahren gibt es immer wieder sogenannte «Pädophilenbewegungen». Hierbei handelt es sich um Zusammenschlüsse vom Menschen mit pädophilen Neigungen, die auf Gesetzesebene gegen die Kriminalisierung von sexuellen Kontakten mit Kindern vorgehen wollen. Daneben wollen sie auch Kinderpornografie legalisieren. Diese Pädophile sind der Meinung, dass einvernehmlicher Sex zwischen Kindern und Erwachsenen möglich sei. In der Schweiz hatte die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Pädophile (SAP) das Ziel, Pädophilie gesellschaftsfähig zu machen.

Ein Grossteil der pädophilen Erwachsenen widerspricht dieser These und anerkennt, dass die Sexualität eines Kindes nicht mit der Sexualität von Erwachsenen gleichgesetzt werden kann und so «einvernehmlicher Sex» immer ausgeschlossen ist.

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König des Glam-Rock wegen Pädophilie verurteilt

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  • A_C_Doyle 20.02.2017 16:57
    Highlight Highlight Mal ne blöde Frage: Was ist schlimm daran wenn sich Leute mit dieser Neigung gezeichnetes Material ansehen? Sex mit Kindern in dem Alter ist absolut inakzeptabel weil sie dabei unweigerlich schaden nehmen. Selbiges gilt für Kinderpornografie.

    Wo aber schadet es jemanden wenn die dann ihre Fantasien zu Papier bringen um sich Ein Ventil zu schaffen? Wenn es doch offiziell eine Krankheit ist und ihnen das hilft, nicht straffällig zu werden dann seh ich nicht ganz wieso man sie dafür bestrafen sollte.

    Klärt mich bitte auf wenn ich was übersehe.
    • Citation Needed 20.02.2017 23:09
      Highlight Highlight Vielleicht regt Visualisierung eher zum Ausleben der Sexualität an statt sie zu unterdrücken? Die Diskussion gibt es ja auch bei der Pornographie; werden Triebe durch P-Konsum geweckt oder gedämpft? Keine Ahnung, ob man hierzu geforscht hat, aber ich könnte mir vorstellen, dass es leichter ist, die Neigung zu kontrollieren, wenn man sie ganz 'schlafen' lässt.
  • Frank Denker 20.02.2017 14:41
    Highlight Highlight Wenn wir einmal bei der ganzen Pädophilendebatte die berechtigte Entrüstung über Missbräuche weglassen und das pädophile Empfinden NICHT NUR(!) auf die Sexualität beschränken, dann kämen wir langsam zu einer objektiven Betrachtung der Pädophilie als sexuelle Ausrichtung. Selbst der ICD- Katalog spricht nur dann von einer Krankheit, wenn der Pädo auch selbst darunter leidet!

    Wenn also ein "normaler" Hetero seine Sexualität nicht ausleben kann und deshalb leidet, wäre das dann auch eine Krankheit? ;)

    Liebe(!!!) - egal worauf gerichtet - kann niemals eine Krankheit sein!
    Ich weiß das!
    • lilie 20.02.2017 16:13
      Highlight Highlight Liebe ist keine Krankheit (sie kann aber krankhafte Ausprägungen annehmen).

      Auch Pädophilie ist keine Krankheit, sondern eine Störung. Das ist im Artikel falsch dargestellt.

      Aber es gibt Handlungen, die aus Liebe (Leidenschaft) geschehen und die anderen Schaden zufügen, und das darf nicht geschehen. Egal, welche sexuelle Neigung man hat und ob das nun krankhaft, gestört oder gesund ist.
    • Frank Denker 20.02.2017 19:17
      Highlight Highlight Mir ist bewusst, dass WHO und Medizin/ Psychatrie über Pädophilie als Störung(!) der Sexualpräferenz reden.
      Es kann aber nur dann eine solche sein, wenn es allgemeingültige Normen für eine "ungestörte" Sexualpräferenz gäbe.
      Biologisch gesehen und zur "Arterhaltung" muss man dann wohl nur die klassische Heterosexualität als NORMAL ansehen.
      Alles andere muss dann eine Störung sein!

      Wenn das so zutrifft, warum soll dann nur die Pädophilie eine krankhafte Störung sein und so vieles andere nicht?

      Wichtig!
      Mir geht es um die Neigung! NICHT um sex. Handlungen!
    • lilie 21.02.2017 08:21
      Highlight Highlight @Frank Denker: Das ist eine wichtige Frage! Tatsächlich ist es nicht lange her, als Homosexualität noch als Störung der Sexualpräferenz betrachtet wurde...

      Doch es ist zu unterscheiden zwischen (von der Norm) abweichendem und gestörtem Verhalten. Nicht alles, was von der Norm (Heterosexualität) abweicht, ist gestört!

      Eine Störung wird in der Regel dann angenommen, wenn die Neigung beim Betroffenen oder seinem potentiellen Sexualpartner Leiden verursacht. Bei der Homosexualität ist das nicht der Fall. Bei der Pädophilie hingegen schon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank Denker 20.02.2017 14:34
    Highlight Highlight Sachlicher Artikel - soweit gut.
    Doch trotz der Trennung zwischen Neigung/ Empfinden und Handlung bleibt unberücksichtigt, dass EBEN NICHT ein jeder sex. Missbrauch eines Kindes durch Pädophilie begangen wird!
    Oftmals geht es gar nicht um Sexualpräferenz sondern um Macht und "Notgeilheit".

    Wenn jemand wie ich Zeit mit Kindern verbringt, Helfer, Freund und Zuhörer ist, stört sich niemand daran. Wenn ich öffentlich mitteilen würde, dass ich auch die sex. Attraktivität der Mädchen erkenne, wäre das Geschrei groß - selbst wenn ich dieses niemals in Handlungen umsetze!
    • lilie 20.02.2017 16:18
      Highlight Highlight Das ist richtig. Pädophilie ist nicht notwendige Voraussetzung für den Missbrauch von Kindern. Es ging aber nicht um den Missbrauch von Kindern, sondern um Pädophilie, und diese wurde gut verständlich und sachlich dargestellt.

      Für ein kindliches Opfer dürfte es recht nebensächlich sein, aus welchen Motiven es missbraucht wurde - die Erfahrung ist so pder so ein Horror.

      Die Gesellschaft bzw. die Fachleute beschäftigen die Hintergründe aber natürlich schon, besonders wenn es darum geht, wie solche Taten verhindert werden können.
    • Frank Denker 20.02.2017 19:27
      Highlight Highlight @lilie:
      Der Artikel beschäftigt sich mit Pädophilie und Frgen und Antworten dazu.
      Doch der Eingangs- Absatz gibt m.M.n. eine falsche (bzw. einseitige) Richtung vor.
      Zitat:
      "Immer ... neue Fälle von Kindesmissbrauch ... Die Täter: Pädophile. ..."
      Deshalb mein Veto dazu.

      Ich sehe es jedoch uneingeschränkt genauso:
      KEIN Kind sollte Missbrauch erleben!
      Egal ob nun sexuell (durch wen auch immer), Schläge und dgl. oder auch psychisch durch emotionalen Druck, durch Vernachlässigung oder anderes, was sich manche emphatielose Menschen so alles einfallen lassen.
    • lilie 21.02.2017 08:14
      Highlight Highlight @Frank Denker: Ich habs jetzt nochmals nachgelesen. Am Anfang gab es zwei Beispiele, eines zu Kindsmissbrauch in der katholischen Kirche und eines zu Kinderpornografie, deren Täter sich als Pädophile herausstellten. Sie waren als Einleitung zum Thema gedacht, um zu erklären, warum das Thema relevant sein könnte.

      Ich gebe dir aber recht: Der grösste Anteil von Missbräuchen an Minderjährigen dürfte innerhalb der Familie durch Nicht-Pädophile geschehen. Das hätte man ruhig ergänzend erwähnen können.
  • Theor 20.02.2017 09:47
    Highlight Highlight Fakt ist: vor nicht mal 500 Jahren war es noch üblich, 14 Jährige Ehefrauen zu haben. Es wundert mich daher nicht, dass manche Menschen immer noch eine sexuelle Begeisterung für solche Kinder haben. Das ist doch immernoch in unserer Genetik vergraben. Die Evolution arbeitet langsam.

    Was sich geändert hat, ist unser Verständnis von einem Kind. Wir geben Kindern in unserer Gesellschaft länger die Möglichkeit Kinder zu sein und schützen sie daher vor unerlaubtem Zugriff. Nur was macht man nun mit Menschen, bei welchem solche alten Sexualmuster wieder hervorbrechen? Schwieriges Thema.
    • lilie 20.02.2017 11:59
      Highlight Highlight @Theor: Ich finde das nicht ganz zutreffend. Ein 14-jähriges Mädchen ist kein Kind mehr. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie bereits in der Pubertät ist. Biologisch mag sie in der Lage sein, Kinder zu bekommen. Wir wehren uns aber heute zurecht dagegen, dass eine Frau auf ihre biologische Rolle als Kinderlieferantin reduziert wird. Ehen mit Jugendlichen sind daher zu verurteilen.

      Pädophile aber stehen auf Kinder im vorpubertären Alter, also bevor sie körperlich überhaupt so weit entwickelt sind, mit einem Erwachsenen Sex zu haben.

      Ich wage zu bezweifeln, dass das biologisch vorgegeben ist.
    • Theor 20.02.2017 13:45
      Highlight Highlight Beides gute Argumente, aber weil es auch alternative (mir schleierhaftere) Formen innerhalb der Pädophilie gibt, heisst dass nicht, dass die eine Form eben nicht ein Überbleibsel aus der Geschichte sein könnte.

      Ausserhalb der Kirche ist es mir auch weniger bekannt, dass gleichgeschlechtliche Kinderliebe gab. Was die Störung verursacht, ist mir total schleierhaft.

      Wenn es um den Missbrauch von arg jungen Kindern geht (<10) könnte ich mir allerdings auch vorstellen, dass es da weniger um die Kinder und mehr um das Machtgefühl geht.
    • lilie 20.02.2017 16:02
      Highlight Highlight @Theor: Es ist sehr schwierig, mit biologischen Argumenten zu kommen. Bei unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen, sind z.B. die ältesten (ranghöchsten) Weibchen am begehrtesten.

      Dass bei uns Mädchen teilweise sehr früh verheiratet wurden und immer noch werden, liegt oft daran, dass die Eltern sich absichern wollen,
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 20.02.2017 09:32
    Highlight Highlight Ich wusste gar nicht, dass in der Schweiz Porno-Mangas strafrechtlich verfolgt werden. Dachte bisher, dass es keine Anklage diesbezüglich gab.

    Abgesehen davon, dass ich es für Schwachsinn halte, weil diese Art der Pornografie auch in der Schweiz kein Nischendelikt ist. Ich kenne sogar einen Herren aus Bern, welcher seit beinahe zehn Jahren auf Twitter sehr aktiv solche Mangas und seine Begeisterung dafür propagiert. Und er hat über zwangiz-tausend Follower. Der wird aber nicht strafrechtlich verfolgt.

    Die Rechtslage über Pornografie-Mangas ist sehr unklarin der Schweiz.
    • tabasco 20.02.2017 10:37
      Highlight Highlight Weil ja jedesmal, wenn einer ein Manga anschaut, ein reales Kind missbraucht wird. (Kann Spuren von Ironie enthalten).
    • dF 20.02.2017 13:35
      Highlight Highlight @Theor

      Porno-Mangas sind nicht per se verboten, sondern solche die verbotenes abbilden, wie eben Kinderpornographie oder andere unerlaubte Praktiken.

    • dF 20.02.2017 13:36
    Weitere Antworten anzeigen
  • wipix 20.02.2017 05:47
    Highlight Highlight Ich finde es wichtig, dass man über sexuelle Neigungen/Störungen, die nicht auf gleichberechtigte Beteiligte beruht, spricht. Sobald ein Gefälle besteht im Bereich Abhängikeit, körperlich oder geistiger Überlegenheit wird es heikel. Dies betrifft nicht nur Kinder als beteiligte sondern auch Tiere, Besoffene, Betäubte,Behinderte,Kranke, Lehrlinge, Gläubige...
    Dies ist auch darum wichtig,weil bezüglich übergriffe an Kindern die meisten Täter nicht ausschliesslicher Typus sind! Bei vielen macht die Gelegenheit gemischt mit grundsätzlich tabuisierter Sexualität den Menschen zum Grenzüberschreiter.
  • Pfauenfeder 19.02.2017 21:58
    Highlight Highlight Super geschrieben und vorallem sehr sachlich!
    Übrigens sind viele pädosexuelle täter nicht mal pädophil sondern es geht es oft einfach um die Ausübung von Macht...
  • Aliyah 19.02.2017 21:36
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob meine Frage doof ist. "Zählt" es als Pädophil wenn ein Kind von einem Geschwisterteil sexuell missbraucht wird?
    • Nyu- 19.02.2017 22:46
      Highlight Highlight wenn das Geschwisterteil ebenfalls noch ein Kind ist nein, wenn es jedoch erwachsen und das andere noch ein kind ist dan ja
    • Saraina 19.02.2017 23:36
      Highlight Highlight Ich würde sagen, wenn der aktive, ältere Geschwisterteil nicht nur einen sexuellen Übergriff gegen das andere Geschwister machte, sondern auch weiterhin Kinder missbraucht oder mindestens begehrt, ist er pädophil. Ansonsten kann ich mir schon Missbrauch unter Geschwistern vorstellen, dernicht von Pädophilie getrieben ist.
    • lilie 20.02.2017 12:07
      Highlight Highlight Seraina hat recht.

      Man muss zwischen der Handlung als solches und Pädophilie als langfristig bestehender Problematik unterscheiden. Pädophilie wird nur diagnostiziert, wenn die betreffende Person fast ausschliesslich durch Kindern sexuelle Erregung empfinden kann. Bei einem Jugendlichen würde man das nicht diagnostizieren, weil sich das noch ändern könnte.

      Missbraucht ein Jugendlicher ein Geschwister, spricht man vor allem von Inzest und sexuellem Missbrauch. Das ist auch schlimm, denn es geht in diesem Fall ebenfalls um ein Gefälle, bei dem kein Einvernehmen bestehen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 19.02.2017 20:58
    Highlight Highlight Die Begriffe der Hetero-, Homo und Bisexualität dient ja der Unterscheidung zu welchem Geschlecht ich mich hingezogen fühle und unterscheidet sich damit bereits wesentlich von der Definition der Pädophilie.
    • Pfauenfeder 19.02.2017 21:52
      Highlight Highlight Es geht auch um das präferierte Körperschema. Das kann männlich weiblich oder kindlich sein...
    • Sapere Aude 19.02.2017 22:44
      Highlight Highlight Glaube nicht, dass sich Sexualität auf das präferierte Körperschema reduzieren lässt.
    • Dando 19.02.2017 23:21
      Highlight Highlight Naja gewissermassen halt schon.... Es gibt schliesslich auch Poly-, Pansexualität und sehr viele andere, die sich auf das Körperschema zurückweisen lassen... Ich denke dennoch nicht, dass man Pädophilie als Sexualität anerkennen sollte obwohl man den Befürworten recht geben muss, dass auch die Debatte um Homosexualität vor ca. 40 Jahren so verlief halte ich (und dies ist wirklich bloss eine Persönliche Meinung) Pädophilie bzw besonders Pädosexualität für eine Krankheit, da Kinder selbst nicht in der Verfassung sind zu entscheiden, ob sie wirklich Liebe für einen Erwachsenen empfinden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocM 19.02.2017 20:09
    Highlight Highlight Ich habe Verständnis für Vieles, aber irgendwann ist der Schacht dicht.

    Muss ich Verständnis für jede Anomalie aufbringen?

    Jede Perversion aufgrund einer psychlogischen Erklärung akzeptieren?

    Alles kann ad absurdum diskutiert werden, gibt es eine Lösung?

    Aus meiner Sicht, 3xnein.

    Nun mal Hand aufs Herz; folgendes Inserat: Kind sucht sexuellen Partner, der ihn regelmässig unauffällig missbraucht..... Ob Pädophil oder Kindsmissbrauch, das Opfer ist und bleibt ein Kind.
    • DocM 19.02.2017 23:14
      Highlight Highlight @Rendel: Solche Inserate gibt es noch nicht (zum glück).

      ja, Kinder können unterscheiden, sind aber unterlegen.

      doch was wollen Sie mir sagen: "Opfer brauchen" ...."Für manche"...j

      Wie gesagt: "Ich habe KEIN Verständnis." Noch Fragen??
    • Pfauenfeder 20.02.2017 06:56
      Highlight Highlight Es geht auch nicht um verständnis sondern viel mehr um aufklärung das pädophilie nicht pädosexuell (und umgekehrt) sein muss...
    • DocM 20.02.2017 10:12
      Highlight Highlight @Joggelina: Aufklärung ist für mich die Anfrage, dass ich für etwas Verständnis aufbringen soll.

      Ob jemand Interesse daran hat oder sein Interesse in Taten umsetzt (Verhalten) ist für mich wie eine Pistole laden, bevor ich abdrücke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 19.02.2017 20:00
    Highlight Highlight Danke für den sachlichen und übersichtlichen Artikel! Sehr gut gemacht! 👍

    Ich finde nicht, dass man Pädophilie als sexuelle Ausrichtung anerkennen sollte. Denn welche sexuelle Ausrichtung müsste dann der kindliche Partner haben? Und wie soll daraus eine gesunde Beziehung entstehen, wenn das Kind ja irgendwann erwachsen wird?

    Noch eine kleine Bemerkung am Rande: Pädophilie wird offiziell nicht als Krankheit (disease) bezeichnet, sondern als Störung (disorder).
    • tabasco 20.02.2017 10:44
      Highlight Highlight Bedeutet denn die "Anerkennung" in der Psychiatrie und Sexualwissenschaft, dass dann die Ausübung legalisiert wird? Kann man medizinisch nicht feststellen, dass da offenbar eine Gruppe von Menschen besteht, deren Sexualität in einer best. Richtung fixiert ist, ohne dass diese Sexualität praktisch zugelassen wird?
    • lilie 20.02.2017 11:51
      Highlight Highlight @tabasco: Nein, die Anerkennung als Störung impliziert gar nichts, ganz einfach, weil Psychiatrie und Rechtswissenschaften zwei Fachgebiete sind.

      Die Psychiatrie oder noch genauer: die Psychopathologie beschäftigt sich damit, ob ein Verhalten als Teil einer psychischen Störung aufzufassen ist.

      Ob das Verhalten hingegen strafbar ist, muss ein Jurist beurteilen.

      Krankhaftes Verhalten ist nicht per se strafbar - strafbares Verhalten ist nicht unbedingt krankhaft.
    • tabasco 20.02.2017 13:53
      Highlight Highlight Eben, das meine ich auch. Aber es scheint Leute zu geben, die mit dieser Unterscheidung grosse Probleme haben.
  • elivi 19.02.2017 19:51
    Highlight Highlight Heikles thema... Es hat paralellen das homosexualität früher auch verboten war und man glaubte damals auch es sei ne krankheit. Ne sexuelle ausrichtung kann man auch heilen.
    Aber im gegensatz zu anderen sexuellen neigungen kann man bei kinder ziemlich gar nicht von einverständnis reden.

    Ich würde daher pädophelie als sexuelle ausrichtung anerkennen und gleichzeitig dessen auslebung verbieten.

    • SemperFi 20.02.2017 13:22
      Highlight Highlight "Ne sexuelle Ausrichtung kann man auch heilen." Wie ist denn das gemeint?
  • Madison Pierce 19.02.2017 18:27
    Highlight Highlight Wenn Homosexualität keine Krankheit ist, dürfte Pädophilie auch keine sein. Beides sind von der Norm abweichende sexuelle Neigungen, für die man nichts kann und die nicht heilbar sind.

    Der Unterschied liegt in der gesellschaftlichen Ächtung, aber diese ändert von Generation zu Generation. (Homosexualität war früher strafbar, die "Lustknaben" für die Griechen jedoch nicht abnormal.)
    • satyros 19.02.2017 21:16
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass man bei Homosexualität von normabweichend sprechen kann oder sollte. Menschliche Sexualität hat verschiedene Ausprägungen und Homosexualität ist dabei genau so der Norm entsprechend wie Heterosexualität (Weisse sind ja auch nicht von der Norm abweichend, weil die Mehrheit der Menschen Asiaten sind). Bei Pädophilie sieht es m.E. anders aus.
  • pamayer 19.02.2017 16:51
    Highlight Highlight Ich tippe eher auf Prägung, d.h. sexuelle Missbräuche erlebt und entsprechend weiter gegeben.
    A never ending story.

    So wie Schläger selbst geschlagen wurden, und Hunde zum abrichten ebenfalls geschlagen werden.
    • Ingolmo 19.02.2017 17:30
      Highlight Highlight Ich tippe auf B und kaufe ein A
    • ElendesPack 19.02.2017 17:50
      Highlight Highlight Das halte ich für eine Legende bzw. ein gerne benutztes Entschuldigungsmuster von Pädosexuellen vor Gericht. Es gibt x Missbrauchsopfer, die selber nie Missbraucher werden und als Erwachsene sogar eine gesunde und bereichernde erwachsene Sexualität leben können.
      Ich glaube an die Störungstheorie und dass diese Form des Begehrens fixiert ist. Sie deshalb aber im selben Atemzug zu nennen wie Homo- oder Heterosexualität, halte ich auch für einen Fehler.
    • stadtzuercher 19.02.2017 17:51
      Highlight Highlight pamayer, das hat man früher vom schwulsein auch gesagt. und gedacht, man könne es mit der entsprechenden 'behandlung' kurieren.
      heute hat man homosexualität endlich - gegen konservativen gesellschaftlichen widerstand - als sexuelle ausrichtung etabliert.
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