Schweiz
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Verunfallter Reisecar in Zuerich am Sonntag, 16. Dezember 2018. Bei einem schweren Verkehrsunfall eines Reisecars auf der Autobahn A3 bei Zuerich ist am Sonntagmorgen eine Frau ums Leben gekommen. 44 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Der Car war laut Polizei ins Schleudern geraten und prallte in die Mauer am Autobahnende. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der Car war laut Polizei ins Schleudern geraten und in eine Mauer geprallt. Bild: KEYSTONE

Erschreckende Erkenntnis: Viele Cars auf Schweizer Strassen in desolatem Zustand



Am Sonntagmorgen ereignete sich auf der Sihlhochstrasse in Zürich ein schwerer Car-Unfall. Mehr als 40 Personen wurden verletzt, eine Italienerin starb. Das Fahrzeug geriet aus ungeklärten Gründen ins Schleudern und prallte in eine Mauer am Autobahnende.

Wie aus einem Bericht des Blick hervorgeht, weisen Reisecars auf Schweizer Strassen erhebliche Mängel auf. Bei einer Polizeikontrolle im Kanton Uri von letzter Woche wurden 18 zumeist ausländische Fahrzeuge kontrolliert. Das Resultat ist besorgniserregend: Neun Lenker erhielten eine Anzeige. 

In drei Fällen wurden extrem schwere Schäden festgestellt – diese Cars durften ihre Reise nicht mehr fortsetzten. Die anderen Verzeigungen wurden wegen «technischen Mängeln» und «Verstössen gegen die Vorschriften der Arbeits- und Ruhezeit» ausgestellt. 

Europäische Unternehmen eher betroffen

Die Polizei soll laufend Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen. Reto Pfister von der Urner Polizei schätzt, dass mehr Reisecars in desolatem Zustand aus europäischen Ländern stammen. Aber: Auch Schweizer Unternehmen sind betroffen.

«Als Kunde würde ich mir genau überlegen, welchem Reiseunternehmen ich vertraue und in welches Fahrzeug ich einsteige», zitiert der Blick Pfister. Die Mängel seien teilweise sehr gravierend und stellen ein hohes Sicherheitsrisiko für die Passagiere dar. 

Trotzdem sind die Unfallzahlen im privaten Personentransport hierzulande stark zurückgegangen. Wurden 2013 noch 549 Unfälle registriert, waren es 2017 lediglich 341.

Opfer aus dem Bus geschleudert

Die 37-jährige Italienerin, die beim Carunfall vom Sonntagmorgen in Zürich ums Leben gekommen ist, wurde bei der Kollision mit der Autobahnmauer aus dem Bus geschleudert und stürzte danach rund 10 Meter in die Tiefe. Sie konnte nur noch tot aus der Sihl geborgen werden.

Dies meldet eine Sprecherin der Kantonspolizei Zürich. Andere neue Erkenntnisse liegen zurzeit nicht vor. Nach wie vor liegen drei Personen schwer verletzt im Spital, darunter auch die beiden Chauffeure.

Bei den Fahrern handelt es sich um Italiener im Alter von 57 und 61 Jahren. Am Steuer sass zum Unfallzeitpunkt der 57-Jährige. Über 20 mittelschwer Verletzte konnten das Spital bereits im Laufe des Sonntags wieder verlassen.

Der Car war am Sonntagmorgen um 4.15 Uhr ins Schleudern geraten und in die Mauer am Autobahnende geprallt. Der Bus war für Flixbus von Genua nach Düsseldorf unterwegs. (sda/vom)

Aktuelle Polizeibilder:

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    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 17.12.2018 11:57
    Highlight Highlight Anekdote: musste einmal wegen Wetter in Genf statt Basel landen. Danach wurden wir per Car nach Basel gefahren. Ich sass in der 1. Reihe. 1) die Windschutzscheibe hatte einen riesigen Sprung 2) der Lenker war dauernd mit seinem Handy beschäftigt 3) die Windschutzscheibe lief dauernd an weil da die Lüftung irgendwie nicht funktionierte, heisst 4) der Lenker musste dauernd das kondensierte Wasser weg putzen, natürlich während des Fahrens...
  • Mutbürgerin 17.12.2018 10:59
    Highlight Highlight Wenn die Unfälle insgesamt zurückgehen kann man sich auch fragen, ob die Vorschriften in der Schweiz nicht zu streng sind. Die Vorschriften werden ja laufend immer verschärft, da man sonst denken könnte, die Politik tut nichts.
  • Toerpe Zwerg 17.12.2018 10:38
    Highlight Highlight Fliegen ist sicherer.
  • Toerpe Zwerg 17.12.2018 10:22
    Highlight Highlight Aus dem Bus geschleudert = nicht angeschnallt

    Das kann auch ein Bus in perfektem Zustand nicht verhindern.
  • Janis Joplin 17.12.2018 10:03
    Highlight Highlight Mögen drum die Nachtzüge noch lange leben...
  • Basubonus 17.12.2018 09:49
    Highlight Highlight Spielt doch keine Rolle, Hauptsache billig!
  • Töfflifahrer 17.12.2018 08:38
    Highlight Highlight Aber, Hauptsache billig muss es sein.
    Ob dies jedoch im Zusammenhang steht mit dem Unfall, ist reine Spekulation, denn die Untersuchungen laufen noch.
    • Dominik Treier 17.12.2018 11:01
      Highlight Highlight Wenn ich mir ansehe, wie die Fahrer bezahlt werden, wundern mich auch solche Geschichten mit übermüdeten Fahrern und sogar solchen, die die halbe Zeit am Handy sind, kein bisschen mehr...
  • PhilippS 17.12.2018 08:23
    Highlight Highlight Verstehe den Bericht in dieser Form nicht. Er liefert keine neuen Erkenntnisse der Unfallursache, produziert aber einen nicht bestätigen Zusammenhang zum technischen Zustand.

    Der Unfall ist ein aktuelles Ereignis, die Ursachen werden jetzt ermittelt. Die Technik kann ein Grund sein, muss aber nicht.

    Dass Reisecars technische Mängel aufweisen ist eine grundsätzliche Frage und sollte auch so getrennt behandelt werden, solange kein Zusammenhang polizeilich bestätigt ist.
    • Hupendes Pony 17.12.2018 08:40
      Highlight Highlight jup und mein Kommentar welcher kritisiert, dass der Artikel irreführend ist wurde einfach nicht aufgeschaltet... tss... shame on you
    • Astrogator 17.12.2018 09:32
      Highlight Highlight Ihr versteht den Bericht tatsächlich nicht - es geht in keinem Wort um den Unfall von gestern sondern allgemein um den Zustand von Reisecars.

      Aber es steht natürlich jedem frei sich nach der Warnung der Polizei vor gefährlichen Cars aus Europa zu überlegen ob der billigste Anbieter auf dem Markt mit sicheren Fahrzeugen unterwegs ist.
    • farbarch1 17.12.2018 15:47
      Highlight Highlight @ Astrogator. In keinem Wort geht es um den Unfall, aber in den dazu gelieferten Illustrationen. Bei einem Bilder-Medium wie watson ist das nicht ganz unwesentlich. Oder versteht hier tatsächlich jemand das Medium nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 17.12.2018 07:59
    Highlight Highlight Was wollt Ihr denn?
    Billigpreise haben eben ihren Preis!
    Manchmal kosten sie einen "Geiz ist geil!"-Schnäppchenjäger auch das Leben...
    Zum Trost kann ich diesen Schnäppchenjägern immerhin sagen, dass so ein ausgebeuteter und übermüdeter Flix-Bus-Fahrer auch mal einen Bio-Fair-Trade-Kunden überfahren kann.
  • eupho 17.12.2018 07:58
    Highlight Highlight Ich kann nur hoffen, dass Bundesrätin Sommaruga die Kontrolle von solchen Fahrzeugen auf Schweizer Strassen stärker gewichten wird, als bisher Frau Leuthard.
    • Töfflifahrer 17.12.2018 08:41
      Highlight Highlight Das hätte sie im EJPD auch veranlassen können.
  • Posersalami 17.12.2018 07:51
    Highlight Highlight „Als Kunde würde ich mir genau überlegen, welchem Reiseunternehmen ich vertraue und in welches Fahrzeug ich einsteige“

    So funktioniert das aber nicht. Mit dem Car fährt derjenige, welcher den günstigsten Preis bezahlen will, alles andere ist egal. Andernfalls würde man ja mit dem schnelleren und konfortableren Zug fahren.
    • Astrogator 17.12.2018 09:34
      Highlight Highlight Doch es funktioniert, der Kunde hat die Wahl: günstig mit Aussicht auf Schrottcar oder eben ein bisschen mehr auch für Sicherheit bezahlen.
  • Hans Gsseh 17.12.2018 07:12
    Highlight Highlight Wäre dann auch interessant zu wissen welchen Unternehmer man nicht vertrauen kann. Gibt es dazu sowas wie einen Onlinepranger?
    • El Vals del Obrero 17.12.2018 10:37
      Highlight Highlight Bei der Buchung weiss man ohnehin selten, welcher Sub-Sub-Subunternehmer die Fahrt letztendlich durchführen wird.

Mann drückt Zürcher Polizistin brennende Zigarette ins Gesicht

Ein 45-jähriger Mann hat am Dienstagmittag eine Zürcher Verkehrspolizistin angegriffen und ihr eine brennende Zigarette ins Gesicht gedrückt. Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.

Die Polizistin war wegen eines Verkehrsunfalls zum Hauptbahnhof gerufen worden. Als sie nach Abschluss des Falles auf ihr Motorrad steigen wollte, wurde sie vom Angreifer von hinten angesprochen und beleidigt. Als sie sich zu ihm umdrehte, drückte ihr der Mann plötzlich eine brennende Zigarette ins Gesicht.

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