Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die beiden nominierten CVP-Bundesratskandidatinnen Viola Amherd, links, und Heidi Zgraggen, rechts, am Ende einer Medienkonferenz, am Freitag, 16. November 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hat Heidi Z'graggen (r.) genug Boden auf Viola Amherd (l.) gutgemacht?  Bild: KEYSTONE

Bloss lauwarmer Support von der SVP – Heidi Z’graggen packt ihre Chance nicht

Die SVP unterstützt Heidi Z’graggen für die Wahl in den Bundesrat. Ihre Konkurrentin Viola Amherd macht aber mehr Stimmen als erwartet.

roger braun / ch media



Eigentlich sprach bei der SVP alles für Heidi Z’graggen. Die Urner Regierungsrätin zählt sich zum rechten Flügel der CVP, sie ist vergleichsweise ausländer- und öffnungsskeptisch, und sie ist mit dem gut vernetzten SVP-Politiker Bruno Dobler liiert. Als Christoph Blocher jüngst betonte, wie gut er bei der Planung des Ferienresorts von Samih Sawiris in Andermatt mit ihr zusammengearbeitet habe, lag der Schluss nahe: Z’graggen ist die Kandidatin der SVP.

Umso ernüchternder muss das Resultat des gestrigen SVP-Hearings für sie sein. Wie Fraktionschef Thomas Aeschi nach der Fraktionssitzung bekannt gab, unterstützt zwar eine Mehrheit der Partei die Urner Regierungsrätin. Doch angesichts dessen, dass ihre Konkurrentin, Nationalrätin Viola Amherd, in der SVP als links verschrien ist, muss das Stimmergebnis eine Enttäuschung für Z’graggen sein. 38 Parlamentarier stimmten für sie, 10 für Amherd, 7 legten leer ein.

«Insgesamt konnte Z’graggen zu wenig klarmachen, wieso sie die rechtere Alternative zu Amherd sein soll», begründet ein Ratsmitglied das durchzogene Resultat für die Urnerin. Unterstützung für Amherd gab es dagegen von den Bauern. Die Walliserin hatte am Vortag beim Hearing der Bauern deutlich besser abgeschnitten als Z’graggen. Sie überzeugte nicht nur durch ihre Dossierkenntnisse, sondern konnte auch darlegen, dass sie in der Vergangenheit stets bauernfreundlich gestimmt hatte, sagte ein Bauernvertreter im Vertrauen.

Der «Depp» wirkt nach

Schlecht kam bei der SVP zudem an, dass Z’graggen ein Parteimitglied an einer Podiumsdiskussion mit «Depp» betitelt hatte. Als ein SVP-Fraktionsmitglied sich erkundigte, wieso sie sich bis heute nicht entschuldigt habe, stritt Z’graggen den Vorfall ab. «Das finde ich unhaltbar für eine künftige Bundesrätin», sagt ein SVP-Mitglied, das Amherd wählen wird.

Auf eine Stallorder verzichtet die SVP, wie Aeschi sagte. Damit ist jedes Fraktionsmitglied frei, zu wählen, wen es will. Berücksichtigt man, dass gestern 19 Personen abwesend waren, kann Amherd mit einem guten Dutzend Stimmen aus der SVP rechnen.

Da Amherd Mitte-links sehr gut abgestützt ist, hat die Walliserin gute Chancen, am 5. Dezember zur Nachfolgerin von Doris Leuthard gewählt zu werden.

FDP: Vorsprung für Keller-Sutter

Für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann unterstützt die SVP die St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter. Sie machte 38 Stimmen; auf den Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki entfielen 16 Stimmen.

Hearings haben gestern auch Grünliberale und Grüne durchgeführt. Sie entscheiden aber erst nächste Woche, wen sie unterstützen. Noch ausstehend sind zudem die Hearings der Fraktionen der FDP, CVP und BDP.

Z'graggens Mikrofon-Fauxpas: «Dä isch en Depp»

Play Icon

Doris Leuthard – ihre Karriere im Rückblick

Das könnte dich auch interessieren:

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Carlo Marx 29.11.2018 06:28
    Highlight Highlight Leider hat die CVP mal wieder bewiesen, dass sie nicht gerade viel Potential hat. Was da aufgestellt wurde, gibt eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Da hätte es selbst in dieser Partei bessere Leute gegeben. Die FDP hat zumindest eine wählbare Kandidatin mit Leistungsausweis aufgestellt.
  • mogad 28.11.2018 10:39
    Highlight Highlight Amherd ist souveräner im nationalen Auftritt als Zgraggen. Ich finde sie auch sehr sympathisch. Wenn sie Bundesrätin wird, darf sie mit Recht den etwas aus der Mode gekommenen Ehrentitel "Landesmutter" tragen. Ich drück ihr die Daumen.
  • Arneis 28.11.2018 10:23
    Highlight Highlight Sich bei der SVP anbiedern, da tschuderetts jo eim.
    • mogad 28.11.2018 10:43
      Highlight Highlight Das ist kein Anbiedern, das ist die Konkordanzdemokratie. Alle Kräfte sind eingebunden.
    • Gurgelhals 28.11.2018 11:26
      Highlight Highlight Naja, rein rechnerisch gesehen ist Z'Graggen halt darauf angewiesen, dass die ganze SVP-Fraktion geschlossen für sie stimmt. Zahlreiche SVP-Exponenten haben von Anfang an ziemlich unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie – aus welchen Gründen auch immer – Amherd nicht im Bundesrat wollen. Die Spekulationen über wilde Kandidaturen von Pfister und/oder Turnherr kamen ja auch aus dieser Ecke.

      Ohne alle Stimmen der SVP wird es also nicht einmal knapp, sofern nicht noch eine Überraschung passiert und sich eine andere grosse Fraktion geschlossen hinter Z'Graggen stellt.
  • Puce98 28.11.2018 10:18
    Highlight Highlight So ein „Aussetzer“ kann ja mal passieren und die „Depp“-Aussage war auch nicht dramatisch; daneben finde ich aber, dass sie den Fehler nicht einsieht und sich dafür nicht entschuldigt, obwohl es ja klare Beweise gibt.
    • DieFeuerlilie 28.11.2018 12:36
      Highlight Highlight Naja.. wenn man sich das Video anschaut, und dem Herrn zuhört, kommt man allerdings nicht umhin, Frau Zgraggen recht zu geben..

      Er hatte nun wirklich keine Ahnung von garnichts (Staatskundeunterricht?) und polterte nur stammtischmässig ‘rum.

      Und sonst sind es doch immer die Rechten, die drauf bestehen, dass man die Wahrheit ja wohl noch sagen dürfe.
      Oder..? :)
    • MacB 28.11.2018 13:12
      Highlight Highlight Fehler machen ist ok, Fehler nicht eingestehen geht gar nicht. Dabei wäre es so menschlich gewesen, einfach hinzustehen und zu sagen: "sorry, da sind wohl die Pferde mit mir durch und ich habe einfach laut gedacht". Sie hätte alle Sympathien bei sich gehabt.

      Zgraggen hat mit dem Abstreiten ihre Kandidatur vermasselt.
    • DieFeuerlilie 28.11.2018 15:57
      Highlight Highlight Ja, sie hätte es nicht abstreiten sollen, das ist richtig.
      Aber eine Entschuldigung würde ich eher von eben jenem Herrn erwarten.
      Für soviel pöbelnde Dummheit sollte man sich schon entschuldigen.. ;)

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article