Schweiz
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Teures Pflaster Paris: Der Verteidigungsattaché lebt auf grossem Fuss. Bild: shutterstock

11'500 Franken pro Monat – so teuer sind die Dienstwohnungen der Schweizer Militärattachés

Der Bundesrat versetzt Korpskommandant Daniel Baumgartner nach einer Spesenaffäre nach Washington DC. Er wird dort als einer von weltweit 18 Schweizer Verteidigungsattachés dienen. Wie exklusive Zahlen zeigen, darf er sich wie seine Berufskollegen über eine komfortable Dienstwohnung freuen.



Darum ist das Thema aktuell

Anfang April gab die Ernennung von Korpskommandant Daniel Baumgartner zum Verteidigungsattaché in Washington DC zu reden. Er soll selber um die Versetzung gebeten haben. Der Tages-Anzeiger machte publik, dass der bisherige Armee-Ausbildungschef Baumgartner nach Einsatzbeginn im Juli 2020 in Washington weiterhin seinen bisherigen Korpskommandanten-Lohn von jährlich knapp 300'000 Franken erhält. Baumgartner war im vergangenen Jahr wegen eines Spesenskandals innerhalb der Armee in die Schlagzeilen geraten.

Divisionaer Daniel Baumgartner, Chef LBA, spricht zu den Delegierten anlaesslich des Jahresrapports der Logistikbasis der Armee (LBA) am Samstag, 10. Januar 2015 im Velodrome in Grenchen. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bald in Washington DC im Einsatz: Daniel Baumgartner. Bild: KEYSTONE

So viel verdienen Attachés sonst

Normalerweise verdienen Verteidigungsattachés pro Jahr maximal 189'635 Franken, was einem Monatslohn von 14'587 Franken entspricht. Steuern bezahlen sie an ihrem Wohnort keine: Als Botschaftsangestellte im Ausland sind sie gemäss dem Wiener Abkommen über diplomatische Beziehungen im Gastland von der Besteuerung ausgenommen. Hingegen sind sie in der Schweiz steuerpflichtig.*

So wohnen die Attachés

Nebst dem Gehalt belasten auch die Dienstwohnungen der derzeit 18 Schweizer Verteidigungsattachés die Bundeskasse. Das zeigen Zahlen des zuständigen Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL), die watson exklusiv vorliegen.

Nebst drei Eigentumswohnungen (London, Stockholm, Washington) mietet die Schweiz an 13 Standorten Dienstwohnungen für ihre Verteidigungsattachés. In Abu Dhabi und Kairo wohnen die Militärs in angemieteten Privatwohnungen.

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Bild: grafik: watson / daten: Bundesamt für Bauten und Logistik BBL

Am günstigsten sind die Dienstwohnungen in Ankara und Islamabad, die im Monat lediglich 2'500 Franken kosten. Am meisten Miete zahlt die Eidgenossenschaft für die Dienstwohnung in Paris: Jährlich 138'000 Franken oder 11'500 Franken pro Monat. Auch in Peking fällt mit 110'000 Franken eine sechsstellige Jahresmiete an.

So begründet das VBS die hohen Mietzinsen

«Ein Verteidigungsattaché hat fest vereinbarte Repräsentationspflichten zu erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass er zu Hause repräsentative Anlässe durchführen muss», erläutert VBS-Sprecher Lorenz Frischknecht die Mietpreise. Dies habe auch einen grösseren Raumbedarf mit entsprechendem Ausbaustandard zur Folge, beispielsweise in der Küche. «Die Wohnung eines Verteidigungsattachés ist somit ein wichtiges Arbeitsinstrument im Networking und der Öffentlichkeitsarbeit», so Frischknecht.

In Bezug auf ihre Unterbringung gelten bei Verteidigungsattachés die gleichen Rechtsgrundlagen und Vorgaben wie für die Diplomaten des Eidgenössischen Departements des Äusseren (EDA). Bei den Dienstwohnungen bestimmt das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) die maximale Wohnfläche. Für die Auswahl einer Wohnung gebe es bestimmte Vorgaben: «Diese betreffen Lage und Erreichbarkeit, ausserdem spielen auch Sicherheitsaspekte eine Rolle», so BBL-Sprecher Jonas Spirig.

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Hier arbeitet einer von 18 Verteidigungsattachés: Die Schweizer Botschaft in Paris (Archivbild 2007). Bild: KEYSTONE

So viel Miete müssen die Attachés selber beisteuern

Wie andere «versetzbare Mitarbeitende» von Schweizer Vertretungen im Ausland müssen sich auch die Verteidigungsattachés via Lohnabzug an den Mietkosten beteiligen. «Die Höhe dieses Abzugs richtet sich nach der Haushaltgrösse, der Höhe des Lohns und den durchschnittlichen Miet- und Nebenkostens eines vergleichbaren Haushalts in der Stadt Bern», erklärt BBL-Sprecher Spirig. Ein Verteidigungsattaché mit dem Normallohn von 14'587 Franken pro Monat, der in einem Zweipersonenhaushalt lebt, zahlt einen monatlichen Mietkostenanteil von 1'611 Franken, inklusive Energie- und Nebenkosten. Bei einem Vierpersonenhaushalt beträgt der Anteil inklusive Nebenkosten 2237 Franken.

Deshalb sind Paris und Peking am teuersten

Mit 11'500 Franken nimmt die Dienstwohnung des Verteidigungsattachés in Paris den Spitzenplatz ein. VBS-Sprecher Lorenz Frischknecht verweist darauf, dass der dortige Schweizer Attaché als Doyen die Interessen aller in Frankreich akkredierten Verteidigungsattachés gegenüber dem Gastland wahrnimmt.

Das bringe der Schweiz einen «noch besseren Zugang zu den französischen Behörden und den anderen Verteidigungsattachés vor Ort». Umgekehrt bedeute dies jedoch mehr Öffentlichkeitsarbeit, mehr Engagement und umfangreichere Anlässe zu Hause: «Folglich benötigt der Verteidigungsattaché in Paris eine entsprechende Infrastruktur.» Die derzeitige Miet-Dienstwohnung sei allerdings eine Übergangslösung. Der Attaché werde bald in eine Eigentumswohnung der Eidgenossenschaft umziehen.

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«Ausufernde Preise», begründet das VBS die teure Dienstwohnung in Peking. Bild: shutterstock

In Peking hingegen ist der Mietzins von knapp 9'200 Franken im Monat wirtschaftlich begründet: «Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs spielt der freie Immobilienmarkt nicht», so Lorenz Frischknecht. Die Nachfrage sei sehr viel höher als das Wohnungsangebot: «Das Resultat sind ausufernde Preise».

Das macht ein Verteidigungsattaché

Aufgabe der Verteidigungsattachés ist es gemäss VBS, im Gastland ein «auf die Bedürfnisse der schweizerischen Sicherheitspolitik und der Armee ausgerichtetes krisenresistentes und bündnisunabhängiges Netzwerk» aufzubauen und weiterzuentwickeln. Die Attachés sollen sicherheitspolitisch relevante Informationen beschaffen und «vor Ort die militärischen Interessen der Schweiz frühzeitig einbringen». Dies tun sie nicht nur in einem Staat. Dank so genannten Seitenakkreditierungen sind fast alle Attachés nicht nur im Gastland, sondern auch in weiteren Ländern in der Region akkreditiert (auf der Karte oben farblich gekennzeichnet), wo sie ebenfalls die Interessen der Schweiz vertreten.

* Korrigendum: In einer ersten Version dieses Artikels hiess es, Korpskommandant Baumgartner sowie die anderen Verteidigungsattachés erhielten ihren Lohn im Gastland steuerfrei und müssten auch in der Schweiz keine Steuern abliefern. Das ist so nicht korrekt: Zwar sind Verteidigungsattachés in ihrem Gastland von den Steuern befreit. Doch während ihres Einsatzes im Ausland sind sie in der Schweiz generell nicht von der Steuerpflicht befreit. Wir bitten um Entschuldigung für den Fehler.

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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Katzenseekatze 03.05.2019 10:42
    Highlight Highlight Normale Angestellte wären ihren Job schon längst los, der der Herr wird nochmals be-lohnt plus die teure Wohnung plus wahrscheinlich Spesen. Es ist schon unter aller Sau, dass die einen mit 1900 AHV leben, die Sozialempfänger nochmals auf Geld verzichten sollen (Abstimmung Kt. Bern) und hier wirft man das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus. Unfassbar.
  • IMaki 02.05.2019 13:12
    Highlight Highlight Für Militärattachés gilt das Gleiche wie für den ganzen Verein dahinter: abschaffen!
  • Pafeld 02.05.2019 12:36
    Highlight Highlight Zufälligerweise kenne ich das Gebäude in Paris und bin überrascht, dass der Verteidigungsattaché in Frankreich fürstlicher wohnt, als der Botschafter selbst. Offensichtlich hat der Protz auch in anderen Armeespitzen einen hohen Standard, wenn die Wohnung repräsentative Funktionen erfüllen soll.
  • Corahund 02.05.2019 12:00
    Highlight Highlight Das alles ist einfach nur krank🙈
  • Fairness 02.05.2019 09:49
    Highlight Highlight Man kann alles übertreiben. Wieso kann diesen Job nicht der Botschafter mit übernehmen? Läuft in der Privatwirtschaft bald überall so. Wozu braucht es die Militärattachés überhaupt?
  • Panettone 02.05.2019 08:36
    Highlight Highlight ... schon das Korrigendum zeigt, wie sensationsgeil und oberflächlich der Artikel um den Ausbildungschef ist!
    • Nuance 02.05.2019 12:15
      Highlight Highlight Das Korrigendum zeigt mir eher, dass hier jemandem an journalistischer Integrität gelegen ist ;)
  • chandler 02.05.2019 08:07
    Highlight Highlight Ich will hier niemand in den Schutz nehmen oder etwas gutheissen, oder gar etwas behaupten... Aber meiner Meinung nach ist "Steuerfrei" nicht korrekt. Das mag evtl. auf Gemeindeebene so sein, aber Kanton und Bund bezweifle ich. Aber jemand kann hier sicher Klarheit schaffen :)
    • Baccaralette 02.05.2019 12:37
      Highlight Highlight Steuerfrei. Nur die Bundessteuer wird abgezogen. Da keine Schriften in der Schweiz deponiert sind.
  • Fredz 02.05.2019 07:51
    Highlight Highlight Die Miete in Paris entspricht einem Hypo-Zins für eine 15 Millionen-Villa.
  • anundpfirsich 02.05.2019 07:38
    Highlight Highlight Also ich finde dass die locker Steuern zahlen sollten!
  • rodolofo 02.05.2019 07:12
    Highlight Highlight Der Militärstaat im Staate...
    Hier versickern die Steuergelder, die eigentlich so dringend gebraucht würden, für die Energiewende, für das Bremsen der Klimaerwärmung, für die AHV, für die Bildung, für die Gesundheit, für die Biodiversität, für die Sozialsteme, für die Kultur, und und und!
    Aber das war schon immer so.
    Der Mensch steht sich selber mit seinem mafiosen Rudel-Verhalten selber im Wege.
    Es entspricht seiner Natur, dass vor allem ER sich als sturer Bock aufführen und mit anderen sturen Böcken einen Wettbewerb um den "Härtesten Kopf" veranstalten muss...
    Hoffnungslos!
  • Didabelju68 02.05.2019 06:54
    Highlight Highlight „Wer dazugehört der hat es gut“. Es wird immer auffälliger, dass wir Heute unter dem Deckmantel der Demokratie ein „Feudalwesen“ unterhalten.
  • Gulasch 02.05.2019 06:14
    Highlight Highlight Schoggijob!
  • Jo Blocher 02.05.2019 04:30
    Highlight Highlight Kriminelle Staatsangestellte werden mit überflüssigen Schoggijobs mit Direktorengehalt belohnt und in überteuerten Logen einquartiert......schönen Tag noch😉
  • für alle 01.05.2019 23:55
    Highlight Highlight 300k steuerfrei.... und ich zahle militärerwerbsersatz von 3% Brutto + Steuern...
  • mukeleven 01.05.2019 23:50
    Highlight Highlight ich kann mich nur wiederholen!
    auf das großzügige spesenreglement wurde noch nicht eingegangen.
    Benutzer Bild
  • Kong 01.05.2019 23:33
    Highlight Highlight Gelder in dieser Höhe hat er nicht verdient. In der Privatwirtschaft müssen auch Banker und Co gegenüber ihren Shareholdern genügen, aber bei Baumgartner sind wir als Steuerzahler die Aktionäre. Empfinde sein hohes Salär als ungerechtfertigt, da er ein Staatsdiener ist. Seine Spesenexzesse sind Zeichen für fehlenden Anstand und Loyalität gegenüber seinem Land, dem er ja dienen sollte... es stinkt.
  • no-Name 01.05.2019 20:37
    Highlight Highlight ....für menschen die eine arbeit erledigen dessen sinn meines erachtens an sich in frage gestellt gehört. Mit den hier gezeigten beträgen liessen sich z.b. Pflegeplätze für mindestens 10 personen finanzieren.... (geschätzt. Lasse mich gerne eines besseren belehren.)

    Und was die gehälter spesen usw. angeht: kommen sicher noch10-15x soviele pflegeplätze dazu.

    Aber medizinische Fachkräfte.... gottes lohn und so....

    • reaper54 01.05.2019 21:35
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu Bankspekulanten, diverser Manager etc. haben diese Landesdiener viel sinnvolleres erreicht/gemacht in ihrem Leben.

      Spitäler sollten halt komplett verstaatlicht werden und nicht halbprivate AGs sein welche Gewinn erwirtschaften müssen...

      Bei der Sicherheit sollte übrigens erst recht nichts privatisiert werden, das wäre/ist extrem gefährlich...
    • Beat-Galli 01.05.2019 21:59
      Highlight Highlight Beispiele bitte?
      Keine neuen Flugzeuge!
      Komische sanierung der Suro!
      Flugabwehr Beschaffung am Arsch!
      Jedes IT Projekt am Arsch!

      Was davon war schon wieder sinnvoll?
    • Saul_Goodman 01.05.2019 23:35
      Highlight Highlight @ reaper54: haha gratuliere! Du hast den einzigen job dieser welt gefunden der noch sinnloser und überbezahlter ist 🤣
      Etwas schlechtes mit dem worst case zu vergleichen, macht daraus keine gute sache
  • nick11 01.05.2019 20:23
    Highlight Highlight Genau, weil ich zwischendurch grosse Familienfeste feiere muss ich mir jetzt ein 500qm Haus kaufen, inkl. Grossküche, mehrerer Bäder etc. . Das Anmieten einer geeigneten Lokalität für solche Anlässe wäre viel zu umständlich und teuer, und ich müsste danach ja auch betrunken nach Hause kommen.
    Super Begründung für solche Kosten... Aber scheinbar reichts um Rückfragen ruhig stellen zu können.
    • B. Bakker 02.05.2019 00:57
      Highlight Highlight Ich verstehe Ihren Einwand und bin insofern mit Ihnen einig, dass mir die Mieten teilweise etwas gar teuer scheinen. Zudem scheint mir auch der Sinn dieses Postens für die Schweiz nicht ganz klar. Von den teilweise eingesetzten Personen will ich gar nicht erst reden.
      Trotzdem vergleichen Sie jedoch Privates mit Geschäftlichem, bzw. Politischem. Äpfel und Birnen usw.
      Er feiert dort nicht den 50. Geburtstag seiner Mutter, sondern führt Empfänge, Gespräche, Informationsrunden, etc. durch. Und ich wage zu behaupten, dass dies in angemieteten Räumen durchaus teurer sein könnte.
    • nick11 02.05.2019 07:37
      Highlight Highlight Ok, also eine Art Büro mit Schlafgelegenheit. Kommt natürlich auf die Anzahl dieser Besuche an, muss ich Ihnen Recht geben.
    • derEchteElch 02.05.2019 10:04
      Highlight Highlight „Zudem scheint mir auch der Sinn dieses Postens für die Schweiz nicht ganz klar.“

      Und das ist auch der Grund, warum sie 1.) keine Offizierslaufbahn im Militär haben und 2.) auch die Zusammenhänge in der Aussenpolitik nicht verstehen.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 01.05.2019 20:11
    Highlight Highlight «Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs spielt der freie Immobilienmarkt nicht»
    Doch genau dies tut er. Zuzug, der höhere Wohlstand (mehr m^2 pro Person) und Spekulation führen zu den hohen Mieten. Dies ist ganz einfach Angebot und Nachfrage.
  • (J)onas (F) (K)essler 01.05.2019 20:10
    Highlight Highlight Dieser Moment wo man denkt die Kaderschule wäre doch toll gewesen
    • ursus3000 01.05.2019 20:48
      Highlight Highlight hättest du wirklich so werden wollen..
    • derEchteElch 02.05.2019 10:04
      Highlight Highlight Hat wohl einen Grund, warum du es nicht geschafft hast.
    • alessandro 02.05.2019 14:38
      Highlight Highlight Ja, zu schlau.
    Weitere Antworten anzeigen
  • antivik 01.05.2019 19:56
    Highlight Highlight Das ist eine Frechheit gegenüber allen ehrlichen Arbeitern! Wir kann es sein, dass ein solches Verhalten auch noch belohnt und "vergoldet" wird?
  • abishot 01.05.2019 19:38
    Highlight Highlight WoW! Was mich stört, sind nicht die hohen Mieten (der Grund ist ja noch plausibel), sondern der Herr Baumgartner. Mit seinen 57 Jahren hat er noch 8 Jahre zu arbeiten. Somit verdient er in dieser Zeit 2.4 Mio. steuerfrei! Und das nach diesem Spesenskandal. In der Privatwirtschaft hätte ich eine fristlose Kündigung plus ein Gerichtsverfahren am Hals. Dass man in einer Militärkarriere bei Funktionswechsel sein alten Lohn behalten darf, kann ich auch noch verstehen. Aber dass dieses Verhalten nicht zu einer Kündigung führt, sondern unter den Tisch gekehrt wird, ist unter alles Sau..
    • ands 01.05.2019 19:58
      Highlight Highlight Hast du ein Beispiel für jemanden in einer höheren Kaderfunktion eines grösseren Unternehmens, dem aufgrund eines vergleichbaren Vorfalls gekündigt wurde? Oder gehst du davon aus, dass es in der "Privatwirtschaft" keine Spesenexzesse gibt?
    • bokl 01.05.2019 20:16
      Highlight Highlight Hört doch bitte mal mit dieser:

      "in der Privatwirtschaft hätte ich Kündigung und x Verfahren am Hals Scheisse auf"

      In jedem Grossunternehmen läuft es beim höheren Kader gleich. Es gibt halt ein neues Pöstchen, aber sicher nicht weniger Kohle. Oder aber eine Pro-Forma Freistellung und auf wundersame Weise gleich darauf einen ähnlichen Posten bei der Firma eines ehemaligen Kollegen.
    • Raffaele Merminod 01.05.2019 20:21
      Highlight Highlight @ands: und was willst du damit verteidigen?
      Hier geht es um einen Staatsangestellten der jetzt quasi noch dafür belohnt wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Projektionsfläche 01.05.2019 19:36
    Highlight Highlight Das ist jetzt womöglich eine strunzblöde Frage, aber wozu braucht die Schweiz überhaupt Militärattachés in anderen Ländern? Sind die militärischen Interessen eines neutralen Staates denn nicht evident?
    • Markus97 01.05.2019 19:48
      Highlight Highlight Naja google mal "Terrorismus Schweiz" . Du findest zahlreiche Artikel über Anschläge welche durch Tipps ausländischer Behörden verhindert wurden. Das ist der Job eines Militär-Attache.
    • bokl 01.05.2019 20:19
      Highlight Highlight @Markus97
      Und die geben die Tipps natürlich nur vor Ort und bei einem "repräsentativen" Anlass weiter. Ist ja nicht so, dass man heute Informationen innert Sekunden an jeden Ort der Welt übermitteln kann...
    • Markus97 01.05.2019 20:22
      Highlight Highlight Sie geben sie vor allem an Freunde weiter. Die Kanäle spielen eine untergeordnete Rolle. Unterschätze nie soziale Netzwerke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oh Dae-su 01.05.2019 19:32
    Highlight Highlight Die haben in London eine Diplomatenwohnung für gut 400k gekauft? War aber ein guter Deal ^^
    • MrEurovision 01.05.2019 20:01
      Highlight Highlight warscheinlich vor 60 oder noch mehr Jahren. Es zeigt ja nur den Ankaufspreis. (Die Nachfolgende Rechnung ist warscheindlich etwas abweichend, da ich auf die Schnelle keine Wechselraten von GPB zu CHF im Jahr 1960 gefunden habe. Ich habe deshalb die Kaufkraft des Pfundes von damals auf heute hochgerechnet und den erhaltenen Wert dann in Schweizer Franken umgewandelt. Die Berechnung wurde mit ungerundeten Zahlen vollzogen.) So komme ich schlussendlich auf einen Wert von ca. 12.2 Millionen franken. 1/2
    • MrEurovision 01.05.2019 20:05
      Highlight Highlight Dieser Wert könnte jedoch deutlich höher sein, da ich die exakten Daten (Immobilienpreise in London, Stand des Hauses beim Kauf,etc...) nicht kenne. Zudem könnte es auch sein, dass die Schweiz das Gebäude aufgrund von Diplomatie deutlich günstiger erhalten hat. Einen genauen Wert kann man folgendermassen nicht feststellen. Ich würde jedoch schätzen, dass selbst die 12.2 Mio heute zu wenig sind. Diese sind jedoch ungefähr das, was die schweiz für das Haus rein vom Geld her hingelegt hätte. Also wahrlich nicht gerade ein schnäppchen. 2/2
    • karl_e 02.05.2019 11:00
      Highlight Highlight @MrEurovision: 1960 war das Pfund Sterling etwa SFr 2.10 wert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Typ 01.05.2019 19:31
    Highlight Highlight Finde ich gut begründet und transparent.

    Man kann schlicht nicht für die Schweiz wichtige diplomatische Anlässe in Plattenbauten irgendwelcher Vororte durchführen.

    Interessanter wäre es zu wissen, was Politiker in der Schweiz für ihre Wohnungen so bezahlen, sofern diese subventioniert sind.
    • Baccaralette 02.05.2019 12:39
      Highlight Highlight Wäre ok, würde der Mietabzug nicht so gering ausfallen. In der CH kannst du dafür keine besonders repräsentative Wohnung haben..
    • Typ 02.05.2019 13:41
      Highlight Highlight Sie müssen ja in der CH auch nicht repräsentieren. Da es quasi eine Dienstwohnung ist, ist der geringe Abzug meines Erachtens gerechtfertigt.
  • Couleur 01.05.2019 19:20
    Highlight Highlight Der Return of Investment eines solchen Verteidigungsattachés: 0.
    • jaqk 01.05.2019 19:38
      Highlight Highlight In wiefern weisst du den das? :) Quellen?

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