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Die neuen Kantone der Schweiz, jeweils mit den Wappen der neuen Hauptorte. Ah, und bevor jemand fragt: Nein, das ist nicht der Appenzeller Bär, sondern das Wappen der Stadt St.Gallen.
Die neuen Kantone der Schweiz, jeweils mit den Wappen der neuen Hauptorte. Ah, und bevor jemand fragt: Nein, das ist nicht der Appenzeller Bär, sondern das Wappen der Stadt St.Gallen. bild: watson.ch
Die Welt in Karten

Neue Kantone für die Schweiz – so sähe eine logische(re) Aufteilung aus

Auch am 1. Januar 2019 sind wieder 16 Gemeinden verschwunden (oder wurden mit anderen fusioniert). Wir denken grösser und schrauben an den Kantonen rum. Was, wenn die 20 grössten Städte der Schweiz die Kantonshauptorte wären? Die Schweiz sähe anders aus.
07.01.2019, 14:3303.12.2019, 07:11
Reto Fehr
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Im letzten Jahr veröffentlichten wir Kantonsaufteilungen der Schweiz, wenn die Nähe zum Hauptort das entscheidende Kriterium wäre. Einmal gemessen an der Reisedauer, einmal mit Hilfe der Luftlinie.

Einige User bemerkten daraufhin, dass die Kantonshauptorte nicht heilig seien und die Kantone eigentlich nach den grössten Städten gebildet werden müssten. Darum suchten wir die 26 grössten Schweizer Städte (gemäss der letzten offiziellen Angabe des Bundesamtes für Statistik von 2016) und fanden diese hier, in absteigender Reihenfolge:

Zürich, Genf, Basel, Lausanne, Bern, Winterthur, Luzern, St.Gallen, Lugano, Biel, Thun, Köniz, La Chaux-de-Fonds, Fribourg, Schaffhausen, Vernier, Chur, Sion, Uster, Neuchâtel, Lancy, Emmen, Yverdon, Zug, Dübendorf und Kriens.

Die nicht gefetteten Städte sind direkte Nachbarn grösserer Städte und meist mit jenen zusammengewachsen (Köniz mit Bern, Vernier und Lancy mit Genf, Emmen und Kriens mit Luzern und Dübendorf mit Zürich). Sie scheiden daher in unserer Berechnung aus. Es bleiben 20 Städte (was ja eh eine schönere Zahl ist als 26).

Im nächsten Schritt liessen wir die Gemeinden als solche bestehen und übernahmen jenen Punkt als entscheidend, welcher Google Maps angibt, wenn man den Gemeindenamen ins Suchfeld tippt. Von dort wurde die Fahrtdauer in die grössten Städte der Schweiz ermittelt. Der schnellste Weg (mit dem Auto) war schliesslich für die neue Kantonszugehörigkeit entscheidend. Siehe dazu auch die Infobox unten.

Und so sieht die Schweizer Kantonslandschaft nach diesen Bemessungsvorgaben aus:

Du hast es sicher schon bemerkt – und sonst hier kurz und schmerzlos ausgedrückt: Aarau, Altdorf, Appenzell, Delémont, Frauenfeld, Glarus, Herisau, Liestal, Sarnen, Schwyz, Solothurn und Stans sind damit raus, Lugano ersetzt Bellinzona. Die entsprechenden Kantone fallen leider (oder auch weniger leider) weg. Kann jeder für sich selbst entscheiden.

Hier noch die Karte mit den genauen Standorten der 20 neuen Kantonshauptorte.
Hier noch die Karte mit den genauen Standorten der 20 neuen Kantonshauptorte.bild: watson

Wir haben bisher bewusst darauf verzichtet, die Kantone – falls angebracht – auch neu zu benennen. Als Arbeitstitel verwendet wurden: Nord-Waadt (Yverdon), Berner Oberland (Thun), Neuenburger Jura (La Chaux-de-Fonds), Zürcher Oberland (Uster) und Zürich-Ost (Winterthur).

Aber das kannst du sicher besser: Schreib deine Vorschläge für die Kantonsnamen ins Kommentarfeld!

Berechnungsgrundlage
Die bestehenden Gemeinden teilten wir nicht weiter auf. Zu welchem Kanton sie gehören, ermittelten wir mit der Fahrtdauer für Autos gemäss Google Maps und wählten dafür 2 Uhr nachts an einem frühen Montagmorgen, damit Staus, Feierabendverkehr etc. die Resultate nicht verfälschen.

Von welchem Punkt aus in welcher Gemeinde gemessen wurde, entschied Google Maps mit seinem «Mittelpunkt», gleiches galt für die Kantonshauptorte. Dieser «Mittelpunkt» ist oft – aber nicht immer – das Ortszentrum. Manchmal scheint er an einem eher willkürlichen Ort auf dem Gemeindegebiet zu liegen. Es zählt also nicht von/bis Ortsschild oder Gemeindegrenze, sondern von/bis vom Google ermittelten Ortsmittelpunkt.

Lagen zwei Hauptorte gleich nah, teilten wir die Gemeinde dem – gemessen an der Fahrstrecke – näherliegenden Kanton zu. Für das Experiment wurden Autoverlade und Fähren nicht berücksichtigt, alle Pässe sind passierbar.

Es gab bei der neuen Aufteilung einige Grenzfälle. Bist du mit der neuen Kantonseinteilung – gemessen an der REISEDAUER zum neuen Hauptort – deiner Gemeinde nicht zufrieden? Schreib es in die Kommentare.

Der Vergleich der aktuellen Kantone (links) und der neuen Aufteilung:

image after
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Hat die Schweiz bald nur noch 12 Kantone?

Video: srf/SDA SRF

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184 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________
07.01.2019 14:58registriert August 2017
Uiuiui, dann grenzt Zürich plötzlich an Basel. ohne Aargau als Puffer dazwischen.
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Ohmann94
07.01.2019 14:56registriert November 2015
Waaaas?! Zürich-Ost und St.Gallen?! Ihr spinnt doch! Das heisst gefälligst „Thuogao Mitte“ mit Winterthur und „Thuogao Rechts“ mit St.Gallen als Hauptorte... Und wer sich jetzt fragt wieso „Mitte“ - Japp! Zürich wird bitteschön zu „Thuogao Links“ Was für eine schöne neue Welt XD
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Nonne
07.01.2019 17:14registriert September 2018
Man sollte aus den heutigen Kantonen eigenständige Länder machen. Als Gegenpol zur EU könnten man ja eine Helvetische Union (HELU) bilden.
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