Das sind die meistverkauften E-Autos der Schweiz – eine Marke zeigt allen die Rücklichter
Im Mai kamen über 5000 neue E-Autos auf Schweizer Strassen, während es im Mai vor einem Jahr erst rund 4000 Stromer waren. Das entspricht einem Wachstum von über einem Viertel. Der Marktanteil vollelektrischer Personenwagen an den Neuzulassungen liegt bei 26 Prozent.
Skoda dominierte im abgelaufenen Monat erneut die E-Auto-Neuzulassungen in der Schweiz; dahinter liefern sich VW, Tesla, BMW und Renault ein enges Rennen um die Podestplätze. Derweil rückte der chinesische Elektroauto-Gigant BYD im Mai weiter vor und liess bekannte Namen wie Volvo, Mercedes-Benz und Kia hinter sich.
Mit den starken Mai-Zahlen zementiert die tschechische VW-Tochter Skoda ihre neue Rolle als führender E-Auto-Anbieter in der Schweiz. Zuvor war Tesla bis 2025 über viele Jahre die mit Abstand beliebteste Stromer-Marke. Nun hat sich das Blatt gewendet: 2026 lieferte Skoda bis zum 29. Mai 2847 E-Autos aus, Tesla 1613.
Der Aufsteiger des Jahres heisst BYD: Der chinesische E-Auto-Gigant steigerte seine Auslieferungen seit Anfang 2026 sprunghaft und löste hierzulande von Januar bis Mai mehr Stromer als Hyundai und Toyota ein.
BYD erobert die Schweiz im Sturm
BYD trat erst vor gut einem Jahr in den Schweizer Markt ein und lieferte im gesamten 2025 lediglich 484 E-Autos aus. Im laufenden Jahr sind es nach fünf Monaten bereits über 800.
Noch erfolgreicher ist BYD mit seinen teilelektrischen Plug-in-Hybrid-Modellen, wovon die Chinesen bis Mai rund 1100 Einheiten auslieferten. Nur BMW und Volvo setzten hierzulande in diesem Jahr noch mehr Plug-in-Hybride ab.
Wie rasant die Chinesen den Schweizer Automarkt erobern, verdeutlicht ein weiterer Vergleich: Über alle Antriebsarten hinweg hat BYD von Januar bis Mai gleich viele Autos wie Peugeot und Ford ausgeliefert und deutlich mehr als Tesla.
Diese E-Auto-Modelle sind gefragt
Auf Modellebene führten im Mai erneut zwei Elektroautos von Skoda (Enyaq und Elroq), Rang drei ging wie im April an Teslas Model Y. Knapp dahinter folgt VWs kompakter Stromer ID.3. Mit dem Zeekr 7x taucht ein grosser China-Stromer in den Top 10 auf und Renaults Elektrokleinwagen Twingo steigt auf Platz 10 neu ein.
Nicht nur im Mai, auch über das ganze bisherige Jahr liegen zwei Elektroautos von Skoda in Front – und mit dem Skoda Epiq steht bereits ihr nächster Stromer in Startlöchern. Künftig könnten also gar drei E-Autos der Tschechen von der Spitze grüssen.
Rang 5: Audi Q4
Rang 7: BMW iX1
Rang 9: Zeekr 7X
Nicht nur E-Autos werden populärer
Reinelektrische Antriebe legten seit Anfang Jahr gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent zu, wie der Verband Auto Schweiz am Dienstag mitteilte. Elektroautos verzeichnen somit in Zeiten hoher Benzinpreise ein deutliches Plus, allerdings bleiben auch Plug-in-Hybride, die längst nicht immer elektrisch fahren, weiterhin beliebt. Sie legten gar um 20,1 Prozent zu.
Seit Anfang Jahr wurden über 21'000 neue E-Autos eingelöst, dazu kommen über 10'000 teilelektrische Plug-in-Hybride, die ebenfalls an der Steckdose geladen werden können. Etwas mehr als jeder dritte neue Personenwagen ist somit ein elektrifiziertes Auto. Demgegenüber stagnieren die Hybridantriebe (+0,3 Prozent) und die Neuzulassungen von reinen Benzin- und Diesel-Antrieben gehen weiter zurück.
Der Verband Auto Schweiz zieht dennoch ein ernüchterndes Fazit: «Diese Zahlen verdeutlichen, dass die politische Zielsetzung eines schnellen Markthochlaufs der Elektromobilität weit ausser Reichweite liegt.»
(oli)
