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17 Fakten, die du über Alkohol, Cannabis und andere Süchte wissen musst

Bild: EPA/EPA
Wer vorglüht, gibt nicht unbedingt weniger Geld aus. Und wer gut gebildet ist, raucht weniger. Das jährliche Suchtpanorama zeigt den Umgang der Schweizer mit Suchtmitteln. Eine Übersicht in 17 Punkten.
13.02.2018, 09:5414.02.2018, 08:41

Alkohol

Bild: KEYSTONE

Jeder Siebte trinkt gar keinen Alkohol

Im Durchschnitt trinkt ein Schweizer im Jahr 7,9 Liter reinen Alkohol

Bild: KEYSTONE

Alkohol führt zu Krebs

Wer viel Alkohol trinkt, erkrankt häufiger an Krebs. Dieser Zusammenhang ist vielen nicht bekannt, obwohl Alkohol bedingte Todesfälle zu einem Drittel auf Krebserkrankungen zurückzuführen sind. Dieser Effekt ist eindeutig nachgewiesen bei Brust-, Mundrachen-, und Dickdarmkrebs. Das Risiko steigt bereits ab einem täglichen Glas Wein.

Pro Tag sterben in der Schweiz vier Personen an Alkohol

Im Jahr sterben in der Schweiz rund 1600 Menschen frühzeitig an missbräuchlichem Alkoholkonsum. Zudem sind gemäss Schätzungen 250'000 Menschen alkoholabhängig.

Vortrinken hilft nicht Geld zu sparen

Eine Studie mit jungen Schweizer Erwachsenen zeigt: Vortrinken verdoppelt den Konsum von Alkohol. So tranken jene Studienteilnehmer, die sich bereits vor dem Club trafen, 7 Gläser Alkohol. Bei jenen, die direkt die Bar oder den Club aufsuchten, blieb es bei 4 Gläsern. Die Studienautoren schliessen aus diesem Ergebnis, dass «Vorglühen» nicht hilft Geld zu sparen, sondern einzig den Konsum von zwei Trinkgelegenheiten verbindet. 

Tabak

Bild: KEYSTONE

Immer mehr rollen ihre Zigarette selber

Im Vergleich zu 2011 rollen heute doppelt so viele ihre Zigarette selber. Auch der Konsum der Wasserpfeife und Snus hat zugenommen.

Je gebildeter, desto weniger greift man zur Zigarette

Der Bildungsstand hat auch weiteren Einfluss: So wissen schlechter Gebildete weniger Bescheid, um die Gefahren des Tabakkonsums.

Pro Jahr sterben 9500 Menschen wegen dem Konsum von Tabak

Die folgende Grafik zeigt, welche Erkrankung letztlich zum Tod führt:

Bild: Sucht Schweiz; quelle: bfs

E-Zigarette ist weniger schädlich

«Es ist heute kaum mehr bestritten, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als die herkömmliche Zigarette und dass sie zur Risikoreduktion eingesetzt werden können», schreibt Sucht Schweiz, auch wenn Langzeitstudien noch fehlen würden. Derzeit sind es vorwiegend Ältere, die «dampfen». Obwohl ein Drittel der 15- bis 24-Jährigen bereits einmal zur E-Zigarette gegriffen haben.

Illegale Drogen

Bild: EPA/EPA

Cannabis bleibt illegale Droge Nummer 1

7,3 Prozent der über 15-Jährigen gibt an, in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Zum Vergleich: Bei Kokain sind es 0,7 Prozent. 

Heroin ist die tödlichste illegale Droge

In der Schweiz sterben pro Jahr rund 130 Menschen wegen ihrem Heroinkonsum. Studien zeigen, dass Heroin in erster Linie von Menschen konsumiert wird, die seit vielen Jahren abhängig sind.

Nachfrage nach medizinischen Cannabis nimmt zu

Noch konnte aber die Wirksamkeit nur für wenige Krankheitsbilder wissenschaftlich nachgewiesen werden. Zudem ist der Zugang zu solchen Medikamenten nicht ganz einfach. Zuerst muss man einen Arzt finden, der die Medikamente verschreibt, danach braucht es eine Ausnahmebewilligung vom Bundesamt für Gesundheit und letztlich muss man die Medikamente noch irgendwie beschaffen. Dass die Krankenkasse diese dann zahlt, ist mehr als ungewiss.

Spielsucht

Bild: AP/AP

In Schweizer Casinos sind über 50'000 Spieler gesperrt

Casinos verdienen immer mehr Geld

2016 erzielten Schweizer Casinos einen Bruttospielertrag von 689,7 Millionen Franken. Das sind 7,5 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Davon mussten sie 323,3 Millionen Franken abgeben. Das meiste Geld erhielt der Ausgleichsfond der AHV. Auch die Schweizer Lotterien florieren. Die Loterie Romande nahm 398 Millionen Franken ein, Swisslos 599  Millionen Franken. 

Geldspielautomaten und Online-Geldspiele machen am süchtigsten

Bild: KEYSTONE

Vor allem Männer sind spielsüchtig

73 Prozent jener Spieler, die ein problematisches oder krankhaftes Spielverhalten zeigen sind Männer. Von ihnen sind fast die Hälfte jünger als 29 Jahre alt und fingen vor ihrem 21. Geburtstag an zu spielen.

Spielsüchtige verursachen Kosten zwischen 551 bis 648 Millionen Franken

Nicht nur die Spielsüchtigen selber, sondern auch deren Umfeld leidet unter ihrer Sucht. Die sozialen Kosten der Krankheit befindet sich im ähnlichen Bereich wie bei Alkoholsucht oder bei Depressionen.

5 Versuche, illegale Dinge im Flugzeug zu schmuggeln

Video: watson/Lya Saxer

Musiker, die an einer Überdosis gestorben sind

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Musiker, die an einer Überdosis gestorben sind
quelle: ap / matt dunham
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