Schweiz
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17 Fakten, die du über Alkohol, Cannabis und andere Süchte wissen musst

Bild: EPA/EPA

Wer vorglüht, gibt nicht unbedingt weniger Geld aus. Und wer gut gebildet ist, raucht weniger. Das jährliche Suchtpanorama zeigt den Umgang der Schweizer mit Suchtmitteln. Eine Übersicht in 17 Punkten.



Alkohol

Bild: KEYSTONE

Jeder Siebte trinkt gar keinen Alkohol

Im Durchschnitt trinkt ein Schweizer im Jahr 7,9 Liter reinen Alkohol

ZU DEN ZAHLEN ZUM BIERKONSUM IM BRAUJAHR 2014/15 STELLEN AM MONTAG, 16. NOVEMBER 2015, FOLGENDES ARCHVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Der Tag des Schweizer Bieres wird gefeiert in der Brauerei Eichhof in Luzern am Freitag, 25. April 2014. Die Brauerei Eichhof feiert ihr 180-jaehriges Jubilaeum. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Alkohol führt zu Krebs

Wer viel Alkohol trinkt, erkrankt häufiger an Krebs. Dieser Zusammenhang ist vielen nicht bekannt, obwohl Alkohol bedingte Todesfälle zu einem Drittel auf Krebserkrankungen zurückzuführen sind. Dieser Effekt ist eindeutig nachgewiesen bei Brust-, Mundrachen-, und Dickdarmkrebs. Das Risiko steigt bereits ab einem täglichen Glas Wein.

Pro Tag sterben in der Schweiz vier Personen an Alkohol

Im Jahr sterben in der Schweiz rund 1600 Menschen frühzeitig an missbräuchlichem Alkoholkonsum. Zudem sind gemäss Schätzungen 250'000 Menschen alkoholabhängig.

Vortrinken hilft nicht Geld zu sparen

Eine Studie mit jungen Schweizer Erwachsenen zeigt: Vortrinken verdoppelt den Konsum von Alkohol. So tranken jene Studienteilnehmer, die sich bereits vor dem Club trafen, 7 Gläser Alkohol. Bei jenen, die direkt die Bar oder den Club aufsuchten, blieb es bei 4 Gläsern. Die Studienautoren schliessen aus diesem Ergebnis, dass «Vorglühen» nicht hilft Geld zu sparen, sondern einzig den Konsum von zwei Trinkgelegenheiten verbindet. 

Tabak

Bild: KEYSTONE

Immer mehr rollen ihre Zigarette selber

Im Vergleich zu 2011 rollen heute doppelt so viele ihre Zigarette selber. Auch der Konsum der Wasserpfeife und Snus hat zugenommen.

Je gebildeter, desto weniger greift man zur Zigarette

Der Bildungsstand hat auch weiteren Einfluss: So wissen schlechter Gebildete weniger Bescheid, um die Gefahren des Tabakkonsums.

Pro Jahr sterben 9500 Menschen wegen dem Konsum von Tabak

Die folgende Grafik zeigt, welche Erkrankung letztlich zum Tod führt:

Bild

Bild: Sucht Schweiz; quelle: bfs

E-Zigarette ist weniger schädlich

«Es ist heute kaum mehr bestritten, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als die herkömmliche Zigarette und dass sie zur Risikoreduktion eingesetzt werden können», schreibt Sucht Schweiz, auch wenn Langzeitstudien noch fehlen würden. Derzeit sind es vorwiegend Ältere, die «dampfen». Obwohl ein Drittel der 15- bis 24-Jährigen bereits einmal zur E-Zigarette gegriffen haben.

Illegale Drogen

Bild: EPA/EPA

Cannabis bleibt illegale Droge Nummer 1

7,3 Prozent der über 15-Jährigen gibt an, in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Zum Vergleich: Bei Kokain sind es 0,7 Prozent. 

Heroin ist die tödlichste illegale Droge

In der Schweiz sterben pro Jahr rund 130 Menschen wegen ihrem Heroinkonsum. Studien zeigen, dass Heroin in erster Linie von Menschen konsumiert wird, die seit vielen Jahren abhängig sind.

Nachfrage nach medizinischen Cannabis nimmt zu

Noch konnte aber die Wirksamkeit nur für wenige Krankheitsbilder wissenschaftlich nachgewiesen werden. Zudem ist der Zugang zu solchen Medikamenten nicht ganz einfach. Zuerst muss man einen Arzt finden, der die Medikamente verschreibt, danach braucht es eine Ausnahmebewilligung vom Bundesamt für Gesundheit und letztlich muss man die Medikamente noch irgendwie beschaffen. Dass die Krankenkasse diese dann zahlt, ist mehr als ungewiss.

Spielsucht

Bild: AP/AP

In Schweizer Casinos sind über 50'000 Spieler gesperrt

Casinos verdienen immer mehr Geld

2016 erzielten Schweizer Casinos einen Bruttospielertrag von 689,7 Millionen Franken. Das sind 7,5 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Davon mussten sie 323,3 Millionen Franken abgeben. Das meiste Geld erhielt der Ausgleichsfond der AHV. Auch die Schweizer Lotterien florieren. Die Loterie Romande nahm 398 Millionen Franken ein, Swisslos 599  Millionen Franken. 

Geldspielautomaten und Online-Geldspiele machen am süchtigsten

Spielautomaten im Untergeschoss stehen bereit fuer die Neueroeffnung des Casinos Baden in Baden vom 30. November 2012, aufgenommen am Donnerstag, 29. November 2012. (KEYSTONE/Stefan Deuber)

Bild: KEYSTONE

Vor allem Männer sind spielsüchtig

73 Prozent jener Spieler, die ein problematisches oder krankhaftes Spielverhalten zeigen sind Männer. Von ihnen sind fast die Hälfte jünger als 29 Jahre alt und fingen vor ihrem 21. Geburtstag an zu spielen.

Spielsüchtige verursachen Kosten zwischen 551 bis 648 Millionen Franken

Nicht nur die Spielsüchtigen selber, sondern auch deren Umfeld leidet unter ihrer Sucht. Die sozialen Kosten der Krankheit befindet sich im ähnlichen Bereich wie bei Alkoholsucht oder bei Depressionen.

5 Versuche, illegale Dinge im Flugzeug zu schmuggeln

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Video: watson/Lya Saxer

Musiker, die an einer Überdosis gestorben sind

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    Alle Leser-Kommentare
  • Quatonik 13.02.2018 17:03
    Highlight Highlight Und was ist mit den Medikamenten? Über Heroin wird geredet als wären noch die 90er, jedoch bedenken die wenigsten, dass Medikamente und Stoffe wie Oxycodon, Codein etc., sich kaum unterscheiden von Heroin, jedoch heutzutage immer mehr konsumiert wird.
  • Thomas Rohrer 13.02.2018 14:12
    Highlight Highlight Passivsaufen ist auch schlimmer als Passivrauchen. Schau dir nur die durch Alkohol zerrütteten Familien an.
  • El Vals del Obrero 13.02.2018 12:56
    Highlight Highlight Das mit der Spielsucht scheint wirklich unterschätzt zu werden. Nicht nur im Zusammenhang mit den Casinos.

    Fast jedes mal, wenn man etwas an einem Kiosk oder in kleinen Laden kaufen will, steht man hinter jemandem an, der mehrere Lottoscheine abgibt.
  • ARoq 13.02.2018 10:58
    Highlight Highlight #11 widerspricht #4. Demnach sterben in der Schweiz 12x mehr Menschen durch Alkohol als durch Heroin.
    • ARoq 13.02.2018 11:30
      Highlight Highlight Und 73x mehr sterben durch Tabak als durch Heroin.
    • Lauwärmer 13.02.2018 11:51
      Highlight Highlight Alkohol ist aber nicht illegal. Heroin ist die tödlichste unter den illegalen Drogen.
    • Forrest Gump 13.02.2018 12:03
      Highlight Highlight Ich glaube beim Heroin sind Leute gemeint, die direkt an einer Überdosis sterben, beim Alkohol sind alle Folgeschäden berücksichtigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TTZ 13.02.2018 10:23
    Highlight Highlight
    "7,3 Prozent der über 15-Jährigen gibt an, in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben."

    Wo haben Sie das her, kann ich mir nicht ganz vorstellen, das nur 7.3 Prozent der Schweizer Cannabis konsumieren.
    • PaLve! 13.02.2018 13:26
      Highlight Highlight Kann ich auch nicht glauben. Schon in meinem Umfeld kifft gefühlt, wenn auch nur selten, jeder 3. O.o
    • iHero 13.02.2018 13:35
      Highlight Highlight Sind Sie Bündner? :-D Da oben sinds wahrscheinlich eher so 40% (zumindest gefühlt), im Rest der Schweiz ist es allerdings nicht so extrem.
    • foreversun82 13.02.2018 14:12
      Highlight Highlight Der Rest konnte sich nicht erinnern oder es war ihm egal :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Senji 13.02.2018 10:20
    Highlight Highlight "So wissen schlechter Gebildete weniger Bescheid, um die Gefahren des Tabakkonsums."

    Ach, das lernen die an der Uni also...! 😅
    • Pain in the Ass 13.02.2018 13:03
      Highlight Highlight Die Mediziner lernen sowas ganz bestimmt ;-) Ausserdem kann ich aus Erfahrung behaupten, dass weniger gebildete Menschen oft einfacher gestrickt sind und vieles aus Gründen der sozialen Akzeptanz machen. Von meinen Freunden, dir während der Oberstufe der Gruppenzugehörigkeit zuliebe anfingen zu rauchen, anschliessend höchstens eine Grundausbildung absolviert haben.
    • Snake Plissken 13.02.2018 13:33
      Highlight Highlight Quatsch, das ist rein milieubedingt: Auf der Baustelle wird gequalmt, bei Google wird gefittet.
    • loquito 13.02.2018 18:14
      Highlight Highlight Sry, aber gerase Dr. rauchen relativ oft unter den Akademikern, genauso Krankenschwester.. das argument hinkt...

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