Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR MK DES BUNDESRATES UEBER DAS GELDSPIELGESETZ, AM MONTAG, 12. MAERZ 2018 - Poker chips pictured at the Swiss Casino Zuerich in Zurich, Switzerland, on October 24, 2015. The Swiss Casino Zuerich was opened in 2012 and is the largest casino in Switzerland. It offers 26 gambling tables and 400 slot machines. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Streit um die Netzsperren dominiert den Abstimmungskampf um das neue Geldspielgesetz. Bild: KEYSTONE

Geldspielgesetz: Warum die Schweizer Casinos auf den grossen Jackpot hoffen können

Die Netzsperre kommt: Wer ein ausländisches Online-Spiel aufruft, soll auf einer Stopp-Seite landen. Werden die Behörden dort auch Angebote hiesiger Casinos verlinken?

Sven Altermatt / Nordwestschweiz



Es ist der ganz grosse Erfolg, nach dem die Schweizer Casinos greifen. Und er könnte sogar noch grösser sein als landläufig angenommen. Oder um in der Sprache der Branche zu bleiben: Die Casinos stehen kurz davor, einen Royal Flush auf den Tisch zu legen. Zehn, Bube, Dame, König und Ass in einer Farbe. Mehr geht nicht. Am Tisch des Milliarden-Pokers sitzt nun aber zuerst das Schweizer Stimmvolk. An ihm ist es, die ausländische Konkurrenz fernzuhalten.

Am 10. Juni kommt das Geldspielgesetz an die Urne. Zentraler Punkt der Vorlage: Die Geldspiel-Seiten von Anbietern aus dem Ausland sollen nicht mehr abrufbar sein. Mit Netzsperren werden Spieler daran gehindert, auf entsprechende Angebote zuzugreifen. Nur jene Spielbanken, die in der Schweiz ein physisches Casino betreiben, können überhaupt eine Konzession für das Internet beantragen.

Der Streit um die Netzsperren dominiert den Abstimmungskampf. Die Gegner des Geldspielgesetzes warnen zum einen vor einem Präzedenzfall, vor einem grossen Schritt hin zu mehr Schranken im Internet. Zum anderen verweisen sie darauf, wie leicht Netzsperren technisch umgangen werden können. Ein paar Klicks reichen dafür.

So funktionieren Netzsperren

Das Geldspielgesetz giesst Netzsperren erstmals in Paragrafen: Internetprovider wie die Swisscom sollen künftig verhindern, dass Nutzer auf gewisse Websites – im konkreten Fall ausländische Casino-Angebote – zugreifen können. Ist von Netzsperren die Rede, dann sind meist sogenannte DNS-Sperren gemeint.

Dazu muss man zuerst wissen: Jeder Zugang zum Internet hat eine eindeutige Nummer zugewiesen, die sogenannte IP-Adresse. Der Server der Website www.aargauerzeitung.ch hat beispielsweise die IP-Adresse 213'146.11.31.

DNS steht für «Domain Name System» und weist IP-Adressen einem leichter lesbaren Namen zu; man kann das mit einem Telefonbuch für das Internet vergleichen. Wenn ein Nutzer also www.aargauerzeitung.ch in seinem Browser eintippt, wird dieser Name via DNS in die IP-Adresse 213'146.11.31 umgewandelt. Ist eine DNS-Sperre eingerichtet, können Nutzer die betroffene Website nicht mehr aufrufen und werden auf eine Seite umgeleitet, auf der über die Gründe für die Sperre informiert wird.

Noch tiefer greifen IP-Sperren. Mit solchen wird der effektive Zugriff auf die Adresse gesperrt. Das ist problematisch, weil «Overblocking» droht. Nicht selten befinden sich auf einem Server nämlich mehrere Websites mit der gleichen IP-Adresse – die quasi als Beifang mitgesperrt werden.

Es braucht kein grosses Wissen, um Netzsperren zu umgehen. Jeder Nutzer kann den DNS-Server in den Einstellungen gegen einen anderen austauschen. Wem das zu kompliziert ist: Mit einem Virtual Private Network (VPN) lässt sich die Internetverbindung auf einen Server im Ausland umleiten.

Ein VPN ist rasch eingerichtet, Apps dafür sind auf vielen Geräten vorinstalliert. Sie bauen eine verschlüsselte Verbindung, auch Tunnel genannt, zu einem Server des VPN-Anbieters auf. Von dort werden die Daten ans Ziel geleitet – und via Tunnel wieder zurück. (sva)

Das wissen auch die Befürworter des Geldspielgesetzes. Deshalb hat ein Argument bei ihnen in diesen Tagen besonders viel Gewicht: Regel ist nun mal Regel. «Nur weil Netzsperren einfach zu umgehen sind, kann daraus nicht abgeleitet werden, dass sie nichts taugen», gibt etwa der Aargauer FDP-Nationalrat Matthias Jauslin via Twitter zu bedenken. Auch das Gurtenobligatorium könne locker ignoriert werden, und trotzdem hielten sich die Autofahrer daran. So seien die Schweizerinnen und Schweizer nun mal.

Können sich die hiesigen Casinos also auf die Rechtschaffenheit der Schweizer verlassen? Auf das integre Wesen der Casino-Spieler? Vielleicht dürfen sie auch einfach darauf zählen, dass der Staat für sie die Werbetrommel rührt. Derzeit sieht nämlich alles danach aus, dass den Spielern die Online-Angebote der hiesigen Casinos von den Behörden unter die Nase gerieben werden – mit Links zu den einschlägigen Plattformen.

Die Werbetrommel des Staats

Was skurril erscheinen mag und im Abstimmungskampf bisher kaum thematisiert worden ist, hat einen handfesten Hintergrund. Denn laut Gesetz haben die Netzsperren zusätzlich die Funktion einer «Informationseinrichtung». Wer eine gesperrte Adresse in seinem Browser aufruft, wird auf eine sogenannte Stopp-Seite umgeleitet.

Auf dieser erfahren Nutzer die Gründe für die Sperre. Die Einzelheiten sind noch nicht geregelt. Doch die Marschrichtung ist absehbar: Nebst einem Verweis auf die Gesetzgebung und behördlichen Informationen dürfte die Stopp-Seite auch eine Link-Liste mit den erlaubten Online-Spielen enthalten.

Zwar ist eine solche Regelung im Verordnungsentwurf, der derzeit in der Vernehmlassung ist, nicht ausdrücklich enthalten, wie Folco Galli vom zuständigen Bundesamt für Justiz (BJ) bestätigt. Der Bundesrat favorisiert allerdings eine Lösung mit Link-Liste, wie er bereits 2015 in seiner Botschaft zum Gesetz deutlich machte.

Offensichtlich wird das auch in einer Dokumentation, die das BJ im Hinblick auf die Volksabstimmung veröffentlicht hat. Es sei beabsichtigt, heisst es dort, dass die Stopp-Seite «direkte Links zu den in der Schweiz bewilligten Angeboten enthält».

Besser Prävention betreiben

Ohnehin sind es letztlich gar nicht die Bundesbehörden, die über die Stopp-Seite walten. Verantwortlich dafür sind die Eidgenössische Spielbankenkommission und die interkantonale Behörde Comlot. BJ-Informationschef Galli unterstreicht: «Die Aufsichtsbehörden werden über die genaue Ausgestaltung der Stopp-Seite entscheiden und sie laufend dem Stand der Technik und den Bedürfnissen des Publikums anpassen.»

Bei der Spielbankenkommission heisst es, man diskutiere aktuell über die Stopp-Seite. «Die Details werden erst nach dem Volksentscheid über das Geldspielgesetz feststehen», sagt Sprecherin Maria Saraceni. Unter Personen, die mit der Causa vertraut sind, gilt es jedoch als ausgemacht, dass die Umsetzung eng nach den ursprünglichen Vorstellungen des Bundesrats erfolgen dürfte.

Unabhängig davon: Welche Überlegungen stehen hinter der Absicht, die bewilligten Angebote von Schweizer Casinos zu verlinken? Das BJ verweist in diesem Zusammenhang auf den Spielerschutz. Es sei wichtig, vor «unbewilligten und unkontrollierten Angeboten» zu warnen, erklärt Galli. «Wenn Spielende schon spielen, sollen sie dies auf bewilligten und kontrollierten Seiten tun.»

Spinnt man diesen Ansatz weiter, stellt sich die Frage, ob auf der Stopp-Seite konsequenterweise nicht auch Präventionsangebote verlinkt werden müssten. Es war allein die EVP, die in der Vernehmlassung zum Gesetz diesen Vorschlag einbrachte.

Für die Partei war es unverständlich, dass «illegal angeworbene Spieler – als wäre nichts dabei – auf die eigenen, legalen Online-Spielangebote» umgelenkt werden sollen. Diese Bedenken teilen Fachleute.

Der Fachverband Sucht würde Hinweise zu Präventionsangeboten auf der Stopp-Seite «sehr begrüssen», wie dessen Generalsekretärin Petra Baumberger sagt. «Je zugänglicher solche Angebote sind, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Betroffener diese nutzt.» Baumberger erinnert daran, welche Prämisse eigentlich hinter dem Geldspielgesetz steht: Es soll Schutz und Prävention auch im Internet-Zeitalter ermöglichen.

Das musst du über das Geldspielgesetz wissen

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • quarzaro 25.04.2018 11:34
    Highlight Highlight Skandalöser Lobbyismus und eklatantes Unwissen der beteiligten Politiker über den Sachverhalt. Anderst kann ich mir dieses katastrophale Gesetz nicht erklären.
    Viel Spass, wenn dann alle möglichen ausländischen Seiten wegen "Gründen" gesperrt werden.
  • Simon Probst 25.04.2018 11:24
    Highlight Highlight "Wer eine gesperrte Adresse in seinem Browser aufruft, wird auf eine sogenannte Stopp-Seite umgeleitet. Auf dieser erfahren Nutzer die Gründe für die Sperre."

    Die wollen da jetzt echt hinschreiben, dass ich nicht mehr auf pokerstars spielen darf, weil sie dermassen geldgeil sind?!

    krasse sache!
  • Butzdi 25.04.2018 09:08
    Highlight Highlight Und irgendwann kann ich dann nicht mehr auf nicht-schweizerischen Webseiten Sachen bestellen um mich vor einer möglichen Shoppingsucht zu bewahren. Schwaches Argument welches nur dem Staat und den hiesigen Anbietern hilft. Nein Danke.
  • just sayin' 25.04.2018 08:54
    Highlight Highlight netzsperre?!?

    es ist erschreckend, wie einfach es ist das schweizer volk zu überreden, dass es nötig ist freiheiten abzubauen.

    "so geht die demokratie zugrunde.
    mit donnerndem applaus."
  • mrlila 25.04.2018 08:43
    Highlight Highlight Einfach nur Wahnsinn.

    Ich kann ja verstehen, das die schweizer Casinos lieber das Geld haben möchten anstatt die Ausländischen.

    Dafür jedoch Netzsperren einzuführen? Das ist einfach nur lächerlich. Einige meiner Freunde zocken immer mal wieder online, sie sollten doch selber entscheiden können, wo sie zocken möchten...

    Wir haben China und andere Länder ausgelacht in den Kommentaren... Nun ja, wir werden langsam selbst zu so einem Land.

    Was kommt als nächstes? Spotify? Extragebühren dafür? Pornhub? Netflix?

    Wenn wir für Ja abstimmen, enden wir wie die Amis oder die Türken.
  • Digichr 25.04.2018 08:05
    Highlight Highlight Seiten wie Pokerstars nutzen HTTPS. Sollte man die Seite umleiten, dann kommt nicht etwa eine Stopp Seite sondern eine Fehlermeldung. Das hat Herr Glättli in Parlament erklärt aber die Befürworter, was typisch für sie ist, haben das einfach ignoriert...
  • N. Y. P. D. 25.04.2018 07:54
    Highlight Highlight «Wenn Spielende schon spielen, sollen sie dies auf bewilligten und kontrollierten Seiten tun.»

    Der Staat als mein Vormund.
    Ich so : Du Staat, darf ich hier 2.-
    wetten ? Nein Adalbert Janus,
    das ist gefährlich. Spiel doch für
    3.- Lotto bei Swiss Los.


    👉👉«Nur weil Netzsperren einfach zu umgehen sind, kann daraus nicht abgeleitet werden, dass sie nichts taugen»

    Noch nie habe ich soviel Nonsens in einem Satz gelesen.
    Wenn etwas nichts taugt, könne daraus nicht automatisch abgeleitet werden, dass etwas nichts taugt.


    Also, ich brauche jetzt sofort einen Kaffee.
  • N. Y. P. D. 25.04.2018 07:44
    Highlight Highlight Sind wir eigentlich in China ?

    Zensur im Internet ?

    Der Staat will uns vorschreiben, auf welchen Webseiten wir uns aufzuhalten haben ?

    Immer dieses neoliberale Geschwätz auf bürgerlicher Seite. Aber wenn es um eigen PFRÜNDE geht, wird man protektionistisch.

    Beispiele :
    -Geldspielgesetz,
    -Parallelimporte von Medis
    -es ist beinahe unmöglich in der EU
    einen Neuwagen zu kaufen
    etc.

    Scheinheilig bis zum Abwinken, die bürgerliche Seite.
    • ujay 25.04.2018 09:03
      Highlight Highlight @NYP. Ein Autokauf in der EU ist geradezu simpel. Du bist nicht auf dem Stand der Dinge.
  • Wambolium 25.04.2018 07:34
    Highlight Highlight Nein zum Geldspielgesetz.

    Bei einer Annahme des Gesetzes werden ausländische Spieleseiten vom Markt ferngehalten, was purer Protektionismus ist und deshalb mMn nicht zulässig ist.

    Ausserdem können Sperren sehr leicht umgangen werden. Der Zugriff über einen ausländischen VPN-Server reicht schon aus, um die Blockade zu umgehen. Für einen süchtigen Spieler, der umbedingt auf diese Seite möchte, ist dieser Aufwand definitiv nicht zu gross.
    • fadnincx 25.04.2018 09:17
      Highlight Highlight Dafür wird nicht einmal ein VPN nötig sein. Ein manuelles einstellen des DNS auf einen nicht Schweizer Anbieter reicht. z.B. den von Google (8.8.8.8) oder den von Quad9 (9.9.9.9), wobei letztere sich klar gegen eine Überwachung der Benutzer ausgesprochen haben.
    • Wambolium 25.04.2018 13:25
      Highlight Highlight Das manuelle Umstellen des DNS-Servers hilft, wenn die Website über DNS gesperrt wurde. Wenn die IP Adresse der Website gesperrt wurde hilft das Umstellen des DNS' nicht. Wobei das Blockieren der IP sehr ineffizient ist, da so auch andere "legale" Websites mitgesperrt werden können.
  • fadnincx 25.04.2018 07:15
    Highlight Highlight Warum bringt Watson in keinen Artikel, wie einfach eine solche Sperre zu umgehen ist?
    Einfach bei Google nach "Manueller DNS einstellen" suchen und schon gibt es für (fast) jede Plattform eine Lösung.
    • Globidobi 25.04.2018 09:03
      Highlight Highlight Ich würde sagen, es wird ein Proxy Server eingebunden, welcher die URL der Website, sowie den Typ der Website filtert.
    • Enrico Palazzo 25.04.2018 10:40
      Highlight Highlight Bitte hört endlich auf mit dieser Behauptung! Falls das Gesetz angenommen wird, ist es nicht mehr möglich auf Pokerstars, BWIN usw. zu zocken! ALLE seriösen Anbieter werden sich freiwillig an die Gesetze halten und Schweizer Spieler sperren, dies zeigen Erfahrungen aus dem Ausland! Als Schweizer musst du dann einen Nachweis erbringen, dass du nicht mehr in der Schweiz wohnst. VPN und Co. wird nur bei Plattformen nützen die auch den Schwarzmarkt (USA usw.) bedienen! Aber selbst da ist es nicht garantiert, momentan werden z.B. Australier teilweise sogar bei diesen ausgeschlossen! Darum NEIN!

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