DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hans Grunder zieht sich aus der Politik zurück.
Hans Grunder zieht sich aus der Politik zurück. Bild: KEYSTONE

Erst SVP-Politiker, dann BDP-Gründungspräsident – Hans Grunder verabschiedet sich

17.02.2019, 01:3017.02.2019, 01:36

Der Berner BDP-Nationalrat Hans Grunder tritt einem Interview zufolge nach zwölf Jahren am Ende der Legislatur zurück. Der heute 62-jährige Gründungspräsident der Bürgerlich-Demokratischen Partei will Abschied von der Politik nehmen.

«Im Herbst ist es allerhöchste Zeit, dass ich das Bundeshaus verlasse», sagte der Beratungsunternehmer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Vor einigen Jahren forderte er selbst eine Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren für Parlamentarier. «Ich habe diese Legislatur nur absolviert, weil meine Partei sich vor vier Jahren in Schieflage befand.»

Martin Landolt
Martin LandoltBild: KEYSTONE

Grunder wurde als Vertreter der SVP 1999 ins Berner Kantonsparlament gewählt. 2007 wurde er Nationalrat. Die rechtskonservative Linie des Zürcher SVP-Flügels behagte Grunder aber immer weniger. So gehörte er im November 2008 zu den Mitbegründern der BDP. Bis 2012 war Grunder BDP-Parteipräsident. Sein Nachfolger wurde Martin Landolt.

Der Politiker, der bereits zwei Schlaganfälle erlitten hat, hatte im vergangenen Dezember angekündigt, sich per März 2019 aus dem von ihm geschaffenen und heute zum Energiekonzern BKW gehörenden Vermessungs-Ingenieurunternehmen Grunder zurückzuziehen. Er gründete laut eigenen Angaben eine Beratungsgesellschaft. Grunder wohnt in Rüegsau, hat fünf Kinder und einen Enkel. Er betreibt ausserdem eine Pferdezucht mit 25 Tieren.

Werner Luginbühl
Werner LuginbühlBild: KEYSTONE

Die BDP Schweiz verfügt derzeit über sieben Sitze im Nationalrat sowie über einen Sitz im Ständerat. Vier der Parlamentarier stammen aus dem Kanton Bern. Der amtierende Berner BDP-Ständerat Werner Luginbühl verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Ins Rennen im Herbst steigt stattdessen Regierungsrätin Beatrice Simon. Ihre Kandidaten für die National- und Ständeratswahlen nominiert die Berner BDP offiziell am 27. Februar. (sda)

Abwesenheiten Nationalräte gesamte Legislatur 2018:

1 / 7
Abwesenheiten Nationalräte gesamte Legislatur 2018
quelle: keystone / peter schneider
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Testoffensive und Booster Pop-Up: Warum Graubünden immer wieder zum Muster-Kanton wird
Graubünden hat am Montag mit der Booster-Impfung für alle gestartet. Im Februar 2021 wurden die Bündnerinnen einmal durchgetestet. Wieso der Bergkanton schon wieder zur Musterschülerin wird. Eine Spurensuche.

In diesen Tagen erlebt man mehrere Déjà-vus: Die Fallzahlen steigen, die Spitäler alarmieren, der Bundesrat trifft sich zur Krisensitzung und die Kantone? Sie schauen zu, handeln widerwillig oder geben die Verantwortung an den Bund ab. Die grosse Ausnahme dieser Regel war und ist der Kanton Graubünden, der immer mehr zum Musterschüler in der Pandemiebekämpfung wird.

Zur Story